Lilith und der Alchemist

25 Feb 2014 Von Kommentare: 6 Astrologie, Sonstiges

Mystische Frau

Viele Menschen erlebten die vergangenen Wochen als besonders fordernd. Vieles verlief anders als geplant, Wünsche erfüllten sich nicht, Unerwartetes ereignete sich. Die Muster der Zeit können uns einen Blick hinter die Kulissen gewähren, sie können durchaus erklären, warum wir gerade dies und jenes erleben und sie können uns Hinweise geben, wie wir damit umgehen können. Der 27. Februar 2014 markiert dabei einen markanten Bewusstseinspunkt im Jahr 2014 für jeden Menschen.

Die Lilith-Punkte

Auffallend ist, dass in diesem Jahr die kardinalen Lilithpunkte mit den kardinalen Mond- und Venuspunkten zusammen fallen. So war am 1. Jänner 2014 der Bewusstseinspunkt der Lilith an einem Neumondtag, am 12. Jänner der Emotionspunkt der Lilith ganz nahe beim unteren Konjunktionspunkt der Venus, am 16. Jänner der Höchststand der Lilith am Vollmondtag usw. Das bedeutet, dass Lilith, Mond und Sonne in einer Linie stehen und dadurch eine Spannungslinie entsteht (siehe untenstehende Grafik).

27.2.2014 Lilith

Die Lilith ist der „unsichtbare Zwilling des Mondes“ und spricht auf einer tiefen, unterbewussten Ebene all jene Energien an, die wir in uns selbst tragen und zumeist nicht sehen wollen. Es geht um unsere eigenen Schattenseiten und fordert uns vehement heraus, uns diesen zu stellen. Viele „Lichtarbeiter“ sind es gewohnt, die Welt in „Gut“ und „Böse“ zu unterteilen und den Kampf des „Guten“ gegen das „Böse“ tatkräftig zu unterstützen. Doch genau diese Einstellung führt uns jetzt in eine Sackgasse. Der Kampf gegen das fiktive Böse im Außen ist zumeist ein Kampf gegen den Schatten in uns selbst. Wenn wir uns auf die Stimme der Lilith wirklich einlassen, so wirft sie einige provokante Fragen auf:

Gibt es das „Gute“ und das „Böse“ überhaupt, oder ist das bloß eine Fiktion, mit der wir uns die Komplexität des Lebens zu vereinfachen und zu erklären versuchen? Hat ein tatsächlicher Weltfriede erst dann eine Chance, wenn wir aufhören, gegen das „Böse“ zu kämpfen? Beginnt der Friede vielleicht gar damit, dass wir aufhören, den Schatten in uns selbst zu verdrängen und zu bekämpfen? Brauchen wir überhaupt „Lichtarbeiter“? Oder brauchen wir vielmehr „Schattenarbeiter“, die uns Wege zeigen, wie wir unser Licht mit unserem eigenen Schatten vereinen können?

Am 27. Februar 2014 werden genau diese Fragen besonders vehement in unserem persönlichen Leben auftreten. An diesem Tag fällt der Bewusstseinspunkt der Lilith auf den seltenen Archetypen „Bewusstwerdung“ (Berechnung nach dem Neuner-Kalender).

Der Alchemist

Wenn wir den Mut haben, diese Herausforderung anzunehmen, stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen können? Wie nehmen wir die „dunkle“ Seite in uns an, wie stellen wir uns unserem eigenen Schatten und wie vereinen wir uns mit ihm? Eines vorweg: Wenn wir unseren Schatten nicht länger verdrängen und bekämpfen, sondern beginnen, ihn zu umarmen und uns mit ihm zu vereinen, entfaltet sich unser tatsächliches Potential. Wir werden dann Kräfte und Lebensmut in uns wahrnehmen, von denen wir bislang nicht einmal etwas geahnt hatten.

