Energie-Vampire

09 Jan 2014 Von Kommentare: 7 Energiearbeit, Spiritualität

Energievampire

Es gibt diese Menschen, da kann man keine Minute zuhören, ohne dass man plötzlich müde wird, immer mehr an Energie verliert, auf die Uhr schaut, flüchten möchte, man zu gähnen beginnt und dies beschämend unterdrückt. Und wenn sie dann weg ist, diese Person, fühlt man sich einfach erschöpft und ausgelaugt und fragt sich, wohin denn die Energie, die man vorher noch hatte, ist. Man sucht dann den Fehler bei sich, vermutet gar eine Krankheit hinter der Müdigkeit, das mildeste ist noch die Annahme der Frühjahresmüdigkeit. Es gibt diese Menschen, da könnte man stundenlang zuhören wenn sie erzählen. Die Sonne lacht, wenn sie den Raum betreten und man fühlt sich in deren Anwesenheit voller Energie. Es herrscht ein Energieaustausch im Sinne von ‚Geben und Nehmen‘, man ist miteinander ausgeglichen. Die Zeit gleitet dahin und wenn die Person weg ist, fühlt man sich glücklich und freut sich bereits auf das nächste Treffen.

Sind Ihnen diese beiden Menschentypen bekannt?
Graf Dracula lässt grüssen. Sie lachen nun vielleicht und denken bei sich, was sie denn nun wieder für eine Thematik aufgreift. Graf Dracula, der lebt doch gar nicht mehr. Lebte er denn überhaupt jemals?

Er lebt! Mitten unter uns! Oh ja!

Auch heute noch. Aber es handelt sich nicht um den bekannten Blutsauger Graf Dracula, welcher sich mit zwei spitzen Eckzähnen in Ihren Hals bohrt und Ihnen den Lebenssaft entzieht. Es handelt sich um Menschen, wie Sie und ich. Ganz gewöhnliche Exemplare, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen. Und ja, ok, sie saugen kein Blut, aber sie entziehen Ihnen Lebenskraft. Energie. Möglich ist daher, dass das Blut bei der Figur Graf Dracula eher symbolisch gewertet werden muss, da Blut – wenn wundert‘s – im psychologischen Sinne für Lebenskraft steht. Also war der Graf Dracula doch nicht so blöd und unwahr. War da die Geschichte uns im Wissen einmal mehr wieder voraus?

Sie denken immer noch, Energievampire gibt es nicht?
Nun ja, ich sage, die gibt es sehr wohl. Vermutlich sogar in Ihrer Familie, unter Ihren Freunden oder Ihren Vorgesetzten, Ihren Kollegen. Sehr, sehr verbreitet sogar und praktisch jeder von uns war auch schon mal ein solcher. Kann mal vorkommen. Ist man aber offen, bemerkt man, wenn es dem Gegenüber zu viel wird und ändert sein Verhalten, indem man sich reflektiert, sein Verhalten hinterfragt. Aber ich spreche von den Unbelehrbaren, solche, welche die Energie der anderen für ihr Leben brauchen um selbst zu überleben.

Es gibt ganz viele verschiedene Vampir-Typen. Ich zähle mal einige auf:

Macht-Vampir: Der zielstrebige Chef, der nur Leistung, Leistung, Leistung will, sofort, unmittelbar, Ihnen Aktenberge auf den Tisch knallt und alles am liebesten sofort erledigt haben möchte. Und es interessiert ihn nicht, ob Sie am Abend Tickets für die Oper haben! Oh nein.

Der Tratschtanten-Vampir: Er hält Sie im Treppenhaus auf und wenn Sie Pech haben, laufen Sie ihm voll in die Fänge. Er quasselt Sie quasi voll bis zum Abwinken und Sie wissen irgendwie nicht, wie Sie sich losreissen können, ohne unhöflich zu werden.

