Sind Frauen die neuen Männer?

22 Apr 2014 Von Kommentare: 12 Heilung, Ratgeber

Frau und Mann beim Bergsteigen

Gehen wir zuerst ein paar Takte zurück in der Geschichte: Heute sieht man das Bild des Patriarchats, der männerdominierenden Welt und vergisst dabei, dass es einst genau umgekehrt war. Es gab tatsächlich eine Zeit, da herrschten die Frauen über die Männer, das Matriarchat. Herrschen ist vielleicht ein sehr hartes Wort dafür, denn von Herrschen war keine Spur. Mütterlich wurde das Matriarchat geführt. Vieles schien in Einklang zu sein. Schien. Denn die Männer kamen sich bald überflüssig vor, lediglich als Erzeuger und wollten so wieder die Herrschaft über das Land, die Welt und die Frauen erlangen. Was dann folgte, ist ein grausiger Teil der Geschichte. Dörfer wurden geplündert, Frauen geschändet.

Und genau dieser grausige Teil der Geschichte, steckt in allen von uns. Was uns vielleicht nicht wirklich bewusst ist. Aber wir tragen all diese Grausamkeiten in uns, weil wir es von unseren Vorfahren durch unser Blut in uns aufgenommen haben. Und so fliesst in uns allen die Vergangenheit und unsere Zellen erinnern sich an diese Taten. Jede Frau trägt auch heute noch diese Verletzung in sich, die Unterdrückung der Frau durch den Mann ist präsent, wenn auch nicht bewusst. Aber es brodelt in jeder Frau leise vor sich hin und wenn der Anlass stimmt, bricht der Vulkan aus. Die Frau wird zur Furie und rächt sich am Mann. Wir nennen es heute Streitigkeit aus nichtigem Anlass, aber in Tat und Wahrheit werden wir erinnert an die grausamen Taten von damals, gespeichert in unseren Zellen.

Und der Mann?

Auch seine Zellen tragen eine Erinnerung. Er fühlt sich tief im Innern schuldig, er fühlt, dass er damals der Frau Unrecht getan hat, kann sich aber im Heute nicht daran erinnern. Und doch lässt er sich heute deswegen oft von der Frau unterdrücken, von ihr knechten, sich herumkommandieren, zeigt sich schwach vor ihr, weil er sich tief im Innern schuldig fühlt. Dieses Wissen relativiert vielleicht etwas den Hass oder den Unmut über Männer, und erklärt vielleicht, wieso heute so vieles auf Kampf hinaus läuft. Mann und Frau bekämpfen sich gegenseitig. Doch beide, Mann und Frau, sind eins. Und jeder Mann trägt einen weiblichen Anteil in sich. Und jede Frau trägt einen männlichen Anteil in sich. Mann und Frau ergänzen sich deshalb perfekt, weil jeder in sich selbst, ebenso Mann und Frau trägt.

Eine Frage der Balance

Liebespaar vor Sonnenuntergangtatt uns also im Aussen zu bekämpfen, oder speziell die Frauen angesprochen, statt sich unbedingt dem Mann angleichen zu wollen, gilt es die innere Balance zwischen dem männlichen und weiblichen Anteil zu finden und zu festigen. Wenn wir im Innern heil sind, werden wir es auch im Aussen sein. Und wenn wir heil sind, wird es uns nicht mehr im Geringsten in den Sinn kommen, einen anderen Menschen niederzumachen. Und wir werden geniessen, das zu sein, was wir sind.

Mann und Frau sind eigene Wesen. Zwei wundervolle in sich vollkommene Wesen. Kein Mann kann eine Frau sein und keine Frau ein Mann. Klar, die Frau kann ihre Ärmel hochkrempeln, die Stimme tiefer stellen und ihren Mann stehen in der Welt. Es gibt diesen schönen Spruch eines Stelleninserates: „Ich suche fünf fleissige Männer – oder eine Frau.“ Zugegeben, ich finde ihn witzig. Aber näher betrachtet, stellt er doch eigentlich eine Kampfansage dar. Die Frau stellt sich so über den Mann, will beweisen, dass sie gleichstark oder stärker ist. Aber eine Frau kann rein körperlich betrachtet nicht stärker sein. Sie ist eine Frau. Und wenn sie versucht, sich als Mann zu verkaufen, als stark und kalt, wird sie daran zerbrechen. Sie wird auf Dauer wie ein gefühlskalter Panzer durch die Welt gehen und alsbald immer weniger Gefühle wahrnehmen und auch zeigen können. Mann und Frau sind die perfekte Ergänzung zueinander, wenn beide sich selbst bleiben. Mann soll Mann bleiben, Frau soll Frau bleiben.

