Das Ego

09 Sep 2012 Von Kommentare: 28 Bewusstsein

Viele spirituelle Menschen kennen nur einen vermeintlichen Feind, und das ist ihr Ego! Aber was ist das Ego eigentlich? Jedes Kind wird erst einmal als reines Bewusstsein ohne ein Ego geboren. Doch dann trifft es auf die Konditionierung durch Elternhaus und Schule, es wird nicht so akzeptiert, wie es ist , es muss sich verbiegen, um zu gefallen und Liebe zu erringen . Ganz allmählich wächst das Ego. Es besteht aus der Essenz der angesammelten Meinungen, die andere vom Individuum haben. Dadurch beginnt der Mensch, sich selbst so zu sehen, wie er von anderen gesehen wird. Die anderen sind ihm ein Spiegel. Wenn er gelobt und anerkannt wird, dann fühlt er sich „in Ordnung“, wenn das Gegenteil eintritt, wird er sich ständig verurteilt fühlen. Er sucht dann immerzu nach Mitteln und Wegen, um anerkannt und gewürdigt zu werden. Doch was die Gesellschaft uns eingeredet hat, ist nie unser „wahres Ich“, denn es kann außer uns selbst niemand wissen, wer wir wirklich sind.

Das Ego des Menschen ist der Ursprung all seiner Probleme , aller Kriege, aller Konflikte, aller Eifersucht, des Neides ,der Ängste und Depressionen. Sich selbst als Versager zu fühlen und sich ständig mit anderen zu vergleichen, das schmerzt jeden Menschen und auch ganze Völker.
Das Ego enthält alle Wünsche und Forderungen, es will bei allem immer an der Spitze sein. Dieses Ego gestattet uns keinen Blick auf unser wahres, authentisches Selbst. So erzeugt das Ego nichts als Unglück , Leid, Kampf, Selbstmord, Mord und alle möglichen anderen Verbrechen. Das Unmögliche, das Schwierige ist eine Herausforderung für das Ego, es nährt sich von seiner Wichtigkeit und der Mensch fühlt sich bedeutend. Je komplizierter etwas ist, umso größer und stärker wird die Persönlichkeit. Das Einfache ist der Tod des Egos und am Ehrgeiz eines Menschen lässt sich die Größe des Egos erkennen und zwar überall, sei es in der Religion, in der Politik und der Gesellschaft, im Sport. Das Ego kann sich auch nicht in der Gegenwart freuen, es kann nur in der Zukunft oder der Vergangenheit existieren. Deshalb wird man in meditativen Momenten oder im achtsamen Leben im Augenblick auch kein Ego finden, sondern nur eine stille und reine Freude. Spirituelle Menschen kämpfen oft gegen ihr Ego an. Sie verleugnen sich, sie versuchen „gut“ zu sein, hilfsbereit, bescheiden, – und doch lauert hinter jeder Bemühung immer wieder das alte Ego , was nach Anerkennung lechzt, um erneut hervorzubrechen. Es ist ein Irrtum, dass man es abschaffen oder bekämpfen muss, das erzeugt nur Widerstand und damit wird es sich noch mehr aufblähen.

Das Ego ist einfach nur eine Illusion. Indem wir versuchen, es abzuschaffen, tun wir so, als sei es eine Wirklichkeit.

Der Prozess läuft genau anders herum. Wir können etwas entdecken, nämlich unser wahres Ich, unsere eigene Identität, die ewig und unvergänglich ist. Damit gewinnen wir Zugang zu unserer Kraft und erkennen unser göttliches Wesen, welches unabhängig von all den Wertungen von außen besteht.
Das tägliche Leben bietet hierzu reichliche Übungsmöglichkeiten, vor allem das Leben in der Gegenwart. Es gibt viele Momente, in denen das Ego schweigt und wir einen Schimmer von unserer eigenen Wirklichkeit erleben können. Indem wir von Schönheit überwältigt werden, sei es in der Natur oder durch ein Kunstwerk, leben wir nicht mehr in unseren Gedanken und sind reines Sein. Auch in Augenblicken großer Gefahr bleibt der Verstand stehen , wir werden spontan und in dieser Spontaneität können wir erkennen, dass wir nicht unser Ego sind. Meditation eignet sich ganz hervorragend zur Abschaltung des Egos. Wir müssen nichts weiter tun, als uns still hinzusetzen, um einfach unsere Gedankenprozesse aufmerksam zu beobachten, ohne zu analysieren oder zu werten. Durch diese Übung schalten wir wir unseren Geist vom Tun, der Leistung und Aktivität in das Prinzip des Empfangens, des Geschehenlassens, des Nicht-Tuns um. Indem wir ständig handeln, ohne einmal zu reflektieren, stärken wir unser Ego, denn das Tun erwächst aus Vorstellungen, Befürchtungen, Erfahrungen und Erinnerungen.Wir haben eventuell eine Vorstellung davon, wie wir eigentlich sein sollten und versuchen, danach zu handeln, um uns gut zu fühlen. Vielleicht streben wir an, ein edler, ein starker, ein spiritueller Mensch zu werden? Aber sind wir wirklich sicher, ob wir uns das in unserem tiefsten Inneren auch so wünschen, oder handelt es sich um einen Wunsch, der von der Meinung oder Lehre anderer herstammt? Je mehr wir zu unserer eigenen Natur vordringen, desto mehr können wir wachsen und das Ego wird ganz von allein schwächer und kraftloser. Dazu brauchen wir nur etwas Vertrauen in die Kraft der eigenen Entwicklung.