EnergieräuberDer Opfer-Vampir (am weitesten verbreitet): Alles ist schlecht, die Welt ist unfair, er hat immer Pech, alle sind so grausam. Wenn er könnte, würde er etwas ändern, aber er kann nicht. Sie, als mitfühlender und herzensguter Mensch lassen sich erweichen, haben ein offenes Ohr, und dies immer und immer wieder, geben Tipps, bieten Hilfestellung. Am nächsten Tag, die gleiche Leier. In 10 Jahren, die gleiche Leier. Er wird sich nie ändern. Behalten Sie die Energie lieber für sich. Er will Ihre Hilfe nicht, er will nur Jammern und Ihre Energie. Sie fühlen sich danach so richtig ausgelaugt!

Der immer kranke Vampir: Sie kennen jedes Detail seiner Erkrankung, und er blüht auf, wenn Sie ihm zuhören, ihn bemitleiden, auch am Stammtisch erzählt er davon und er freut sich, wenn Sie seine Krankenschwester spielen.

Warum tut er das? Und wieso bei Ihnen?

Ein Vampir sucht sich bewusst seine Opfer aus. Und wer sind die Opfer? Es sind meist sehr herzensoffene Menschen, die gerne helfen, immer für andere da sind, sich selbst an die zweite Stelle setzen. Wenn Sie angezapft werden mit den langen, fetten Tentakeln, welche sich einfach schnell und flink in Ihren Energietopf schmeissen, ja dann……

– Lernen Sie ‚Nein‘ zu sagen
– Setzen Sie klare Grenzen
– Bieten Sie keine Energietankstelle mehr an
– Wachsen Sie daran
– Sehen Sie es als Chance, an Ihrem Selbstbewusstsein zu arbeiten
– Arbeiten Sie an Ihrem Energiehaushalt, stabilisieren, stärken und schützen Sie ihn

Wenn Sie das erreicht haben, sind Sie daran gewachsen und ziehen auch keine Vampire mehr an. Und nun fällt Ihnen vielleicht etwas auf: Sie dürfen dem Vampir dankbar sein. Er kam in Ihr Leben, damit Sie etwas lernen dürfen. Denn nichts geschieht unbegründet, keine Person kommt unbegründet in Ihr Leben. Nie.

P.S.: Bei Graf Dracula würden helfen, sofern Sie ihn doch noch persönlich antreffen: Knoblauch, Kreuz, Sonnenlicht. ;-)) … dies einfach so nebenbei erwähnt…. 🙂 Viel Glück.

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden. (Dalai Lama)

Bilder: Fotolia.de

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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumos sagt:

    Ohja, ich kenne auch Energieräuber, sie reden und reden und reden…., oder versuchen auf andere Weise die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn sie ihre seelischen Probleme dann abgeladen haben, geht es ihnen gut , aber der andere fühlt sich geschwächt und elend. Zum Glück treten die Energieräuber bei mir nicht in der Familie auf, da ist es bestimmt schwerer, ihnen zu entkommen. Bei Außenstehenden ist mein erster Impuls immer, das Weite zu suchen und den Kontakt mit diesem Menschen abzubrechen. Leider ist das nicht immer möglich.

    Dass ein „Vampir“ sich BEWUSST seine Opfer aussucht, glaube ich allerdings nicht. Das Ganze wird sicher eher unbewusst vonstatten gehen.

    Aber wie die Autorin schon schreibt, ist auch die Begegnung mit einem Energieräuber ein „Geschenk“, denn die eigene, meist emotionsgeladene Reaktion zeigt ja auf, dass ich mich nicht richtig in meiner eigenen Mitte befinde. Der andere kann immer nur so viel Macht über mich haben, wie ich es zulasse.
    Eine Möglichkeit, mit solchen Menschen umzugehen wäre, Grenzen zu setzen, aber sie zu bestärken, wenn sie ihre ausgeglichenen, friedlichen Anteile zeigen, die sie ja ganz sicher auch besitzen.
    Auch das eigene Selbstwertgefühl spielt eine Rolle, inwiefern spiegelt der Energieräuber die Gefühle wider, die ich mir selbst gegenüber empfinde?

