Im Zug sitzend

17 Jan 2012 Von Kommentare: 28 Bewusstsein, Spiritualität

Schienen Wahrheit welche richtung

Im Zug sitzend, draußen scheint die Sonne, in Tagträumen versunken. Wohin geht die Reise? Wohin gehe ich? Woher komme ich? Der Lebensweg am Scheideweg. Zweifel, Angst und Unsicherheit kommen hoch, doch der Zug fährt und fährt. Ohne Rücksicht auf Geschwindigkeit und Befindlichkeit. Die Pläne im Kopf, ausgereift bis ins kleinste Detail. Doch Angst vor der eigenen Courage vernebeln nicht nur die Sicht, sondern vor allem den Verstand, der die Oberhand behalten und das Bauchgefühl verdrängen will.

Nach ein paar Minuten macht sich Ruhe breit, die wärmenden Sonnenstrahlen geben Geborgenheit und Sicherheit. Der Beginn eines neuen Lebens oder das Ende eines alten Lebens, frage ich mich (gibt es einen Unterschied?) während ich das neue Buch von Paulo Coelho in meinen Händen halte. Ich brachte es nicht fertig, am reichlich dekorierten Schaufenster der Bahnhofsbuchhandlung vorüber zu gehen, ohne mir „Aleph“ zu kaufen, obwohl Geldbeutel und Konto fast leer sind. Die Promotion des Buches hat prima funktioniert und ich gönne mir dazu auch noch einen Becher Kaffee. So sitze ich im Zug, dessen Weg durch die Schienen vorgegeben ist, und ich blättere in einem vorüberziehenden Moment der Verzweiflung in meiner neuesten Errungenschaft, lese folgende Zeilen, die treffender nicht sein könnten für mich:

Es bringt nichts, einfach nur hier zu sitzen und zu reden. Tu etwas. Probier dich aus. Es ist Zeit, dass du von hier aufbrichst. Du musst dein Reich, in dem jetzt Routine herrscht, zurückerobern. Hör auf damit, ständig dieselbe Lektion zu wiederholen, dabei wirst du ohnehin nichts Neues lernen. Aus dem Buch „Aleph“ von Paulo Coelho

Eine halbe Stunde dauert die Zugfahrt, Pendler, Schüler und Reisende geben sich die Klinke in die Hand, und dennoch hat diese Fahrt etwas Beruhigendes, Authentisches. Das Gefühl, gelenkt und geführt zu werden, bei absolutem Vertrauen an eine höhere Macht – und auf die eigenen Stärken. Etwas neues zu beginnen bedeutet ja nicht gleich zu versagen – auch wenn das Umfeld das einem suggerieren will. Die gespeicherten Erfahrungen des Lebens programmieren die Einstellungen zum Leben und zu sich selbst, welche bremsen, behindern und blockieren. Der Zug ist dann keine persönliche Entwicklung, sondern eine Sackgasse. Der Fluss des Lebens ist dann keine individuelle Entfaltung, sondern eine Kloake. Will ich das? Mich begrenzen und bestimmen lassen – von Behörden, Konzernen und gutmeinenden Menschen? Die Antwort ist ein klares NEIN. Das Ziel ist klar definiert. Vorstellungskraft ist reichlich vorhanden, mit der Willenskraft sieht es schon anders aus. Disziplin, Ausdauer und Konsequenz lassen zu wünschen übrig, welche das Tun, das Handeln behindern. Was will ich und was kann ich, sind die zentralen Fragen. Auch die Zugfahrt bringt keine neue Erkenntnis, dafür spüre ich einen Funken von Heilung in meinem halbmeditativen Zustand mit müdem Blick in Coelho´s neues Buch.

Eine einzige SMS reißt mich raus aus meinen versunkenen sinnierenden Gedanken. Sie überrascht, schockiert mich, und gibt mir Mut und Zuversicht. Es geht doch! Der Zug ist längst abgefahren und unterwegs. Nun begreife ich, dass ich die Richtung, in die der Zug des Lebens fahren soll, dennoch selbst beeinflussen und gestalten kann. Das kann ich nur, wenn ich die Weichen rechtzeitig als Chancen erkenne, oder als Prüfungen. Das ist die Kunst des Lebens. Ich muss mich darauf einlassen und an mich selbst glauben, jedoch muss ich endlich TUN, nicht nur reden und denken.

