Vorsorge oder Vertrauen ?

04 Jul 2012 Von Kommentare: 16 Sonstiges

Das Thema Vorsorge, Vorräte, Autark leben beschäftigt in unseren Tagen viele Menschen, auch viele Esoteriker. Dabei gehen die Meinungen oft konträr auseinander. Ich will hier einmal versuchen, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, so ist es vielleicht möglich, seine eigene Position zu erkennen. Unbestritten bei allen Menschen ist wohl die Tatsache, dass wir herausfordernden Zeiten entgegengehen und teilweise schon erleben. Eine außergewöhnlich schwere Weltwirtschaftskrise kommt auf uns zu, die ganze Finanzblase wird auch bei uns platzen. Dann gibt es Warnungen der Nasa und von Dieter Broers, in denen vor verheerenden Sonnenstürmen und ihren Wirkungen auf unser empfindliches elektrisches System weltweit gewarnt wird , Katastrophen und kosmische Ereignisse werden vorhergesagt, teilweise mit durchaus realistischem Hintergrund. Unser ganzes System kann innerhalb von Stunden oder Tagen zusammenbrechen und hat es auch in der Vergangenheit schon getan. All diese Dinge sind real, aber wie immer kommt es darauf an, wie wir mit diesem Wissen umgehen. Wollen wir versuchen, uns so weit wir es vermögen, zu schützen, oder wollen wir einfach auf eine übergeordnete Macht vertrauen und erst einmal nichts im Außen tun?

In der Bibel steht folgende Empfehlung:

„Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“ Matthäus 6,25
Aber es heißt auch: „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott“.

Und dann gibt es die schöne Geschichte von dem Mann, der im Sumpf versinkt:

„Ein Mann ist in einen tiefen Sumpf gefallen. Er droht zu versinken und ist bereits bis zur Brust mit Morast bedeckt. Da kommt endlich die Feuerwehr und möchte ihn herausziehen und retten. Doch der Mann antwortet: „Ich war immer ein guter Christ, Gott wird mir helfen!“ Der Feuerwehrkommandant geht fort. Doch die Sache lässt ihm keine Ruhe und er kommt wieder. Nun steckt der Mann bis zum Hals im Sumpf. Mit den Worten „Ich war immer ein guter Christ, Gott wird mir helfen!“ schickt er die Feuerwehrleute wieder weg. Einige Zeit später kommt die Feuerwehr ein drittes Mal. Der Morast hat das Kinn des Verunglückten erreicht. Trotzdem hört der Kommandant wieder: „Ich war immer ein guter Christ, Gott wird mir helfen!“ Der Mann stirbt und beschwert sich oben im Himmel bei Gott. Doch Gott gibt ihm eine klare Antwort: „Ich habe Dir dreimal die Feuerwehr geschickt. Was beklagst Du Dich!?“

Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Und in unserer eigenen Mitte zu bleiben ist überhaupt das Wichtigste! In Panik und wilde Hektik zu verfallen, Vorräte anzuhäufen und auch an die kleinste Eventualität zu denken, lässt wieder nur das Ego sprechen, das unbedingt die Kontrolle über alles behalten möchte. Vor lauter Vorsorge haben manche Menschen keine Zeit mehr zum Leben. Dafür fühlen sie sich dann „geschützt“. Wenn man einmal die Seite „Prepper“ bei Google aufruft, kann man ein Bild von dieser Art von Vorsorge bekommen. Das kann es also nicht unsere Lösung sein. Vertrauen ist sehr wichtig im Leben, doch wer hat heutzutage noch Vertrauen? Wir werden mit Lügen abgespeist, die Versprechen der Religionen erfüllen sich nicht, Hoffnung liegt allenfalls im Morgen – woher nehmen die Menschen das Vertrauen? Da wollen viele ihr eigenes Schicksal in die Hand nehmen und das führt zur Krisen-Vorsorge, denn es wird alles kaum so bleiben, wie es in den letzten Jahrzehnten bei uns war.

