Negative Emotionen

16 Aug 2012 Von Kommentare: 8 Bewusstsein, Spiritualität

Wir nennen uns „spirituell“ und sind doch nicht immer liebevoll, friedlich und voller Dankbarkeit an das Universum! Oftmals haben wir viel Ärger und Wut in uns. Wir regen uns über unsere Mitmenschen auf, über bestimmte Situationen, über eine gefühlte Missachtung, über das Weltgeschehen, die Banken und die Politiker. Über so vieles- und dann haben wir hinterher ein schlechtes Gewissen! Vielleicht inszenieren wir gerade jetzt wieder eine Krise, haben Wutgefühle auf alles, was uns umgibt und fühlen uns ständig gereizt. Das ist einfach menschlich und gehört zu unserem Lebensweg dazu. Es in uns abzulehnen ist der falsche Weg, denn alles, was man ablehnt, verstärkt sich nur noch mehr. Doch wie kommen wir aus diesem Teufelskreis heraus? Nur durch Akzeptanz unseres inneren Zustands!

Wir dürfen unsere Wut weder herunterschlucken, noch uns dazu hinreißen lassen, andere damit zu bewerfen. Alle Revolutionen, in denen die Menschen ihre angestaute Wut an der Gegenseite ausgelassen haben, sind gescheitert. Annehmen bedeutet nicht, zu resignieren! Es gibt viele Dinge, die wir einfach im Moment nicht ändern können. Doch bei allen anderen wäre es wichtig, die Gefühle als solche zu akzeptieren, neue Kraft zu schöpfen und zu versuchen, alles, was möglich ist, nach eigenem Wissen und Gewissen zu ändern. Das wird nicht immer leicht sein, doch nur so kommen wir weiter.

Falls Ärger aufflammt und die Wut in uns aufsteigt, gilt es, schnell zu handeln, damit wir sie wieder los werden. Jede Art von aktiven Tätigkeiten ist da angebracht und ebenso hilfreich ist es, Abstand zu halten vom Objekt unseres Ärgers. Manchmal, wenn unser Ego sich nicht vordrängt, überkommt uns ein „Heiliger Zorn“ , wir explodieren und in dem Fall äußert sich unsere Wut in einer total authentischen Weise und wird vom Gegenüber,- zumindest auf einer tieferen Ebene- verstanden.

Im Gegensatz dazu kultivieren viele Menschen ihren Ärger und schmücken die Angelegenheit, über die sie sich ärgern, mit immer neuen Attributen aus, sie kramen vergangene Verletzungen hervor, sie baden geradezu in ihren Emotionen und wollen damit andere unbewusst auf ihre energetische Ebene herabziehen. Von diesen Menschen sollte man sich einfach trennen und sie meiden, sofern man keinen Heilberuf ausübt. Es gibt keinen Grund, sich in eine Situation zu begeben, in der man sich missachtet, ungeliebt oder unterschätzt fühlt und die eigenen Energien heruntergezogen oder ausgenutzt werden. Das bedeutet nicht, ein negatives Urteil über diese Menschen abzugeben. Aber es ist sinnlos, sich in Wortgefechte zu stürzen, um zu beweisen, dass man „recht“ hat. Wenn die anderen uns nicht wirklich einen Schaden zufügen, dann wäre es gut, sie so nehmen wie sie sind, denn unser Glück hängt nicht von anderen ab. sondern von unserer eigenen Fähigkeit, uns weiter zu entwickeln, das Schöne in allen Dingen zu sehen, zu verstehen, sich zu freuen , zu lieben und Wut und Ärger loszulassen.

Es ist also durchaus wichtig, seine Wut zu fühlen und auch auszudrücken, allerdings wäre es uns dienlicher, das mit uns selbst auszumachen und nicht gegenüber anderen. Die Wut ist schnell wieder verraucht, aber indem wir verletzende Worte aussprechen, können wir sie nie total loswerden. Unsere eigenen Sätze und unsere Unbeherrschtheit würden uns verfolgen. Es gibt viele Methoden, seinen Ärger, seine Wut und seine Verletztheit erst einmal zu stoppen. Wir können z.B: auf ein Kissen einschlagen, wir können auch einen langen Spaziergang machen, Joggen oder sonst etwas Aktives tun. Wir können unseren Ärger in unsere Computertasten hämmern und ein langes Email an uns selbst schreiben – sollten aber nicht vergessen, es dann wieder zu löschen! Und schon werden wir spüren, wie Wut sich auflöst und einem größeren Verstehen Platz macht.

