Das Geheimnis glücklicher Beziehungen

09 Mai 2012 Von Kommentare: 7 Heilung, Ratgeber

„Liebe dich selbst, und es ist egal, wen du heiratest“ ist der Titel eines Buches von Eva Maria Zurhorst, das zum Bestseller wurde. Es gibt demzufolge ein großes Verlangen danach, eine glückliche Beziehung oder Ehe zu führen oder zu erringen. Viele Menschen leiden unter ihrer Einsamkeit und wünschen sich nichts sehnlicher als eine Partnerschaft, in der sie sich geborgen, geliebt und anerkannt fühlen. Das scheint in der heutigen Gesellschaft immer schwieriger zu werden, die Zahlen der Single-Haushalte steigen sprungartig an, auch im Internet werden verzweifelt Partner gesucht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, eine glückliche Partnerschaft zu erlangen oder zu führen. Wir müssen nur etwas Grundsätzliches beachten:

Ohne dass wir uns selbst anerkennen, uns selbst lieben und vertrauen, werden wir auch nicht imstande sein, einen Partner zu lieben und ihm zu vertrauen. Wir sollten uns zuallererst mit uns selbst wohlfühlen, unsere eigene Gegenwart genießen, Interessen und Hobbys haben, vor allem authentisch sein, das bringt uns einer erfüllenden Partnerschaft sehr nahe. Falls wir uns eine enge Beziehung wünschen. stellt sich zunächst die Frage: Was ersehne ich eigentlich, was brauche ich, was tut mir gut? Wie viel Nähe, wie viel Freiheit brauche ich? All das darf nicht weggeschoben werden, ( so nach dem Motto: Es wird sich schon ergeben) ,denn das würde sich eines Tages rächen. Später werden wir unzufrieden und schieben dem Partner die Schuld für unser unerfülltes Verlangen in die Schuhe. Wenn wir unser So-Sein mit allen Unzulänglichkeiten nicht akzeptieren können, neigen wir oft am Anfang einer Verliebtheit dazu, dem Menschen unsere Schokoladenseite zu zeigen und ihm etwas vorzuspielen. Das kann nicht lange gutgehen, irgendwann zerbricht die Maske und der Partner ist entsetzt über die „neuen, unbekannten“ Eigenschaften seines Gegenübers. Viele zerbrochene Beziehungen bezeugen es.

Es gibt verschiedene Arten von Partnerschaften . Sehr selten sind echte „Herzensbeziehungen“. Dort achten und helfen sich die Partner in aufbauender Weise, sie begegnen sich sozusagen von Ganzheit zu Ganzheit. Solche eine Beziehung setzt eine gewisse seelische Reife beider Partner voraus. Von dieser Art Beziehungen träumen die meisten Menschen und haben sie als Ideal vor Augen. Viel häufiger sind jedoch „Ergänzungsbeziehungen“ anzutreffen. In diesem Fall ziehen sich zwei Menschen aufgrund eines Mangels an, jeder hat etwas zu geben, was dem anderen fehlt. Auch besteht eine gewisse Resonanz bei beiden Partnern, durch irgendeine Art bringt die eine Person bei der anderen etwas in Schwingung, das auf sie anziehend wirkt.

Solche Beziehungen können lange Zeit gutgehen, wenn aber die Funktion des Ausgleichs erfüllt ist, werden sie oft langweilig oder arten in bösartige Streitereien aus. Dann ist es Zeit , weiterzugehen. Langeweile ist immer ein Zeichen dafür, dass die Seele von einer Sache genug gelernt hat. Es ist einfach unintelligent, das bereits Erfahrene immer und immer zu wiederholen. Da ist keine Weiterentwicklung mehr möglich und der Mensch stagniert. In dem Fall ist es immer besser, sich zu trennen, möglichst ohne Groll und Ärger. Ein Erhalt der Beziehung macht nur dann Sinn, wenn beide Partner bereit sind, sich trotz aller Gegensätze und Schwierigkeiten weiterhin zu achten, in Liebe anzunehmen und zu unterstützen. Wenn das der Fall ist, kann sich eine Ergänzungsbeziehung zu einer echten Herzensbeziehung entwickeln.

