1-7: Niederlagen wichtig für Wachstum

11 Jul 2014 Von Kommentare: 22 Gesellschaft, Zeitgeschehen

Welt über einem Fussballstadion

Die Verlierer von heute sind die Gewinner von morgen – und umgekehrt. Alles im Leben hat zwei Seiten. Das ganze Leben ist geprägt von Hochs und Tief, bei jedem Menschen, jeder Nation und jedem Fußballteam. „Das einzige beständige im Leben ist die Veränderung“, so besagt eine alte ZEN-Weisheit. Niederlagen gehören zum Leben dazu, genauso wie es dazu gehört, immer wieder aufzustehen, zu reflektieren und nach vorne zu schauen. Fußball, die einzigartige Sportart, die in fast allen Teilen der Welt als „Sprache“ verstanden wird, in der Helden geboren werden und Verlierer Tränen vergießen, spiegelt uns wieder einmal sehr präzise, welche verschiedenen Facetten „Mensch“ sein bedeutet.

Zuviel Druck auf den Schultern

Brasiliens „Selecao“ kommt ins Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. 200 Millionen begeisterte Brasilianer fiebern mit und wünschen sich nichts sehnlicher als den WM-Titel. Bis zum Halbfinale läuft alles nach Plan. Beim Halbfinalspiel gegen Deutschland funktioniert ab dem ersten Gegentor gar nichts mehr und das Team bricht in sich zusammen. Die Zuschauer trauen ihren Augen kaum und wähnen sich in einer Parallelwelt. Den brasilianischen Spielern ist bei ihrem bisher wichtigsten Spiel ihres Lebens fast in jeder Szene ihre übergroße Nervosität anzusehen und der Druck auf ihren Schultern förmlich spürbar. Gestandene Top-Stars, die nahezu alle bei europäischen Top-Clubs spielen, versagen im Kollektiv und können ihr Leistungsvermögen zu keiner Zeit der 90 Minuten beim 1-7 Debakel gegen Deutschland abrufen. Der brasilianische Trainer Scolari bezeichnete das Spiel hinterher als „die schlimmste Niederlage aller Zeiten und eine Katastrophe“.

Die Erwartungshaltung des Fußballlandes Brasilien war bereits im Vorfeld riesengroß. Eine ganze Nation mit 200 Millionen fußballverrückten Einwohnern fieberte seit Jahren diesem Top-Ereignis entgegen und wurde in einem einzigen Fußballspiel auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht. Die „emotionalen“ Brasilianer, einige der Spieler weinten bereits bei der eigenen Nationalhymne, zerbrachen an unaufgeregten und spielfreudigen Deutschen, die nichts anderes als ihr Spiel im Kopf hatten. Der Druck von 200 Millionen Menschen wurde auf elf Fußballer projiziert, die damit heillos überfordert waren, wer kann es ihnen verdenken.

„Ich wollte nur meinem Volk Freude bereiten und allen, die so viel zu leiden haben. Ich möchte mich bei allen Brasilianern entschuldigen.“, so Brasiliens Abwehrspieler David Luiz weinend vor laufenden Kameras.

StadionAuch wir, die nicht vor einem Milliardenpublikum Fußball spielen, bürden uns oft zu viel Druck und zu viel psychischen negativen Stress auf bzw. lassen uns diesen aufzwängen – von Vorgesetzten, dem ParterIn, Kindern oder dem vermeintlichen Freundeskreis. Bei Menschen, die in einer gebückten Körperhaltung durchs Leben gehen oder die chronische Rückenleiden haben, kann man davon ausgehen, dass diese sich zu viel aufgeladen haben. Krankheit symbolisch als Sprache der Seele.

Die Verlierer von heute sind die Gewinner von morgen – und umgekehrt

Alles hat zwei Seiten. Auch die deutsche Elf musste dies beim Halbfinale gegen Italien bei der WM im eigenen Land 2006 schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Eine Minute vor Schluss der Verlängerung (119. Minute) wurde die bittere Niederlage besiegelt und der Traum vom vierten WM-Titel platzte binnen Sekunden wie eine Seifenblase. Einige der Spieler von damals sind auch heute noch mit dabei. Sie wissen, wie es sich anfühlt ein großes Spiel vor heimischem Publikum zu verlieren und sie sind daran gewachsen. Nur wer nach Niederlagen wieder aufstehen kann, ist in der Lage aus einer Erfahrung des Schmerzen Kraft zu schöpfen. Das ganze Leben ist geprägt von Hochs und Tief, bei jedem Menschen, jeder Nation und jedem Fußballteam. Das einzige beständige im Leben ist die Veränderung, so besagt eine alte ZEN-Weisheit.