Gegen das Ego anzukämpfen, ist sinnlos und kann sogar das Gegenteil bewirken. Wenn das Ego erst einmal als das erkannt wird, was es ist, nämlich nicht unser Ich, sondern ein Vorstellungsgebilde, wird es ganz von allein schwinden. Viele Menschen glauben, dass sie, um das „wahre Ich“ zu erreichen, eine Menge tun müssen. Doch es gibt nichts zu erreichen, denn wir SIND schon unser wahres Ich und können es nur in uns selbst finden.
Wenn wir wissen, wer wir sind und unsere Kraft, unsere Einmaligkeit und Schönheit entdeckt haben, dann brauchen wir uns nicht mehr abzugrenzen oder in eine Selbstdarstellung zu verfallen. Es gilt also nur , alles wegzulassen, was wir nicht sind, bewusst und aufmerksam durch das Leben zu gehen und unsere Motive zu hinterfragen. Wenn wir eines Tages unser Ego loslassen, leben wir wieder spontan und im Hier und Jetzt. Wir machen uns keine Sorgen mehr, was die anderen über uns denken und es kümmert uns auch nicht, was sie über uns sagen. Das alles ist unwichtig geworden, denn wir sind verankert in unserem wahren Sein. Und dieses Sein kennt keine Trennungen. Es ist das gleiche Sein, das in allem, was existiert, enthalten ist, wir sind dann auf dem Weg in die Einheit.

In Liebe, Lumos

28 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Nemissimo sagt:

    Dieses Gemälde des EGOS ist wünderschön. Danke
    Bis bald

  2. 2
    ziggy sagt:

    Egoism is the biggest disease.
    Egoismus ist die schlimmste Krankheit!

    SHIVAPURI BABA (1826 – 1963)

    http://www.shivapuri-baba.com/

  3. 3
    Hannes sagt:

    Liebe Lumos,

    Dein Beitrag hat mir viel gegeben. Danke!

    In Liebe,
    Hannes

  4. 4
    LUMOS sagt:

    @Nemissimo und Hannes
    Danke, Ihr Lieben!

    @Cora/Fee Auch Dir herzlichen Dank, es freut mich sehr, meine Artikel im Zeitenwende-Forum zu entdecken!

    Euch allen einen wunderschönen Sommer-Sonnen-Tag,
    Eure Lumos

  5. 5
    Maren sagt:

    Liebe Lumos,

    an dieser Stell möchte ich nochmal DANKE für den Blog, Dich und Euch, Ihr lieben Mitschreiber, sagen! 😀

    Ich durfte nochmal feststellen, wie herz-voll und schön dieser Blog ist als ich gestern auf einem anderen Blog so manche Kommentare gelesen habe…natürlich alles im Zeichen der „Aufklärung“ …

    Ich bin froh, HIER zu sein 😀 und nicht woanders 😉

    Der Artikel ist Dir auch mal wieder super gut gelungen, liebe Lumos ! Danke!

    Herzliche Grüße

    Maren

  6. 6
    Reinhard sagt:

    Sehr passend ausgedrückt. Danke!

  7. 7
    shanti sagt:

    Liebe Lumos,
    schließe mich Maren 100% an,
    danke liebe Lumos, danke liebe Maren, danke an Alle
    Herzgruß
    Shanti

  8. 8
    Heike sagt:

    ein sehr schöner und wahrer Text. Danke dafür! 🙂

    Du schreibst überhaupt sehr schöne und informative Texte, lieber Lumos……

  9. 9
  10. 10
    Prun Elisabeth Obkircher sagt:

    DANKE,das ist genau das was ich jetzt brauche.Superschön und super hilfreich dieser Blog.
    Gruß Prun Elisabeth

  11. 11
    LUMOS sagt:

    Liebe(r) Nemissimo, Hannes, Maren, Reinhard, Shanti, Heike, Prum Elisbeth Obkircher,
    Ich danke Euch für Euer Lob, es ist so schön für mich, zu hören, dass Euch meine Artikel gefallen. Das sagt mein Herz, nicht mein Ego, haha ! 😀

    Zum Thema Ego fiel mir noch folgendes ein:
    Viele Menschen arbeiten intensiv daran, ihr Ego loszuwerden, doch dieser Prozess lässt sich nicht durch irgend welche Techniken erreichen. Aber wir können den Raum schaffen, dass es geschehen kann. Einfach durch Vertrauen in die eigene Natur, die eigene Entwicklung und Kraft. Alles kommt zur rechten Zeit. Nur Achtsamkeit ist gefragt.
    Wenn wir z.B. gegen den Strom schwimmen und pausenlos gegen uns selbst ankämpfen, um uns zu “ verbessern “ , dann gehen wir erstens davon aus, dass wir so , wie wir sind, nicht gut genug sind und zweitens schaffen wir mit dem Verstand künstliche Konstruktionen, die fast alle vom Ego gesteuert sind.
    Das gilt genauso für die innere, wie für die äußere Welt. Die intuitiven Impulse kommen im richtigen Moment und wenn wir ihnen folgen , tritt das Ego zurück.