    Doch bei aller Selbstreflektion und im Wissen, dass ich alle meine Gefühle selbst wähle, denke ich aber auch, dass es nötig ist, ein liebevolles, aber klares NEIN zu Energievampiren zu sagen. Das hat einfach etwas mit Selbstachtung zu tun , denn auch die eigenen Empfindungen und Bedürfnisse sind wichtig und negativen Schwingungen muss man sich nicht aussetzen.

    Liebe Grüße von Lumos

  2. 2
    Silvia sagt:

    Liebe Lumos
    Herzlichen Dank für deine interessante Sichtweise. Stimme dir absolut zu. Für mich persönlich immer ein ‚Gradmesser‘ für meinen emotionalen Zustand, inwieweit ich mich selbst von Energieräubern aussaugen lasse. Oft merke ich auch noch, wie schwer es mir fällt, Grenzen zu setzen. Aber auch da: es dankbar als Lernaufgabe annehmen, es das nächste mal besser machen, vorher Grenzen setzen, abblocken, auf liebevolle aber bestimmte Art und Weise. Ja, man könnte meinen, sie suchen ihre Opfer nicht bewusst aus – auf Verstandesebene ist es ihnen vermutlich wirklich nicht bewusst. Aber vielleicht tun es die Seelen untereinander bewusster…ich kann nur so eine Erklärung dafür finden, wieso sie genau im rechten Moment kommen und Energie abzapfen, wenn das Opfer eben genau da etwas zu lernen hat. Ich denke sogar, dass durch das liebevolle Grenzen setzen, der andere auch daran wachsen kann. Wachstum findet meist erst statt, wenn etwas anders ist, ungewohnt, zerbricht. Wenn ich also dem ‚Vampir‘ keine Nahrung mehr gebe, hinterfragt er dies vielleicht auf Dauer mal.
    Liebe Grüsse Silvia

  3. 3
    Angela1 sagt:

    Oh ja, —- den ersten Satz von Lumos kann ich auch vollstens bestätigen……….
    wunderbarer Artikel von Silvia………
    es ist wirklich oft der Fall, dass auch „wir“ die wir wissen, dass da Energieräuber am Werke sind, es manchmal einfach zu „spät“ erkennen……….da heisst’s dann aber pronto „dicht machen“ – ganz freundlich, ganz höflich aber deutlich. Ich sag‘ dann meinem Gegenüber schon mal, — weisst was, heut‘ gehst mir über meine „energetischen Kräfte“, wir können uns übers Wetter unterhalten………….Das produziere ich mit einem Lachen, welches mir nicht schwer fällt, denn meist gibt mir das betretene Gesicht des Gegenüber schon den Grund dazu und oft entwickelt sich dann wirklich ein entspannendes geben-nehmendes Gespräch dabei, wo ich dann auch aufkläre, warum ich so reagiert habe.

    Alles Liebe
    Angela

  4. 4
    Lumos sagt:

    @ Angela 1

    Zitat: „… weisst was, heut’ gehst mir über meine “energetischen Kräfte”, wir können uns übers Wetter unterhalten………….Das produziere ich mit einem Lachen…“

    Tolle Idee, werde ich mal ausprobieren !
    Und – wie das Leben so spielt, gerade heute bekam ich einen Anruf nach 2 Jahren ! 1 Stunde Gerede über das eigene Befinden, die eigenen Erlebnisse, die eigenen (kleinen) Probleme vom Hundertsten ins Tausendste…….
    Keine einzige Frage, wie es uns so geht oder in der langen Zeit ergangen ist ……..Keine…
    Aufgrund des Artikels musste ich wirklich schmunzeln…. So passend….
    Jedenfalls habe ich dann wahrheitsgemäß gesagt, dass ich nicht mehr fähig wäre, meinen Arm hochzuhalten, haha …. Dann war zum Glück Schluss.
    Wie geht Ihr mit endlos langen Telefonaten um, falls sie Euch begegnen?
    Liebe Grüße von Lumos

