Werden und Vergehen

22 Jul 2012 Von Kommentare: 28 Sonstiges

Lumos 2012Spirit Fluss

„Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüssten sie gewiss, dass er das größte Übel ist.“ Platon (427-347), griech. Philosoph

Es gibt zwei Grundtypen von Menschen. Die einen glauben, dass mit dem Tod ihres physischen Körpers alles endet, die anderen denken, dass der Mensch nur Geist und Seele sei und der Körper eine untergeordnete Rolle spielt, wobei bei letzteren besonders viel esoterisch Interessierte vertreten sind. Beide Gruppen erkennen nur einen Teilaspekt des Ganzen. Der Mensch ist sowohl Körper als auch Seele, er lebt in einem Körper, in dem sich die Seele inkarniert hat. Der Geist wiederum vermittelt zwischen Körper und Seele. Viele Menschen haben eine Art Todesangst, sie leiden je älter sie werden, umso mehr daran. Ihr Körper fürchtet um sein Überleben, weil er ohne Leben seinen Zweck auf Erden nicht erfüllen kann. Doch wir brauchen im Grunde nicht zu leiden. Es wird erst dann notwendig, wenn die Seele keine anderen Möglichkeiten mehr sieht, um benötigte Erfahrungen zu machen. Das kann durch inneren Starrsinn, gravierende Fehlhaltungen oder Uneinsichtigkeit in elementare Lebensgesetze nötig sein.

Ebenso können schmerzhafte Erfahrungen in vielen Inkarnationen die Menschen dahingehend beeinflussen, dass sie Leiden als eine Selbstverständlichkeit in ihrem Leben ansehen. In diesen Fällen wird der seelische oder körperliche Schmerz von der eigenen Seele sogar erwünscht, obwohl natürlich jeder Mensch diese Aussage bestreiten – und behaupten würde, dass kein Mensch gerne leidet. Doch die Seele ist in dieser Hinsicht beharrlich und erschafft Situationen, an denen der Mensch wachsen kann, auch wenn sie noch so leidvoll erscheinen mögen.

Jeder möchte dem Leid ausweichen und wünscht sich ein Leben in Freude. Und tatsächlich ist Lernen durch Freude möglich, auch dadurch kann man innerlich wachsen und sich entwickeln. Doch damit sind nicht die oberflächlichen Freuden und Vergnügungen gemeint, denn diese gestatten es der Seele nicht, tiefgreifende und verändernde Erfahrungen zu machen. Echte Freude ist keine oberflächliche Emotion, sondern eine tief empfundene Bejahung all dessen, was ist. Diese Freude hat etwas mit Liebe und Dankbarkeit zu tun und jegliches Leid wird dann überflüssig. So kann man den Tod eines Angehörigen oder eines Freundes betrauern, ohne tiefes Leid zu empfinden. In Asien hat man es gelernt, mit dem Tod anders umzugehen, ihn sogar freudvoll zu feiern. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, die Erfahrung des Abschieds so leidvoll zu gestalten, dass das ganze Leben davon überschattet wird.

Die meisten Menschen haben- vielleicht nur insgeheim, Angst vor dem eigenen Tod. Und vom Körperbewusstsein her ist das auch ganz verständlich. Die Angst vor dem körperlichen Tod hat ihre Berechtigung, vielerlei Berichte von Sterbenden sprechen von Qualen und Leiden des Körpers. Das geht nicht spurlos an uns vorbei, die Aussagen von Ärzten und Angehörigen graben sich in unsere Seele ein. Der biologische Körper fürchtet um sein Überleben und hierbei hilft es uns , diese Angst zu akzeptieren und als uns zugehörig zu betrachten. Angst ist oft ein biologischer Mechanismus, bewahrt uns vor manchen Schwierigkeiten und verhilft uns zum Überleben in Krisenzeiten oder bei Gefahren.

Doch es gibt noch eine geistige Angst vor dem Sterben, und die ist unnötig. Für die meisten Menschen in der Gesellschaft scheint festzustehen: „Sterben ist schrecklich“. So lange es geht, wird der Gedanke daran verdrängt und in den Todesanzeigen lesen wir dann über „Entschlafene“ und „Ruhende“. Die Dinge werden nicht beim Namen genannt. Doch das Beschönigen nützt nichts- wir sollten uns klarmachen, dass wir weder sterblich, noch unsterblich sind. Wenn wir ganzheitlich denken und empfinden, wissen wir, dass ein „sowohl-als auch“ besteht . Der Körper stirbt, die Seele jedoch nicht..