    Liebe Grüße von Lumos

  12. 12
    hana sagt:

    ich glaub nicht, dass drum geht das ego loszuwerden – ist wie alles im leben – die dosis machts 😉

    aber deine gedanken dazu gefallen mir auch ll (liebe lumos)

  13. 13
  14. 14
    liberto sagt:

    Aber was ist das Ego eigentlich?
    Ich Denke das nicht Verstanden wird den Unterscheid zwischen EGO und Egoist ! Jeden Mensch wird mit ein Ego geboren, Nur das bei Babys noch nicht Entwickelt ist! Das EGO ist nicht anders als der Physischer ICH, also der Materielles Leib mit alles was dazu gehört, sogar das göttliche selbst ist in Ihm, in seinem HERZ als Licht-Funken, leider wird von Vielen Menschen nicht sofort Er-kannt, es brauchte Vielen Inkarnationen um so Reif zu sein das der Innerliche götlliche Mensch Er-kannt wird vom EGO! Ab da kann das EGO kleiner werden damit der Innerliche vom Neu geboren werden kann und Wachsen. Es gibt sehr Vielen Ziklen bevor der Wahrer Mensch vom Neu geboren werden kann, der hat nicht NUR das Menschliche Reife zu Erlangen sondern auch noch Drei andere Ziklen und zwar : Mineralischen , Pflanzlichen, Tierischen und dann wie die Meistern jetzt haben das Mensch sein, aber in Moment NUR das Irdische Mensch sein. Bis die Innere ERINNERUNG wach wird; Der Verloren Sohn/Tochter!
    Licht und Liebe
    liberto

  15. 15
    freiheit sagt:

    In den esoterischen Wegen geht um einen Wandlungsprozess und nicht um einen Nachahmungsprozess. Im Menschen soll stattfinden, was Jesus der Christus stattgefunden hat. Jesus der Christus, der ganz Gott ist und ganz Mensch, ist der Typus für jeden von uns. Jeder ist mit der gleichen Aufgabe wie er konfrontiert. Jeder ist berufen, das Göttliche in sich ungehindert zum Ausdruck kommen zulasse. Wir sollen Jesus gleich werden in Vollzug unseres eigenen Lebens.
    Wir machen aus Jesus der Christus zu leicht einen Kultgegenstand. Er ist uns aber zur Nachfolge gegeben. Jesus der Christus ist nicht in erster Linie ein Objekt der Verehrung, er ist vielmehr Subjekt eines inneren Prozesses, des Erfülltwerdens mit der göttlichen Fülle (Eph. 3,19)
    Die Bibel drückt das aus mit Bildern: Als Weg, Tür und Licht öffnet uns Christus( die Kraft-Gottes) einen inneren Zugang zum göttlichen Grund, mit dem wir eins werden sollen, wie der Jesus eins geworden ist. Als Brot, als Wasser und Saft des Weinstocks soll er in uns eingehen, damit wir das durch ihn erschlossene göttliche Leben in uns erspüren können. Diese Johanneischen Christussymbole – Ich bin das Brot des Lebens, das lebendige Wasser, der wahre Weinstock – sind nicht zu Vergegenständlichung gedacht, sondern zur Verinnerlichung. Sie öffnet die göttliche Mitte unseres Lebens und machen deutlich, das Jesus der Christus die Gestalt unsere wahre erlösten Sein verkörpert. Das, was wir in ihn erfahren. Ist das, was wir zu werden haben. Er begegnet uns nicht von außen, er erwacht in uns von innen: Christus ist Symbol für die erwachende göttliche Gestalt in uns. Es geht um die Freilegung des Göttlichen in uns, so wie es in Jesus Christus offenbar war. Der Erlösungsprozess in uns zielt auf einen Christus-Werdungsprozess, was letztlich der volle Menschwerdungsprozess ist, ja ein „ Gott-Werdungs-Prozess“.

    Das Göttliche schläft in jedem Menschen-Herz wie ein Samenkorn. So wie es sich im Menschen Jesus Christus entfaltet hat, soll es in jedem Menschen-Herz erwachen und sich entfalten. So wie Gott in Jesus sich offenbart hat, so soll in jeden Menschen sich offenbaren. Gott möchte sich in uns entfalten, sich zeigen, sich auswirken, sich darstellen. so wie gesagt hat:“ Mit Christus bin ich gekreuzt, ich lebe, doch nicht mehr als ich, sondern Christus lebt in mir“ ( Galater 2, 19). Jesus ist gekommen, um uns von der falschen Auffassung zu heilen, dass wir von Gott getrennt leben. Es geht also darum, die Göttliche in uns zuzulassen, ihm Raum zu geben. Das ethische Bemühen dient der Entfaltung dessen, was in uns lebt, damit das Tun des Menschen ein „ Tun Gottes „ wird.