Wenn die Wut dann verraucht ist, geht es an die Aufarbeitung. Warum werden wir so wütend? Was will uns das sagen? Verteidigen wir nur unser Ego? Vielleicht missachten wir uns auf eine gewisse Weise? Da kann uns das „Spiegelgesetz“ eine große Hilfe sein. Mithilfe eines „Spiegels“ ist es möglich, blinde Flecken, Anhaftungen oder alte Wunden in uns zu sehen, die diesen Ärger erst auslösen konnten. Wir erkennen, dass Ärger immer dann auftritt, wenn besonders „wunde Punkte“ in uns selbst berührt werden, was man auch als „auf die Knöpfe drücken“ bezeichnet. Das ist eine große Chance , um sich dieser Dinge bewusst zu werden. Nur wenn sie ans Tageslicht kommen, können wir sie auch verändern. Die äußere Situation ist da gar nicht so entscheidend, unsere inneren Gefühle führen uns auf den Weg der Erkenntnis. Je schneller wir die Botschaft einer bestimmten Situation verstehen, desto schneller können wir sie hinter uns lassen und wieder zu unserer eigenen Mitte und zur Freude zurückkehren.

Wenn jemand anderer auf uns wütend ist, drückt das häufig nur seinen eigenen Schmerz aus. Die Versuchung, selbst wütend zu werden, sich zu verteidigen oder zum Gegenschlag auszuholen ist natürlich groß. Aber im Grunde bedeutet das Beschuldigen anderer für viele Menschen die einzige Möglichkeit, ihren Schmerz loszuwerden. Vielleicht haben wir als Auslöser gewirkt, aber der Schmerz war schon vorher da. Wenn wir in einer solchen Situation unser Gleichgewicht bewahren, werden wir uns später viel besser fühlen und alle Wege zu einem friedlichen Miteinander stehen uns offen.

Jedes Mal, wenn wir in eine unerwartete Situation geraten, wütend werden, uns ärgern, – würde es helfen, wenn wir uns sagen könnten: Es ist einfach so – akzeptieren wir es so, wie es ist ! Wenn wir das nicht können, hilft es nur, ruhig zu werden und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Alles in unserer Welt hat seine Gültigkeit, sonst würde es nicht existieren. Doch wir sind mehr als unsere Leidenschaften, mehr als unsere Emotionen und Ängste und müssen nicht von ihnen beherrscht werden. Wir können uns entscheiden, welche Facette unseres Wesens wir leben – und welche wir in Liebe gehen lassen wollen. Es ist – wie immer unsere Wahl.

Hierzu noch ein Absatz eines heutigen Artikels von Steven Black, den ich in dem Zusammenhang sehr gut fand:

„…was nützen uns die ganzen Problembehafteten Auflösungen von der Sonne, wenn wir gleich darauf eine neue Ursache für Probleme setzen würden? Herzlich wenig, vermutlich ..
Und ich sag’s ja ungerne, aber da sind wir schon wieder, mitten in der Selbstliebe… Wir Menschen sind eine relativ komplizierte Spezies, wir wissen es, das kommt vermutlich auch daher, weil wir “Mischwesen” sind, wir´setzen uns aus mehreren Körpern zusammen, wobei mehrere Sternenfamilien dazu beigetragen haben. Zum menschlichen Eintopf, sozusagen .. aber das wollen wir jetzt lieber nicht vertiefen… Die Herausforderung vor der wir stehen, ist im Grunde simpel, sehr leicht zu verstehen, sogar ein Kind könnte es nachvollziehen. Aber wir, neiiiiiin, wozu einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Wirklich, total einfach, aber es gefällt ganz wenigen Menschen, wenn man ihnen etwa sagt: “Versuch ein besserer Mensch zu werden, versuch gütig zu sein, verständnisvoll und mitfühlend, zeige daß du ein Herz hast. Handle, wie du möchtest, daß man dir tun würde, in einer vergleichbaren Situation.“ Quelle: http://stevenblack.wordpress.com/

In Liebe, Lumos

8 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Veronika sagt:

    Liebe Lumos,
    ein sehr gelungener Artikel! Da bin ich voll auf Deiner Wellenlänge. Ich bearbeite meine Resonanzen mit dem Satz: „Ich nehme meine Wut (hier kannst Du alles Mögliche einsetzen, z.B. Angst, Hass… oder auch Menschen wie Nachbarn, Vorgesetzte…) an, auf dass sie sich in Liebe wandel(n)t. JETZT!“ Ich hab damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich wünsche uns allen noch viel Spass beim Umwandeln von Allem, was uns in niederschwingenden Energien fest hält. Es macht vieles leichter, wenn wir es als Geschenk empfinden, dass wir diese Umwandlungsarbeit machen dürfen.
    Ganz liebe Grüße, Veronika

  2. 2
    Maren sagt:

    Hhmmm… alle im Urlaub ??? So ruhig hier…

    Also, liebe Lumos , ich kann mich Veronika anschliessen und finde den Artikel wieder sehr gelungen.

