Spirituelle Krisen

24 Aug 2012 Von Kommentare: 34 Bewusstsein, Spiritualität

Lebensberatung

Mit „normalen“ Krisen sind wir Menschen bestens vertraut. Wir können zum Beispiel durch den Verlust eines geliebten Menschen, durch Traumata, durch schwere Krankheiten oder Ängste, die sich auf eine Lebenssituation beziehen, in eine tiefe Krise geraten. Solche Lebenskrisen geschehen nie ohne Anlass oder Grund, sie erreichen uns stets von außen. Eines Tages treten wir aus der Krise heraus und sind erleichtert. Wir können ein wenig gereifter, klüger oder vorsichtiger sein, doch im Grunde unseres Wesens haben wir uns nicht verändert und das wird auch von anderen nicht so empfunden. Diese Krisen sind etwas, was wir überwinden wollen und auch müssen. Ganz anders verhält es sich bei einer spirituellen Krise, die wir eigentlich mehr als „Wandlung“ bezeichnen sollten.

Wer bin ich?

Sie ist eher selten und auch wenn Verwandte oder Ärzte eine psychische Krankheit diagnostizieren wollen, wird sich der Betroffene entschieden dagegen verwahren. Er spürt instinktiv, dass größere Kräfte in ihm wirken und nach außen drängen. Die spirituelle Krise ist auch eine seelische Krise im eigentlichen Sinne, doch im Gegensatz zu einer „normalen“ Krise verändert sich danach der Mensch in radikaler Weise. In einer Sinn-Krise kommen wir in Berührung mit spirituellen Dimensionen, die wir bisher nur erahnt – oder darüber gelesen haben. Dadurch bricht unser bisheriges Weltbild zusammen, alles, was vorher sicher erschien, ist jetzt nicht mehr sicher. Die ganze Weltsicht verändert sich und dieses Erleben kann eine erschreckende Wirkung auf uns ausüben.

Wie äußert sich nun eine spirituelle Krise? Anfangs verspüren wir ein Unbehagen, dass etwas in unserem Leben nicht mit unserem Weltbild übereinstimmt. Wenn wir erkennen, dass es darauf ankommt, dass wir unser Ego für unser großes Selbst aufgeben müssen, werden wir oft verwirrt. Es ist unser Wunsch, sich an etwas „festzuhalten“, seien es Religionen oder liebgewonnene spirituelle Lehren. Dieser Wendepunkt ist der schwerste und schmerzhafteste Prozess, er verlangt von uns, einen Teil der eigenen Identität loszulassen. Meist wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht, was letztendlich an die leere Stelle treten wird, wir steuern auf etwas völlig Unbekanntes zu. Das kann sehr beängstigend sein. Spirituelle Krisen müssen nicht immer dramatisch verlaufen, sie können auch sehr sanft auftreten in einer allmählichen Veränderung der Lebensanschauung und Gottesvorstellung. Doch es ist ebenso gut möglich, dass sie sich in seltsamen Erfahrungen äußern, die wir nicht einordnen können.

Sinn des Lebens

Auf unserer Suche nach dem Sinn unseres Lebens kommen wir in Berührung mit vielen spirituellen Praktiken und Lehren und manche Menschen besonders hier im Westen suchen dabei extreme Erfahrungen, wecken ihre Kundalini, ihre Chakren, machen komplizierte Atem-Techniken oder meditieren stundenlang. Auf ungewöhnliche Erlebnisse sind sie oft nicht vorbereitet und geraten durch verstörende Ereignisse in spirituelle Krisen. Da tritt dann schnell Angst auf, dass sie möglicherweise auf dem Weg in den Irrsinn sind oder in eine psychische Krankheit abrutschen. Von der Medizin oder der herkömmlichen Psychologie ist kaum Hilfe zu erwarten, sie behandelt die Symptome, beruhigt den Betroffenen und unterdrückt damit die seelische Wandlung. Deshalb legt man in den asiatischen Religionen so großen Wert auf einen Guru , Lehrer oder Meister, der einem durch diesen Prozess, den man auch „die dunkle Nacht der Seele“ nennt, helfen kann.

LebensberatungEine spirituelle Krise ist immer ein Geburtsprozess und kann ebenso wie die Geburt eines Kindes problematisch verlaufen. Wir sollten auf einem intensiven spirituellen Weg unbedingt damit rechnen, dass neuartige Eindrücke in unser bisheriges Leben eintreten, die erst einmal schwer zu verstehen sind. Das kann sich durchaus in Form von physischen und psychischen Störungen, wie ekstatischen Zuständen, vegetativen Symptomen, Halluzinationen, Ängsten, Depressionen oder auch Kopf-Rücken und Gliederschmerzen auswirken.

Ich habe selbst einmal vor vielen Jahren ein merkwürdiges Erlebnis nach einem intensiven spirituellen Seminar mit einer Praktik zur Erweckung der Kundalini gehabt. Nachdem ich wieder zuhause war, rutschte ich ganz plötzlich – zum Glück nur kurz, weil damals völlig unvorbereitet – in eine andere Dimension und „erlebte“ andere Menschen, die miteinander sprachen. Das erschreckte mich zu dieser Zeit maßlos und von dem Moment an verfolgte ich diese Praktiken nicht mehr.

Es ist also wichtig, sich nicht unvorbereitet in extreme Bewusstseinserfahrungen zu stürzen und doch ist es möglich, die außergewöhnlichen Erfahrungen körperlich und seelisch zu verarbeiten, hindurch zu gehen und dadurch tiefe Einsichten und einen Zuwachs an Verstehen zu erleben. Durch die Bewältigung einer spirituellen Krise können wir unsere alte Identität loslassen und ein neues Selbstgefühl erringen. Das geschieht durch Annahme des Ist-Zustands und durch ein ungebrochenes Vertrauen in die Freundlichkeit des Universums oder das Vertrauen in eine Höhere Macht.

