Die nächste Revolution

09 Feb 2014 Von Kommentare: 20 Medien, Spirituelle Literatur

Liebe Radikal Veit Lindau

Mal ganz ehrlich: Wenn wir uns die täglichen Nachrichten reinziehen, den wenig originellen Beziehungsdramen unserer Freunde lauschen, und vor allem das Schneckentempo realisieren, in dem unser eigener Lernprozess vorangeht – haben wir dann nicht allen Grund, das Evolutions-Experiment namens Mensch infrage zu stellen? Liegt es da nicht nahe zu schlussfolgern: „Irgendetwas läuft hier gewaltig schief! Der Mensch checkt es einfach nicht.“ Dabei sind wir doch ohne Zweifel auf verschiedenen Ebenen eine sehr intelligente und kreative Spezies! Wir haben die Erde mit unseren Maschinen erobert, wir verfügen über hocheffiziente Technologien, die Wissenschaft boomt.

Wir können so viel, doch ohne die Liebe können wir nichts.

Im Jahr 200 vor Christus, umfasste die weltbekannte Bibliothek von Alexandria ca. 700.000 Buchrollen. Heute, rund 2.200 Jahre später, hat die größte Büchersammlung der Welt, die Kongressbibliothek in Washington, mehr als 112 Millionen Büchern, verteilt auf Regalbrettern von 857 Kilometer Länge. Zwischen 1800 und 1900 hat sich das Wissen der Menschheit verdoppelt. Zwischen 1900 und 2000 verzehnfacht. Alle vier Minuten gibt es heute eine neue medizinische Erkenntnis, alle drei Minuten wird ein neuer physikalischer Zusammenhang gefunden, jede Minute eine neue chemische Formel.

Wir wissen so viel, doch ohne die Liebe wissen wir nichts.

Wir sind physisch so reich wie nie zuvor. Doch wie sieht es in unseren geistigen und seelischen Schatzkammern aus? Wie steht es um unsere Beziehungen, um Nähe, Humor, Freude, Tiefe und Wahrhaftigkeit? Im Zeitalter der globalen Vernetzung sind viele Menschen einsamer denn je. Wir starren auf unsere Bildschirme, kommunizieren per E-Mail, Facebook oder Smartphone, doch unsere Fähigkeit, echte, fühlende, langfristig erfüllende Kontakte aufzubauen, verkümmert. Im Zeitalter des materiellen Überflusses verhungern täglich 43.000 Kinder, für die genug zu essen da wäre. Warum? Welcher Knoten in unserem Kopf verhindert, dass wir erkennen, wie einfach und schön Teilen sein kann?

Warum wissen wir so viel über die ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge auf unserem Planeten und ändern dennoch so wenig an all diesen Missständen? So viel hat sich rasant entwickelt und trotzdem stehen wir so nah am Abgrund des menschlichen Experiments wie nie zuvor.

Ich schreibe das nicht, um dich traurig zu stimmen. Ich schreibe es, um dich zu einer wunderschönen und mächtigen Idee verführen.

Warum tun wir als Einzelne denn meistens so wenig? Weil wir den Zusammenhang zwischen unserem winzigen Leben und dem Treiben der großen Welt nicht erkennen. Weil wir nicht spüren, dass wir wirklich wichtig sind. Doch du bist es, du bist verdammt wichtig!

Das, was heute in deinen Beziehungen geschieht, hat sehr wohl einen Einfluss auf das Ganze. Die Krisenherde dieser Welt existieren nicht losgekoppelt von dir. Der Moment, in dem du heute einen anderen Menschen verurteilst und abweist, ist der kleine Funke, der irgendwo da draußen das Feuer für den nächsten Krieg entzündet. Auch wenn wir es oft nicht fühlen: Wir sind alle miteinander verbunden.

Jeder einzelne von uns ist das Grenzland, in dem zwischen Krieg und Frieden, Angst und Liebe, Kleingeist oder Großherzigkeit entschieden wird. Unsere Taten mögen winzigen Kieselsteinen gleichen, die in einem riesigen Meer versinken. Doch jede einzelne löst eine kleine Welle von Wirkungen aus, die den ganzen Ozean des Lebens beeinflussen. Die Frau, die du heute Morgen mit einem aufrichtigen Kompliment verzauberst, ist vielleicht den ganzen Tag freundlicher zu ihren Angestellten. Diese gehen zufriedener nach Hause und begegnen ihren Kindern liebevoller. Der Mensch, dem du heute dein Gehör schenkst, fasst wieder neue Hoffnung und bringt sich nicht um. Niemand weiß, wie wichtig er in Wahrheit für das große Ganze ist.