Das Sterben kann viele verschiedene Gesichter haben und es ist nicht gleichgültig, wo, wann und wie wir unseren Körper verlassen. Die vielen Möglichkeiten, den Körper abzulegen, dienen der Seele zur weiteren Entwicklung. Oftmals hören wir von einer Todesart und bezeichnen sie als „grauenvoll“, doch damit bekämpfen wir nur unsere Angst. Jeder Tod hat seinen eigenen Wert. Tod an sich ist nicht schrecklich, ebenso wenig wie das Geborenwerden. Über beides jedoch hat der Mensch keine Kontrolle und das ist das wirklich beängstigend Erscheinende an einem ganz natürlichen Vorgang. Wer im Leben niemals das Loslassen gelernt hat, wird am Ende seines Lebens damit auch die größten Schwierigkeiten haben.

Mancher Mensch, der starke Angst vor dem Sterben hat, hat diese durch die Beeinflussung verschiedener Glaubensrichtungen und deren Verständnis von Schuld und Sünde in seiner Seele gespeichert. Diese begrenzte Sichtweise ist sehr bedauerlich und es wäre gut, wenn sich unser Bewusstsein schon jetzt davon frei machen könnte. Es gibt etliche Menschen, die behaupten, keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. In den seltensten Fällen stimmt das wirklich. Meist verdrängen sie nur ihre Angst oder versuchen sich selbst etwas einzureden. Angst vor dem Tod ist die elementarste Angst des Menschen und wenn sie wirklich transformiert wurde, treten auch keine anderen Ängste mehr auf, das kann man als ein Zeichen der Wahrhaftigkeit ansehen.

Was können wir tun, wie können wir den Sterbenden , die an schweren Krankheiten leiden oder sich infolge hohen Alters auf den Tod vorbereiten, helfen und sie unterstützen? Falls sich jemand mit Ritualen, wie z.B. der letzten Ölung oder Gebeten gut und geborgen fühlt, ist das eine Möglichkeit, ihm die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen. Auch ist es hilfreich, wenn man den Sterbenden auf seine nachlassenden Kräfte anspricht und ihm die Gelegenheit gibt, seine Ängste und Vorstellungen zu äußern, falls er das noch kann. Vielfach aber haben Angehörige und Helfer Angst vor ihrem eigenen Tod oder dem drohenden Verlust und beschwichtigen den Kranken, indem sie ihm erzählen, dass er noch jahrelang leben wird. Das ist kein Akt der Liebe, viel besser wäre es, sich dem Sterbenden zuzuwenden und ihn ermuntern, über das zu sprechen, was ihn in seiner tiefsten Seele bewegt, was er unbedingt noch äußern will. Sehr hilfreich soll es sein, wie ich einmal gelesen habe, die Stirn, die Handflächen, Brust, Bauch und die Sohlen der Füße des Sterbenden in den letzten Stunden ab und zu mit etwas frischem Wasser zu betupfen. Damit werden die Energiezentren berührt und das Ritual lindert körperliche und seelische Schmerzen. Niemals sollten wir einen Sterbenden darum bitten , noch länger zu bleiben, denn damit würden wir ihm seinen Abschied sehr erschweren.