    Die Kontaktstelle zu Gott ist hier und Jetzt. Hier und jetzt ist auch die Hölle. Himmel und Hölle sind nur getrennt durch unsere Ich. Wer es lassen kann, geht ein ins Reich Gottes. Es gibt keine magische Rituale, die uns dorthin führen, sondern nur das Sterben unseres vordergründigen Ich (EGO). Die Kraft dazu gibt uns einzig die Liebe (ohne Bedingungen) Sie allein hilft uns, alles zu lassen, um in diese neue Seinsordnung einzutreten, in die Seinsordnung Gottes. Das Ego-Ebene muss weniger werden( nicht negiert) und das Ich-Ebene (Christus) muss wachsen. Es ist ein Jüngerschaft die einzutreten hat, die in das Reich Gottes lebt. Die Spiritualität bedeutet, die Welt in den wir Leben mit andere Augen anzuschauen, sie in einer Weise zu begreifen, die nicht um das kleine Ich (EGO) kreist. Das hat Jesus gemeint mit „ in dieser Welt Leben aber nicht aus dieser Welt sein“

  16. 16
    Dagmar sagt:

    @ freiheit,
    deiner Meinung kann ich mich 100% anschließen, danke für deine Worte.

    Liebe Grüsse Dagmar

  17. 17
    Diana sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=qNpCVLcoC0s&feature=player_detailpage

    vielleicht eine kleine Inspiration? Eine Sache des Betrachters….. am Ende wird es sein was du bist

  18. 18
    liberto sagt:

    Der Tod des Egos
    Es liegt in der Natur des Egos, trennen und erobern zu wollen. Wo es nicht trennen kann, kann es nicht erobern. Jeder Gedanke ist entweder trennend oder einigend. Gedanken, die eine Idee von einer anderen oder einen Menschen von einem anderen trennen, verschleiern eure Wahrnehmung der Einheit. Gedanken, die Menschen oder Idee miteinander verbinden, offenbaren die Einheit.
    Ideen können genauso leicht zu Gegner werden wie die Menschen, in deren Köpfen sie existieren. Du glaubst, du könntest die Ideen und Vorstellungen eines anderen Menschen angreifen, ohne ihn anzugreifen, aber nur sehr wenige Menschen werden sich nicht persönlich angegriffen fühlen, wenn du ihre Vorstellungen angreifst.
    Die Menschen identifizieren sich mit ihren Gedanken. Wenn du mit Menschen kommunizieren willst, solltest du versuchen, eine Möglichkeit zu finden, ihre Ideen und Vorstellungen anzuerkennen und in die Kommunikation einzubeziehen. So wird es ihnen, wenn du dann deine eigene Idee äußerst, leichter fallen, sie anzuerkennen.
    Es wird den Menschen niemals gelingen, in Frieden miteinander zu leben, solange ihre Ideen und Vorstellungen nicht konkurrenzlos nebeneinander stehen dürfen. Die Vorstellung eines anderen Menschen selbst dann zu akzeptieren, wenn man anderer Meinung ist, heißt, ihm Achtung und Vertrauen entgegenzubringen.
    Um mit anderen in Frieden leben zu können, musst du dein Augenmerk auf das richten, was dich mit ihnen verbindet, nicht auf das, was dich von ihnen trennt. Wenn du sehen kannst, was euch verbindet, kannst du eure Verschiedenheit respektieren. Siehst du aber, was euch trennt, wirst du versuchen, diese Unterschiede zu überwinden. Der Versuch, Unterschiede zu überwinden, muss immer fehlschlagen. Das ist so, weil Unterschiede etwas Gesundes sind. Solange sie respektiert werden, stehen sie der Möglichkeit zu Nähe und Herzensbeziehungen zwischen den Menschen nicht im Wege. Gib anderen immer genügend Raum, anders zu sein. Dann wirst du auch Nähe zu ihnen zulassen können. Wenn du glaubst, du müsstest wie ein anderer werden, damit er dich akzeptiert kann, oder er müsste werden wie du, damit ihn akzeptieren kannst, versuchst du, die Unterschiede „ zu überwinden“.
    Lass die Unterschiede einfach da sein. Du bist in Ordnung, so wie du bist, und der andere ist es ebenfalls. So bleibt der Friede in deinem und in seinem Herzen gewahrt. Alles ist in Ordnung. Erkenne, wie sehr du versuchst, andere zu ändere, damit sie deinem Bild von ihnen entsprechen. Nimm wahr, wie andere versuchen, dich zu ändern. Spüre, wie ihr aneinander zieht. Das ist die Welt des Egos. Und nichts ist so unsicher wie das Ego. Deshalb versucht es immer, Partei zu ergreifen und seine Position zu stärken. Es besitzt kein natürliches Selbstvertrauen und daher keine geistige Großzügigkeit.
    Es hasst alles, weil es sich selbst hasst. Sein ganzer zur Schau gestellter Stolz ist nicht als Bluff. Wenn du einen Blick dahinter wirfst, wirst du eine offene Wunde finden. Das Ego ist jener Teil von dir, der nicht weiß, dass du geliebt wirst. Es kann keine Liebe geben, weil es nicht weiß, dass es Liebe zu geben hat. Wie kann der Ungeliebte, der nicht Liebenswerte, Liebe finden? Das ist der Schrei jeder Seele, die hier in der Welt im Exil lebt. Man muss dem Ego beibringen, dass es Liebe hat. Das ist eine bedrohliche Vorstellung, denn sobald das Ego erkennt, dass es Liebe hat, hört es auf, Ego zu sein. Das Ego muss als Ego sterben, um als Liebe wiedergeboren zu werden. Jetzt weißt du, wieso sich die meisten Menschen gegen die Erleuchtung sträuben. Die Vorstellung aufzuwachen, ist für jeden, der noch schläft, beängstigend. Du denkst: „ Wenn ich aufwache, bin ich vielleicht nicht mehr da!“ Deshalb sind eure Angst vor dem Tod und eure Angst vor dem Aufwachen ein und dasselbe. Das unbegrenzte, universale Selbst wird nicht geboren, bevor das begrenzte, irdische Selbst stirbt. Der Tod ist also gewiss – so oder so-. Entweder wirst du sterben, oder du wirst aufwachen, was nur eine andere Art des Sterbens ist.
    Wenn du erst einmal erwacht bist, ist das Sterben keine große Sache mehr. Du hast keine hochgeschätzte Identität mehr zu verlieren. Ob du dann noch länger in deiner physischen Form bleibst oder nicht, ist unwesentlich. Du musst so oder so präsent sein. Sterben ist eine der besten Möglichkeit zu lernen, präsent zu sein. Wenn du schnell aufwachen möchtest, könntest du es mit dem Sterben versuchen. Während du stirbst, bist du dir der Dinge auf eine weise bewusst wie nie zuvor. Du nimmst jeden Atemzug, jede Nuance, jede Blume, jedes Wort oder jede Geste der Liebe wahr. Sterben ist so etwas wie ein Schnellkurs im Aufwachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder, der stirbt, auch aufwacht. Es bedeutet einfach nur, dass er am Kurs teilgenommen hat. Diejenigen, die den Kurs erfolgreich abschließen, sind damit zufrieden, dort zu sein, wo immer sie hingeschickt werden. Wenn das bedeutet, dass sie sich irgendwo in einem Körper aufhalten sollen, so ist das in Ordnung. Wenn es bedeutet, dass sie einem in Körper inkarnierten wesen Beistand leisten sollen, so ist auch das in Ordnung. Es spielt eigentlich keine Rolle, wohin du gehst, denn es gibt nichts zu beweisen. Du bist einfach da, um zu helfen.
    Die Loslösung von einer bedeutungslosen Identität ist ein unvermeidbarer Aspekt des Nachhausenkommens. Je weniger du besitzt, dass du schützen musst, desto hilfreicher kannst du sein. Und je hilfreicher du bist, desto glückseliger wird deine Erfahrung.
    Obwohl ich nicht so weit gehe zu behaupten „ Sterben macht Spaß“, sage ich doch, dass das Stereben nur deshalb „keinen Spaß macht“, weil du dich immer noch an irgendeinen letzten Fetzen der Selbstdefinition klammerst.
    Deine gesamte Lebenserfahrung auf der Erde ist ein Lernprozess: Du lernst, auf dich selbst. Auf deinen Nächsten und auf Gott zu vertauen. Im Augenblick des Erwachens, in dem das Vertrauen voll aufblüht, werden diese drei Aspekte des Selbst eins.
    Dieser Moment kann nicht mit Worten beschreiben werden, aber ich versichere dir, dass du ihn erleben wirst, Und solange du ihn nicht erlebt hat, wird dir nichts jemals wirklich sonnvoll erscheinen.
    In Liebe und Licht an alle Menschen.