In den letzten Jahrzehnten war viel die Rede von Computer-Revolutionen, Internet- Revolutionen oder Revolutionen in der Kriegsführung. Um die Herausforderungen unserer Zeit zu lösen, braucht es eine neue Revolution – eine sanfte, tiefgreifende Revolution unseres Geistes im Namen der Liebe.

Wir haben unser zwischenmenschliches Potential noch nicht im Ansatz verwirklicht; wir sind nicht fertig entwickelt. Eine entscheidende Antwort auf die individuellen und globalen Herausforderungen der heutigen Zeit liegt in der Evolution unserer Liebesfähigkeit.

So eine Revolution muss bodenständig, mit schonungsloser Ehrlichkeit beginnen: Wo missbrauchen wir dieses kostbare Wort Liebe für etwas, was damit überhaupt nichts zu tun hat? Was ist Liebe wirklich? Was bleibt davon übrig, wenn wir unsere Beziehungen nicht durch die romantische Lust- oder die esoterische Weichspülbrille sehen? Wie weit sind wir als soziale Wesen tatsächlich entwickelt und wo machen wir uns gnadenlos etwas vor? Basieren unsere individuellen Ansprüche wirklich alle auf dem Drang nach Freiheit, oder haben wir oft einfach nur Angst, uns echt einzulassen?

Eine Revolution des Geistes im Namen der Liebe bedeutet, erst einmal stehenzubleiben und hinzuschauen. Auch wenn das, was wir sehen, an manchen Stellen wehtut. Wir müssten unseren zwischenmenschlichen Beziehungen mehr Raum für Ehrlichkeit und Tiefe schenken, so dass sich alles zeigen darf – das Tier, der Mensch und das Transzendente in uns.

Verliebtes Pärchen am StrandEine Revolution des Geistes im Namen der Liebe bedeutet, dass jeder endlich die volle schöpferische Verantwortung für die Qualität seiner Beziehungen übernimmt. Dass du aus jeder Opferrolle herauswächst und erkennst, dass du viel, viel mächtiger bist, als du bisher dachtest.

Schau dich um. Wie viele wirklich gut funktionierende UND lebendige Beziehungen kennst du, die du als inspirierende Vorbilder in Sachen gelebter Liebe bezeichnen würdest?

Bist du selbst ein inspirierendes Vorbild?
Bist du ein Mensch, mit dem du gern dein Leben verbringen würdest?
Bist du offen für lebendige Beziehungen und so richtig attraktiv? Damit meine ich nicht deine körperliche Schönheit, die ist relativ.
Ich meine: Bist du anziehend für das Leben?
Strahlst du aus, dass man in deiner Nähe gestärkt wird, sich entwickeln kann und viel Freude erfährt?
Bist du ein aktiver, kreativer Teil der Lösung?
… oder (noch) einer derjenigen, die es vorziehen, schmollend am Rand zu stehen und zu meckern?

Eine Revolution des Geistes im Namen der Liebe bedeutet, dich für die erstaunliche Tatsache zu öffnen, dass du, ob du willst oder nicht, eine Beziehung zu jedem Wesen auf diesem Planeten hast und dass du die Qualität dieser Beziehung gestalten kannst.

Eine Revolution des Geistes im Namen der Liebe bedeutet, dich für die Möglichkeit zu öffnen, dass du frei wählen kannst.

Zwischen Enge und Großzügigkeit,
Urteil und Offenheit,
Wegrennen/Dichtmachen/Angreifen oder
Stehenbleiben/Fühlen/Dich einlassen.

Du kannst dir und uns das nicht für ein ganzes Leben versprechen. Doch du kannst dich in jedem Augenblick und immer wieder neu dazu entscheiden.

Letztendlich gibt es nur eine Wahl: die zwischen Angst und Liebe.

Wie oft du diese Wahl treffen musst?
Tausend Mal und mehr.
Bis zum letzten Atemzug.
Immer wieder.
Immer konsequenter.
Immer radikaler.
Bis du nur noch Liebe bist.

Dieses Buch handelt von der Macht und der Freude dieser Wahl. Ich möchte dich dazu verführen, dich dort, wo du heute lebst, mehr einzulassen. Entzünde eine ehrliche, lebendige, sanfte, wilde, ernsthafte und verspielte Revolution in deinen Beziehungen.

Lebendige, liebevolle Beziehungen sind dein Geburtsrecht.
Deine Beziehungen sind ein Geschenk des Lebens an dich.
Sie sind DIE Möglichkeit, herauszufinden, wozu du fähig bist.