Die Wandlung

Die Ereignisse im seelischen Bereich geschehen niemals ohne einen besonderen Sinn. Etwas im eigenen Inneren drängt nach Erweiterung und Verwirklichung. Wir können das nicht verhindern, es ist fast immer unausweichlich, denn wir haben diesen Wunsch nach Veränderung und Entfaltung selbst durch unser Sein ausgesandt. Solch ein – meist unbewusster Ruf- verhallt niemals ungehört, und es gibt auch immer Hilfe auf unserem Weg, wir müssen nur offen dafür sein. Eine spirituelle Wandlung erkennen wir daran, dass wir im Anschluss an unsere Krise, Möglichkeiten und Fähigkeiten entwickelt haben, das Erkannte auch umzusetzen. Dem Ende einer spirituellen Krise folgt dann eine nie erlebte Klarheit und eine neue Sicherheit im ganzen Wesen und im Umgang mit anderen Menschen. So ist eine spirituelle Wandlung nicht leicht, aber im höheren Sinne ist sie wundervoll, denn das Ergebnis ist immer eine Heilung auf seelischer Ebene und eine Rückanbindung an das Göttliche Ganze.

In Liebe, Lumos

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34 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    joern hartwig sagt:

    Kundalini erzeugt demnach exakt die gleichen Symtome die auch als Manisch-Depresiv bezeichnet werden.
    Ich habe eine Behandlung auch abgelehnt – bin laut Frau Doktor gerade in einer manischen Phase. Von den Depressionen habe ich noch nichts gemerkt. Behandlung habe ich abgelehnt.
    Bei mir war der Auslöser ehr zufällig und ich habe einen sehr krassen Wechsel in meiner Wahrnehmung erlebt.
    Der Auslöser war die Erkenntniss über die weitreichenden Folgen des verzinsten Geldes und die kriechende einflussnahme auf unsere Motivation.
    Aus dem da stimmt doch etwas nicht wurde Gewissheit!
    Ich kann nicht gut Meditieren und auch nur simple beruhigende Atemtechniken.
    Ich nutze gerade diesen als Krankheit diagnostizierten Zustand um mich von meinem Job zu trennen habe dabei aber eine ganze Menge Stress. Einen gut bezahlten Beruf aufgeben wird nicht unterstützt und bringt mich bisweilen zum Zweifeln.
    Ich weiß jetzt nicht ob ich meinem Gefühl oder der Vernunft nachgeben soll – da ich eine sehr positive Gesamtstimmung habe habe ich zumindest das Gefühl das ich dise Entscheidung automatisch und Situationsbedingt richtig treffen werde. Ich habe aber auch Angst davor das dieses Selbstbewusstsein wieder in sich zusammenbricht und Frau Doktor mit Ihrer Diagnose doch recht hatte.

  2. 2
    Veronika sagt:

    Hallo Joern,
    deine Angst zeigt dir „nur“, was Du noch erlösen darfst. Du kannst hier sehr gut Deine Kraft, Dein Potential in dir erkennen. Dein Selbstbewusstsein ist immer da, es wird nur manchmal von dieser Angst verdeckt. Die Sonne scheint auch hinter den Wolken! Ich freue mich über Deinen Mut den Du aufbringst was Deinen Job angeht. Und vergiss nicht – wenn eine Tür sich schliesst öffnen sich drei andere! Wenn Du Dir selbst manchmal nicht vertraust und an Dir zweifelst, dann denk dran – die geistige Welt vertraut Dir immer!
    Ganz liebe Grüße, Veronika

  3. 3
    Anne sagt:

    Hallo Joern,
    mir ist es auch schon einmal so ergangen. Ich habe in einer spirituellen Wandlung auch alles hinter mir gelassen und habe es nicht bereut. Viele fanden mich verrückt und konnten mich nicht verstehen. Aber ich habe es durchgezogen und bin noch heute froh darüber.

    Spüre in dein Herz und erforsche, was es dir rät. Dann tue es in voller Überzeugung. Mit dieser VOraussetzung wird das, was du erlebst für dich richtig sein. Nur das, was ich aus vollem Herzen tue, werde ich auch anziehen. Wenn du schwere Zweifel hast, ob das, was du tun willst richtig ist, würde ich es an deiner Stelle lassen.

    Man muss nichts übers Knie brechen. Auch keinen spirituellen Wandel.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Herzensliebe, damit du deinen Weg findest.

    Liebe Grüße

    Anne, die gerade die Beine und die Seele in Dänemark baumeln lässt

  4. 4
    joern hartwig sagt:

    Danke für die freundlichen Worte – gerade das Verlangen nur noch das Richtige zu tun macht mir manchmal Probleme. Die Stimme der Vernunft ist in dem Fall ehr nicht meine eigene es ist mehr die Reflektion über das äussere Feedback.
    Das man als Krank angesehen wird, das einige den Kopf schütteln, das ich auch nur drüber nachdenke meinen Job in eine sehr risikoreiche Selbstständigkeit zu wandeln erzeugt manchmal(!) Zweifel.
    Ansonsten ist mir das Ziel klar und der Weg wird sich finden.
    Das Richtige tun heißt halt nicht es allen Recht zu machen.
    Nach meiner Erkenntniss dachte ich schon, das wars jetzt bist du ein anderer Mensch – alles wird gut. Aber der Weg fängt gerade erst an.

  5. 5
    Maren sagt:

    Lieber Joern,

    wer ist in unserer heutigen Gesellschaft krank und wer ist gesund…??

    Spontan fiel mir Erich Fromm ein in einem kurzen Ausschnitt über den angepassten Menschen

    http://www.youtube.com/watch?v=oeRxGl5cus8

    Das Interview ist von 1977, aber sehr be-denkenswert. Wenn man feststellt, in welchem System wir leben und was hier an Werten gelebt werden SOLL und man spürt, DAS KANN SO NICHT SEIN , dann können einen andere schon für krank erklären, obwohl man selber gesünder ist als der (vielleicht?) ,der die Krankheit bescheinigt …

    Liebe Grüße und glaub an DICH, welche Entscheidung Du auch immer treffen magst.

    Maren

  6. 6
    hana sagt:

    lieber joern,

    es gibt gaaaanz viele „richtige“ wege – lumos hat das einmal sehr schön gesagt mit „wenn das herz zum schwingen kommt“ (oder so ähnlich) – ich glaub, genau dann hast du einen der „richtigen“ wege im herzensauge.

    ärmla!