Sehr viele Menschen- und es werden immer mehr- halten eine gewisse Vorsorge mit eigenen Vorräten für unerlässlich. Ich habe noch sehr genau die Geschichten meiner Mutter aus der Kriegs-und Nachkriegszeit in Berlin in Erinnerung, in der sie für Vorräte von Herzen dankbar gewesen wäre. Es war eine schwere Zeit und manche Menschen sind damals an Hunger und Erschöpfung gestorben. Zu sagen, dass Gott uns versorgen wird, halte ich nach diesen und anderen Erfahrungen für etwas naiv. Man braucht ja gar nicht an Kriege, Naturkatastrophen und Stromausfälle zu denken- schon bei einer Währungsumstellung würden die Banken schließen, die Supermärkte schnell ausverkauft sein und dann wäre jeder froh, sich eine Weile selbst, seine Kinder und Haustiere versorgen zu können. Alle Vorräte werden natürlich eines Tages aufgebraucht sein und so komme ich zu einem Punkt , den ich für noch wichtiger als materielle Vorsorge halte, unserer einzigen Chance, all die kommenden Wirren im Inneren unbeschadet zu überstehen, nämlich unserer MENTALEN STÄRKE.

Wir müssen in der Lage sein, mit allem, was über uns hereinbrechen mag, fertig zu werden und nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Dazu haben wir als Menschen, die sich mit spirituellen Dingen beschäftigen, das nötige Rüstzeug. Wir sind in der Lage, nicht in Angst und Panik zu verfallen, weil wir von einer Sinnhaftigkeit des Ganzen überzeugt sind. Das ist ein großer Vorteil und wir sollten ihn zu unserem- und dem Wohl unserer Mitmenschen nutzen.

Hierzu ein kleines Video :

Meine persönliche Meinung ist, Vorräte in vernünftigem Rahmen, JA – als Überbrückung, – aber gleichzeitig niemals in Panik verfallen. Wir wissen ja gar nicht, wann etwas passiert, oder wie lange es dauern wird. inzwischen sollten wir in der Gegenwart leben, uns auf das Positive, Aufbauende, auf die neuen kreativen Ideen konzentrieren und alles Kraftvolle im eigenen Leben und in der Umwelt stärken. In der Vergangenheit haben sich dadurch oft Möglichkeiten eröffnet und Dinge gezeigt, die man nie vorher für möglich gehalten hat. Darauf können wir in jeder Situation vertrauen.

In Liebe, LUMOS

16 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Anne says:

    Ich habe schon immer einen gewissen Vorrat im Keller gehabt. Meine Eltern haben zwar gelacht, obwohl sie zur Kriegsgeneration gehörten. Sie meinten, dass wäre nicht mehr nötig. Aber für mich war es ein beruhigendes Gefühl, Vorräte im Haus zu haben und nicht immer gleich ins Geschäft rennen zu müssen. Bei mir konnte jeder Zeit Besuch kommen 😀

    Nun habe ich den Vorrat ergänzt, aber so, dass es auch in „normalen“ Zeiten gerne gegessen wird. Ich bin kein Freund von sogenannten Vorratstonnen. Aber die Leute sind halt unterschiedlich….

    Da fällt mir die Geschichte von der kleinen Maus Frederik ein. Die habt ihr bestimmt im Kindergarten gehört. Alle Mäuse sammeln für den Winter, nur Frederik nicht, er sitzt da und schaut in die Gegend. Wenn die anderen an ihm vorbei kommen, fragen sie ihn, was denn seine Vorräte wären. Und er antwortet z.B. er sammle Farben, Sonnenstrahlen, Wörter usw.
    Als der Winter kam, teilten die Mause ihren Vorrat und als die Vorräte fast zu Ende waren, wurde Frederik nach seinen Vorräten gefragt. Und er erzählte ihnen Geschichten vom Sommer mit allen Sinnen. Die Mäuschen fühlten sich wohler und überstanden so den Winter.
    Was lernt man aus der Geschichte? Zu den Vorräten gehört auch noch was anderes als Nahrung und Wasser oder die Möglichkeit Wasser zu säubern….
    Ich denke, jeder Mensch sollte sich überlegen, was für ihn solch ein Vorrat wäre, der ja auch funktionieren muss, wenn kein Strom mehr geht!