Einen Ansatz dazu zeigt uns der Alchemist! Der jährlich wiederkehrende Galaktische Wendepunkt zeigt uns an, wie sich die Muster der Zeit des kommenden Jahres gestalten werden und wie wir damit umgehen können. Der Galaktische Wendepunkt war am 17. Dezember 2013 und der „Zeitengel“ dieses Tages war der Alchemist. Und dieser Zeitengel gibt uns Hinweise, wie wir die auf uns zukommenden Herausforderungen meistern können. Was macht der Alchemist? In einem alchemistischen Prozess werden vorerst die grundlegenden Elemente einer Pflanze voneinander getrennt. Das geschieht durch Destillation und durch Veraschung. Die daraus entstandene alchemistische Tinktur wird mit dem aus der Veraschung gewonnenen „Sal“ wieder vereinigt, wodurch die eigentlich alchemistische Essenz entsteht. Diese neue Vereinigung der Elemente ist die eigentliche alchemistische Kunst!

Wenn wir das auf die kollektive menschliche Entwicklung umlegen, finden wir äußerst interessante Parallelen! In den vergangenen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte ging es um den Prozess der Trennung (und ich meine das völlig wertfrei!). Durch trennende Analyse haben wir Erkenntnisse über uns, über das Leben und über das Universum erlangt, von denen wir bisher keine Ahnung hatten. Wir haben aber, besonders durch unsere Religionen, diesen Weg der Trennung überzogen. Wir sind vom Weg der wertfreien analytischen Trennung abgekommen und haben eine wertende Trennung der Welt in „Gut“ und „Böse“, in „richtig“ und „falsch“ eingeführt. Das, was als „Böse“ definiert wurde, haben wir bekämpft, verfolgt und getötet. So galten vor nicht allzu langer Zeit jene Frauen als „böse“, die durch ihr Wissen um die Vorgänge in der Natur heilende Fähigkeiten hatten. Sie wurden zu Tausenden als Hexen bei lebendigem Leib verbrannt. In unserer persönlichen Erziehung haben wir ebenfalls gelernt, was gut und was böse sei. Wenn wir uns den als „böse“ definierten Bereichen angenähert hatten, wurde das mit Strafe, Scham, oder Liebesentzug geahndet. Das hat dazu geführt, dass in uns Schattenbereiche entstanden sind, die wir tunlichst zu verdrängen und im ungünstigen Fall zu bekämpfen versuchen.

Solange wir aber diese Schattenbereiche in uns selbst nicht integrieren, wird ein Friede auf dieser Welt nicht möglich sein. Wir sehen dies im Großen daran, dass wir es offenbar brauchen, dass uns jemand sagt, wer die Bösen sind (die Guten sind natürlich immer wir selbst). Daher gibt es heute die „Schurkenstaaten“, in denen lauter Terroristen leben, die uns überall und jederzeit bedrohen.

Für eine neue Welt, in der ein nachhaltiger Friede möglich wird, ist der alchemistische Prozess der Vereinigung notwendig. Und da sehe ich keinen anderen Weg, als den der Vereinigung mit unserem eigenen Schatten. Am Ende dieses Weges steht eine Welt, in der es keine Trennung von Gut und Böse mehr gibt. Haben wir den Mut dazu, diesen Weg zu gehen und bei uns selbst damit zu beginnen?

Alchemist SymbolDas Symbol des Alchemisten

Ein Hilfsmittel für diesen Prozess ist das Symbol des Alchemisten, das Symbol der Essenzfindung. Wenn du bereit bist, deinem eigenen Schatten zu begegnen, wenn du bereit bist, deine tatsächlichen Wünsche, wie „verboten“ sie auch sein mögen, anzuschauen, kann dieses Symbol Wunder bewirken.

* Zeichne dieses Symbol mit dieser inneren Bereitschaft.
* Zeichne es mit beiden geöffneten Händen.
* Die rechte Hand beginnt mit dem rechten Bogen, die linke Hand mit dem linken.
* Beide Hände treffen sich in der Mitte und liegen dort übereinander.
* Dann zeichne mit beiden Händen den Punkt.
* Dieser Punkt symbolisiert deine eigene wieder vereinigte Mitte, deine Essenz und deine tatsächliche Kraft.