Wenn ein Mensch eines natürlichen Todes stirbt, ist er auch nicht darauf angewiesen, dass die, die ihn lieben, körperlich immer anwesend sind. Er braucht in den letzten Stunden viel Ruhe, um in seiner Seele Abschied zu nehmen, und um noch an Verschiedenes zu denken. Ein Sterbender hat eine äußerst verfeinerte Energiewahrnehmung. Er spürt, ob er wirklich geliebt wird und manchmal ist es für ihn besser, ganz bei sich zu sein und nicht abgelenkt zu werden durch emotionale Anteilnahme und Trauer seiner Angehörigen. Deshalb sterben so viele Menschen in dem Moment, in dem ihre Angehörigen kurz den Raum verlassen, die Qual und das Hindernis, von den Angehörigen seelisch festgehalten zu werden, fallen in diesem Moment weg.
Der Sterbende sollte in einem ruhigen Raum nicht mehr als ein oder zwei Personen um sich haben, eventuell kann leise harmonische Musik hilfreich sein, wenn er es mag, oder der ruhige Klang einer menschlichen Stimme. Ganz allgemein wird empfohlen, den Tod so bewusst wie möglich zu erleben, ohne eine Anwendung von Mitteln, die das Bewusstsein betäuben. Das bezieht sich jedoch nicht auf Schmerzmittel, die oftmals sehr nötig sein werden.
Wenn der Tod dann eingetreten ist, können wir demjenigen , der seinen Körper verlassen hat, am besten helfen, wenn wir ihm all die Liebe, die wir für ihn empfunden haben, nachsenden. Alles, was wir fühlen, darf sein und geschehen, das Wichtigste ist, nicht mit dem Schicksal zu hadern und den Toten in aller Liebe gehen zu lassen. Derjenige, der seinen Körper hinter sich gelassen hat, braucht Zeit und Ruhe, um sich in seine neue Existenzform hineinzufinden und sich auf weitere Inkarnationen vorzubereiten. Wenn wir im Hier und Jetzt leben und lernen wollen, dieses Leben wirklich zu akzeptieren, dürfen wir auch Leid und Tod und unsere Angst davor nicht ablehnen., denn wir sind weder hilflose Opfer, wenn wir geboren werden, noch wenn wir sterben. Beginn und Ende einer Inkarnation sind nur Perlen auf einer langen Schnur einer immer weiter fortschreitenden Erfahrungskette und führen uns letztendlich zum Einmünden in das All-Eine, die Quelle allen Seins.

In Liebe , Lumos

28 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Veronika says:

    Liebe Lumos,
    ein sehr schönes Thema, zumindest für mich. Ich habe mich schon sehr viel mit dem Thema Tod beschäftigt. 2006 durfte ich meine Mutter in ihrem letzten 36 Std. sehr intensiv begleiten. Sie starb an Lungenkrebs. Und 2011 folgte ihr mein Vater durch Selbstmord. Seine Begleitung ging über mehrere Monate, da ihn eine tiefe Depression fest hielt. Bei dem Sterbeprozess meiner Mutter durfte ich mit ansehen, wie sie von Lichtwesen abgeholt wurde. Sie schaute mir in die Augen, was sie eigentlich nicht mehr konnte, weil sie keine Kraft mehr hatte, und sagte mir, dass Mutter Maria und ihre Mutter da wären. Ich gab ihr die „Erlaubnis“ mit ihnen mitzugehen, da dies für uns alle jetzt in Ordnung wäre. Sie hauchte ein Ja und ihre Augen bewegten sich, als würde sie einem Gang entlang folgen, schloss die Augen und machte ihren letzten Atemzug. Ein Lächeln erschien in ihrem Gesicht das ich nur mit tiefsten Frieden bezeichnen kann. In diesem Augenblick schaltete sich der Fernseher im Zimmer ein (er war nicht angemeldet) und es erschien für Sekunden ein Nachrichtenkanal aus Dubai. Meine Mutter hatte in der Nacht zuvor erzählt, dass sie noch so gerne in die Vereinigten arabischen Emirate geflogen waer…… Für mich ein Zeichen, dass es ihr jetzt gut geht. 3 Wochen bevor sich mein Vater erschoss, erschien mir meine Mutter und beruhigte mich (meinem Vater ging es an diesem Tag besonders schlecht) und sagte, dass ich mir keine Sorgen machen sollte, da sie ihn bald abholt. Ich redete mit ihm darüber und auch, dass es für mich in Ordnung ist, was immer er tut (ich hatte so eine Vorahnung), denn auch wenn es sehr weh tun wird ist das Wichtigste, dass er seinen Frieden findet, ob das bei uns ist oder auf der anderen Seite……..
    Für die Raupe ist es das Ende der Welt, für den Schmetterling ist es die Welt!
    Liebe Gruesse, Veronika

  2. 2
    LUMOS says:

    Liebe Veronika!