Falls man sich allein fühlt und sich nach einem Partner sehnt, bedeutet es eine Energieverschwendung, aktiv mit einem Mangelgefühl danach zu suchen. Da sollten wir viel mehr Vertrauen in unser Höheres Selbst haben, es findet immer auf magische Weise genau das, was wir zu diesem Zeitpunkt benötigen. Und zwar nur dann, wenn wir es nicht durch Zweifel und ein Gefühl des Haben-Müssens erzwingen wollen. Wenn wir selbst harmonisch und in Übereinstimmung mit uns sind, werden der oder die „Richtige“ ganz automatisch angezogen werden. Das Universum ordnet sich dann zur Erfüllung unserer Herzenswünsche um. Aber Gelegenheiten und Zeichen sollten beachtet werden, der entscheidende Augenblick kommt dann schon. Verbissenes Suchen hat noch nie etwas gebracht.

Äußere Bedingungen, z.B. nach einem gewissen Erscheinungsbild oder einer sozialen Stellung können ein Hindernis sein und evtl. zu einer Verzögerung führen. Sie können sich letztendlich auch erfüllen, doch ob sie wirklich unserem höchsten Wohl dienen, wird sich herausstellen und ist manchmal fraglich. Wenige Dinge werden durch den Verstand, Überlegungen, Einschränkungen und Ansprüche gelöst. Wenn wir dann den richtigen Partner gefunden haben, werden wir feststellen, Liebe verströmt und erweitert sich mit jedem Verschenken. Oft verschenken wir nur Worte, Streicheleinheiten, doch in Wirklichkeit können wir mit unserer authentischen Gegenwart viel mehr geben, nämlich uns selbst und sind damit nicht nur eine Bereicherung für unseren Partner, sondern auch für andere Menschen, die wir anziehen und von denen wir uns angezogen fühlen.

Wir können niemanden lieben, ohne ihn voll und ganz anzunehmen. Dazu müssen wir nicht alles gut finden, was der Partner tut, doch es ist hilfreich, den Grund seines Handelns zu erforschen und eine Verurteilung zu unterlassen. Ist es nicht auch das, was wir uns für uns selbst wünschen und ersehnen?

Wirkliche Liebe kann nur in Freiheit, Verständnis, Akzeptanz wachsen, dazu brauchen wir Reife und Vertrauen. Es ist sinnlos, den Partner ändern zu wollen, diese Kraft können wir nutzbringender einsetzen, indem wir an uns selbst arbeiten, denn eines Tages werden wir erkennen, dass der Partner Aspekte von uns selbst ausdrückt, als ein perfekter Spiegel. Dann erscheint uns alles plötzlich in einem neuen Licht und wir werden leichter Zugang zu unserem eigenen Wesen und dem des Partners finden können. Wir alle wünschen uns eine Paar-Beziehung , die uns für immer- oder für sehr lange Zeit glücklich macht. Doch manchmal ist es einfach nötig, eine Ehe oder Beziehung, die nicht mehr funktioniert, zu beenden, so schmerzlich das auch für alle Beteiligten sein mag. Vielleicht ist sie durch Streit, Gedankenkonstruktionen, Eifersucht, alte unverarbeitete, weggeschobene Traumata und vieles mehr völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Dann ist es besser, sich zu trennen, denn es ist für die eigene Seele nicht gut, sich mit schmerzlichen, unvollkommenen Beziehungen abzufinden. Wir sind nicht da, um zu leiden, sondern um glücklich zu sein.

Entgegen landläufiger Meinung kann eine Beziehung nur dadurch zu Ende gehen, dass sie sich entweder vollendet oder im Negativen erschöpft hat, niemals durch eine andere, neue Beziehung, diese wäre nur die Folge davon. Ob wir sie nun erringen wollen, oder bereits haben- eine harmonische, liebevolle Partnerschaft ist etwas Wunderbares und kann uns auf direktem Wege zu mehr Lebensfreude, höherer Weisheit und Reife führen. Wenn wir lieben, wird sich unsere Liebe ganz automatisch ausdehnen, auf unseren Partner und auf immer mehr Menschen, Tiere, Pflanzen und schließlich das ganze Universum.

