Versturzhöhle Riesenburg – Wo die Magie wohnt

13 Jun 2014 Von Kommentare: 0 Kraftorte, Spiritualität

Versturzhöhle Riesenburg

Felsgesteine und Felsbögen, Relikte des ehemaligen Höhlendachs, sind Zeugen lange zurück liegender Zeiten. Die wildromantische Szenerie der Versturzhöhle Riesenburg, gelegen am Fluss Wiesent in der Fränkischen Schweiz, erregte schon früh das Interesse der Menschen. Sie wurde Anfang des 19.Jahrhunderts zu einem Ausflugsziel, das unter anderem König Ludwig I. besuchte. Damals kaufte ein Graf die Riesenburg und ließ die vorher kahlen Hänge aufforsten, um die romantische Wirkung der Felsen zu erhöhen. Damals lockte das romantische Aussehen der Felskulisse auch Dichter Schriftsteller, Maler und Zeichner an, die in wachsender Zahl durch die Täler der Fränkischen Schweiz zogen.

Versturzhöhle RiesenburgErnst Moritz Arndt schauerte 1798 im schummrigen Gewölbe: Er kletterte, so schilderte er seine Eindrücke, „langsam hinauf und in die Riesenwohnung hinein, und setzte mich im stummen Grauen im dunklen Gemache auf einen Steinsessel und ließ die Phantasie lustig und schrecklich spielen“.

Heilungsenergien sind spürbar

In der Tat ist es wie eine Riesenwohnung, wie Arndt es so malerisch beschreibt. Man kann durch sie hindurch wandern und verschiedene Plätze laden zum Verweilen ein. So steht da auf einer Anhöhe eine schmucke Holzbank, welche auf den ersten Moment unscheinbar wirkt, dennoch unmissverständlich zum Hinsetzen auffordert. Man wird förmlich zu ihr hingezogen. Eingebettet in einem wundervollen gesunden Wald, vermischen sich Stille, wilde Romantik und der mystische Hauch von Märchen und nicht erzählten Geschichten. Man kommt nicht umhin, in sich zu gehen, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Bald gesellt sich eine tiefe Müdigkeit hinzu und das friedliche Gezwitscher der Vögel lassen den Besucher in eine Art Trancezustand versinken. Und plötzlich ist man der Baum, plötzlich ist man der Felsen.

Versturzhöhle Riesenburg

Ein tiefes Gefühl von Geborgensein gesellt sich hinzu. Man wird irgendwie Teil vom Ganzen, das Ganze wird Teil von einem. Will man vor Sonnenuntergang den Platz wieder verlassen, so kommt man nicht umhin, sich wahrlich dazu zu zwingen, sich wieder auf den Weg hinunter, an den schönen Fluss Wiesent zu begeben, denn der Ort hält einen wahrlich magisch fest. Ein wundervoller Kraftort, der einiges im dafür offenen Besucher auszulösen vermag, wenn er sich darauf einlässt. Wie in einem Märchen, fällt man, nach der Rückkehr vom schönen Ausflug, in einen tiefen Schlaf.

Bilder: 2012Spirit

Buchtipp:

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns! (Kommentare, die sich nicht auf das Thema beziehen, werden gelöscht)

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.