Beitragsbild: Fotolia.de

28 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Meike says:

    Ein schöner Artikel. Ich mag deine Art, den Moment zu beschreiben.

    Ja, es stimmt – „immer nur reden und denken“, hm, das reicht vielleicht nicht. Das Tun ist ebenso ein Bestandteil des Ganzen. Das war bei mir auch oft das Problem. Im Kopf war alles klar definiert, und auch das Gefühl war auf „Wollen“ ausgerichtet. Aber allzu oft blieb es in meinem Kopf und es blieb bei dem „Wollen“. Hm…aber was ich festgestellt habe: Je mehr ich die Dinge einfach so sein lassen kann, wie sie sind, desto klarer erkenne ich manche Sachen und das hat zur Folge, dass das Tun auch leichter wird – oder zumindest mehr ins Bewusstsein rückt. Das ist gar nicht so leicht zu erklären, aber ganz spannend für mich selbst gerade. 🙂

    Lieben Gruß!

  2. 2
    Johannes says:

    Lieber Alex,

    ich habe „Aleph“ grade durchgelesen, und obwohl das Buch von der Kritik in den Medien ziemlich zerrissen wird, hat es mir was gebracht. Besonders diese Passagen, die Du als Beispiel in deinem Beitrag anführst.
    Sag mal was zum Buch, wenn Du es ganz durch hast.

    In Liebe,
    Johannes

  3. 3
    LUMOS says:

    Ich glaube, wir machen uns nur unglücklich, weil wir Veränderung nicht zulassen wollen. Wir klammern uns am Alten, Gewohnten und Vertrauten fest, und deshalb kann auch nichts Neues entstehen. Um den Mut zum Handeln zu erreichen, müssen wir akzeptieren, auch Fehler zu machen und Irrwege zu gehen. Es sind alles Erfahrungen und auch sie bringen uns (zumindest in unserer Selbsterkenntnis) weiter. Insofern, lieber Alex, sehe ich das Tun, Ausprobieren und Handeln, genauso wie Du, als lebenswichtig an. Das Leben als Abenteuer- das ist wunderschön. Die eigene Handlung hinterher als sinnvoll und weiterführend zu erkennen, bzw. das Gegenteil zu empfinden gehört genauso zum Lernprozess in der Schule des Lebens.

    Freude am Tun wünscht Euch allen LUMOS

  4. 4
    Zwebbel says:

    Zum Thema Tun und Handeln auch eine Meinung von mir:

    Ich denke zum wahren Glauben gehört auch dazu, das zu Leben woran man glaubt.
    Wenn ich also an Gott in mir glaube, dann sollte ich keine Scheu haben, das auch auszuleben, also nach außen hin offen auszusprechen. Wenn ich an die göttliche Intuition wahrhaftig glaube, dann sollte ich auch loslassen könnten, und meine Entscheidungen nach meinem Glauben treffen.

    Spiritualität ist demnach nicht nur etwas Immaterielles, oder gar Weltfremdes. Allein da zu sitzen, und zu meditieren, oder die Wahrheit in seinem Inneren zu spüren, das ist nur die halbe Tat. Will ich meinen glauben wirklich ausleben, so sehe ich ihn in allem, was mir im Alltag begegnet.

    In Liebe
    Zwebbel

  5. 5
    ray says:

    Zwebbel,
    Super Formuliert: Will ich meinen glauben wirklich ausleben, so sehe ich ihn in allem, was mir im Alltag begegnet.
    Da sprichst du mir wirklich von der Seele :o)
    Danke

  6. 6
    die Frau vom älterem Mann says:

    @ zwebbel und ray,
    ich kann mich nur anschließen, ist schon immer meine Meinung gewesen, und das habe ich auch schon oft gesagt.
    Gibt da so´n alten Spruch: es gibt nichts Gutes ausser man Tut es.
    na, und wenn es mal daneben geht, hab ich was gelernt.

    Grüsse Dagmar

  7. 7
    LUMOS says:

    Zum Thema „Tun und Handeln“ gibt es so viele Möglichkeiten der Interpretation, wie es Menschen gibt.