In Liebe, LUMOS

7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Roger says:

    Boahh, liebste Lumos, Du scheinst inzwischen ja richtiggehend den Schreib-Turbo gezündet zu haben!… 😉

  2. 2
    Dagmar says:

    Liebe ,liebe Lumos,
    das ist das schööööööönste was du je geschrieben hast.
    Du bringst damit alles auf den Punkt.

    Danke
    Dagmar

  3. 3

    Wann immer zwei schwingende Systeme miteinander in Resonanz treten, kommt es zu einer Annäherung. Unter bestimmten Bedingungen kann diese sich durch Resonanz immer weiter aufschaukelnde Annäherung einen Punkt erreichen, wo mit einem Schlag die Grenzen zwischen diesen Systemen zusammenbrechen. Fortan schwingen sie in Einklang. Das so entstandene Ganze ist mehr als die Summer seiner Teile. Es hat neue, eigene Eigenschaften, und es schwingt nun selbst in einem neuen, eigenen Rhythmus. Resonanz ist das Ganzheit vermittelnde Prinzip unserer Welt. „Auf diese Weise“, so der Molekularbiologe Friedrich Cramer, „lässt sich der Kosmos als ein lebendiges Zusammenspiel seiner schwingenden Teile beschreiben, als Weltresonanz“ (Cramer 1996).
    Wenn wir die Tendenz, in Resonanz zu treten, als ein universelles Prinzip anerkennen, dann ist die Liebe Ausdruck und Ziel dieses Prinzips.

    Wer anders denkt, sieht anders, und wer bisher nicht Geschautes plötzlich zu sehen imstande ist, fängt an, anders zu denken. Falls es der Wissenschaft vom Leben irgendwann gelingt, ihre bisherige analytische, zusammenfügende Denkweise zu ersetzen, könnte aus der alten Biologie der Angst eine künftige Biologie der Liebe werden.

    Gerald Hüther
    Die Evolution der Liebe

    Gruß
    http://www.gold-dna.de

  4. 4

    Gleich und Gleich mag sich zwar gern gesellen, aber auf Dauer zählen andere Punkte, um eine Partnerschaft durch Dick und Dünn gehen zu lassen:

    http://www.gold-dna.de/update1.html#up7

    Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen.
    (Theodor W. Adorno)

    Gruß

  5. 5
    einfachnursein says:

    Sich zu verlieren ohne die Gewissheit, gefunden zu werden;
    sich vollkommen einzulassen mit dem Risiko der Enttäuschung;
    sich zu verschenken, ohne zu verpflichten,
    ist die einzige Möglichkeit, den anderen zu gewinnen
    und nicht einsam am anderen Ufer zu stehen.

    – Unbekannt –

    herzensgrüsse und ein liebevolles Wochenende

  6. 6
    Denny says:

    Hallo an alle,
    „Ohne dass wir uns selbst anerkennen, uns selbst lieben und vertrauen, werden wir auch nicht imstande sein, einen Partner zu lieben und ihm zu vertrauen“
    –> das ist absolut richtig! Wenn einer seinen „Wert“ kennt, ist er bereit, den Anderen voll zu akzeptieren, aber nur dann
    Ist wirklich ganz einfach, dabei verstehen es so wenig Leut…
    Guter Artiken, TWITT*
    DANKE

  7. 7
    LUMOS says:

    Lieber Denny! Vielen Dank für das Lob.
    Ih finde Euren Blog “ Denny und Kate “ auch sehr gut und habe ihn unter meinen Favoriten gespeichert. Tiefsinniges frisch und fröhlich erzählt, es macht Spaß, darin zu lesen.
    Liebe Grüße von LUMOS

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