    „negative Emotionen“ , EIN Thema, welches mich die letzten Wochen begleitet hat..
    Für mich ist es wichtig, sie zu leben, anzunehmen, ich weiß ja, dass sie wieder gehen und mir „nur“ was sagen möchten. Aber sie gehören halt auch zu uns. Und uns DAMIT zu lieben, das ist so wichtig.

    Bei mir ist es so, dass ich sie lebe und mich gleichzeitig beobachte. Ich glaube, nur durch das Annhemen können wir sie transformieren.

    Letzte Woche hatte Veronika etwas bei mir berührt… ich war wieder voller GEFÜHLTER Liebe.. danach kam mein „Vulkanausbruch“ in mir hoch..

    Nachdem er „ausgebrochen“ war, durch meine Gedanken und einer Klärung auf persönlicher Ebene (Finde ich ganz wichtig: wenn man auf jemanden wütend ist – am besten NICHT in der direkten Wut mit demjenigen sprechen – sondern sich erst mal wieder „runterholen“) und mir eine ganz liebe Freundin danach gesagt hat, ich bräuchte mich jetzt nicht mehr zu schelten, weil ich so wütend war ( das tue ich auch nicht lange, meine Freundin hat mir eine Abkürzung geliefert, haha) , bin ich so gelassen wie seit langem nicht mehr.

    Was ich als wichtig erachte, ist, dass wir uns unserer Wut (zum Beispiel) annehmen und dabei WISSEN, das wir uns vertrauen können und diese Wut nicht immer und immer weiter anwächst. Und uns LIEBEN mit der Wut, diesen Teil in uns nicht ablehnen, weil wir meinen, er sei nicht „hell“ genug.

    Etwas,was ich auch sehr hilfreich finde ist: der Humor! Ich lache ständig über mich, sebst wenn ich gerade wütend bin. 😀

    Liebe Grüße an alle

    Maren

  3. 3
    hana sagt:

    schon interessant – u 4 mich neu ggggg – dass das hineingehen ins „negative“ sehrwohl das positive anzieht. erlebte ich die letzten tage.

    möcht ans meer 🙂 u dort bleiben, solangs passt…

    h

  4. 4
    stizz84 sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    Amadon, der Betreiber von Free-Voice-Amadon.de hat einen recht interessanten Artikel verfasst. Er wurde gefragt warum er sich bzw. die Besucher seines Blogs in der letzten Zeit so häufig mit spirituellen und metaphysischen Themen beschäftigt, wobei er sich bis dato eigentlich um eine „allgemeine ganzheitliche Aufklärung gegen den Mainstream“ bemühte…

    FÜR MEHR SPIRITUALITÄT IN DEN HERZEN DER NUTZER AUFGEWACHTER KÖPFE!… – Amadon: http://free-voice-amadon.blogspot.de/2012/08/fur-mehr-spiritualitat-in-den-herzen.html

    LG

    Stizz

  5. 5
    ziggy sagt:

    @ # 4 stizz84

    der von dir verlinkte Blog-Artikel passt gut mit meinem Kommentar # 46 unter
    http://www.gehvoran.com/2012/08/es-spitzt-sich-zu/#more-4434
    zusammen.

    Schöne Synchronizität!
    Weiter so! 🙂 🙂

  6. 6

    Wir ärgern uns niemals über die anderen, wir ärgern uns immer über uns selbst. Ärger ist der oberflächliche Gedanke, dass jemand anders verhindert, dass ich das erleben kann, was ich im Moment will.
    In Wahrheit ist es der Ärger über mich selbst, dass ich selbst verhindere, das zu erleben, was ich will.

    Matthias Pöhm
    http://www.anti-powerpoint-party.com/de/category/blog/

  7. 7
    christian5 sagt:

    „Ärger ist der oberflächliche Gedanke, dass jemand anders verhindert, dass ich das erleben kann, was ich im Moment will.“

    Nicht unbedingt, es gibt auch noch folgende Möglichkeit 🙂

    „Es kann aber auch sein, dass z.B. ein Mensch, der uns unangenehm berührt, eine Eigenschaft hat, die wir ehrlich verabscheuen, aber selbst auch haben, natürlich ohne dass wir es wahrhaben wollen.“ (Harald Wessbecher)

    Liebe Grüße

  8. 8

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