    Das ist wundervoll, was Du beschrieben hast und ich danke Dir dafür. Auch ich habe etwas Ähnliches beim Tod meiner Eltern erlebt. Für jeden, bei einem Sterbenden dabei ist, kann der Tod ein sehr kraftvoller, verwandelnder Augenblick sein. Viel Energie wird freigesetzt. Meine Mutter hat mir 3 Tage nach ihrem plötzlichen Herz-Tod einen Traum gesandt, in dem sie eindringlich am „Telefon“ sagte: „Ich bin jetzt sehr, sehr glücklich….“ Von diesem Moment an war meine Trauer wie weggeblasen. Auch mein Vater hatte kurz nach seinem Tod ein wundervolles, weises und friedliches Lächeln auf seinem Gesicht, was sich etwas später dann wieder verlor.

    Liebe Grüße von LUMOS

  3. 3
    lichtspirit says:

    Sehr Guter Artikel, genau Richtig zum jetzigen Thema und meinen letzten Kommentaren. Wer dies verinnerlicht hat kann mit offenem Geist und ohne Angst sein. Das wichtigste überhaupt nach meiner Meinung in diesem Prozess.

    Herzlichen Gruss

  4. 4
    Sabres says:

    Sehr schön geschrieben, der Tod ist und bleibt ein Prozess.

  5. 5
    Solvana says:

    Ihr Lieben, bedingt durch meine Arbeit in einem statiönären Hospiz kann ich Eure Erfahrungen nur bestätigen
    Immer wieder darf ich mit-leben, dass Menschen in das Leben nach dem Tod geboren werden, Und wie bei einer Geburt ist auch dieser Prozess begleitet von Schmerz, tiefen Emotionen und „Kampf“.Zuletzt Annahme und Freigeben. Wenn die Arbeit dann getan ist kehrt Frieden ein.
    Ich bin dankbar, dass ich diese Menschen auf ihrem Weg begleiten darf. Jeden Tag werde ich demütiger vor dem Wunder des Lebens.
    Seid von Herzen gegrüsst
    Solvana

  6. 6
    Isabella73 says:

    Auch ich kann diesen Prozess bestätigen. Ich arbeite nicht mit Menschen, aber mit Tieren und begleite sie auf den Weg nach drüben, auch mit Tierkommunikation. Auch sie nehmen sich oft die Momente, in denen ihre Besitzer nicht in der Nähe sind um zu gehen und ebenso kehrt Frieden ein. Ich habe es oft schon beobachtet, daß die Geburt zurück in die Quelle ebenso aussieht wie eine Geburt. Die Tiere sahen aus, als würden sie durch Wehen hinübergepresst, ebenso, wie sie auf die Welt gekommen sind. Sie haben eine ganz andere Sicht der Dinge, von der wir viel lernen können. Ein Buch-Tipp hierzu: Tiere erzählen vom Tod von Penelope Smith.

    Alles Liebe
    Isabella

  7. 7
    Alex says:

    Liebe Lumos,
    ein wunderbarer Artikel, der nicht nur etwas Angst nehmen kann, sondern sogar „praktische“ Tipps für Angehörige gibt. So etwas liest man kaum, geschweige denn wird davon erzählt. Herzlichen Dank für diesen tollen Artikel!

    Liebe Grüße – und weiter so! 🙂
    Alex

  8. 8
    Veronika says:

    Die wenigen Kommentare lassen erkennen, dass das Thema Tod immer noch ein großes Tabuthema ist. Für mich war es eine wunderschöne Erfahrung meinen Eltern am Ende ihrer Reise das zurück zu geben, was sie mir gegeben hatten, als sie mir das Geschenk der Geburt machten. Ohne das, was sie dadurch auf sich genommen hatten, hätte ich mich nicht (weiter)entwickeln können. Der Tod braucht uns keine Angst zu machen, denn er ist sicherer als manchmal das Leben……:-)
    LG Veronika

  9. 9
    hana says:

    nein 4 mich nicht – es ist alles gesagt mit den gedanken von lumos – in meiner sicht. ich hab früher mal hier das sterben meiner mama u die auch eigenen situationen beschrieben. 4 mich wars auch die erfahrung u erkenntnis „wie bei einer geburt“. sterben ist einfach ein übergang.