  5. 5
    Silvia sagt:

    Liebe Angela1, liebe Lumos
    Tolle Inputs, tolle Geschichten, danke. Ja, Lumos, du hast da wohl den Klassiker unter den Vamipren erlebt. Kenne ich auch. Aber seit ich umgezogen bin und meine Telefonnummer geändert habe, habe ich diesen Vampir los. War wohl etwas die ‚faule‘ Art Grenzen zu setzen. Naja, ich arbeite daran. Ansonsten versuche ich möglichst wenig Telefonate zu führen. Und wenn dann doch mal der Akku meines Telefons und mir zu Ende geht, versuche ich ehrlich zu sein. Aber das ist echt nicht einfach 🙂
    Schönen, entspannten Abend
    Liebe Grüsse, Silvia

  6. 6
    Van Helsing sagt:

    wären sie oft nicht so überaus charmant, sexy, selbstbewusst wirkend, diese Energie-Vampire, oder so süß verloren in ihrer Looser-Rolle

    Was ihr auch ihr macht. Es gibt keine Möglichkeit mit einem Vampir umzugehen, oder zu leben. Höchstens vernichten, oder töten, oder ausrotten. Oder radikale Abgrenzung in dem man solche Leute erst gar nicht kennt.. Ihr könnt noch so viel Liebe und Licht schenken, doch ihr bleibt ein Opfer für seinen solchen Räuber, besonders in Beziehungen..

    Ein Vampir ist eine eigenständige energetische Lebensform, die sehr stark einem Menschen ähnlich, doch in einer Reihe von Dingen eben nicht nur ein Mensch ist, sondern ein Energie-Sauger, der einfach nicht anders kann. Es ist seine geistige Natur das zu tun. So wie wir Nahrung über den Mund zu uns nehmen, nimmt ein Sauger Nahrung über die Energien anderen zu sich, um zu überleben, und um sein Ego überleben zu lassen.

    Psychologisch gesehen verbergen sich Energie-Sauger recht oft in narzisstischen oder psychopathischen Persönlichkeitsstörungen, also Menschen, die oft überaus stark, sexy, machtorientiert, charmant, und vor allen anziehend wirken, auch wenn sich das keiner erklären kann, selbst wenn sie brutal und gemein und assozial sich verhalten..

    ich als Van Helsing sage, Töten ist die einzige Möglichkeit, rotten wir die Vampir-Systeme weltweit vollständig aus, die inzwischen stark mit den Kräften arbeiten, die die Menschheit unterdrückt und ausnutzt und manipuliert, was ich in echt niemals sagen würde

    und zu Graf Dracula, ja, wenn dieser Mythos nicht so dunkel und romantisch und sexy wäre. doch einem echten Graf Dracul ständen wohl fast alle machtlos gegenüber..

    Für einen Energie-Sauger bleiben alle anderen Menschen nur eins: Nahrung, Energie, denn Blut ist Leben also auch Energie

  7. 7
    Sabine sagt:

    Ja das kenne ich gut, vor allem die negativen Beriche von Bekannten, Verwandten, wonach man sich ausgelaugt und traurig fühlt. Man sollte den Mut aufbringen Menschen aus seinem Leben zu verbannen die einen nicht gut tun, auch wenn sie es noch so gut meinen.

    Zum Dalai Lama (wegen dem letzten Satz im Beitrag) habe ich einen interessanten clip von Christian Anders. Es ist auch nicht alles Gold, was mit scheinbar sinnigen Sprüchen daherkommt: https://www.youtube.com/watch?v=QI8B0E7t_VU

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