Das Leben hat das Medium Beziehung erschaffen,
damit wir uns die Hand reichen können.
Wir können uns schwächen, verletzen, sogar zerstören.
Doch wir können uns auch gemeinsam erheben.

Menschen sind nicht perfekt.
Aber du kannst ihre natürliche Vollkommenheit entdecken,
wenn du dich wirklich auf sie einlässt.
Sie werden dir ihre Schätze anvertrauen.
Sie werden dich wieder und wieder staunen lassen.
Sie werden dich heilen, inspirieren und lieben,
wenn du dich wirklich auf sie einlässt.

Du erschaffst mich.
Ich erschaffe dich.
Wir erschaffen uns.

Liebe ist die Antwort.

(Auszug aus „Liebe Radikal“, Erscheinungsdatum 21.März 2014)

Hier kannst du dir eine kostenlose Leseprobe vorbestellen: www.liebe-radikal.de

Bilder: Fotolia.de (Hintergrund Buch) + Buchcover Liebe radikal (Beitragsbild), Fotolia.de (Bild Unten „Paar am Strand“)

20 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    einfachnursein sagt:

    M.M.n ist dieser Artikel ein Ansatz mit gewisser Bandbreite ohne Tiefang .“Liebe-radikal!“…autsch!

  2. 2
    Frosch sagt:

    „…….das Tier, der Mensch und das Transzendente in uns…….“
    Genau. Jede Seite in uns hat eine Daseinsberechtigung, macht uns erst zum vollkommenen Menschen – wenn es diesen überhaupt gibt und wenn es dieses Ideal überhaupt zu erreichen gilt…
    Es lässt uns in unsere Abgründe blicken und uns in die Höhe schauen…die höchste Höhe ist lediglich so hoch, weil wir die tiefste Tiefe kennen….verleugnen wird eine Seite, wird die andere ohne Tiefgang sein….Liebe kann durchaus radikal sein…ja.

  3. 3
    George sagt:

    Der Verstand ist für die Wirklichkeit so gut wie ein Kompass oder `ne Uhr im Weltall.
    Der Verstand findet überflüssig die Liebe , da sie unlogisch ist – das Herz überflüssigt aber die Logik, da sie nicht in der Liebe befestigt ist.

    Der Verstand kann nur analysieren, kalkulieren, memorieren, wiedergeben und wählen- doch nur die logischen Daten einer holographischen Existenz. Er kann aber nie die Essenz dieser ausfindig machen, obwohl mittendrin wohnt. Er sucht nur Vielfalt und Form – etwas anderes als ZUSTAND ist ihm fremd.Und eben dies ist Die Wirklichkeit.

    Das einzige Tor zur Wirklichkeit ist das Herz. Nur der Torschloss besteht aus verzinktem Verstand.

  4. 4
    George sagt:

    Die einzige Revolution, die notwendig ist die des Herzend, das den Verstand ersetzen sollte.

    Alles andere nur illusorische Gewalt- Nebensächlichkeiten .

  5. 5
    Frosch sagt:

    Ich denke – und somit mein Verstand gerade, George – dass der Autor auf etwas anderes hinaus will. Wir sind zu monoton funktionierenden Gestalten verkommen. Wir spüren nichts mehr. Und dadurch, dass wir nichts mehr spüren, sind wir verschlossen für all das, was um uns herum passiert. Kriege, Armut, ja das ganze Ungleichgewicht – wir sehen es nicht. Vielleicht ist es ein Schutz, dass wir uns isolieren, uns abschirmen, damit wir uns schützen können vor all diesen Dingen. Aber wir verlieren dabei unser eigenes Leben. Wir sterben langsam vor uns hin….. Daher, Liebe Radikal. Wir müssen uns selbst aktivieren, wachrütteln, wieder voll am Leben teilnehmen, damit wir aus dem Dauerschlaf aufwachen und wieder sehen und fühlen können. Nur ein aktivierter Mensch ist in der Lage, das Leben frontal zu erfahren, sich wieder zu öffnen, mitfühlend zu sein und somit zu handeln….

  6. 6
    George sagt:

    Will natürlich heißen:

    die einzige Revolution, die notwendig ist, ist die des Herzens, das den Verstand ersetzen sollte.

    Alles andere nur illusorische Gewalt-Nebensächlichkeit.

    Danke,

  7. 7
    George sagt:

    Jawohl, Frosch.

    Monotonie entsteht aus wiederholtem oder ununterbrochenem Verweilen in Nebensächlichkeiten , in Oberflächlichkeiten.
    Und das ist nur die Welt der unbewussten Gedanken, die nicht unter Kontrolle gebracht werden.