  19. 19
    LUMOS sagt:

    @liberto 18
    Das ist ein sehr schöner, weiser und umfassender Text, den Du uns geschickt hast. Danke, liebe Grüße von Lumos

  20. 20
    liberto sagt:

    Hallo Lumos,
    Ich muss der sein der sich bei Dir Bedanken sollte!
    Weil ich eigentlich Froh bin der Link gefunden zu haben.
    Licht und Liebe weiterhin
    liberto

  21. 21
    Mathias sagt:

    Naja…

    Da gibt es ja noch die Meinung, dass „das Ego“ ein „Egowunschkörper“ ist, also ein ätherischer Emotionalkörper.

    Der sollte als Werkzeug dienen, das Überleben in der Dichte, in der Welt des Fressens und Gefressen-Werdens, zu überleben. Stopft man sich nichts zu essen in den Mund, während andere hungrig zuschauen, stirbt man. Drängelt man sich im genetischen Fortpflanzungswettlauf nicht nach vorn, stirbt man (die Ahnenlinie) aus.

    Seit dem Tag der (ersten) Geburt nahm das Ego Annehmlichkeiten dankbar zur Kenntnis, aber diese wurden durch die Schmerzen, welche durch „Unannehmlichkeiten“ ausgelöst wurden, überlagert.

    Dies führte schließlich dazu, dass sich das Ego gegen „Herzentscheidungen“ wehrte – weil das doch nie gut gehen könne.

    Das „Pferd“ übernahm die Kontrolle über den „Reiter“.
    Die Ego-Frage bedeutet schlicht, Schluss zu machen mit „der Mensch denkt, das Pferd lenkt“. Es bedeutet, die Kontrolle zurückzugewinnen.

    Das Ego ist mE genauso(wenig) Illussion wie ein Daumen, den man sich mit dem Hammer blau schlägt – greift man anschließend sofort nach dem Nagel, spürt man den Schmerz noch gut, man hält den Nagel zu schief, schlägt den Hammer zu zögerlich – und haut sich wieder auf die gleiche Stelle. Die einen probieren es ein drittes Mal, vielleicht sogar sofort, diesmal mit Achtsamkeit. Und siehe da, es klappt. Andere werfen den Hammer weg und wollen ihn nie wieder in die Hand nehmen. (Nach Freud käme dann noch eine Regression in fühkindliche Phasen hinzu, wenn man den Hammer personalisiert und nicht zugeben mag, sich durch mangelnde Achtsamkeit selber weh getan zu haben. Aber was wusste denn schon Freud. Und war der nicht ohnehin halber Esoteriker..? 😉 )

    Das Ego zu töten hilft nur einem Guru, dessen Ego der „Schüler“ dann nachläuft.