    Für viele bedeutet „Tun“ ins Außen zu gehen, sich politisch einzumischen, neue Projekte zu kreieren, Menschen für etwas, was man selbst als richtig erkannt hat, zu gewinnen, sich über MIsstände zu empören und das z. B. in Demonstrationen auszudrücken und vieles mehr ! Alles ganz wunderbare Dinge- und die Welt wäre ärmer, wenn diese Menschen davon ablassen würden!

    Jedoch gibt es auch ein TUN im NICHT-TUN, wir hatten das Thema ja bereits in diesem Blog. Und ich persönlich glaube, dass Menschen sich nicht unbedingt ZWINGEN müssen, z.B. politisch aktiv zu werden, wenn ihnen das nicht liegt.

    Wovon ich total überzeugt bin, ist , dass es wichtig ist, sein eigenes Wesen kennen zu lernen, denn wenn man sein Wesen, seine Beweggründe und Glaubenssätze nicht kennt, kann man auch nicht bewusst in seinem Tun sein.

    Ein Bewusstsein z.B. für Ausbeutung und Manipulation und noch viele negative Dinge mehr zu entwickeln ist ebenso wesentlich .

    Und dann AUTHENTISCH in seinem persönlichen Leben in entgegen gesetzter Weise zu HANDELN. Ich wiederhole mich sicher, aber ich sehe auch eine große Chance darin, durch das einfache SEIN , die Ehrfurcht vor dem Leben, das Mitgefühl- also das Wirken im eigenen selbstgeschaffenen Umfeld etwas zu verändern. So wie man einen Stein ins Wasser wirft und die Wellen sich immer weiter ausbreiten.

    Natürlich kann man auch beide Wege verbinden, das ist wahrscheinlich dann der Idealzustand. Aber ich würde keinen der einzelnen Wege als höher stehend oder niedriger bezeichnen- sie alle haben ihre Berechtigung im Lebensspiel, machen das Leben bunt und interessant.

    Alles Liebe, Eure LUMOS

  8. 8
    Syamasundara says:

    Lumos, ich danke Dir für die Erinnerung.
    Bei den vorangegangenen Ausführungen habe ich mich zwar auch wiedergefunden und bin ebenso dankbar dafür.

    Musste mich aber selbst dabei erwischen einen inneren Druck aufgebaut zu haben jetzt doch nun endlich- mal wieder- physisch aktiv zu werden.

    Der Druck kam daher, dass ich in den 90ern recht stark unterwegs gewesen bin, die Menschen um mich herum mit Liebe zu befruchten.
    Diese Erfahrungsebene ist für sich alleine so einschneidend gewesen, dass ich leider sagen muss, dass es mich regelrecht zerledert hat.
    Trage immer noch Wunden in mir die jetzt erst beginnen zu heilen.

    Aus dem Blickwinkel mit Jedem und Allem verbunden zu sein ist auch das von Dir beschriebene Handeln im Nichthandeln ein Tun im besten Sinne des Erfinders.

    Somit ist Meditation (einfach nur dasitzend) ausgerichtet auf das Allgemeinwohl, und dem Versuch der Konditionierung aus Problemen gedanklich immer eine Gelegenheit zu sehen ein Dienst an die Liebe, zu sich selbst und an Alle.

    Mag sein, dass es in dieser Zeit etwas leichter ist, den Aufweckungsprozess anzustoßen. Bin aber geneigt erst dann Hand anzulegen, wenn meine Hilfe gewollt und gefordert wird.
    Alles Liebe Matthias

  9. 9
    hana says:

    mich fasziniert die buntheit hier mit all dem wissen und all den gaben

  10. 10
    hana says:

    „bleib dir treu und lasse dich nicht von deinem weg abbringen. oft versuchen wir anderen zu gefallen und treffen entscheidungen ohne innere überzeugung. dadurch läuft man jedoch gefahr nicht seinem eigenen lebensweg, sondern den vorstellungen der anderen nachzugehen. die folgen können enttäuschung, ko-abhängigkeit, wut, usw. sein. bleibe daher stets dir selbst treu und lasse dich nicht von deinem individuellen weg abbringen. entscheidungen die aus wahrer liebe u tiefer innerer überzeugung gefällt werden, sind letztendlich für alle beteiligten ein segen.“
    (zachariel)

  11. 11
    LUMOS says:

    @Alex
    …. “ Ich muss mich darauf einlassen und an mich selbst glauben, jedoch muss ich endlich TUN und nicht nur reden und denken…“

    Das , lieber Alex war der letzte Satz in Deinem Artikel.