    Liebe Grüße

  2. 2
    Veronika says:

    Hallo!
    Es ist immer die eigene Entscheidung, wohin ich meinen Fokus richte, denn dorthin fließt die Energie. Also Vorrat anlegen = Mangelenergie! Die Energie auf die Fülle im Leben gerichtet verhindert auch, dass solche Schreckensszenarien erst gar nicht eintreten. 🙂
    Ganz liebe Grüße, Veronika

  3. 3
    hana says:

    wenn ich mich da4 entscheide, keine vorräte anzulegen, damit ich nicht im mangel bin wirds glaub ich nicht funktionieren – da hat dann der „esoterische verstand“ versucht d/meine entscheidung zu übernehmen.

    wenn ich im jetzt lebe, brauch ich so und so keine vor-räte.

    schöner bericht liebe lumos, danke!

  4. 4
    Veronika says:

    Danke, hana, dass du mich auf die Mehrdeutigkeit meiner Worte aufmerksam gemacht hast. Ich lege natuerlich keinen Vorrat an um nicht im Mangel zu sein. Ich lebe immer schon in und aus der Fuelle des Lebens. Das heißt aber nicht, dass ich Reich oder behütet aufgewachsen bin. Mangel existiert für mich einfach nicht und bekommt daher auch keine Energie von mir. Es ist für mich eine Illusion aus der viele Menschen sich durch das immer schneller wachsende Bewusstsein ent-wickeln. Das heisst, sich aus den irgendwann entstandenen Vorstellungen, in die sie sich ver-wickelt haben, rauswinden oder rauswachsen.
    Liebe Gruesse, Veronika

  5. 5
    ziggy says:

    Zwei Damen pflegten ihr Auto unverschlossen auf dem Parkplatz stehen zu lassen. Der Meister sagte ihnen:“Treffen Sie die nötigen Vorsichtsmaßregeln und schließen Sie Ihren Wagen ab!“

    „Wo ist Ihr Gottvertrauen geblieben?“ riefen sie erstaunt aus.

    „Ich habe Gottvertrauen“, antwortete Paramahansa Yogananda. „Aber das ist nicht gleichbedeutend mit Nachlässigkeit.“

    Doch die Damen schlossen ihr Auto auch weiterhin nicht ab. Eines Tages aber, als sie viele Wertsachen auf dem Rücksitz liegengelassen hatten, wurden diese gestohlen.

    „Wie können Sie erwarten, daß Gott Sie beschützt, wenn Sie Seine Gesetze der Vernunft und Voraussicht mißachten? Es ist gut, Vertrauen zu haben, aber man muß auch praktisch sein und darf andere nicht in Versuchung führen.“
    (Paramahansa Yogananda — Worte des Meisters)

    ——————————

    Binde deinem Kamel zuerst die Beine und dann vertraue auf ALLAH.
    (arabisches Sprichwort)

  6. 6
    lichtspirit says:

    Irgendwie ist es bei der Frage Vorsorge oder nicht immer so eine Hektik in den Texten, mir kommt so vor als die einen die anderen überzeugen möchten. Aus Unsicherheit? Möchte einfach kurz dazu sagen das dieses kommende nicht nur Energetisch ebene abläuft sondern auch Physisch, nur eines von beiden zu verfolgen oder gar Auszuschliessen würde ich nochmal überdenken. Heisst Spirituell sein nicht auch Ganzheitlich sehen 🙂

    Jeder Mensch wird für sich richtig entscheiden, lassen wir es einfach so 🙂

    Herzliche Grüsse

  7. 7
    hana says:

    ja das glaub ich auch!

  8. 8
    Walter says:

    Wir werden uns Vorräte anlegen. Für uns ist es ein (Viel)leicht. Somit ist es für uns kein Thema mehr. Wobei wir ohne Vorräte auch keine Angst hätten, da wir den Tod als Neuanfang sehen.
    Ich denke, dass es einfach wichtig ist, wie man sich fühlt, bei dem, was man macht.

  9. 9
    hana says:

    viel leicht gefällt mir 🙂

  10. 10
    Maren says:

    So, Ihr Lieben,

    habt mich zum Überlegen gebracht – „ganzheitlich“ … hat den Klick gemacht…

    Herzliche Grüße

    Maren

  11. 11
    LUMOS says:

    @all und veronika 2

    Es hört sich wirklich gut an, liebe Veronika und ich persönlich habe allgemein auch kein Problem damit, mich in der Fülle zu fühlen und Vertrauen ins das Leben zu haben. Doch denke ich, dass wir noch in einem physischen Körper leben und sicher auch noch bleiben wollen.
    Wenn man ganz allein lebt und nur für sich selbst sorgen muss, ist es völlig in Ordnung, keinerlei Maßnahmen wie z.B. Vorratshaltung für eine gewisse Zeit zu ergreifen. Wie ist es aber mit einem Haushalt mit Kindern, mit alten Leuten und nicht zu vergessen mit geliebten Haustieren, die einen dann hungrig, durstig und verzweifelt angucken. Wir wissen um diese Dinge, doch unsere Nachbarn, Freunde und Bekannte- wissen sie es auch? In einem solchen Notfall könnten wir helfen oder gleichzeitig ergründen, wie stark unser Ego noch ist. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, seit einiger Zeit immer zum normalen Einkauf etwas dazugekauft zu haben, was mich jetzt gelassen in künftige Zeiten, in denen eine Notlage auftritt, blicken lässt. Und falls nichts derartiges passiert, freuen wir uns über einen kostgeldarmen Monat.
    Liebe Grüße von LUMOS

  12. 12
    hana says:

    „Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sind.
    Unsere tiefste Angst ist, daß wir grenzenlose Macht in uns haben.
    Es ist unser Licht, vor dem wir uns am meisten fürchten,
    und nicht unsere Dunkelheit.
    Wer bin ich schon, fragen wir uns,
    daß ich schön, talentiert und fabelhaft sein soll?
    Aber ich frage Dich, wer bist Du, es nicht zu sein?
    Du bist ein Kind Gottes!
    Dich kleiner zu machen dient unserer Welt nicht.
    Es ist nichts Erleuchtendes dabei,
    sich zurückzuziehen und zu schrumpfen,
    damit andere Leute nicht unsicher werden,
    wenn sie in Deiner Nähe sind.
    Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes,
    die in uns ist, zu offenbaren.
    Sie ist nicht nur in Einigen von uns,
    sie ist in Jedem von uns.
    Wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen,
    geben wir unterbewußt unseren Mitmenschen
    die Erlaubnis, dasselbe zu tun.“

    Nelson Mandela

    oh mein gott ist das schön – soeben gefunden. ein kostbarer vorrat 🙂
    ärmla

  13. 13
    Elfriede says:

    Sollte man sich ansehen, sehr interessant.
    http://www.youtube.com/watch?v=nUYxJElFT7E&feature=related

  14. 14
    christian5 says:

    Jau, er spricht wahr. Ich zetiere hier mal den Anfang und den Schluß, denn ich denke das bringt es auf den Punkt 🙂

    „Wir werden sehen wie wichtig es ist, die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen…… Und zu verstehen bedeutet, das zu verändern, was ist.“

    Übersetzt heißt dass für mich: Um zu verändern was gerade ist (Krieg etc.), müssen die Menschen nicht im Außen, sondern in ihrem Kopf die Revolution einleiten.

    Wenn das geschieht bekommt der Spruch: „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ eine ganz neue Dimension. Dieser Prozess findet in unseren Köpfen statt (abgesehen von den körperlichen Begleiterscheinungen).

    Das Video scheint schon älter zu sein (vor meiner Zeit). Heute sind wir an dem Punkt des „Wir werden sehen wie wichtig es ist…..“ (in die Selbstheilung zu gehen) angelangt. Immer mehr Menschen stellen sich dieser Aufgabe. Dass ist der Anfang der radikalen Revolution und sie entsteht gerade „in“ unseren Köpfen 🙂

  15. 15
    Matthias says:

    Legt euch doch schöne große Gärten an, das entspannt, erdet und wenn der Fall x eintritt können wir uns daraus ernähren. Es ist doch auch so schon alles verdreht, Menschen die keine Arbeit haben, aber Langeweile, Kinder die in der Wohnung sitzen und sich zu wenig bewegen. Andere sollen noch mehr arbeiten für noch größeres Wachstum und produzieren jede Menge Zeugs das keiner braucht. Also ab in den Garten und das am besten mit Freunden zusammen. Übrigens früher konnten die Bauern im Umkreis einer Stadt diese ernähren, heute nicht mehr, fahrt mal raus und seht nach was da wächst und wofür.

  16. 16
    hana says:

    🙂 gute idee!

    hab heuer mir ein hochbeet gebaut – schööööön – und mich mit saatgut eingedeckt. kanns empfehlen!

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