Lass dich dabei von der Botschaft des Alchemisten inspirieren…

Ein feiner Wind streut goldenen Sternenstaub
über das zur Ruhe kommende Meer.
In tausendfach funkelndem Glitzern
vereint sich Wasser und Licht
in einer alchemistischen Hochzeit
zu einem sinnlich schillernden Gewebe.
Indem Wasser und Feuer
sich einander gänzlich hingeben
und deren Liebe keine Grenzen mehr kennt,
vereine ich das,
was als unvereinbar bislang galt.
Aus ihrer innigen Liebe
wird ein neuer strahlender Stern geboren.
Ich nehme ihn zu mir und lege ihn dann in deine Hände,
diesen Stein der Weisen.

Bilder: Fotolia.de (Beitragsbild), andere Bilder und Grafiken: Werner Neuner

6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Frosch sagt:

    …“Solange wir aber diese Schattenbereiche in uns selbst nicht integrieren, wird ein Friede auf dieser Welt nicht möglich sein“….

    Die Frage, welche mich beschäftigt: wieso schaut der Mensch immer weg? Was alles braucht zu geschehen, dass er hinschaut? Und will er denn überhaupt hinschauen? Und braucht es zum Hinschauen nicht Stille, Ruhe, Kontemplation? Und wenn wir nun ganz nüchtern unsere Welt – in aller Trennung – betrachten: ist es für den Menschen nicht immer schwieriger, zur Ruhe zu kommen? Ist er nicht ständig abgelenkt? Ständig an seinem Smartphone zum Beispiel (in öffentlichen Verkehrsmittel sieht man es gut)? Und nun ein provokative Frage: Werden erhöhte Hektik (Leistung, Stress etc..) im Beruf, immer neuere technische Geräte und all die Ablenkung sogar bewusst dem Menschen präsentiert, damit er eben abgelenkt ist, so manipulierbar wird und so auch nicht nach innen gehen kann – wo die Quelle ist – und somit klein gehalten wird? Kurzum: solange der Mensch permanent abgelenkt ist im Aussen – geht er nicht nach innen…sprich: es wird immer schwieriger und so bleibt er manipulativ …. Und noch ein kleiner Satz zum Nachdenken von Erich Fromm, der dieses Szenario bereits in den 60ern beschrieb: „der Mensch erschaftt sich immer mehr und schnellere Maschinen, damit er mehr Zeit gewinnt – aber mir der gewonnen Zeit weiss er nichts anzufangen und schlägt sie tot…“

  2. 2
    Lumina sagt:

    @ Frosch: Zitat: Kurzum: solange der Mensch permanent abgelenkt ist im Aussen – geht er nicht nach innen…

    Da hast Du vollkommen recht!
    Negativ oder positiv sind zwei Seiten , beide sind einseitig. Den Ausweg zeigt nur Bewusstheit,- und die ist nur in der Stille, in der Kontemplation zu erreichen.
    In der Alchemie muss das Unedle in das Edle umgewandelt werden, man muss mit dem Negativen beginnen und wenn man sich dort tief und bewusst hineinbegibt, es nicht verdrängt, kann es zu einer „Explosion“ kommen. Dann ist der alchimistische Prozess gelungen, der „Stein der Weisen“ entstanden, das Negative ist verschwunden und das Positive ist da.
    Das Negative war eine Zeitlang nötig, damit Reife entstehen konnte, um das Positive zu empfangen.

    Ein schöner Artikel, ich bin gespannt auf morgen, den 27. Februar, obwohl in meinem Leben gerade in den letzten Wochen ganz wundervolle Dinge passiert sind, sich Wünsche in einer nie für möglich gehaltenen Vollendung erfüllt haben ( ein ersehnter Umzug, der keine Wünsche offen lässt) – aber die astrologischen Berechnungen müssen ja auch nicht auf alle Menschen zutreffen.
    Liebe Grüße von Lumina

  3. 3

    Sage mir , was dich schmerzt ,erregt und ich sage dir ,dass du lebst unter den Gemeinen . So du es veredelst hast ,wandelst du alleins . Weisheit und Liebe wandeln fern von Polarer Druckzustände .

    Venus code :das Urweibliche , bedingunsloser Liebe ,sich der oktavierten Sphären bewusst ;
    Im Zeitengel , der Alchemist .