    Damit sprichst Du das Ur-Vertrauen an, welches eine Form der Liebe ist. Man meint immer, Vertrauen ( z.B. auf Das Göttliche) sei gleichbedeutend mit Glauben, aber das stimmt nicht. Glauben übernimmt man immer von irgendjemand anderem , schon in der Kindheit, in der man besonders aufnahmebereit dafür ist, kommt man mit dem Glauben der Eltern, der Lehrer etc. in Berührung, übernimmt ihn oder auch nicht. Auch mit einer Überzeugung ( es wird schon gut gehen) hat Vertrauen nichts zu tun. Überzeugungen kommen immer aus dem Verstand und haben keine innere Kraft.

    Vertrauen ist der einfache Sprung ins Ungewisse. Es ist gefährlich und es kann viel passieren , aber man macht diesen Sprung einfach ohne Angst vor Irrtümern und sogenannten „Fehlern“. Und dann kann es ein Durchbruch sein. Und daraus erwächst dann neues Vertrauen , denn der Sprung war die eigene Entscheidung und Erfahrung und man hat viel daraus gelernt. Mehrmals im Leben haben wir solche Sprünge ohne Netz gemacht – Umzüge ohne Stellungen in Aussicht, Sprung in die Selbstständigkeit und noch viele andere Themen, – und immer ist es gut gegangen und hat unser Vertrauen in neue Herausforderungen gestärkt.

    Ja, lieber Alex, spring einfach …. Viel Erfolg und Alles Liebe, LUMOS

  12. 12
    hana says:

    „angst vor fehler“ … den fehler zu machen, zu nehmen und ihn zu lieben, den zensor auszuschalten – das ist kunst. kunst, von der improtheater lebt. und genau mit dieser „methode“ wird „spielend gelebt“

    umärmelei

  13. 13
    LUMOS says:

    http://www.youtube.com/watch?v=a2SF8ye_63s&feature=player_embedded

    5,40 Minuten -Masterkeysystem- Das Gesetz der Anziehung.

  14. 14
    die Frau vom älterem Mann says:

    @ Hallo liebe Lumos,
    Ist scon richtig, das mit dem „bewussten“ vom Verstand geleitetem Wünschen, dauerhaft geht es nur über das „Unterbewusstsein“.
    Siehste, deshalb ist auch meine zusammenarbeit mit meinem Unterbewusstsein ( Bella) so wichtig, hat heute wieder geklappt, Horst vermisste seine Geldbörse, ich hab Bella gefragt wo sie ist, und meine liebe Bella hat mich sofort zu diesen vermissten Ding geführt. Natürlich habe ich mich sofort bei Bella bedankt, denn eine gute beziehung zu meinem Unterbewusstsein ist ja nicht selbstverständlich, muss man erst lernen.
    Wie das geht habe ich schon vor ca. 20 Jahren gelernt, wer Neugierig ist kann ja mal „Huna“ googlen .

    Grüsse Dagmar

  15. 15
    einfachnursein says:

    hallo hana…Fehler zu machen ist mMn. keine Kunst sondernes ist „leben“…es gibt keine Fehler…es gibt mMn Erkenntnis und Verstehen!
    Liebe ältere Frau..mit der Namensgebung finde ich Klasse…denn ich denke, bei mir und meinem Mann gibt es auch „Ein/e solche/s“
    von Herzen schöne WE-Grüsse, lasst es euch gut gehen

  16. 16
    LUMOS says:

    @ hana und @ maren
    Ihr Lieben! Heute ist im stevenblack.wordpress.com (bei Google eingeben und dann auf: The Information Space) ein wunderschöner Artikel über Naturwesen und die Elfenbeauftragte Islands Erla Stefánsdóttir mit interessanten Kommentaren erschienen.
    ( Wie man die Welt mit lichten Augen sieht)
    Er könnte Euch und vielleicht auch noch andere Leser interessieren….
    Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag wünscht Euch Eure LUMOS

  17. 17
    hana says:

    🙂 dankeschön liebe lumos!

    lieber einfachseiender ich meinte damit, dass das leben nicht „fehler vermeiden“ meint – so gesehn sind wir ja unisono gg
    ich komm aus dem theatergenre u hab in meiner erlebenswelt festgestellt, wie leicht es wird, wenn impro“techniken“ ins leben wirken dürfen.