  7. 7
    joern hartwig sagt:

    Danke an euch alle!
    Mein unterdrücktes Leben ist definitiv vorbei! Auch wenn ich noch nicht sagen kann wo mich das hinführt, kann ich mich jederzeit durch „das kann so nicht weitergehen“ wieder an den Ursprung erinnern der mich geweckt hat. Das Bild das die Sonne auch über den Wolken scheint ist sehr hilfreich.
    Ich bin jetzt für alles offen, werde nichts mehr tun was ich nicht verstehe. Mir und anderen verzeihen was wir getan haben und Dankbar sein für alles was noch kommt.
    Und ich freue mich darauf die Welt nochmal neu zu entdecken.
    Guter Plan 😉
    Gruß joern

  8. 8
    Francular sagt:

    Liebe Lumos,

    ich kann mich deiner Deutung der Dinge nicht wirklich anschließen. Für mich gibt es keine „normalen“ und „spirituellen“ Krisen. Da der Mensch ein spirituelles Wesen ist – und das vom tiefsten Grunde her – sind alle Krisen folglich auch spirituelle „Krisen“. Doch schon das Wort „Krise“ ist falsch platziert. Krise hat zumindest in unserem Wortgebrauch einen ziemlich negativen Beigeschmack. Etwas kommt von außen auf mich zu und wenn ich nicht aufpasse macht es mich zunichte – so zumindest mal ganz kurz gefasst. Auf 1000%ige Richtigkeit diese Behauptung will ich mich dabei gar nicht versteifen. Immer schön locker… 🙂 Was wir Krise nennen ist im wahren Kontext allenfalls eine Prüfung, eine Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Diese kann ich gleich locker und flockig erledigen und dann ist es rum, die nachfolgende Aufgabe lässt nicht lange auf sich warten – oder ich schiebe es erst mal alles auf die lange Bank. Doch selbst wenn sie dann am Ende hinten runterfällt ist die Aufgabe noch immer nicht erledigt. Sie schlummert halt nur „unten“ – zusammen mit all den ihr nachfolgenden und den in der Zwischenzeit an uns heran getretenen Aufgaben. Und je mehr und je länger ich diese auf die lange Bank schiebe, desto größer wird der Block (daher Blockade) an unbewältigten und daraus resultierenden unerledigten Aufgaben, die uns irgendwann auf der Stelle treten lassen. Dann wird es wirklich heftig. Wir kommen in der uns liebgewordenen Art und Weise nicht mehr weiter. Die Aufforderung, uns weiter zu entwickeln haben wir ja immer schön von uns gewiesen. Doch ohne diese weiterentwicklung geht es nur noch in den (geistigen) Tod. Und nun schlägt die Keule, die wir uns selbst gebastelt haben, voll zu und wir müssen alles, wovor wir uns gedrückt haben, mit einem Mal aufholen. Das man daraus nicht mehr als der „gleiche“ Mensch hervorgeht, der man „vorher“ war, dürfte einleuchten. Die Frage ist aber eher: Ist man nach der Bewältigung einer solchen nicht wirklich frei-willig auf sich genommenen Tortur ein anderer Mensch, als der man gewesen wäre, wenn man die anstehenden „kleinen“ Aufgäblein“ und Prüfungen gleich angenommen hätte. Zumindest wäre letztere Wahl die bedeutend sanftere gewesen und hätte weniger Schmerzen und Wirrungen im Herzen verursacht.

    Kann ich mal so aus meiner Perspektive sagen, denn als alter Drückeberger habe ich da schon mein Päckle abbekommen. Irgendwann fängt man dann ganz langsam an, aus Schaden klug zu werden. 🙂

    Über Kundalini und gleichen „Zauberspuk“ will ich mich jetzt mal nicht auslassen. (Das ist halt nicht mein Kulturkreis, in den ich hineingewachsen bin. Niemand bekommt für ihn unlösbare Aufgaben!) Es gibt keinen kurzen Weg durch das „Aufgeschobene“ und jede Trickserei wird mit neuen Prüfungen geahndet, schließlich soll ja am Ende der gereinigte, wahre Mensch zum Vorschein kommen und nicht wieder nur ein vorgetäuschtes Ego-Tier.

    Alles Liebe,

    der Francular

  9. 9
    Elfriede sagt:

    Francular, dass hast du sehr gut beschrieben und dem ganzen ist nichts mehr hinzuzufügen, danke Elfriede

  10. 10
    hana sagt:

    lieber francular,

    ich glaub auch, dass wir „nur bekommen“ was wir auch tragen können – mit den versuchen der klassifizierung hab ich auch so meine schwierigkeiten – denk aber, lumos macht das gerne immer wieder, um es verständlicher bzw einfacher 4 lesende zu machen.

    in wahrheit ist es really not so wichtig, was u woher der anstoß zur krise kam oder kommt. es ist lediglich der wunsch des verstandes, es einordnen u adäquat reagieren zu können. u da sind wir nun grad – der verstand schafft dies nun in vielen bereichen nicht(mehr).

    trotzdem kann der verstand hilfreich sein, wenn quasi die verankerung da ist „krise ist chance“ 😉

    schö so-nm!

  11. 11
    LUMOS sagt:

    @Frankular Nr. 9
    Lieber Francular!
    Nach wie vor glaube ich nicht, dass das, was Du beschreibst, eine spirituelle Krise, wie ich sie verstehe, auslösen kann. Diese Verdrängungen, die in Deinem Modell gehäuft auf uns zukommen, bewirken notwendige Korrekturen in unserer Ausrichtung und natürlich verändern sie den Menschen auch nach ihrer Bewältigung.
    Doch in einem Transformationsprozess, einer spirituellen Krise, wie ich sie meinte- wird von uns verlangt, unsere bisherige Identität infrage zu stellen, ohne zu wissen, was darauf folgt. Jack Kornfield, ein zeitgenössischer buddhistischer Meditationslehrer und Psychologe schreibt dazu:
    …“ Alle spirituellen Entwicklungsprozesse … haben immer mit einem Loslassen unserer alten Identität und der Wiedergeburt in Form eines neuen Selbstgefühls zu tun und beziehen unser ganzes Sein mit ein“…
    Es wird also eine Dimension angesprochen, die nichts mit unserem alltäglichen Leben und den Dramen, die wir uns selbst erschaffen, zu tun hat. Die Bedeutung, die wir den Dingen und unserem Selbstbild gegeben haben, wird auseinanderfallen , um etwas Neuem Platz zu machen.
    Als Beispiel könnte man vielleicht einen Menschen anführen, der bisher tief im christlichen Glauben einer Kirchendoktrin oder einer Sekte verankert war und nun durch irgendwelche Erlebnisse erkennen muss, wie hohl dieses Denken eigentlich ist. Indem er sein bisheriges Weltbild loslässt, wird er unweigerlich erst einmal in eine spirituelle Krise stürzen, bevor dann etwas Neues entstehen kann. Und eine solche Krise kann ungemein beängstigend sein, wie eine psychische Erkrankung wirken, weil sie an nichts Äußerem festzumachen ist.
    Ebenso kann es intensiv Meditierenden, oder Menschen, die magische Praktiken anwenden, gehen, wenn sie mit anderen Dimensionen und Welten zusammentreffen, auf die sie einfach nicht vorbereitet sind.
    Mit der Aufgabe, die auf uns zukommt, hast Du recht, auch eine spirituelle Krise ist eine Aufgabe und ebenso kann ich Dein Unbehagen bei dem Wort Krise verstehen, Deshalb meinte ich ja im Artikel, dass der Begriff „Wandlung“ eigentlich besser dazu passen würde.
    Was ich als sogenannte „normale“ Krise bezeichne, hat unbestritten auch etwas mit seelischem Wachstum zu tun, wir verändern uns z.B. nach einer überwundenen schweren Krankheit oder dem Tod eines Angehörigen oder irgendwelchen großen materiellen Verlusten. Doch unser ganzes Sein wird dadurch nicht auf den Kopf gestellt und eines Tages gehen wir entweder gestärkt aus dieser Krise hervor, oder wir gehen unter.

    Manchmal allerdings- und da gebe ich Dir vollkommen recht, – sind die Übergänge fließend, eine „normale“ Krise kann sich zu einer spirituellen Krise auswachsen und dann zu einer großen Wandlung führen.
    Darin stimmen wir sicher überein, nicht wahr?

    Liebe Grüße von LUMOS

  12. 12
    Francular sagt:

    @hana:

    Öhhh, puufff, püüüühhh! Hmmmm, ja-ein – also jain! 😀

    Das ist so ein Ding mit dem Verstand. Ich bin bestümmt der Letzte, der behauptet, die Seligkeit läge darin, den Verstand abzuschaffen. Wenn dem so wäre hätte Gott nie so etwas dusseliges wie den Verstand erfinden müssen. Das Problem liegt aber darin, das unser Verstand ein wenig entartet ist, keinen Gott und auch sonst nichts ÜBER sich anerkennen will. Er hält sich selbst für den Mittelpunkt des Universums und mag seine Grenzen nicht anerkennen. Folglich tut er diese Grenzen einfach weg leugnen – ganz wie der Vogelstrauß angesichts des Löwen den Kopf in den Sand steckt und nun glaubt, der Löwe sei fort. Trotzdem sind die Grenzen des Verstandes weiter da, genau so, wie für den Löwen weiterhin ein saftiger Schinken verführerisch lecker klar ersichtlich vor seinen Augen rumwackelt. 🙂 Der Verstand muss endlich mal den Kopf aus den Sand nehmen und seine Grenzen anerkennen. Er muss den Boss über sich, ob das nun Gott ist oder ganz simpel zunächst einmal das eigene Herz (was ja „Gott-in-uns“ ist) als Boss anerkennen. Erst in dieser Konstellation wird jede „Krise“ dann zum wohltuenden Sommernachtslüftchen Abendspaziergang! Bleibt der Verstand bei seiner Selbstherrlichkeit, so muss er es sich aber auch dann und wann gefallen-lassen, wenn in ab und an so ein daher gelaufener „Krisen“-Löwe das Beste vom Allerwertesten abbeißt! (/Ironie off)

    Es geht nur, wenn der Verstand von seinem hohen Thron herabsteigt und sich willig zum Werkzeug des Herzens macht. Alles andere ist nur Illusion und führt nie zur Erkenntnis des Ganzen!

    Knutscha (od. in Liebe),

    der Francular

  13. 13
    Francular sagt:

    @Lumos:

    Und wieder einmal des Thema Verstand, seine Glaubensgrundsätze und Ignoranz! Ich will mich nun nicht über Wortkrümmel streiten. Streiten mag ich mich eh nicht mehr. Lieber lasse ich den anderen in seinem Glaubensgebäude weiter wohnen, auch wenn das ganze zumindest für mich bedenklich wackelt. Dafür habe ich mich meiner wackelnden Bruchbude selber genug zu tun… 🙂

    Kleine Krisen, große Krisen? Liebe Güte! Die Vermessenheit des Verstandes, „Krisen“ (ich will mal bei deiner Wortwahl bleiben) erst dann wahrnehmen zu wollen, wenn sie durch ständiges Verdrängen zum Gebirge angewachsen sind, ist ein ziemlicher Krampf!

    Wird eine Krise, die nur dadurch entstanden ist, das man (der Verstand) die ständigen Aufforderungen des Herzens, seinen Lebenskurs zu ändern und man diese Auffordeungen regelmässig ignoriert, nun durch die Beifügung des Titels „spirituell“ zu etwas Gottgegebenen? Oder steckt dahinter nicht wieder die Bockigkeit eines hochmütigen Verstandes, der nun partout seine alten Versäumnisse nicht eingestehen will und diese dann lieber glorifiziert um dadurch sich selbst zu glorifizieren, selbst im Falle seines „Unterganges“? Ändern kleine Krisen und deren Bewältigung nicht genauso den Kurs, den ein Mensch geht wie die erforderliche Reaktion auf eine katastrophale, selbstverschuldete Lebenskrise an einem Punkt erst, von wo der Weg erkennbar ins Nichts führt? Wachen wir erst dann auf?

    Um nach Rom zu kommen, musst du zunächst erst einmal viele kleine Schritte gehen. Ob in einem Gewaltmarsch, weil die Zeit drängt – oder ganz gemächlich, weil du sofort losgegangen bist – das ist ganz allein deine Entscheidung. Die Glorifizierung deines von dir gewählten Marathonlaufes als etwas Besonderem täuscht nicht darüber hinweg, das du dir viel Zeit gelassen hast bis du der Einladung, nach Rom zu kommen, folge geleistet hast – aus welchen Gründen auch immer, meist aber aus Bequemlichkeit! Im Gegenteil – er erhält die Täuschung auch über die Krise hinweg aufrecht und führt so direkt in die nächste hinein.