Frau, sei in deiner Weiblichkeit, damit der Mann in seiner Männlichkeit zu dir sein kann

Wenn Frauen immer härter und männlicher werden, nehmen sie dem Mann die Chance, in seiner Männlichkeit zu sein. Und wenn der Mann immer weiblicher wird, fühlt sich die Frau gezwungen, die Hosen anzuziehen und ihren Mann zu stehen, was oft in Partnerschaften vorkommt. Doch die Frau und auch der Mann werden auf Dauer so nicht glücklich, denn die Frau wünscht sich einen richtigen Kerl und der Mann eine weibliche Frau. Und dann beginnen sie, sich zu streiten, jeder ist enttäuscht vom anderen und sie sind sich nicht bewusst, dass eigentlich beide selbst die Erschaffer ihrer Realität sind.

Es ist Zeit, dass wir wieder lernen, uns selbst zu sein. Zu unserer Weiblichkeit und Männlichkeit stehen. So wie es die Natur für uns ausgedacht hat. So wie wir es als Geschenk erhalten haben.

Weiblichkeit hat nichts mit Puppenhaft zu tun. Weiblichkeit hat auch nichts mit dem gängigen Schönheitsideal der Frau zu tun. Weiblichkeit kommt von innen, ist ein Seins-Zustand. Frau muss sich wieder selbst lieben und annehmen lernen, sich wieder ihrer wahren Stärke bewusst werden. Frau muss loslassen von den alten Mustern und Glaubenssätzen, welche sie vielleicht von ihrer Mutter über ihren Vater gehört hat. Frau muss wieder an Weichheit gewinnen, muss wieder zur nährenden Mutter werden, die zärtlich und mitfühlend ihre gütigen Arme ausstreckt, helfend und fürsorglich zur Seite steht. Sie verströmt Liebe, Zuversicht und Hoffnung. Schauen wir unsere Welt doch an. An was mangelt es ihr? Ist es nicht Liebe? Ist es nicht Zuversicht? Ist es nicht Hoffnung?

Und wir alle zusammen, Mann und Frau, wir stehen auf einem Planeten…und dessen Name ist: Mutter Erde.

Bilder: Fotolia.de

12 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumina sagt:

    Ein sehr guter Artikel, liebe Silvia, der vieles anspricht.
    Ich denke, die ganzen Erfahrungen, die jeder mit dem anderen Geschlecht macht, dienen eigentlich nur dazu, den inneren Mann oder die innere Frau IN SICH in Einklang zu bringen. Es ist ein Übungsfeld für die Aufgabe, die Polarität im Inneren auszugleichen.

    Man kann es erleben, wenn man im Inneren harmonisch ist, wird man auch in Harmonie mit Partnern und anderen Menschen sein. Dann verschwinden auch die äußeren Konflikte.
    So fällt eigentlich immer alles auf einen selbst zurück, egal, was einem im Außen begegnet. Wenn man von einem anderen Menschen abhängig ist, egal, ob körperlich, wirtschaftlich oder seelisch, wird man immer leiden, denn Liebe kann niemals in Abhängigkeit existieren, sondern nur in vollkommener Freiheit. Und jeder , ob Mann oder Frau hat das Recht, seine Träume zu verwirklichen und das ist oft nicht einfach, denn jeder Mensch ist ja eine Welt für sich, aber in tiefer Liebe ist es möglich, über diese Polarität hinauszugehen.
    Doch dazu muss man erst seine Angst, verletzt zu werden, überwinden und die Konsequenzen seines Handelns nicht fürchten. Wenn man selbst keine Angst hat, verliert auch der Partner seine Angst und jeder von Beiden kann seine Weiblichkeit oder Männlichkeit wirklich leben.