    umärmelei

  18. 18
    Maren says:

    Liebe Lumos,

    lieben Dank! Das ist ein sehr schöner Artikel 🙂

    Herzlichen Dank

    Maren

  19. 19
    die Frau vom älterem Mann says:

    @Liebe Lumos,
    nicht böse sein, über das was ich jetzt schreibe. Also, in einem der ersten „Kryon“ Büchern ( die ich alle weggegeben habe) stand, das alle Elfen, Feen usw. die Erde verlassen haben, weil er, Kryon die Schwingung der Erde erhöht hat, und es nicht mehr nötig ist das sie hier auf der Erde sind, da diese „Wesen“ bisher hoch gehalten haben.
    Es stört mich das es so unterschiedliche „Wahrheiten“ gibt.
    Es ist mit vielen durchgegebenen Aussagen so, oft wiedersprechen sie sich,
    und es kann doch nicht sein, das alles richtig ist. wenn alles aus einer „göttlichen“ Quelle kommt müsste es doch nur eine Wahrheit geben, oder sehe ich das alles falsch?

    liebe Grüsse
    Dagmar

  20. 20
    LUMOS says:

    @die Frau vom älteren Mann

    Liebe Dagmar !

    Ich habe überhaupt keine Ahnung von Naturwesen, habe mich auch noch nie damit beschäftigt. Ich dachte beim Senden des Artikels an Hana und Maren, die sich dafür interessieren….

    Aber zum Thema EINE Wahrheit möchte ich etwas sagen:

    Guido hat es schon einmal angesprochen, indem er sagte, dass Gott sich „zersplittert“ hat.
    So ähnlich – wenn ich das richtig verstanden habe- sehe ich es auch.

    Das Göttliche, das „Eine“ musste, um sich selbst zu erfahren, einen Gegenpol von sich erschaffen, aus dem dann die Vielfalt hervorging. ( Das ist sehr vereinfacht ausgedrückt) Wir sind also die individuelle Ausdehnung des Göttlichen, sind Teile der Urquelle- in dem Sinne ALL-EINS und in unserem Gott-Sein vollkommen. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, ist einfach ALLES , das Leben an sich – Wahrheit.

    Gott IST Wahrheit und deshalb ist auch alles andere Wahrheit. Denn wenn etwas nicht Gott wäre, wer hätte es dann geschaffen? Auch wir sind als Teile des Göttlichen absolute Wahrheit, jeder einzelne von uns. Und wenn wir unsere Wahrheit wirklich leben und nicht nur darüber sprechen, fügen wir der göttlichen Urquelle eine neue Dimension hinzu, wird Gott durch unser Sein erweitert.

    Alles, was wir tun , tun wir, um etwas Bestimmtes zu fühlen. Deswegen müssen wir uns von allem befreien, was uns keine Freude bringt und beginnen, unsere Wahrheit wirklich zu leben ohne Rücksicht auf das gesellschaftliche Bewusstsein.

    Wenn Gott Liebe ist, wird man NUR DANN wirkliche Freude empfinden, wenn man Liebe und Freiheit lebt und sie auch jedem anderen zugesteht. So auch den verschiedenen Ansichten z.B. über Naturwesen. Jeder besitzt seine eigene Wahrheit und ich wähle etwas aus, wozu mein inneres Gefühl in diesem Moment JA sagt. Je nach Bewusstseinsstufe kann sich das auch wieder ändern, Ich sehe Wahrheit als etwas Fließendes an….

    Dann erübrigt sich meiner Ansicht nach das Streben nach einer imaginären göttlichen und absoluten Wahrheit, die es mühsam zu erreichen gilt.
    Ich denke, wenn man eine Aussage über eine sogenannte „Göttliche Wahrheit“ machen wollte, könnte man vielleicht sagen : „Gott ist Liebe und Zulassen – in dem Bestreben, sich selbst zu begreifen „. Daher wohl auch die alte griechische Weisheit als Aufforderung für uns Menschen: „Erkenne dich selbst“ .

    Das ist – sehr vereinfacht und verkürzt- meine Weltsicht und ich bin mir vollkommen bewusst, dass viele Religionen oder philosophische Richtungen und Lehren etwas anderes behaupten. Aber – wie gesagt, ich habe diese Sicht zu MEINER WAHRHEIT gemacht und bin glücklich damit.