Immer sein bestes geben, und wenn es nicht reicht ist es eben so. Nach Niederlagen aufstehen und aufrechter gehen als je zuvor. Sich nicht verkriechen, sondern dazu stehen, Fehler gemacht zu haben und die Gewissheit, daraus zu lernen. Das Gewesene als wichtige Erfahrung ansehen und diese zu würdigen – in Respekt vor dem Leben und dem eigenen Sein. Was Milliarden Zuschauer im TV verfolgten, spiegelt unsere eigenen persönlichen Niederlagen, die wir als solche empfinden. Das Äußere ist lediglich ein Hinweis für unser Innenleben. Wenn wir Niederlagen als das ansehen, was sie in Wirklichkeit sind, nämlich wichtige Erfahrungen, Emotionen und Gefühle, die wir bewusst annehmen und nicht wegschieben sollen, kann daraus ein großer Erfolg werden. Dieser Erfolg heißt: Wachstum. Die 1-7 Niederlage wird in die kollektive brasilianische Fußballseele eingebrannt sein, so wie auch eine große persönliche Niederlage des Individuums Mensch dem Unterbewusstsein eingeimpft wird. Aber auch sie werden wieder aufstehen und bald große individuelle persönliche Erfolge feiern, denn nur diejenigen, die bewußt durch die Scheiße gehen (Entschuldigung für den Ausdruck), können aus Dunkel wieder Licht werden lassen.

Bilder: Fotolia.de

Buchtipp:

22 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Frosch Frosch sagt:

    Hi Alex
    Sehr schöner Artikel. Zitat:…“denn nur diejenigen, die bewußt durch die Scheiße gehen, können aus Dunkel wieder Licht werden lassen….“
    Richtig. Ich glaube sogar, nur wer die Nacht gesehen hat, weiss den Tag zu schätzen, bzw. ohne das Wissen um die Nacht, wüssten wir alle nichts vom Tag. Ohne Krankheit wüssten wir nichts vom Geschenk der Gesundheit. Alles bedingt einander. Die Kunst des Lebens ist es, auch in der tiefsten Nacht nicht das Licht, sei es noch so schwach, aus den Augen und dem Herzen zu verlieren. „Gaucho na Copa’s“ Geste finde ich wunderschön und sehr symbolisch, etwas, was wir zu Herzen nehmen sollten.
    Frosch-Gruss

  2. 2
    Nils sagt:

    Interessante Theorie. Bzw ist das wissenschaftlich bewiesen? Ich meine viele sind dann ja auch geneigt aufzugeben oder nicht? Besonders wenn ich mir jetzt so das Spiel DE vs Bra angucke. Das ist doch mehr gegen das Ego als dafür? Ich bin mir halt nicht sicher ob das wirklich so ist. Dafür geben zu viele zu schnell auf. Außerdem ist ein Trainerrausschmiss ja dann die übliche Art und Weise damit umzugehen.
    Gut vielleicht kommt das beim Sport eher hin.

  3. 3
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Hallo Nils,
    was genau meinst du?

    Ich denke, wenn man mental blockiert ist, z.B. durch Erfolgsdruck, kann man seine Leistung nicht zu 100% abrufen, selbst wenn man körperlich top-fit ist, da Körper, Geist und Seele eine Einheit darstellen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Ist bei einem „normalen“ Job das gleiche. Wenn dich was belastet, bist du nicht zu 100% bei der Sache.

  4. 4
    Frosch Frosch sagt:

    @ Nils
    Muss man alles wissenschaftlich beweisen? Ich meine, ‚Legal Highs‘ sind wissenschaftlich auch nicht auf deren (un)Schädlichkeit dokumentiert und doch wird wacker konsumiert, um vielleicht Niederlagen (des Lebens) besser verkraften zu können? Ich denke, wenn man ‚fällt‘, sei dies nun durch eine Niederlage im Sport wie bei Brasilien oder auch privat, bei was auch immer: man muss sich fallen lassen können, sinken bis auf den Grund und dann wieder aufstehen. Wenn man am Nullpunkt angelangt ist, wird eine Kraft freigesetzt, die alles wieder neu entstehen lässt. Phoenix aus der Asche. Oder Frosch aus der Gosse. Es geht ums Prinzip.

  5. 5
    Michelle sagt:

    Lieber Alex,

    danke fuer diesen schoenen Artikel. Er half mir, wieder aufzustehen.

    Sei umarmt

    Michelle vom Vagabundenblog

  6. 6
    Silvia sagt:

    Deutschland ist Weltmeister!!!
    ——————————————
    Mir Schwiizer gratuliered eusem grosse Brüeder zum wohlverdiente Sieg!! Mir sind stolz uf eu!