    ärmla

  10. 10
    eva ferdinand says:

    ich beschäftige mich seit langem mit dem thema tod und sterben. ich pflege meine mutter seit 6 jahren. sie ist jetzt 90 und noch immer voll lebenslust und freude am leben obwohl sie außer mit der linken hand essen nichts machen und nicht sprechen kann. noch weigere ich mich mich damit zu beschäftigen aber mit dem artikel heute ist etwas angst gegangen obwohl ich mich noch immer sträube darüber nachzudenken. ich weiß nicht wo ich hilfe bekommen könnte wo das thema wirklich menschlich und liebevoll erklärt wird, denn in der kirche finde ich keinen trost und wirkliches näherbringen dieser tiefgreifenden erfahrung. habe ein sehr inniges und tiefes verhältnis zu meiner mutter und anst vor diesem moment des abschiednehmens.

    eva

  11. 11
    Veronika says:

    Liebe Eva,
    das Buch: „Ins Licht“von Dr. John Lerma könnte Dir helfen. Dr.Lerma begleitet Sterbende und erzählt sehr einfühlend, was seine Patienten in den letzten Wochen, Tage, Stunden erlebten. Alle kamen mit Lichtwesen in Kontakt und schilderten Erlebnisse, die von Liebe erfüllt waren. Ich selber konnte diese starke, bedingungslose Liebe kurz vor dem Ableben meiner Mutter spüren. Wenn Du Dich vor dem Tod Deiner Mutter mit dem Thema Tod beschäftigst, macht es Dir nicht mehr soviel Angst und Du kannst dann,wenn es bei ihr soweit ist, viel stärker für sie da sein. Ich verspreche Dir, dass Du von sehr vielen Lichtwesen unterstützt wirst. Ich hab’s selbst erlebt. Viel Kraft und ganz liebe Gruesse, Veronika

  12. 12
    eva ferdinand says:

    vielen herzlichen dank veronika! ich werde mir das buch gleich morgen besorgen und möchte noch sagen daß die beiträge auf diesem blog sehr hilfreich, nicht abgehoben und sehr zeitgemäß geschrieben sind.

    vielen dank nochmals und liebe grüße eva

  13. 13
    hana says:

    guten morgen!

    weils so schön passt: das ungeborene im mutterleib denkt sich „mensch gibts ein leben nach der geburt“ 😉

    h

  14. 14
    Bernd says:

    wirklich ein wunderschöner bericht. ich muss mich leider auch gerade mit dem thema befassen. mein sohn ein jahr leidet an einer unheilbaren krankheit. ich rechne jeden tag mit seinem gehen. ich konnt auch etwas trost in deinem bericht finden, DANKE.

  15. 15
    Veronika says:

    Hallo Bernd,
    welche Krankheit hat Dein Sohn? Ich frage, weil das auch eine Botschaft an Euch Eltern ist. Kinderseelen nehmen Krankheiten aus bestimmten Gründen auf sich. Euer Sohn hat sich Euch als Eltern ausgesucht, weil er weiss, daß Ihr die Stärke dafür in Euch tragt. Der Engel der Kraft ist ganz nah bei Euch.
    Liebe Grüße, Veronika

  16. 16
    Bernd says:

    Hallo Veronika,
    mein Sohn leidet unter Morbus Alexander. Eine Unterart von leukodystrophie.
    Weltweit der 18. bekannte Fall (laut Aussage unserer Ärzte). Die Botschaft… naja den suchen wir schon lange. Es ist nicht leicht, wenn man emotional gefangen ist eine Botschaft zu erkennen. Auch alle Bemühungen und Ausbildungen im Bereich der Heilung haben uns nicht wirklich weitergebracht.
    von Herzen Vielen Dank Bernd

  17. 17
    Veronika says:

    Hallo Bernd,
    hab mich grad über die Krankheit informiert und dabei gefühlt (habe auch einen Sohn) was das für Euch bedeutet…. Die Botschaft könnte heissen: „Leben im Jetzt!“ Jede Sekunde ist kostbar. Euer Sohn möchte Euch die Wichtigkeit jedes einzelnen Augenblicks nahe legen. Er leidet nicht unter der Krankheit, weil sich seine Seele noch an die damit verbundene Aufgabe erinnert und er das jetzige Leben nicht anders kennt. Ich danke Eurem Sohn und Euch, dass Ihr diese Erfahrung gewählt habt. Vielleicht versteht Ihr was ich damit meine. Mein tiefstes Mitgefühl und die Kraft der Liebe für diesen Weg. Ich bin mit meinem Herzen bei Euch, Veronika

  18. 18
    hana says:

    liebe veronika, das find ich hööööchst spannend! darf ich dich auch fragen? meine süsse hat eine 2fache genetische veränderungen, das war nie das problem, ist ihr aber zum verhängnis geworden. sie erkrankte vor 3 jahren an einem hirnabszess – da war das verhängnis mit „nicht-behandlung“ da die symptome auf ihre genet. besonderheit gemünzt worden waren (ohne mir das zu sagen leider)

    hast du da eine info, die uns nützlich sein kann?

    damals schloss ich frieden mit dem sterben u dem tod – eine möglichkeit bei über 2 wo lebensgefahr.