    LIcht und Liebe, LUMOS

  21. 21
    die Frau vom älterem Mann says:

    @ Lumos,
    mich srören die von Menschen gemacht wahrheit, und um genauer zu sein, die Unwahrheiten, und solche „Chenneler“ die meinen die „Weisheit“ gepachtet zu haben.
    Und mit diesen „Chennelings“ viele Leute in die irre führen, das hindert oft an dem „Mensch erkenne dich selbst“.

    Liebe Grüsse Dagmar

  22. 22
    Syamasundara says:

    @20 LUMOS
    Liebe Lumos,
    möchte mich deiner Ausführung über deine gelebte Wahrheit anschließen.

    Habe mit einer Begriffsbestimmung aber eine gewisse Reibung.
    Ist vielleicht nicht so ganz Themenkonform. Aber anyway.

    — Guido hat es schon einmal angesprochen, indem er sagte, dass Gott sich “zersplittert” hat. —

    Wie soll ich sagen, zersplittern, hört sich für mich so an, als zerlegt sich das Alles-Was-Ist in kleinste Teile.
    Man könnte daraus Schlussfolgern, dass Gott dadurch seine Gesamtheit aufgibt. Die Unpersönlichkeitsphilosophie lebt von diesem Gedanken.

    In den Raum gestellt und meine Wahrheit formulierend, käme der Begriff „erweitert“ dem Prinzip der Selbsterfahrung Gottes durch uns näher.

    Ich denke, –Das Ganze ist immer mehr als die Gesamtsumme seiner Teile. –(Persönlichkeitsphilosophie).

    Ein verschmelzen mit dem Göttlichen hätte somit keine Auflösung der Individualität zur Folge, sondern das erlangen höchster Individualität.

    Zurzeit (in der materiellen Schöpfung) sind wir quantitativ eins, jedoch qualitativ verschieden von Gott.

    Aus dem Vedischen „acintya-bhed-ābheda-tattva“ Gleichzeitig, EINS und VERSCHIEDEN von“

    Schlussendlich (was wir jetzt schon üben können) werden wir in unserer Vervollkommnung alle mit den Augen Gottes sehen können.

    Dann ist die Reise aber nicht beendet, denn zu Reisen bedeutet“ niemals anzukommen“.

    In diesem Moment der Erleuchtung sind wir dann so voller Liebe, sodass wir uns wieder Erweitern und einen Teil von uns erschaffen um noch mehr zu werden.

    Denn wenn du merkst, dass du Mehr geworden bist, willst du noch Mehr werden um zu erfahren dass du Mehr werden kannst um dann noch Mehr zu werden.

    „Gott Sein“ ist ein ewiger, nie zu Ende gebrachter Job des Selbsterschaffens.

    Liebevoll Matthias

  23. 23
    LUMOS says:

    @syamasundara

    Lieber Matthias, Du hast recht, auch ich habe meine Schwierigkeiten mit dem Wort „zersplittert“ und habe das damals auch angemerkt. Guido hat es erklärt und danach klang es für mich so in etwa wie Dein „erweitert“. Ja, das Wort „erweitert“ trifft es besser!

    Ich glaube aber nicht, dass die Individualität am Ende überleben muss. Wenn man eins mit dem Universum wird, kann bei der Verschmelzung mit dem Göttlichen keine Individualität mehr übrig sein, der Tropfen löst sich im Ozean der Existenz auf, er WIRD zum Ozean. Wir sind auch jetzt schon die Existenz, nur durch unsere egobehaftete Persönlichkeit fühlen wir uns abgetrennt. Und genau das ist die Schranke, die verhindert, mit dem Alles-Was -Ist zu verschmelzen.
    In Liebe, LUMOS

  24. 24
    hana says:

    und was meinst DU liebe dagmar? nimmst du elementarwesen wahr?