    Zu sagen, dass das Ego nicht da wäre, hilft nicht weiter, so lange es unter Verletzungen leidet. (Das Problem umgeht man, wenn man sich statt um das Ego um seine Emotionalkörper kümmert – vermute ich.)

    Das Ego heilen und klären – das wäre mit einiger Wahrscheinlichkeit die am meisten Erfolg versprechende Vorgehensweise.

    Und eine ganz andere Meinung besagt, dass man, löst man sein Ego ab oder auf, zurückfällt als „Tropfen“ in den „Ozean“ der Quelle.
    Dazu eine Kontrollfrage:
    Sind wir deswegen hier?
    Na also.

    😉

    Herzliche Grüße

    Mathias

  22. 22
    LUMOS sagt:

    @liberto 14
    Ich denke nicht, dass jeder Mensch mit einem Ego geboren wird. Als wir geboren wurden, hatten wir noch unser authentisches Selbst, das ist ein Unterschied. Man sieht es schon daran, dass ein kleines Kind immer in der dritten Person von sich spricht. Doch dann kommen lauter Ideen eines falschen Selbst auf uns zu, vom Elternhaus, von der Kirche, der Schule, der Gesellschaft , und wir übernehmen sie. Alle Wünsche und Ambitionen, bedeutender, reicher, stärker, anerkannter zu werden und viele Ängste gehen von unserem Ego aus. Dieses Ego „loszuwerden“ und wie die Weisen aller Zeiten kindlich -( NICHT KINDISCH ) zu werden , sehe ich als unsere Aufgabe an. Auch Jesus hat gesagt: “ Werdet wie die Kinder“ , vertrauensvoll, voller Unschuld. Je tiefer wir in uns hineinsehen, umso mehr erkennen wir, dass wir nur an der Oberfläche ein Ego haben, tief innen gibt es nur universelles Sein. Deshalb halte ich das Ego für eine Illusion.

    In Liebe, Lumos

  23. 23
    hana sagt:

    die sprache ist eine interessante sache – dieses „in der 3. person“-ansprechen hatte ja vor gar nicht sooooo langer zeit noch oft stattgefunden – als zeichen des respektes – war nur ein wenig 1dimensional ;).

    davon könnte ja nun der verstand ausgehn, dass menschen, die sich im fortgeschrittenen alter noch immer mit dem namen selbst ansprechen, noch immer eine starke anbindung an ihr authentisches selbst bzw an alles-was-ist haben.

  24. 24
    ziggy sagt:

    Hallo Mathias

    ich möchte deine Kontrollfrage beantworten. Mit zwei Zitaten.

    Da wäre zum Ersten etwas von Fra Tiberianus:

    Unsere Aufgabe ist es, die Welt in ein Paradies zu verwandeln.
    Wir können es, wenn wir nicht unserem gierenden Ich, sondern unserem göttlichen SELBST folgen und nur noch das Gute denken, bejahen und tun.
    Heißt es nicht: „Ihr seid Götter“?
    Ihr sollt vollkommen sein, wie Gott im Himmel vollkommen ist; ihr könnt und sollt euch als Kinder des Ewigen und als Erben des Reiches Gottes erweisen!
    Wohl denen, die schon auf dem Wege dorthin sind!

    Erst wenn dein ewig gierendes Ich ganz klein geworden ist, wirst du dich in dir selbst – in deinem göttlichen SELBST – wieder finden.
    Dieses dein SELBST ist frei und durch nichts Vergängliches zu binden.

    Drängender denn je zuvor lebt in den Menschen die unstillbare Sehnsucht nach dem Höheren, nach mehr Freiheit, nach Erlösung, nach einem neuen Geist und Leben.
    Da aber die meisten nicht wissen, wo sie mit dem Suchen beginnen sollen, muß immer wieder gesagt werden: nicht außen, nicht durch fremde Hilfe, bei anderen Menschen ist Befreiung zu finden, sondern nur im eigenen Innern, beim inneren Helfer und Erlöser.
    Der Weg zu IHM führt über die Sammlung, die Stille und die Selbst-Besinnung.

    ————————

    und zum Zweiten ein Zitat von John Blofeld in dem er ein Gespräch mit einem taoistischen Meister schildert (ich hab es auf das Wesentliche gekürzt):

    Er lachte. „Wie seltsam. Kann es denn zwei Arten von Weisheit, zwei Arten der Erleuchtung geben, eine taoistische und eine buddhistische? Bestimmt muß doch das Erleben der Wahrheit für alle gleich sein? … Das TAO ist ihnen näher als die Nase in ihrem Gesicht; nur weil Sie sich in die Nase zwicken können, sind Sie anderer Meinung. Wenn man nach unserer Methode fragt, sich dem TAO zu nähern, so ist das genau so, als fragte man einen Tiefseefisch, wie er sich dem Wasser nähert. Es handelt sich einfach nur darum, zu erkennen, was in uns, außerhalb von uns und rings um uns von Anfang da war. Verstehen Sie das?“