    Oder ganz einfach gefragt: Kann ein spirituelles Wesen „normale“ Krisen erleben?

    In Liebe,

    der Francular

  14. 14
    Francular sagt:

    Ups, ähhhhhhh! Vor lauter lauter weiß ich nun selbst nicht mehr, was ich eigentlich sagen wollte. Aber eigentlich habe ich nun alles gesagt und kann das nur noch wiederholend ausschmücken!

    Für mich ist und bleibt der Mensch ein spirituelles Wesen, alles „Sein“ in dieser mageren 3D-Welt ist ein mehr oder weniger selbst auferlegtes und höchst illusionäres Schein-Sein, das aber doch nötig ist, uns auf den Weg zurück zu unserem göttlichen Ursprung zu führen! Denn diesen Weg haben viele mutwillig aus den Augen verloren, haben sich in der Illusion verloren und glauben nun, die Illusion (Matrix) sei alles, was ist! Ich meinerseits habe mich für die rote Pille entschieden, mögen da Folgen was da will. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ob ein Schrecken folgen wird, weiß ich ja nicht. Vermutlich wieder nur so eine Schönfärberei des Egos… 😉

    In Liebe,

    der Francular

  15. 15
    hana sagt:

    hihi ich glaub wir meinen „hisch“ ( = cirka zur verständlichkeit ;)) das gleiche mit dem verstand

    knutscha ritorno

  16. 16
    LUMOS sagt:

    @ Francular Nr. 14
    Lieber Frankular,
    ich verstehe genau, was Du meinst und ich stimme Dir in den wichtigsten Punkten auch voll und ganz zu. Wir sind in jedem Moment aufgerufen, achtsam und zur Veränderung bereit zu sein, bevor sich ein Problem zur Krise auswächst. Ganz unbestritten.
    Vielleicht liegt unser Missverständnis auch nur an der Wortwahl. Und ich sehe unsere Kommentare nicht als Streit an, es ist ein Gedankenaustausch, nicht wahr?

    Doch denke ich, die „Aufrufe“ zur Wandlung müssen nicht unbedingt NUR als Folge versäumter kleiner Veränderungen geschehen. Es kann ein Zusammenbruch im Menschen stattfinden, unbestimmte Angstgefühle auftreten, auf körperlicher und seelischer Ebene, der erst einmal durch nichts im Außen zu erklären ist. Ein Schulmediziner wird darin nur eine psychische Krankheit erkennen können.

    Natürlich hast Du auch recht, wenn Du meinst, dass z.B. bei meinem Beispiel mit der Religion oder Sekte bereits früher Hinweise vorhanden gewesen sein müssen und doch denke ich, dass man beim Wort Krise erst einmal von dem Augenblick des Zusammenbruchs ausgehen sollte. Es gibt ja auch Krisen, die durch plötzliche Ereignisse, wie Todesfälle, Traumata, Unfälle, Nahtodeserfahrungen ausgelöst werden, da bildet sich vorher kein „Gebirge“.
    Sehr stark hatte ich auch die Krisen, mit denen Du Dich, wie Du schriebst, nicht beschäftigt hast, im Auge. Die Beschäftigung mit Okkultem, mit Yoga-Praktiken und seelische und Körperliche Zustände, die aus nicht verarbeiteten Bewusstseinserfahrungen stammen, können die entsprechenden spirituellen Krisen auslösen.
    Sie lösen sich immer erst wieder auf, wenn sie integriert – und tiefe Einsichten aus ihnen gezogen werden, die das ganze Leben verändern. Das haben sie mit allen anderen Krisen gemeinsam.

    Liebe Grüße von LUMOS

  17. 17
    Elfriede sagt:

    Auch Krisen wie Tod, Verlust, Krankheit sind meiner Meinung nach zum wachsen gedacht. Jede Krise im Leben ist eine Herausforderung für jeden einzelnen Menschen. Es kommt immer darauf an wie ich damit umgehe, eine Allgemeingültigkeit gibt es nicht und wenn man sich die Krisen aussuchen dürfte, dann wären es keine, denn es wäre zu einfach. Nehmen wir unsere Lektionen an und meistern sie, aber nicht mit dem Kopf sondern über die Herzens ebene, vorher wird man keine Krise bewältigt haben. Für was sind den Krisen im Leben gedacht, sie sollen uns wieder dahin zurück führen wo wir herkommen ins Göttliche zu mehr sind sie nicht gedacht. Jede Krise bringt uns Gott ein Stück näher. Ich kenne viele die wieder anfingen zu glauben, als sie ganz tief unten waren, weil vorher hatten sie es nicht nötig. Warum glaubt ihr bricht momentan alles zusammen, Ego muss weichen um den Weg zu Gott frei zu machen und an uns alleine liegt es, ob der Weg steinig oder weniger beschwerlich wird. Der Sturm der momentan fegt wird vieles bereinigen, nur geht er nicht so schnell wieder von dannen, also haben wir sehr viel Zeit unsere Seelen ebene zu klären. Die ganzen spirituellen Krisen die im Menschen hochkommen, über die seelischen Blockaden, sind ja auch nur Restbestände des Egos und die müssen nun mal beseitigt werden.

    Alles Liebe Elfriede

  18. 18
    Francular sagt:

    @Lumos (und alle anderen natürlich auch…^^)

    „Lasst die Toten ihre Toten begraben!“ Mt 8,22/Lk 9,60

    Was ist denn „Tod“? Für uns, die wir uns in der Illusion der Materie verloren haben, ist er das Ende! Schrecklich! Grausam! Doch ist er nicht eher ein Erwachen aus dem Tod, der Gefangenschaft in der Materie, und damit ein Erwachen zum Leben, das da ist die spirituelle Wirklichkeit des Menschen? Sagt nicht auch die moderne Quantenphysik, die Materie sei ein Produkt des Bewusstseins und nicht das Bewusstsein ein Produkt der Materie? Wie ich schon in meinem Kommentar zu deinem letzten Beitrag „Es spitzt sich zu“ schrieb: „Die Menschen waren schon immer verliebt in ihre Totenkulte, den Tod tun sie auch heute noch weitaus höher verehren als das Leben…“ Für wen der Tod eine aktuell sinnfragende Krise ist, der hat damit allerdings auch eine „spirituelle“ Krise vor sich. Und doch hätte er sich dieser schon oft gestellten Frage nach dem Tod schon früher stellen können und nach dem Sinn fragen können, nicht erst auf den Druck der Ereignisse hin.