    Liebe Grüße von Lumina

  2. 2
    Silvia sagt:

    Liebe Lumina
    Wunderschön auf den Punkt gebracht! Genau so sehe ich das auch.
    Zitat: „…..Man kann es erleben, wenn man im Inneren harmonisch ist, wird man auch in Harmonie mit Partnern und anderen Menschen sein. Dann verschwinden auch die äußeren Konflikte…….“
    Könnte also auch die Grundlage für Frieden auf Erden sein. Wenn jeder im Innern heil ist, wird auch das Aussen harmonisch…..langsam und stetig. Dies bedingt jedoch eine angstfreie Innenschau.
    Alle Liebe und einen wundervollen Tag, Silvia

  3. 3
    Tommy Rasmussen sagt:

    [GS.02_011,22] Auf der naturmäßigen Welt ruft der von außen in euch fallende Strahl das in euch ruhende Ebenmaß hervor, und ihr erschauet durch die Wirkung der Gegenkraft und der Kraft in euch den also beschauten Gegenstand.

    [HGt.01_007,11] Und die ewige Liebe sah, daß der Adam große Freude fand in sich durch die innere Anschauung seines zweiten Ichs. Da rührte ihn die erbarmende Liebe an der Seite … und stellte die Eigenliebe, an der er großes Wohlgefallen fand in sich, außer seinem Leibe körperlich und hieß sie ,Caiva` oder, wie ihr schon gewohnt seid zu sagen, ,Eva`, das ist soviel als die vorbildende Erlösung von der Selbstsucht und die daraus hervorgehende Wiedergeburt.

    [HGt.01_007,12] Und siehe, da rührte ihn die erbarmende Liebe an und weckte ihn zur Anschauung seiner Eigenliebe außer ihm und sah, daß er ein großes Wohlgefallen an der Anschauung seiner Liebe außer ihm hatte und fröhlich war über die Maßen; und die Liebe außer ihm, die nun Eva hieß, ergötzte sich an dem Menschen Adam und neigte sich zu ihm und folgte jeder seiner Bewegung.

    [HGt.02_088,04-7] … also ist es für jetzt aus dem Grunde noch für jeden nötig, sich ein Weib zu nehmen, damit er durch das Weib, durch das er von sich selbst und also auch von Mir getrennt wurde, wieder völlig eins wird vor Mir. Denn wie die Eva aus dem Adam hervorging, muß in jedes Mannes Weibe sie wieder völlig eins werden mit ihm, und er in sich eins durch die Wiedervereinigung mit dem Weibe. Steht er nun also wieder da als ein Mensch vor Mir, dann erst kann er mit Mir wieder völlig eins werden; aber solange er noch getrennt ist, ist er auch für bleibend der höchsten Liebe aus Mir und wieder zu Mir nicht fähig. Es hat aber ja schon eure Weisheit gelehrt, daß da ohne den Gegensatz kein Ding möglich ist; siehe, solches ist richtig!

    [HGt.03_122,05] Solches aber merke für alle Zeiten der Erde:

    [HGt.03_122,06] Wenn du sehen wirst, daß das Fleisch der Weiber stets fetter, weißer, feiner und üppiger wird; wenn die Weiber mit bloßem Kopfe und Gesichte, mit nackter Brust und nackten Händen einhergehen werden; wenn die Weiber lüstern den Männern nachlaufen werden und die Mütter ihre Töchter putzen und schmücken werden und werden sie am Tage und zur Nachtzeit ausführen, um durch solchen Außenflitter, welcher da ist die allerärgste Kunst des Satans, irgendeinen Mann zu fangen, auf daß er sich der Tochter ergeben und sie entweder zum Weibe oder wenigstens gegen einen allerschändlichsten Unzuchtsmietlohn als Beischläferin auf Tag oder Stunde zu nehmen sich entschließen möchte – habe acht, Lamech, was Ich hier rede! –; wenn das Weib über den Mann sich erheben wird und wird ihn beherrschen wollen und ihn auch wirklich beherrscht, entweder durch ihre vom Satan erlangten Fleischreize, oder durch Schätze und Erbschaften der Welt, oder durch einen gewissen vornehmeren Stand und vorzüglichere Abkunft; wenn das weibliche Geschlecht, das untergeordnet sein sollende, auf den armen Mann mit spöttischen und verächtlichen Augen und Herzen herabblicken wird und wird ausrufen: ,Pfui, welch ein Gestank um diesen gemeinen Kerl! Wie entsetzlich häßlich ist doch dieser Mensch; welch ekelhaften Aussehens! Siehe an dies gemeine Gesindel, dies Bettelvolk!‘ – dann, Lamech – höre! –, dann hat sich die Schlange zum Herrn der Welt gemacht, schmählichst herrschend in ihrem Geschlechte!