    „Ja, ich glaube schon. Meine buddhistischen Lehrer haben mich gewiß gelehrt, daß es das Erlangen von Befreiung nicht gibt, sondern nur das Erlangen der Erkenntnis, was man von Anfang an immer gewesen ist.“

    „Ausgezeichnet, ausgezeichnet! Ihre Lehrer sind wahre Weise. Und Sie sind ein ihnen würdiger Schüler, warum also trotzen Sie der scharfen Kälte, um einen ganz gewöhnlichen alten Kerl zu besuchen? Sie hätten ebensoviel an Ihrem eigenen Kamin lernen können.“

    „Verehrungswürdiger, lachen Sie mich bitte nicht aus! Ich stimme mit Ihrer Lehre überein, das wahre Weise nur ein Ziel haben. Bloß gibt es hier in China Buddhisten und auch Taoisten. Offensichtlich sind sie verschieden; da das Ziel das gleiche ist, muß der Unterschied in ihrer Betrachtungsweise liegen.“

    „Sie dürsten also nicht nach Weisheit, sondern nach Wissen! Wie schade! Weisheit ist ebenso befriedigend wie guter Hirsebrei, während Wissen weniger Substanz hat als lauwarmes Wasser, das man über schon benutzte alte Teeblätter gießt. Aber wenn das die Speise ist, nach der Sie verlangen, kann ich Ihnen so viel geben, wie Ihr mißhandelter Leib aufzunehmen vermag. Welche alten Teeblätter wohl Buddhisten verwenden? Wir Taoisten haben alle möglichen Sorten. Es gibt Leute, die Medizinkugeln so groß wie Taubeneier verschlucken oder die Krug um Krug von Stärkungsmitteln trinken, von unappetitlicher Kost leben, Bäder in Abständen nehmen, die von esoterischen Zahlen bestimmt werden, ein- und ausatmen wie asthmatische Drachen – und diese ganze Plage nur um einiger zusätzlicher Lebensjahrzehnte willen! Und warum? Um mehr Zeit zu gewinnen, das zu finden, was niemals verloren ging! Und was ist mit diesen frommen Einsiedlern, die von Sonnenaufgang bis zur Dämmerung ihre liturgischen Gebete stöhnen wie Cholerapatienten? Sie sind Büßer, die sich danach sehnen, sich von einer Last zu befreien, die sie niemals getragen haben. Diese Menschen tun alles nur Erdenkliche, sie schlucken auch Pillen, die aus den Lebenssäften gewonnen werden, die vom anderen Geschlecht ausgeschieden wurden, alles mögliche machen sie, nur daß SIE SICH NICHT STILL HINSETZEN UND NACH INNEN BLICKEN. Wenn Sie wirklich eine vollkommene Aufzählung taoistischer Methoden wünschen, werde ich Stunden über solche Torheiten reden müssen. … Während rauschende Gebirgsbäche an Menschen erinnern, die über das TAO schwätzen, erinnern Ströme einen an erfahrene Männer, die schweigsam nur wenig tun, dies jedoch voller Entschlossenheit. Nach außenhin still und dennoch schneller, als man erkennen kann, dahinströmend. Ihre Lehrer haben Ihnen Weisheit vermittelt, warum also wollen Sie Zeit damit vergeuden, Wissen zu erwerben? Methoden? Betrachtungsweisen?“

    Tseg Lao-wengs Worte von den Flüssen, die ins Meer fließen, hatten in mir die Erinnerung an Sir Edwin Arnolds schöne Schilderung des Mysteriums des Nirvana geweckt: „Der Tautropfen gleitet in die schimmernde See“. Schon seit langem faßte ich dies als eine poetische Beschreibung jenes Augenblicks auf, in dem das scheinbare Individuum, endlich von den Fesseln des Ich befreit, mit dem TAO verschmilzt. Ich wußte, dies sei ein von einem intensiven Gefühl der Glückseligkeit erfülltes Erlebnis, aber es war Tseng Lao-weng, der mir jetzt seinen strahlenden Glanz mit Worten offenbarte, bei denen mein Herz höher schlug. Als ich diese schöne Verszeile für Ihn übersetzte , belohnte er mich mit einem Lächeln freudiger Überraschung. Mit leuchtenden Augen antwortete er:
    „Meine Landsleute haben unrecht, von den Menschen des Westlichen Meeres als Barbaren zu reden. Der Vergleich Ihres Dichters ist völlig zutreffend – erhaben! Und dennoch erfasst er nicht das Ganze. Denn wenn eine kleine Wassermenge in einer größeren aufgeht, stellt die kleine nur einen Bruchteil des Ganzen dar, obwohl die beiden von da ab untrennbar sind. Aber betrachten Sie das TAO, das das Endliche und Unendliche transzendiert. Das TAO umfasst ALLES und nichts liegt außerhalb davon, denn seine Vielfalt und seine Einheitlichkeit sind identisch. Wenn sich ein endliches Wesen von der Täuschung einer gesonderten Existenz befreit, geht es im TAO nicht verloren wie ein Tautropfen, der im Meer verschmilzt. Wenn ein Mensch seine nur in seiner Einbildung bestehende Begrenztheit von sich wirft, wird er unermeßlich. Nicht länger von den weltlichen Kategorien, Teil und Ganzes gebunden, entdeckt er, daß er die gleiche Ausdehnung besitzt wie das TAO. Lassen Sie das Endliche in das Unendlich eintauchen, so wird das Endliche keineswegs geschwächt, sondern nimmt das Format des Unendlichen an. Reine Logiker würden daran etwas auszusetzen haben, aber wenn Sie die verborgene Bedeutung erkennen, werden Sie über solche kindischen Spitzfindigkeiten lachen. Eine solche Erkenntnis bringt sie Angesicht zu Angesicht mit dem wahren Geheimnis, das alle vollendeten Weisen in ihrem Herzen tragen – ein strahlendes, schimmerndes, unermeßliches und kaum vorstellbares Geheimnis! Der Geist dessen der zur QUELLE zurückkehrt WIRD dadurch zur QUELLE. Ihr eigener Geist, zum Beispiel, ist dazu bestimmt zum UNIVERSUM SELBST zu werden!“