    Was Meditation und ähnliche Dinge angeht: Mein Vater hatte mir nur zu gut vorgemacht, das Bhagwan, Maharishi Mahesh Yogi und seine TM, Kabbala, Zen und so weiter ja für sich zwar nicht schlecht sein müssen, gerade uns westlichen Menschen aber auch keine Garantie abgeben auf ein spirituelles Fortkommen oder auch nur darauf, ein besserer Mensch zu werden, schon gar nicht, „Erleuchtung“ zu erfahren. Niemand kann sich durch sein Ego gesteuertes Tun und Handeln einen Platz im Himmel erkaufen. Und so habe ich mich mit dem Ganzen allenfalls am Rande befasst – mit einem gewissen inneren Gruseln davor. Ich bin christlich erzogen worden, dort sind meine Wurzeln und auch wenn ich dem bösartigen Treiben alter Männer (der Kirche) den Rücken gekehrt habe, habe ich nie aufgehört, meine Wurzeln in der christlichen Mystik zu suchen. Gott hat für jedes seiner Schäflein, auch das Bockigste, den passenden Weg heim parat! 🙂

    Was mich aber mein Leben lang getragen hat, durch alle „Krisen“ hindurch (und davon hatte ich allzeit wahrhaft genug an der Backe :D) war mein „Nahtoderlebnis“ in meiner frühesten Kindheit, das zwar in meiner Erinnerung (leider) mehr und mehr verblasst ist, dessen Realität ich aber nie in Zweifel gezogen habe, ungläubiger Thomas, der ich sonst auch sein mag. So habe ich den Tod nie als Gegner und manchmal fast gar als Erlöser betrachtet, als ein Freund, der mich, wenn es an der Zeit ist, heimbringt in jenes wundersamme „Irgendwo im Nirgendwo“. Klarer Vorteil für mich, gebe ich ja zu.

    Ansonsten bleibe ich auch weiterhin bei meinem oben gesagtem. Doch wie du so schön sagst – Worte sind so missverständlich. Man kann leider die damit verknüpften Gedanken, Gefühle und Ideen weitergeben und so kommt es eben zu Missverständnissen. Hach, wie ich von einer Zeit träume, in der diese babylonische Sprachverwirrung endlich einmal aufhört und man endlich wieder von Herz zu Herz kommunizieren kann. Vieles würde allein dadurch soviel einfacher werden.

    In diesem Sinne und in Liebe,

    der Francular

    Ach ja: Ost meets West! 🙂 http://www.youtube.com/watch?v=xkx7IOUoMVw Kann ich nur empfehlen, auch wenn ich noch nicht komplett durch bin. Sowas kann ich nur häppchenweise. Mein Geist stellt einfach zu viele Fragen… *ggg*

  19. 19
    Francular sagt:

    Ups, gemint ist natürlich: Man kann leider die damit verknüpften Gedanken, Gefühle und Ideen NICHT weitergeben…

  20. 20
    Anne sagt:

    Hallo Francular,

    also bei den Wurzeln, die zu uns gehören, das Christentum zu nennen, halte ich für kritisch.
    Das Christentum ist eine semitische Wüstenreligion und das was Paulus/Saulus daraus gemacht hat, nu ja, hat mit unseren Wurzeln hier in Europa wirklich nichts zu tun. Das Christentum ist eine der ersten polititischen monotheistischen Religionen, die Krieg predigt, die sich durch Eroberung in der Welt ausgebreitet hat wie der Islam es später auch gemacht hat. Das Christentum (so wie wir es heute kennen) wurde von vielen Herrschern umgeändert und ist ein Konklumerat aus mindestens 3 Religionen (Sol-Invicuts-Kult, Mithras-kult und dem Ur-Christentum). Jesus wäre als jüdischer Mensch nie auf die Idee gekommen, die Welt zu missionieren. Deswegen ja auch der Streit zwischen den Jüngern Jesu und Paulus. Er wäre ja fast von den Urchristen in Jerusalem ermordet worden. Nur sein römisches Bürgerrecht hat ihm geholfen, er ist in Schutzhaft genommen worden.
    Ich muss sagen, dass ich diese kriegerische Religion nicht als Wurzel anerkennen kann. Leider sind unsere Wurzeln schon 4000 v.u.Z. zerstört worden, als die Völker aus der saharasischen Zone die hier lebenden friedlichen Völker überrannt haben. Die Römer und das Christentum haben dann der Sache erst recht den Todesstoß gegeben.
    Zum Thema Tod:
    Der Tod ist eine Schwelle, ein Übergang von einem Sein zu einem anderen. Der Spruch „Lass die Toten ihre Toten begraben““ hat nichts mit dem Tod zu tun, sondern ist eine Aussage über die Nachfolge als Jünger Jesus. Denn vorher sagt Jesus zu einem Mann, der sein Jünger werden will, aber erst noch seinen Vater beerdigen will: Folge mir nach, lass die Toten ihre Toten begraben.
    Ich bin auch christlich erzogen worden und habe mich mit dieser Religion auseinander gesetzt. Was mich schon als Christ gewurmt hat, wenn Leute einfach Zitate aus dem Kontext herausgerissen haben und einfach für was Neues benutzt haben.
    Es gibt wirklich gute Aussagen von Jesus (wenn er denn so wie es geschrieben ist gelebt hat), aber das meiste aus den NT was Paulus und andere noch dazugeschrieben haben, kann zu Unterdrückung benutzt werden und bringt den Menschen nicht Frieden und Gleichheit.

    Das Buch „Der Fall“ ist da wirklich der Augenöffner…..

    Ich versuche mit offenen Augen durch mein Leben hier zu gehen und erst einmal neugierig wie ein Kind alles zu beobachten. Sehr wichtig ist meines Erachtens das Herzchakra und die Verbindung mit dem Chakra des 3. Auges (Geist) und dem Sexualchakra (Schöpfungschakra), auaßerdem eine große Portion Humor….