    ärmla

  19. 19
    Bernd says:

    Hallo Veronika,
    das haben wir auch vermutet. Deshalb wohl auch die ganzen Ausbildungen zum Coach und Heiler.
    Hier hatte ich die Gelegenheit alle meine Ängste zu integrieren. Ohne diese Bewusstseinsarbeit würde ich das wohl nicht durchstehen.
    Danke für dein mitfühlen. Ich weiß das sehr zu schätzen.

  20. 20
    Veronika says:

    Hallo hana,
    ich freue mich, dass Du mich fragst!!! Die angeborene, genetische Veränderung Deiner Tochter, weist darauf hin, dass sie Anteile aus einem Leben mitbringt, das nicht auf der Erde war. Interessiert sie sich für andere Planeten, Science fiction…..? Die Botschaft lautet: “ Überprüfe deine Gedanken. Miste aus und bringe Deine Glaubensmuster auf den aktuellen Stand. Frag dich:Welche Muster erhalten immer noch Energie von mir? Fördern oder blockieren mich diese Glaubenssätze und -muster? Was darf ich loslassen? Was bin ich bereit loszulassen? Was kann ich transformieren? Transformieren kannst Du dann z. B. mit dem Satz: Ich nehme meine Glaubensmuster /-sätze an, auf das sie sich in Liebe wandeln.JETZT! Spürst Du eine Art Erinnerung oder Erkenntnis in Dir, dann bist Du genau richtig und Du wirst wieder mehr Lebensfluss bemerken, da Du die Energie, die vorher in Deine Muster lief, nun für dich wieder nutzbar ist.
    Was genau meinst Du mit Verhängnis. Hat Deine Tochter irgendwelche Nachteile durch die „nicht-Behandlung“?
    Liebe Grüße, Veronika

  21. 21
    hana says:

    danke auf die schnelle, meld mi am abend – die nicht-behandlung fuhr pflegestufe 6 ein 🙁

    ärmla

  22. 22
    Veronika says:

    Hallo hana,
    hab erst mal nachgelesen, was pflegestufe 6 bedeutet. Deine Tochter nimmt wirklich sehr viel auf sich und das soll Dir Deine Herzenskraft bewusst werden lassen. Bevor wir Seelen uns entscheiden, in der Hülle Mensch zu inkarnieren, sprechen wir das mit den Seelen ab, die uns sehr lieben. Genau diese sind es, die uns dann im irdischen Leben die meisten Herausforderungen bieten. Sprich – die uns mit Situationen konfrontieren, wo wir an unser wahres Selbst und unser Licht erinnert werden. Deine Tochter weiß, dass sie sich 100-prozentig auf Dich verlassen kann, weil Du bedingungslos für sie da sein wirst, damit sie ihre Erfahrung machen kann. Sie möchte Dir mit ihrer Einschränkung sagen, dass es nicht wichtig ist, gesund zu sein, wenn man jemanden wie Dich an seiner Seite hat. Jemanden mit so viel Herzensliebe und Güte ! Viel Kraft und Liebe für Euren weiteren Weg.
    Ganz liebe Gruesse, Veronika

  23. 23
    hana says:

    liebe veronika,

    ich möcht dir herzlich danken 4 dein wissen u das teilen davon mit uns.

    ja zu dem schluss, dass sich meine süsse dieses umfeld gut ausgesucht hat, bin ich auch gekommen – und die diskussion „was ist ein lebens-wertes leben“ begleitet mich seit ihrer ankündigung. ich glaub auch, dass dies eines meiner „planspiele“ ist.
    natürlich hat mein verstand versucht, erklärungen zu finden – ich beschäftigte mich schon mit gedanken wie „hat sie diese erkrankung noch gebraucht, weil das angeborene kein problem 4 uns war?“ ich vergass ihre „natürliche“ behinderung, jetzt gibts kein vergessen 😉 wobei es auch jetzt wieder langsam den status bekommt „das ist unsre süsse, sie ist wie sie ist“.