  7. 7
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Deutschland darf und sollte feiern! 🙂

  8. 8
    Ramona sagt:

    Hallo Alex,

    Für mich ist ein 1 : 7 in diesem Fall schon sehr außergewöhnlich, nicht normal.
    Die Brasilianer verloren auf Schlag ihre besten Spieler, warum?
    Im brasilianischen Volk, für die Fußball alles ist, verbreitete sich Wut, Empörung, Traurigkeit, Verzweiflung etc. und doch auch Hoffnung, siehe den älteren Mann mit seinem Pokal.
    Die Energie dieses ganzen Volkes veränderte sich auch auf Schlag und wirkte auf die Fußballer. Sie spiegelten im Spiel ihr eigenes Volk wieder.
    Für mich ist dieses Szenarium zu auffallend, gerade, weil ich kein Fußballfan bin. Deshalb betrachte ich das Ganze aus meinem Blickwinkel kritisch.
    Ich wage jetzt zu schreiben, dass diese übergroße Nervosität der brasilianischen Spieler bewusst ausgelöst wurde.
    Ramona

  9. 9
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Hallo Ramona,
    stimmt schon, 1:7 ist extrem außergewöhnlich, rationell denkend überhaupt nicht nachvollziehbar.
    Warum meinst du dass die übergroße Nervosität der brasilianischen Spieler bewusst ausgelöst wurde? Von wen, und warum?

    Herzliche Grüße
    Alex

  10. 10
    Angela sagt:

    ….. nach wie vor, tu ich mir schwer, diesen Fussball-Zirkus ernst zu nehmen…… tut mir leid, liebe Fans —
    doch ich muss dabei immer an die Kehrseite der Medaille – sprich : vertriebene Menschen, die deswegen Wohnung und Obdach verloren haben, den Artikel über in der Nacht erschossenen Strassenkindern, weil sie das Stadtbild verschandeln und wer sonst noch dafür auf der Strecke geblieben ist – weil er oder sie nicht in die heile Fussballwelt passen — denken.
    Die Fifa kassiert Millianrden – kein Umsatz – nein die streichen das als Gewinn ein, Brasilien trägt die finanzielle Last dieser ganzen ausufernden Angelegenheit, aber vielleicht bekommen sie ja jetzt viel Touristenbesuch, die die Fussballarenen angucken – dann können sie die Einnahmen eben für das „liegen gebliebene“ – z.B. Bildung, Krankenhäuser etc. ….. verwenden…

    Angela

  11. 11
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Hallo Angela,
    und dennoch ist die Fußball-WM Teil von uns Menschen, auch wenn man Vieles (mit Recht) nicht gutheissen mag. Verteufeln wir sie im Außen oder fangen wir bei uns selbst an, unsere eigenen persönlichen Abgründe anzuschauen?

  12. 12
    Angela sagt:

    Lieber Alex,
    ich bin weit davon entfernt, etwas zu „verteufeln“ – und ja, ich denke wir fangen alle bei uns selbst an und sind sicher auch schon weit und mittendrin. Drum denkt „mensch“ wahrscheinlich über o.g. nach…….
    Die WM mag ein Teil von uns Menschen sein, ich bestreite dies garnicht, doch – ist meine Meinung – rechtfertigt es dieses Ganze?
    Sehe ich mir die Fans auf den Fan-Meilen an – man bekommts im TV ja mit, ob man will oder nicht – „geschmückt“ mit Fan-Artikeln, bemalt (mit Farbe, welche Giftstoffe enthält – (St.Warentest) ausgestattet wie zur Fasenacht, da frage ich mich schon so manchesmal, warum? Was hat das mit Fussball – geschweige denn – mit Sport zu tun? Warum müssen wegen Fussball oder auch Sport Menschen vertrieben werden, leiden und sogar sterben, weil sie Platz wegnehmen? Und müssen darum die Fans so abgelenkt und manipuliert werden, dass sie darüber nicht nachdenken sollen, müssen , wollen? –
    Fussball in allen Ehren und nicht als Dauerbeschallung und derart übertrieben, und manipulativ, wie es seit einigen Jahren gehandhabt wird. Das ist nicht in Ordnung.
    Na ja und so hat eben jeder eine andere bzw. eigene Sichtweise auf die Dinge…

    Alles Liebe
    Angela

  13. 13
    Ramona sagt:

    Hallo Alex,

    du fragst mich: „Warum meinst du dass die übergroße Nervosität der brasilianischen Spieler bewusst ausgelöst wurde? Von wen, und warum? „

    In Wirklichkeit hatte das ganze Volk diese übergroße Nervosität in sich, durch den Ausfall der guten Spieler. Für mich steht die Frage, warum sind gerade die Besten ausgefallen?