    Erst wenn das Herz den Verstand lenkt, gibt´s bewusste Kontrolle der Gedankenwellen, die als bewusstes und kontrolliertes Leben zu erfahren, zu erleben wird.

  8. 8
    Frosch sagt:

    George, du siehst das vollkommen richtig. Das Herz ist der Schlüssel. Nur, wir müssen vielleicht an der Basis beginnen, vielleicht erklären, wie der Mensch es schafft, das Schloss zur Herzenstür zu knacken. Und dies geht primär durch aufrütteln. Der Verstand aber darf nicht zu arg verteufelt werden, denn er dient uns als Werkzeug. Nur müssen wir wieder lernen, wann wir das Werkzeug gebrauchen sollen und wann wir es wieder getrost weglegen dürfen. Herz und Verstand können tolle Partner sein, indem sie sich vereinigen und zusammen zur Herzensweisheit werden.

  9. 9
    George sagt:

    Danke lieber Frosch.
    ich sehe ja, du hüpfst bereits frei umher.

    Wenn der Verstand ins Herz absteigt, steigt man als Wesen auf.
    Wenn aber das Herz im Verstand aufsteigt, steigt man als Wesen ab.

    Das ist das, was gelernt werden sollte. Das ist die Lektion der Freiheit.

  10. 10
    George sagt:

    Der Verstand hat nur Fragen, während das Herz ist die Antwort.

  11. 11
    Frosch sagt:

    Und wenn man im Herzen ist – bedarf es keiner Worte mehr…..

  12. 12
    George sagt:

    Für den Verstand schon .Und nur für ihn.

    Doch weil Individuen auf Erden nur mittels Worte verständigen können- und auch manchmal sich gegenseitig doch missverstehen- , sind Worte noch unverzichtbar.

    Gruss, G.

  13. 13
    Steffen sagt:

    Ich hab neulich eine tolle Frage und eine geniale Antwort gelesen.

    Die Frage war: wonach soll ich entscheiden, nach dem verstand oder nach dem Herz?

    Die Antwort war: Nach dem verstand – er geht Kompromisse ein, das Herz nicht!

    Für mich heisst das: Entscheide nach dem Herzen, denn jeder Kompromiss ist eine Lüge!
    Jeder der die Gnade erfahren hat eine Beziehung der erwartungslosen Liebe zu erfahren, weis wovon ich rede! Ich gehe davon aus, dass dies nicht all zu viele sind.

    Diese erwatungslose Liebe erstreckt sich nicht nur auf unsere Beziehung, sondern auch auf unser Umfeld, auch wenn sich dort eine andere Gedankenwelt auftut. Wir verurteilen nicht – stellen nur fest, dass wir gewisse Denkstrukturen nicht nachvollziehen können.

  14. 14
    George sagt:

    Ganz genau, Steffen.

    Der Verstand irrt oft, das Herz nie.
    Was am Anfang ohne Logik und chancenlos für den Verstand scheint, erweist sich für den Herzfolger als Erfolg.
    Ich schreibe dies aus eigener Erfahrung .

  15. 15
    Lumina sagt:

    Hier ein paar Hinweise, was es im praktischen Leben BEDEUTET, mit dem Herzen zu denken.
    „Ich wünschte mir von Herzen,
    wir würden weniger mit dem Kopf denken und mehr mit dem Herzen,
    wir würden weniger mit den Augen sehen und mehr mit dem Herzen.

    Der Kopf denkt: „Wie kann ich den Tag nutzen?“
    Das Herz denkt: „Gibt es heute einen Menschen, der sich über eine Stunde meiner Zeit freuen würde?“
    Der Kopf denkt: „Hoffentlich finde ich Zeit für alle meine Termine.“
    Das Herz denkt: „Ich freue mich auf die Stunden der Muße und der Ruhe.“
    Der Kopf denkt: „Zuhause möchte ich meine Ruhe haben.“
    Das Herz denkt: „Wie es wohl meiner Frau/meinem Mann heute ergangen ist?“
    Der Kopf denkt: „Mein Sohn, Du tust das, was ich Dir sage.“
    Das Herz denkt: „Mein Sohn, mir ist wichtig, zu erfahren, was Du möchtest!“
    Der Kopf denkt: „Wie kann ich meinen Wohlstand noch mehr vermehren?“
    Das Herz denkt: „Mit wem kann ich das, was ich habe, teilen?“
    Der Kopf denkt: „Ich muss an die Zukunft denken!“
    Das Herz denkt: „Ich genieße den heutigen Tag!“
    Der Kopf denkt: „Ich muss mich noch mehr anstrengen, damit ich meine Ziele erreiche!“
    Das Herz denkt: „Ich habe Ziele, aber ich bin auch dankbar für das bisher schon Erreichte!“
    Der Kopf denkt: „Die wichtigste Person bin ich!“
    Das Herz denkt: „Die wichtigste Person bist Du!““

    http://de.paperblog.com/mit-dem-herzen-denken-342712/

  16. 16
    George sagt:

    Absolut!