    Seine weisen alten Augen leuchteten jetzt fröhlich und glücklich auf und versenkten sich in die meinen. Einen flüchtigen Augenblick lang vermochte ich an der Unermeßlichkeit des von ihm in seinen Innern Erschauten teilzuhaben. Die Glückseligkeit war so überwältigend, daß ich meinen Blick senken mußte. Für einen Menschen in meinem Zustand des Unvorbereitetseins wäre die Verlängerung dieser blitzartig erscheinenden grenzenlosen Erkenntnis mehr gewesen, als ein gewöhnlicher Mensch ertragen kann.
    —————

    Alles Gute
    ziggy

  25. 25
    LUMOS sagt:

    @ Ziggy
    Wundervolle Zitate! Danke dafür!

    „Tseg Lao-Weng: „Der Geist, der zur Quelle zurückkehrt, wird dadurch zur Quelle!
    und:

    ……….“ Wenn ein Mensch seine nur in seiner Einbildung bestehende Begrenztheit von sich wirft, wird er unermesslich… entdeckt er, dass er die gleiche Ausdehnung besitzt, wie das Tao.“………..

    Unsere Begrenztheit ist nur eine Täuschung und eigentlich gibt es kein WERDEN , wir SIND bereits die Quelle! Dieses Wissen hatten alle Erleuchteten!

    Liebe Grüße von Lumos

  26. 26
    liberto sagt:

    Der Mensch muss erst noch werden!

    Wäre der Mensch Schon Mensch, warum dan die Transfiguratuion?

    Wir sind nicht anderes als Persönlichkeiten!“ Ein Gefäß , körper, oder Veikel “ !

    Die Seele und Geist ist ein Teil der Quelle “ LIebe , Kraft , Licht “

    “Tseg Lao-Weng: “Der Geist, der zur Quelle zurückkehrt, wird dadurch zur Quelle!

    NICHT der Körper wird zurückkehren!!! sondern der „GEIST-SEELE“ !

    Der Physicher Leib wird hier bleiben “ 5 Elemente gehören zu dieser Welt“ Nichts geht Verloren !

    Das Tao trägt in sich das weibliche und das männliche“ Yin und Yang „wie der Mensch auch.
    Als ich ein Kind war , redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab , was Kind an mir war. Jetzt Schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber Schauen wir von Angesicht zu Angesicht, jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich durch und durch erkannt worden bin.
    Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden, plötzlich ,in einem Augenblick, beim letzte Posauneschall !
    Und dann werden wir uns alle, Ohne schreiben und Sprechen, Verstehen können , ohne Worte ohne gegensätze, weil dann wir alle Zurück zu Quelle gehen, nicht physisch , sondern Leuchtend wie das Licht der Sonne.
    Licht und Liebe
    liberto

  27. 27
    liberto sagt:

    # 16 Dagmar schreibt:
    September 13th, 2012 at 13:36

    Liebe Dagmar,
    Sory das ich erst jetzt Dir Antworte, aber ich hatte Dir nichts zu sagen , da Du 100% wie ich Denkst , kann Nur sagen Weiter so!
    Licht und Liebe
    liberto

  28. 28
    Sefora sagt:

    Hallo!

    Gute Beschreibung des Ego.
    Gerne möchte ich Euch ein spirituelles Happening mit einer Maharishikaa Maiyaa näher bringen, in der gelehrt wird wie man auf die innere Stimme hört und nicht auf das Ego.

    In Indien wird Preeti von den Besuchern respektvoll Maharishikaa Maiyaa genannt. Maharishikaa bedeutet die grosse Wissende und Maiyaa bedeutet Mutter. Die Maharishikaa ist eine Wissende, eine kraftvolle Quelle der Kraft. Jemand, die Revolutionäres manifestiert. Sie richtet den Fokus der Besucher konsequent weg von sich, hin zu den Besuchern selbst.

    Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund – Wissenschaftler, Denker, Künstler, Unternehmer – kommen zu Preeti. Jeder einzelne von ihnen ist beeindruckt von der Tiefe, Grösse und Einfachheit ihrer Person. Mit ihrer enormen Kraft erweckt sie Kraft in jedem. Unermüdlich beantwortet die Maharishikaa die Tausenden von Fragen derjenigen, die zu ihr kommen.

    Solltet Ihr weitere Fragen haben kontaktiert info@yourpresence.ch und besucht die Website: http://www.yourpresence.ch/Home.html

    Grüsse
    S

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns! (Kommentare, die sich nicht auf das Thema beziehen, werden gelöscht)

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.