    Herzliche Grüße und in Liebe

    Anne

    Es gibt vie

  21. 21
    Anne sagt:

    Upps, die letzten Worte habe ich vergessen zu löschen…. Sorry 😉

  22. 22
    hana sagt:

    ja so ists verschieden wo wir die jeweiligen wurzeln glauben zu haben. ich seh u bezeichne mich als christin – und 4 mich ists klar, dass ich den machtmissbrauch, die kriege u all intrigen der „gottesmänner“ damit nicht meine. u ich nehms auch bei jedemR andren an, der/die sich als christ oder einer anderen glaubensrichtung zugehörig benennt. weil ich seit jeher an das gute glaube – u schon sehr oft sehr erstaunt war, wenns anders war 😉

    der tod ist ganz sicher nicht zu fürchten, genauso nicht wie der schlaf in der nacht – nicht umsonst „der kleine tod“ – trotzdem leb ich 4 mein leben gern 🙂

    liebe anne,
    hast du dein drittes auge geöffnet? die öffnung diese KANN zu einer reaktion führen wie von lumos beschrieben – meins lass ich zu 😉

    francular – magst erzählen von deinem nahtoderlebnis – was du noch weisst? mich fasziniert diese „schwelle“ – bin gespannt, denn ich glaube mich an meine geburt zu erinnern – u bin der meinung, dass dies sehr ähnlich ist.

    h

  23. 23
    LUMOS sagt:

    @Francular Nr. 19

    Danke für die Doku „Ost meets West“. Ich habe auch noch nicht alles gesehen, aber das, was ich gesehen habe, fand ich großartig. Besonders den Schluss!

    Zum Thema Tod habe ich am 22.Juli einen Artikel „Werden und Vergehen“ geschrieben, darin komme ich teilweise auch zu den Ergebnissen Deiner Überlegungen. Die Angst vor dem Tod ist unnötig und doch ist sie immer noch die elementarste Angst im Menschen.

    Liebe Grüße von LUMOS

  24. 24
  25. 25
    Anne sagt:

    Liebe Hana,
    ja, ich habe mein 3. Auge geöffnet, da es zu der Art wie ich mit den Energien arbeite dazu gehört.
    Ich habe auch schon Erfahrungen gemacht, die heutige Menschen erschüttern würden, da ich aber durch eine sehr gute Lehrerin am Anfang geführt wurde, habe ich erkannt, dass diese Erfahrungen zum Menschsein eigentlich dazu gehören. Durch die Wissenschaft, Religion und dem Materialismus sind wir nur von diesem Weg weggeführt worden.
    Ich bin froh, dass ich diese sensitive Begabung habe und damit arbeiten kann. Das Einzige, was mich manchmal noch erschüttert, sind die Menschen und ihre Naivität und Boshaftigkeit.
    Ich selbst bin keine Christin mehr und gehe meinen eigenen spirituellen Weg. Hab aber auch kein Problem, wenn jemand Christ ist. Nur die Behauptung, dass wir hier christliche Wurzeln haben, bringt mich auf die Palme. Sorry, aber was sind schon 1000 bis 1200 Jahre für eine Religion, die auch noch von der Obrigkeit und mit dem Schwert den Leuten aufgezwungen wurde, wenn man bedenkt, dass es den modernen Menschen schon seit 45000 Jahren hier in Mitteleuropa gibt???
    Nichts dagegen zu sagen, wenn man sagt, dass es die eigenen Wurzeln sind. Das ist ja auch etwas anderes.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend

    Anne

  26. 26
    ziggy sagt:

    Also mir gehts bei meiner spirituellen Suche immer um die WAHRHEIT.
    Es ist mir egal ob sie von einem Chinesen, Inder, Europäer oder sonst irgendjemanden kommt.
    Die Kulturen haben sich schon immer gemischt und gegenseitig beeinflusst.
    Wenn ich Wasser trinken möchte, gehts mir um die Reinheit und Klarheit des Wassers und nicht darum ob es aus einem roten oder blauen Becher angeblich besser schmeckt.

    ziggy

  27. 27
    Francular sagt:

    @hana:

    Ich weiß nicht einmal mehr, ob mein „Nahtoderlebnis“ wirklich ein solches war. Zumindest war es ein zutiefst spirituelles Erlebnis. Damals war ich wohl an einem Scheidepunkt. Nach ca. einer Woche atzetonischen Erbrechens war mein Körper ziemlich am Ende.

    Wie auch immer, ich versuche meine Erinnerungen von durch die Jahre entstanden sein könnenden Ausschmückungen zu reinigen, auch auf die Gefahr hin, das da auch Details wegbleiben, die keine sind. Woran ich mich definitiv erinnern kann, ist, das ich an einem Ort im „Irgendwo im Nirgendwo“ war. Es war dunkel um mich herum. Doch im Gegensatz zu meinem normalen Erleben als Kind, ich hatte furchtbare Angst vor der Dunkelheit, machte mir diese Dunkelheit überhaupt keine Angst weil ich wusste, das diese Dunkelheit nichts Fremdes ist und mir folglich auch nicht feindlich gegenüber stehen konnte. Überhaupt gab es nichts, das mir feindlich gegenüber stand, denn alles, was war, war ich, also auch diese Dunkelheit, genauso wie das Licht, das ich war. Ich habe nie wieder nacher ein solches Gefühle von absoluter Geborgenheit und Geliebtwerden erfahren dürfen wie damals und ich war Jahrzehntelang allen Ärzten böse, weil sie mich von jenem wundervollen Ort weggeholt hatten. Heute weiß ich, das sie das ohne mein Wollen nicht hätten tun können, also Friede den Ärzten. Aber die Sehnsucht nach jenem Ort ist geblieben – und eine gewisse Trauer über die verlorene Erinnerung. Leider ist das alles, was ich mit Gewissheit sagen kann.

