Der Druidenhain – das fränkische Stonehenge

08 Nov 2013 Von Kommentare: 2 Kraftorte, Mystery, Sonstiges, Spiritualität

Der Druidenhain – das fränkische Stonehenge

Der Druidenhain, ein Fels-Labyrinth, gelegen im Städtedreieck Nürnberg-Bamberg-Bayreuth, inmitten der landschaftlich reizenden Fränkischen Schweiz, wird auch als das fränkische „Stonehenge“ bezeichnet. Die mystisch-geheimnisvoll anmutenden und mit Moos und Baumwurzeln bewachsenen Dolomit-Felsblöcke lassen vermuten, dass die Entstehung auf einen Kultplatz keltischer Druiden zurück zu führen ist. Betritt man den Druidenhain, so überkommt einen das Gefühl unvorstellbarer Ruhe und vollkommener Erdung. Mächtige, dicke Baumwurzeln, die ihre Arme um die Felsblöcke auszubreiten und sie zu beschützen scheinen sowie hohe Bäume sorgen für eine großartige beruhigende Atmosphäre. An diesem Kraftort mag man sich gerne vorstellen, wie Kobolde und Elfen im Morgengrauen wilde Partys feiern, so märchenhaft wirkt die Szenerie um die teilweise beträchtlichen Ausmaßes umfassenden Felsblöcke und die mächtigen Bäume und Baumwurzeln rundherum.

Die Felsformationen wirken zusammen mit den Baumwurzeln als Einheit, wie eigenständige Lebensformen, ganz so, als ob man sie zum Leben erwecken könnte. Wenn man so durch die Felsblöcke schlendert könnte man sich auch gut vorstellen, sich am Meeresboden zu befinden, in einem Meer, in dem sich kein Wasser mehr befindet, so korallenriffähnlich sind die Jurafelsen, die mehr als 2 Millionen Jahre alt sind.

Keltische Kultstätte?Druidenhain2

Anfang des 20. Jahrhunderts kam der damalige Bürgermeister Georg Richter der Gemeinde Wohlmannsgesees, zu dessen Gebiet der Druidenhain gehört, durch seine Forschungen zu dem Schluss, dass es bei den Felsanordnungen um eine vorgeschichtliche Kult- und Sonnenbeobachtungsstätte handelt. Es gibt auch Mutmaßungen, dass der Kraftort Druidenhain  Reste von Kultanlagen aus der Megalithzeit sind. Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Nürnberg-Erlangen konnten nicht belegen, dass die Felsformationen etwa von Menschenhand in ihre jetzige Positionen bewegt und/oder als Kultstätte genutzt wurden. In den Gemeindeakten von Wohlmannsgesees, datiert aus dem Jahre 1863, ist wiederum zu lesen, dass die geometrische Anordnung der Felsblöcke und die zuweilen zu beobachtenden Strudellöcher bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die Vermutung aufkommen ließen, dass dort in heidnischen Zeiten Opfer gebracht wurden.

Eingang zur Unterwelt

Druidenhain4

Die Einheimischen gaben den Felsgebilden Namen wie Opferstein, Wächter, Taufstein, Altar, Grab, Mondkalender oder „Eingang zur Unterwelt“. Das Unerklärliche und das Mystische beflügelt die Fantasie der Menschen und so lebt auch der Druidenhain von den Menschen, die ihn aufsuchen, ihn ehren und sich mit ihm verbinden. Dadurch entsteht diese Energie, die alle verbindet und einen Kraftort entstehen lässt wie den Druidenhain, dem fränkischen Stonehenge.

Genauer Standort
Google-Maps: 49.786293,11.260557
Druidenhain Das fränkische Stonehenge

Copyright Text & Bilder: Alex Miller / www.gehvoran.com

2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumos sagt:

    Ich habe einen interessanten Artikel über Kraftplätze gefunden. Es wird dort beschrieben, wie man Kraftorte erkennt und ob der Kraftplatz mit der eigenen Energie in Harmonie steht. Das ist nicht immer der Fall. Im Grunde kann alles in der Natur ein „Kraftplatz“ werden, das Meer, Bäume, Seen, Quellen usw.

    Hier ein Auszug aus dem unten genannten Link:

    „…..In keinem Fall sollten sie ( die Kraftorte) als seelischer Schuttabladeplatz mißbraucht werden. Wenn Sie emotionale Probleme haben, gehen Sie lieber in den Wald und legen sich auf den Waldboden. Auch Bäume können ausgleichenden Trost spenden. Wenn Sie einen Rat suchen oder eine Frage haben, wenden Sie sich an einen großen Baum, der Sie anzieht. Versuchen Sie einen Dialog.
    Es liegt an Ihnen, Ihrer Stimmung und Ihren Bedürfnissen, ob Sie sich mehr zu einem offenen oder geschlossenen, einem natürlichen oder bebauten, einem christlichen oder vorchristlichen Platz hingezogen fühlen, ob Sie einen Berg oder eine Höhle, luftige oder erdige Energien brauchen. Berge haben eher Yang-Qualität, männlich, und sind geeignet, wenn man Klarheit und Überblick sucht. Wasser in Form von Seen, Flüssen oder Quellen ist yin, also weiblich betont und gut, um in Kontakt mit seinen Gefühlen und der Intuition zu kommen.
    Verstehen Sie mich jedoch bitte mit dieser Einführung nicht falsch. Orte der Kraft sind nicht dazu da, um nur etwas zu bekommen, aufzutanken oder Heilung zu erhalten. Orte der Kraft spenden Energie, man kann sie empfangen, aber nicht verlangen oder erwarten. Wichtig ist der Austausch, und dazu gehören das Geben, das Einfühlen, das Hinhören, das Fragen und das Bitten. In diesem Prozeß des Lauschens und der Hingabe entwickeln sich Eingebungen, kommen Ideen oder Gedankenblitze, erwacht die Intuition, strahlt das Herz, wächst die Seele und die Aura……..“

    http://www.kraftort.org/

    Das Bild des Druidenhains aus dem Artikel hat schon etwas Gewaltiges, Anziehendes für mich, obwohl ich noch nie dort war, doch irgendwie spüre ich die Energie ganz deutlich.

    Liebe Grüße von Lumos

  2. 2
    Alex sagt:

    Liebe Lumos,
    danke für die Ausführungen. Es ist, wie überall im Leben wichtig, den Austausch von Energie zu verstehen. Man kann nicht nur nehmen, man muss in gleichem Masse auch geben, aber nicht mit der Erwartung, etwas dafür zurück zu bekommen. Wenn ich einen Kraftort besuche, verbinde ich mich mit der Energie, vielleicht kann dieser Ort auch etwas von meiner Energie gebrauchen, es fliesst zu mir zurück. Wir geben und wir nehmen uns von Mutter Erde, sodass im besten Fall ein Gleichgewicht hergestellt wird. Ungleichgewicht und Disharmonie führt zu Angst, Depression und Krankheit schlussendlich.

    Liebe Grüße
    Alex

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