    zu deinem vorigen kommentar – das hat mich ja sehr lachen lassen – von einem andren stern – ich möcht schon sooooo lange sternensprache „können“ – ich habs schon mal geschrieben hier, dass sie mit ihren ersten lauten uns sehr überrascht hat. nicht von dieser region zumindest – da waren wir uns einig 🙂

    diese erkrankung hat uns alle sehr wachsen lassen – 4 mich ist sie meine „erweckerin“ – ich liebe sie so sehr. als ihr zustand damals so kritisch war, sagte ich ihr „geh den weg, der 4 dich der bessere ist“ und sie blieb 🙂

    nochmals viiiieeeelen lieben dank 4 die info und vorallem 4 deine achtsamkeit 🙂

    ärmla

  24. 24
    Veronika says:

    Danke, liebe hana!

  25. 25
    Anne says:

    # 8 Veronika
    Hallo Veronika,
    für mich ist der Tod kein Tabuthema, jedoch fällt es mir schwer meine Gefühle und Erkenntnisse des großen Wandlers in Worte zu kleiden.

    Ich denke, dass schon viele in irgendwelcher Art mit dem Tod in Berührung kommen. Bei mir selber war es die eigene Auseinandersetzung mit dem Tod, da ich schon 2 mal nahe dran war. Und eine Fehlgeburt Ende 6. Monats, die mir damals (fast 30 Jahre her) sehr zu schaffen gemacht hat. Aber durch diese Fehlgeburt habe ich angefangen nach Antworten zu suchen. Die Kirche gab mir keine und so habe ich den Blick weit schweifen lassen und viele Antworten gefunden. Ich konnte mich soweit mit dem Tod aussöhnen. Denn der Tod selbst ist ein Wandler, der uns weiter bringt.

    Ganz viel Liebe und Licht sende ich an euch Eltern, deren Kinder schwer krank sind.

    Ganz liebe Grüße an alle

    Anne

  26. 26
    Lichtkrieger says:

    Meine Mutter ist letzten Donnerstag verstorben. Sie hatte ein paar Tage vorher einen schweren Schlaganfall erlitten und lag dann noch wenige Tage im Wachkoma. Nachdem die Ärzte mir und meinem Bruder sagten, dass Lebensgefahr bestünde war das ein schlimmer Schock für uns. Meine Mama war zwar schon 76, aber bis zu diesem Zeitpunkt fit und konnte alles noch alleine erledigen.
    Nachdem ich realisiert hatte, dass, wenn sie es überhaupt überleben würde, sie immer ein Schwerstpflege-
    fall bleiben würde, der weder sprechen, noch schlucken könnte, geschweige denn sich bewegen, bin ich Donnerstag abend zu ihr ins Zimmer im Krankenhaus, wir waren alleine.. da hab ich ihr gesagt, dass sie gehn darf, dass sie genug gelitten hätte und dahin gehn soll, wo alles leichter ist. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie lieben würde und dass sie immer eine sehr gute Mutter war und noch ein paar andere persönliche Sachen. Als ich dann ging, wußte ich, dass ich sie nicht mehr lebend sehn würde. Eine halbe Stunde nachdem ich das Krankenhaus verlassen hatte, ist sie dann gestorben.
    Mein fester Glaube ist, dass mit dem Tod nichts endet, sondern die Seele nur die verbrauchte Hülle abstreift, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Trotzdem fehlt mir meine Mutter ganz furchtbar und ich werde dieses
    Trauergefühl sicherlich so schnell nicht los. Ich hätte gerne noch viele schöne Tage mit ihr verbracht.

  27. 27
    hana says:

    ich nehm dich in den arm lichtkriegerin – du hast etwas ganz schönes 4 deine mama getan!

    umarmung!

  28. 28
    Lichtkrieger says:

    Liebe Hana,

    das tut gut, manche Menschen verstehen nicht, wenn ich sage, dass ich erleichtert bin,
    dass sie losgelassen hat.

    Ich urmarme dich zurück!

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