    Gabriele Alchemist

  4. 4
    Lumina sagt:

    Zitat aus dem Artikel: „…Am 27. Februar 2014 werden genau diese Fragen besonders vehement in unserem persönlichen Leben auftreten. An diesem Tag fällt der Bewusstseinspunkt der Lilith auf den seltenen Archetypen „Bewusstwerdung“ (Berechnung nach dem Neuner-Kalender)……….“

    Das ist wirklich faszinierend! Der Tag ist noch so jung, – und schon ist bei mir die bewusste Entscheidung gefallen, Dinge, die nicht mehr stimmig waren in meinem Leben, zu verändern. Und ich habe bereits unwiderruflich in diesem Sinne gehandelt. Und zwar ohne in irgendeiner Weise an diesen Artikel gedacht zu haben…
    Es fühlt sich gut an !
    Danke, Herr Neuner für diesen Artikel.
    Alles Liebe von Lumina

  5. 5
    Frosch sagt:

    Liebe Lumina
    Deine gute Laune spür ich durch die Zeilen. Schön, freut mich für dich! :-))
    Ich treibe derweil etwas auf dem Weiher dahin, den Blick gen Himmel gerichtet und alles was mir in den Sinn kommt ist folgendes Wort: Annahme. Annahme, von allem was ist. Sich ergeben, sich hingeben, kein aufbäumen mehr, keine Kraft und Energie mehr investieren, einfach sein….und dies als bewusste Entscheidung.
    Liebe Grüsse Frosch

  6. 6
    B&2B sagt:

    Nun,
    MEZ: 2014-02-27, 19:43 //// Maja(äthym.“Täuschung“)-TsolkinKalender-TagesEnergie: „Stab“ mit 8.Ton i.Richtg.“Resonanz“;
    Sonnenaktivität(noaa) 24/25.02.-> x-(near“Mega“)-flare, Sonnenfleck 1967, schreibt ein Physiker mit diesem Geburtsjahr.
    Er bestätigt, bewust-fühlend und sehr dankbar -weil seiend, sich so wiederfindent- diese im Artikel zu lesenden Realitäten. Weiter freut er sich, nun endlich auch Mondäquivalent Lilith kennengelernt zu haben. Vllt. eher abnorm und auf wesentliche Fragmente sich beschränkend um Lesende nicht zu langweilen, teilt er mit, bereits 3Dekaden lang diese Veränderungen heilend wahr zu nehmen. Parallel zu der bekannten Beschleunigung aller Bewusstwerdung von Glück erfüllt, ist er. Ja, er ist. Leben. Ein Aspekt von „AllemWasIst-undAllemWasNichtIst(Gott,Alah,Jave,o.w.a.i.)“, das sich durch ihn erfährt, um „Heim“ zu kehren, hierin zurück. Hoffnung und Trost spendent, sowie versuchen zu ermutigen, schreibt er aus Erfahrung: All jene in Herausforderungen seit furchtlos. Was ihr fühlt ist NICHT krank ! Ihr seit verwirrt? Gut! Nur so kann Entwirrung, -wicklung beginnen. Vertraut, glaubt ! Was ihr spürt lässt Euch heilen, es hilft, es ist cosmisch, d.h. göttlich NICHT caotisch, d.h., OHNE göttliche, somit natürliche Ordnung.
    Ja, Autor. Das Böse, sowie das Gute sind Verstandesmittel, für dessen Funktion, ebenso wie die Zeit. Doch, Verstand ist ein schlechter Regent, aber ein exelentes Werkzeug. Als Geist hat er Körper und Seele zu dienen, zum Sein
    Problematisch findet er derzeit, den Übergang. Das Alte schon tot, das Neue wird gerade geboren. Es wird hyperdimensional. Und wir dürfen diesen Übergang als Geschenk in Demut genießen. Bis in weite Dimensionen ist er einmalig, wir also allesamt auch besonders.
    Er hat Mathematik -vorausgesetzt sie wird nicht interdisziplinär verwandt- nur als Hilfswissenschaft angesehen. Er meint, Physik als die Wissenschaft des Bewusstseins nennen zu können. Und ist damit nicht allein.
    Er ist für Aufmerksamkeit und Interesse dankbar,
    wünscht kraftvoll-gesunde-liebvolle Momente im Licht,
    In La’k’esch,
    B&2B

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