    @Anne: Wenn du schon urteilst, dann urteile nicht oberflächlich! Und erzähl mir bitte nichts über Geschichte, die wir beide nur von Anderen kennen, welche sie selber auch nicht erlebt haben. Denn: Wo bitte sprach ich von den europäischen christlichen Wurzeln? Lies halt nach! Ich sprach von meinen christlichen Wurzeln, mehr nicht. Mit christlich meine ich auch bestimmt nicht das abgöttische Treiben und Denken derer, welche sich selbst zu Stellvertretern und Sprachrohren Gottes auf Erden erhöhen. Ich meine das, was Jesus gelehrt hat (das von den allerwenigsten wirklich verstanden und auch gelebt wurde und wird) und welche Wahrheit sich daraus für mich ergibt. Für andere kann und werde ich nicht sprechen noch werde ich irgend jemand vorschreiben, wie er zu denken und was er zu glauben hat.

  28. 28
    Francular sagt:

    Habe noch mal gegoogelt! Das nennt sich wohl „Azetonämisches Erbrechen“, nicht atzetonisches. Sorry dafür…

  29. 29
    LUMOS sagt:

    @ Frankular Nr. 28

    Dein Erlebnis ist wunderschön. Du bist mit dem Urgrund Deines Seins in Berührung gekommen, mit allumfassender Liebe und solch eine Erfahrung kann man auch nie mehr vergessen. Gotteserfahrung, Samadhi, Erleuchtung sind im Grunde nur verschiedene Begriffe für Ein- und -dasselbe, nämlich Eins-Sein mit dem Göttlichen in uns.
    In Liebe, LUMOS

  30. 30
    Maren sagt:

    Also ich verstehe unter christlich sein ganz einfach das CHRISTUS-BEWUSSTSEIN .
    Und das hat ja herzlich wenig mit Kirchen und deren Vertretern zu tun…

    Uns so verstehe ich auch eindeutig Francular, wenn er sagt, wenn Du sagst, Du hast christliche Wurzeln – ich habe sie auch und empfínde es so, wie ich schon sagte als Chrsitus-Bewusstsein.

    Es ist eine Liebe, die man für und von Jesus spürt – es ist schade, dass das immer so einen bitteren Beigeschmack für andere hat…

    Selbst, wenn es Jesus NICHT gegeben haben SOLLTE, hat er oder eine entsprechende Energie mich durch mein Leben begleietet und mir NUR schöne Augenblicke und Gefühle geschenkt.

    ES IST EINFACH DIE BEDINGUNGSLOSE LIEBE

    Es hat den Anschein, als müssse man in der „neuen Spiritualität“ immer dem östlichen „folgen“ … das kann doch jeder für sich entscheiden und heraus finden.

    Es ist wahrscheinlich alles sowieso eine Mischung aus allem – es zählt doch nur, was einem das Herz sagt …

    Wer „von uns“ hier von christlich sein spricht, meint in meinen Augen eben die bedingungslose Liebe und das Mitgefühl und die Wunder, die sich daraus ergeben..

    Ich fühle mich keiner Religion zugehörig – aber ich FÜHLE Jesus als meinen Bruder, Freund und als DIE Liebe.

    Herzliche Grüße 😀
    Maren

  31. 31
    Anne sagt:

    Hallo Francular,
    entschuldige, dass habe ich wirklich überlesen, dass du geschrieben hast, dass es deine Wurzeln sind.
    Diese Liebesenergie, die man fühlen kann, wenn man sich zum Beispiel auf Kraftpunkten der Erde befindet, aber auch in seinem Herzen, die hat glaube ich viele Namen und ist überall auf der Welt bekannt.
    Vielleicht haben mich meine negativen Erfahrungen in verschiedenen christlichen Gemeinden auch negativ beeinflusst. Ich bin nicht grundlos aus der Kirche ausgetreten. Aber zu meiner Aussage, dass die christliche Religion nicht die Wurzeln des europäischen Abendlandes sind, dazu stehe ich immer noch. Denn vieles im Christentum wurde hier verändert und trägt Energien der alten verschiedenen Glauben in sich.

    Liebe Grüße

    Anne

  32. 32
    Francular sagt:

    @Anne: Akzeptiert! Friede sei mit Dir! 😉

  33. 33
    liberto sagt:

    Es ist viel zum Lesen und finde sehr gut alles, bin froh in diese Ecke gelandet zu sein! Aber ich muss meine Meinung schreiben, möge niemanden stören meine Grammatikalische Fehler ,mleider habe ich selbst mir beigebracht das Deutsche Schreiben Lesen, vor 47 jahre und danach!
    Es gibt keine Spirituelle Krise! Spirit=Geist und Denkt nicht geist sei gleich zu setzen mit Intelligenz!
    Die Kriese die man macht wärend ein We geht sind nur ER_FAHRUNG die man macht um zu Wachsen, würde der Mensch keine Krise haben oder besser gesagt falsche Erfahrung , würde nicht Fähig sein das Richtige zu Lernen.
    Auch negativen erfahrungen sind da weil der jenigen das braucht um zu Erkennen, hätte derjenigen nicht Nötig gehbat würden nicht solche Erfahrungen kommen. Der Schöpfer oder die Natur “ Die Echte Natur, nicht maya“ gibt jeden was er selbst gesäet hatte umj wieder gut zu machen oder besser gesagt das Richtige zu Tun! Es gibt eigentliche nichts falsches oder Richtiges, wir Bekommen immer das was Wir Vertragen können , also Begreifen können mehr als das wäre Sinnlos!!!
    Licht und Liebe
    Freiheit oder Liberto ist das gleiche

  34. 34
    Jan sagt:

    Hallo, vielen Dank für diesen Artikel und die inzwischen vielen Kommentare.
    Offensichtlich ein bewegendes Thema…
    Mich beschäftigt ebenfalls sehr die Entwicklung von Theologie – Spiritualität im Blick auf gegenseitige Verbindungen von östlich-westlicher Ansätze. Manchmal höre ich diesen Satz: „Wir haben die Alternativ, das Christentum New-Age-mäßig weichzuspülen, oder mit allen Ecken und Kanten dazu zu stehen.“ – und überlege, WELCHE Ecken und Kanten nötig sind.
    Ich selber gehe den christlichen Weg, finde jedoch viele der nondualen Ansätze aus der östlichen Tradition sehr hilfreich. Ebenso der körperorientierte Ansatz aus versch. Therapie-Formen. Dazu hab ich vor einigen Tagen etwas geschrieben (ich hoffe, das ist ok):
    http://lebenvertiefen.de/zwei-unterrichtsfaecher-fuer-christen/
    Vielleicht etwas kontrovers?
    Beste Grüße,
    Jan

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