    Wenn man mehr fühlt als denkt, ohne jedoch die Logik zu verbannen, so folgt man dem Herzen.
    Wenn man mehr liebt als denkt, ohne den Verstand auszuradieren, ist man ein Herzensfolger.

  17. 17
    George sagt:

    Derjenige, der sich im Herzen sich verliert, findet sich selbst wahrhaftig , da er sein Selbst findet.
    Derjenige aber, der sich im Verstande verliert, hat sich selbst verloren.

    Quo vadis?

    Seifenblase oder Spielfilm,
    Theaterstück sowie ein Traum,
    Spinnennetz als auch ein Bildschirm,
    Es ist Maya: Zeit und Raum.

    Freuen sich des Lebens alle,
    Nur an sich selbst denkend,
    Der Unwissenheit Spirale
    Dreht sie alle, Augen blendend.
    Glauben sich im Bann der Wahrheit,
    Der Seele aber verachtend,
    Und sie sehnen sich nach Freiheit,
    Aber sind im Schlamme badend.

    Sprechen viel und denken wenig,
    Denken viel und wissen nichts,
    Träumen sie nur von dem Pfennig,
    Wo nun gar in ihrem Herz stinkt`s.

    Aug. `97

    Wegen der Blindheit der Menschen habe ich viel gelacht, aber auch viel geweint.

    Hör´auf dein Herz,sei nur das Herz,
    Da wohnt dein Licht, das kennt nie Schmerz,
    Das Denken nur beruhige,
    Die Sinne du nur bändige,
    So nur wirst du finden das Tor,
    So bleibt draußen all` Staub und Moor.
    Sept. 2013

    Ganz tief, auf`m Grund des Meeres liegt
    Die Perle , welch`aber nur kriegt
    Wer mutig taucht und furchtlos sucht
    Ganz tief, in die Meeresschlucht.

    Die Perle aller Perlen-das bist du.
    DICH finde- und alles Leid verdampft im Nu!
    Der allerhöchste, reinste Diamant,
    Juwel des Lichts, der das Alles fand.

    Juni 2013

    Asamprajnata-Samadhi

    Wo die Gedanken nicht mehr sind,
    Und auch Gefühle tot verwelken,
    Wo Sinn wie Greise oder Kind,
    In der Luft alle verrecken,
    Wo keine Überlegung bläst
    Und das Vorstellungsbild nachlässt,
    Am aller Art Bewegungsrande,
    Am Ende von der Leidensbande,
    Wenn das vermähte Paar Zeit-Raum,
    Person und Welt sieht man wie Schaum,
    Erst dann fängt die Erleuchtung an,
    Und die Wirklichkeit erlebt man.
    Die raue Ohrfeige vom Trug,
    Die man in Unkenntnis ertrug,
    Wird auf der Stelle so zur Segnung:

    MAN FÜHLT SICH GANZES, OHNE TRENNUNG.

    Juli 1997

    .

  18. 18
    George sagt:

    Ich habe gefunden das, wonach man unbewusst und teils bewusst Leben nach dem Leben sucht. Ich habe gefunden den ursprungslosen All-Ursprung, das Als -Alles -in- sich- Wohnende -und – in-Form-Verhüllte .Ich weiß, wer ich bin und schon immer war ,ohne zuvor ein Augenblick das nur zu erahnen. Ich war auch verloren in der Welt der Formen , der Gedanken, der Gefühle.Es ist in der Tat äußerst schwierig, den Ausweg aus dem Labyrinth des Glaubens, der Vorurteile ,geboren aus Traditionen und Gesetzen , materialistischen und auch religiösen Prinzipien, plötzlich zu finden. Es ist wie das plötzliche, unerwartete Auffinden i der prächtigen, heimatlichen Oase mitten der stürmischen Wüste, die auch tagsüber die ständige Halluzination des Fata Morgana hervorruft.

  19. 19
    George sagt:

    Glückseligkeit ist der unermesslich wertvolle Juwel, den man allezeit vergessend in sich rum trägt.

  20. 20
    Celina sagt:

    Die Liebe ~ der Stein der Weisen

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