    [HGt.03_124,10] Warum denn? – Weil sie kein eigenes Leben haben und daher zerstreuungssüchtig sind!

    [HGt.03_124,11] Für eine verheißene Zerstreuung und Belustigung wirst du sie sogar gewisse Zeiten hindurch in was immer für einer Tätigkeit rege erhalten können; binde sie aber nur drei Tage lang in einem engeren Kreise, da es keine Zerstreuung und Belustigung gibt, so werden sie schon am ersten Tage sieben Spannen lange Gesichter zu machen anfangen. Am zweiten Tage werden sie murren und schimpfen, und am dritten Tage werden sie entweder mit dir ernstlich aufbegehren, oder sie werden dir davonlaufen.

    [HGt.03_124,12] Denn ihres Herzens Wahlspruch ist: ,Wir wollen schon arbeiten, wenn es gerade sein muß; aber die Arbeit muß uns freuen, und nach der Arbeit darf eine angemessene Zerstreuung nie fehlen! Fehlt die, da bedanken wir uns für alle Arbeit! Zerstreuung muß sein!‘

    [HGt.03_124,13] Möchtest du ein Spektakelhaus errichten, so könntest du versichert sein, daß sie täglich zu dir kommen würden, um sich am Spektakel zu weiden gleich einer Schmeißfliege am frischen Unrate; sonst aber mache dir ja keine Hoffnung, daß sie zu dir kommen werden, solange es für sie anderorts wie immer geartete Vergnügungen gibt!

    [HGt.03_124,14] Sie werden auch Mein Wort hören, – aber nur, wenn und solange es ihnen Vergnügen verschafft; aber das Wort in sich zur lebendigen Werktätigkeit gedeihen zu lassen, davon wirst du nie eine Spur entdecken!

    [HGt.03_124,15] Diese Menschen tun alles: Gutes und Böses, wenn es ihnen nur ein Vergnügen macht, fehlt aber dieses, dann sind sie fürs eine wie fürs andere tot.

    [HGt.03_124,16] Der Grund davon ist: Weil sie gar kein eigenes Leben haben, und das darum, weil sie es schon in frühester Zeit zu vergeuden gelernt haben, da sie von ihren törichten Eltern nur durch lauter darauffolgende Vergnügungen zu der vorhergehenden geringen Tätigkeit sind angeeifert worden, wodurch sie denn auch nie den Wert der Tätigkeit, sondern nur den der Zerstreuung in sich aufgenommen haben mit völliger Hintangabe aller Selbständigkeit und Freiheit und somit alles eigenen Lebens!

    [HIM 2.420421.11] Die Wiedergeburt des Geistes ist die einzige Bedingung dieses Erdlebens, wie das Endziel alles freien Seins.
    http://www.j-lorber.de/