  25. 25
    die Frau vom älterem Mann says:

    @ Hana,
    nein, kann ich nicht. Das einzige was ich ab und zu sehe, ist die nähere Aura eines Menschen, was mir schon unangenehm genug ist.
    wie ist das mit dir, nimmst so etwas wahr? Oder kennst du jemanden.
    Ich habe anfang 2000 mal eine Heilpraktikerin kennengelernt, die hat behauptet in ihrem Garten leben Zwerge mit denen sie sich jeden Tag unterhalten hat. Von ihr hatte ich auch die Kryon Bücher, von denen sie sehr Überzeugt war. Als ich sie dann darauf ansprach was dort geschrieben ist, wurde sie ganz verlegen und sagte „ihre Zwerge haben keine Lust zu gehen“ Dann ist sie mit mir in den Garten gegangen und meinte da sind sie, frag sie doch selbst.
    Da war nichts, nur ihre dunkelgraurote Aura die konnte ich sehen, und machte mir ein Unbehagliches Gefühl.
    Seit dem halte ich mich von Menschen mit so einer Aura fern.

    liebe Grüsse Dagmar

  26. 26
    hana says:

    hmm versteh ich – wenn es sich nicht gut anfühlt ist abstand sicher fein.

    ich bin per „zufall“ auf elementarwesen gestoßen. ich hab vor jahren meinen garten nach feng shui wollen beleben gggg das ist gelungen – na es passierten plötzlich dinge in meinem leben, die waren uuuuuunglaublich, leider ziemlich anstrengend. energien wurden gestärkt, die nicht gut taten – aufs erste. innerhalb von 3 monaten wollte man meinen garten abgraben, weil neben an eine andere siedlung entstand – man wollte mir die terrassentür vernageln, weil dann gleich eine 2,5m tiefe baugrube gewesen wäre, man begann unter das fundament meines hauses reinzubaggern, dass das ganze haus bebte, … ich musste mich gegen eine baugesellschaft wehren – ich „gewann“ aber mit riesenaufwand u schäden. gleich drauf wollte mein arbeitgeber mich für 300.000,- schilling damals an subvention (kulturbetrieb) „verkaufen“ weil ich unbequem war. dann schläferte man mir meinen 6wo alten hund vor der haustür ein – verdacht tollwut – ich hatte ihn aus einem tierheim, der welpentransport war illegal gewesen, das heim hatte die auflagen nicht erfüllt. wir alle mussten uns impfen lassen, alle kinder der siedlung – die nachbarn waren äußerst ungehalten ;). und dann bekam meine tochter noch eine ohrfeige von ihrem lehrer – sie war 9 und er ende 50 – und ich legte mich mit der schulbehörde an.

    ich war damals noch sehr in der kämpferrolle – das war verstärkt worden.

    letztes jahr war ein schamane da bei uns. ich hatte flusssteine damals in meinen garten gelegt. ein wassergeist fernab jedes wassers fühlt sich da nicht wohl.

    damit hab ich begonnen, mich mit diesen wesen zu beschäftigen. ich seh sie nicht, aber ich kann sie fühlen.

  27. 27
    die Frau vom älterem Mann says:

    @ Hallo Hana,
    Es ist wohl zuerst mal wichtig genau zu unterscheiden, zuwischen „Elementale“ das sind Naturgeister aller Art, und „elementarwesen“ das sind die entkörperten Seelen moralisch Verdorbener.
    So, und das wird in „modernen Esorerikbüchern“ meist durcheinander geworfen, weil wie so oft, nur ein gefährliches Halbwissen da ist, (mit Büchern über Aura ist es das gleiche).
    Also hast du es auf deinem Grundstück mit Elementalen zu tun gehabt, die sich gestört fühlten. Das mit den Flusssteinen kann helfen.
    Mit den anderen „Geschichten“ wird nicht im zusammenhang mit diesen Wesen stehen.
    Und nun zu den Elementarwesen, Kampf zieht solche Wesen an, also lass es.
    Ich hatte es auch schon mal mit Elementarwesen zutun, war nur sch…….
    wir hatten ein Haus gekauft das auf einem Schlachtfeld des 30.jährigem Krieg stand. Als mir das ein Schamane sagte dem ich erst nicht glauben wollte, dachte ich „ich geb doch wegen sowas nicht das schöne Haus auf“.
    Nun, nach Jahren, Haus verkauft, weg gezogen, und nun ist RUHE.
    Vor kurzem habe ich gehört, den neuen Besitzern geht es auch besch….

    Also mit Naturgeister kannst du dich beschäftigen, aber bitte, bitte nicht mit Elementarwesen.
    schönen Sonntag noch Dagmar

  28. 28
    hana says:

    ich denk die begrifflichkeit ist 4 MICH insoweit wichtig, wie ICH sie 4 mich verknüpft hab.

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