  4. 4
    tom sagt:

    ich frage mich, aus welcher quelle du das hast, dass als das matriachat „herschte“ , dass damals alles in Einklang war? Das Matriachat herrschte früher vorrangig in Afrika, wobei es gar nicht in Einklang zu und her ging. Die weiblichen Führer ware besitz ergreiffender und kaltblütiger als die heutigen Führer. Der Mann wurde als Krieger missbraucht, schlimmer als heute. Ich will der Frau nichts vorwerfen, eins will ich aber, dass man gleiches mit gleichen misst. Die Frau wird heut zu Tag in den Himmel gehoben, nur vergisst man leicht, dass Macht jeden Charakter verdirbt, egal ob männlich und weiblich.Die Frau fühlt sich heute dem Manne so überheblich überlegen, so dass ich das Resultat schon erahnen kann.Und dass die Frau sich als überlegen fühlt, zeigt mir, dass sie dies nicht ist. Denn anstatt aus der geschichte zu lehrnen, macht sie das gleiche, wie es der Mann auch gemacht hat, sich besser, überlegen fühlen.Wir mit unsererem tiefen Bewusstsein müssen endlich erkennen, das nur das Gleichgewicht zwischen männlicher und weiblicher Energie uns frieden bringen wird. Egal welche Energie vorherrschen wird, das Reaultat wird immer das gleiche sein, unterdrückung der anderen Energie, nur der Inhalt wie das geschehen mag, wird anders sein. Auch vergisst man, und dies ist der Punkt, dass wir im Zeitalter von Verlangen, Abneigung und Unwissenheit leben, das gilt auch für das weibliche Geschlecht.Lasst uns durch Erkenntnis der wahren Realität diese unwissenheit beseitigen,wir sind allei Teil eines Prozesses. Ich glaube übrigens nicht an eine Unterdrückung der Frau, vielmehr denke ich, dass unser göttliches Potenzial unterdruckt wurde bzw. unterdrückt wird, von wem auch immer…

  5. 5
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    @ tom
    Dein Zitat „Die Frau fühlt sich heute dem Manne so überheblich überlegen“. Genau so sehe ich das auch, zumindest aufgrund einiger perösnlicher Erfahrungen, die ich machen durfte (ich möchte hier aber nicht alle Frauen über einen Kamm scheren). Ich finde es ist das Dilemma der heutigen Zeit in der westlichen Welt, hausgemacht durch falsch verstandene Emanzipationsgedanken. Vom einen Extrem ins Andere. Es ist in dem Artikel gut beschrieben, dass wir diese Disharmonien nun endlich bewusst machen und dann ablegen dürfen, so dass Frau und Mann wieder in Balance schwingen können, genaus wie jeder Mensch in sich selbst (egal ob Frau oder Mann) wieder in Balance kommen sollte.

    Herzliche Grüße
    Alex

  6. 6
    Christine Ana`Leana Maly sagt:

    Liebe Silvia, liebe Leserin, lieber Leser,
    Dein Artikel gefällt mir grundsätzlich gut. Auch ich beschäftige mich seit langem mit diesem Thema.
    Demnächst beginne ich, darüber Vorträge zu halten: „Die Liebe zwischen Mann und Frau“.
    Mir geht es vor allem darum, sich ohne Vorwürfe und Schuldzuweisungen dem Thema zu nähern, denn sonst kommen wir nicht weiter.
    Ein Knackpunkt scheint mir die Schattenseite der Unterdrückung des Weiblichen durch das Männliche zu sein: Das Weibliche ist voller Misstrauen und lässt sich nicht mehr ein. Dadurch kommt das Männliche in seine Hilflosigkeit – voller Schmerz. Doch kein Mann würde zugeben, dass ihm das Nichterreichen des Herzen der Frau einen derartigen Schmerz bereitet – deshalb ist auch keine Heilung möglich. Aggression und Rückzug sind die üblichen Strategien.
    Wenn wir – Frauen wie Männer – bereit sind, unser Herz ein Stück dafür zu öffnen, damit dieser Urschmerz geheilt werden kann, dann gibt es ein Stück mehr Frieden – innen wie außen.
    Alles Liebe
    Christine Ana`Leana

  7. 7
    Silvia sagt:

    @ tom. Danke für deine Inputs. Ja, dies wollte ich mit meinem Artikel auch aufzeigen. Die Balance finden. Hierfür müssen Mann wie auch Frau zuerst ihre innere Balance finden und dies beinhaltet die Vereinigung seiner inneren Anteile, der männlichen wie den weiblichen. Und dazu gehört auch, das verletzte innere Kind an die Hand zu nehmen, ihm gute Mutter / Vater sein. Um mich herum beobachte ich oft diese Streitigkeiten, dieses Machtgehabe auf beiden Seiten. Es ist Zeit, dass wir damit aufhören. Ob Patriarchat oder Matriarchat, beides sind Extreme. Es gilt die Balance zu finden. Aber wie so oft schlägt das Pendel unkontrolliert von der einen Seite zur anderen (in diesem Fall langsam über Jahrtausende hinweg). Entgegen der landläufigen Annahme glaube ich, dass es möglich ist, eine gesunde Mitte zu finden, wo sich beide Geschlechter annnehmen, sich gegenseitig dienen. Der Mann die Göttin in der Frau erkennt und die Frau den Gott im Mann.

    @Christine …..“Mir geht es vor allem darum, sich ohne Vorwürfe und Schuldzuweisungen dem Thema zu nähern, denn sonst kommen wir nicht weiter…..“
    Absolut deiner Meinung. Schuldzuweisungen deuten auf Wunden hin. Und wir sind hier, um diese zu heilen. Es ist Zeit.

  8. 8
    Siegelbruch sagt:

    Ein Mann kann nicht in wahrhaftiger Weise männlich sein, geht er nicht, übers Wort hinterfragend, in die Klärung seiner Sexualität hinein. Tut er das nicht, so geht er immer wieder in scheiternder Weise ein.
    http://upvs.wordpress.com/

    Siegelbruch

  9. 9
    Frosch Frosch sagt:

    @ Siegelbruch / @ all
    Meinst du dies in etwa so, dass der Mann erkennen muss, dass er im Grunde genommen stets in jeder Frau seine Mutter sucht? In gleicher Weise übrigens auch die Frau. Auch sie sucht unbewusst immer nach ihrem Vater in jedem Mann. Wie zum Henker soll dann daraus eine erfüllende Partnerschaft entstehen? Kann da ein super Buch empfehlen: Clinton Callaham: ‚Wahre Liebe im Alltag. Das Erschaffen authentischer Beziehungen.‘ Ein tolles Buch und da kommen Sätze drin vor, die fast jedem bekannt vorkommen müssen. Es zeigt auch den Unterschied zwischen gewöhnlichen Beziehungen zu aussergewöhnlichen Beziehungen und zu archetypischen Beziehungen auf. Ich fand’s sehr lehrreich und klärend für mich.
    Gruss Frosch

  10. 10
    Maria sagt:

    Schade nur, dass die Überschrift so unbedacht gewählt wurde (obwohl in lila Farbe 😉
    – wie sollen wir bei sowas im Einklang SEIN.

  11. 11

    Die Grundvoraussetzung um dieses Dimmer zu lösen sehe ich darin dass der Mann lernt sich voll und ganz zu lieben und die Frau lernt sich voll und ganz zu lieben. Beide sollen unabhängig auf allen Ebenen sein, Emotional, Wirtschaftlich, Geistig, Körperlich. Dann wird auch die Liebe für das Andere Geschlecht vollkommen frei sein.
    Ja wir werden noch viel lernen dürfen bis alles in uns heil ist. Und wie sollen wir heil werden, wenn wir uns nicht selbst uns darum kümmern. Es auf den Partner zu projizieren, bedeutet die Verantwortung für sich nicht zu übernehmen.
    Der Partner ist ein gutes Lernfeld und der gemeinsame Weg birgt hohes Potential für die Heilung. Doch ist auch das Potential für Streit ist gegenwärtig. So ist jeder dafür verantwortlich in welche Richtung die Entwicklung geht. Achtung und Respekt für sich selbst und für das gegenüber sind dabei wichtige Mittel für die Heilung. Weder der Mann, noch die Frau hat hier ein Privileg die Verantwortung auf den andern zu projizieren. Doch wir haben das Privileg zu lieben! Alohaaaaa!!!

  12. 12
    Celina sagt:

    @Markus….Aloha du Lieber, dein Kommentar hat mich jetzt sehr gefreut. Danke.

    Liebe Grüße

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