    Das ist doch nicht fassbar, dass gerade den Brasilianern so was unglaubliches passiert und diese Menschen sind sehr gefühlvoll und emotional.
    Es beginnt ein schöpferischer Prozess, der unbewusst oder bewusst seinen Lauf nehmen kann.

    Es sind, in diesem Fall, massive Gedanken von (negativer) Energie, ein Gedankenfeld konnte sich bilden, wie eine dicke Wolke, die über das ganze Land schwebte und wohl über die ganze Welt. Gerade weil dieses Volk so emotional und gefühlvoll ist, wirke der Schöpfungsprozess.
    Die Gefühle versammelten sich sozusagen und bildeten diese Wolke zu einer kraftvollen Energie aus, die sich dann auf die Fußballer projizierte.

    Die Fußballer wollen für alle das Beste geben und vertrauen auf die Kraft ihrer Fan´s. Die Resonanz wirkt automatisch.

    Der Schöpfungsprozess endet in einer Willensäußerung zum Handeln, bewusst oder unbewusst.
    Die Fußballer konnten diese gewaltige Energie, die auf sie projiziert wurde nicht abwenden, sie waren gefangen, gesteuert vom eigenen Volk und mehr.

    Ich nehme an, sie bemerkten es sehr wohl in sich aber sie waren einfach hilflos, ja…., alles geschah zum Wohle der Deutschen.
    An diesem Szenarium kann man sehr gut erkennen, was mit dem Schöpfungsprozess gemeint ist und wie er wirken kann.

    Gewisse Leute kennen sich sehr gut aus damit und nutzen die beste Möglichkeit, die es gibt, um solche Massengeschehnisse zu beeinflussen. Es war schon immer so.
    Schau zurück in die Geschichte und du wirst fündig. Mit den jetzigen Energien, die aus dem Universum zu uns kommen geht alles noch viel schneller.

    Aber warum sollte Brasilien so hochhaus verlieren und Deutschland so hochhaus gewinnen?

    Was erreicht man in dieser Welt mit solch einem Wahnsinn?

    Ja, man kann die ganze Menschheit beeinflussen, auf Schlag, dass sehe ich hiermit.

    Politisch kennst du dich wohl besser aus als ich. Was bezweckt das Ganze?
    Ich will es wissen.

    Jetzt hier beim Schreiben bewegt es mich innerlich sehr und mein Körper zieht sich richtig zusammen.

    Was für ein Spielchen wird in Wirklichkeit auf Erden gespielt?

    Ramona

  14. 14
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Hallo Ramona,
    interessante Sichtweise, der ich teilweise zustimme. Jedoch, nur das mentale reicht noch nicht zum Weltmeister werden. Ohne Talent und Training wird auch jemand, der um die quantenphysischen Gesetzmäßigkeiten weiß und sie anwenden kann, nicht zum Weltmeister (symbolisch gesprochen). Ich glaube nicht, dass „Dritte“ sowas beeinflussen können. Wenn, dann nur die Brasilianer selbst, bzw. die Deutschen. Natürlich ist ihr Bester ausgefallen, aber wenn die brasilianische Seele sich davon „klein“ kriegen lässt, spricht das weder für die mentale (oder auch emotionale) Stärke des Landes, noch für das Talent und die Physis der brasilianischen Elf.

    „Was für ein Spielchen wird in Wirklichkeit auf Erden gespielt?“
    Brot und Spiele… Solange die Menschen das haben, begehren sie nicht auf…, wenngleich es egal ist wer nun Weltmeister ist. Nur zur Information: Brasilien war schon 5x Weltmeister.

    Grüße
    Alex

  15. 15
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Hallo Angela,
    ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Giftstoffe, die sich die Leute alle vier Jahre ein paar Stunden ins Gesicht schmieren, so schlimm für die Gesundheit sein sollen. Wie alles im Leben kommt es auf die Dosis drauf an und kann jeder für sich selbst entscheiden. Abgesehen davon sind die wenigsten von dene echte Fussballfans, es hat mehr etwas von „Eventcharakter“. Auf der anderen Seite sehe ich die Menschen, die zusammen lachen, feiern und Spaß haben.

    Du fragst „…rechtfertigt es das Ganze?“ Wer ist der Richter, der sagt was ok ist und was nicht? Welche Moralvorstellungen legst du zugrunde? Wenn du dir die Welt ansiehst, wo fängst du an und wo hörst du auf? Rechtfertigt ein Krieg in irgendeiner Weise? Auch da gibt es die, die sagen, wenn der Krieg gegen die „Bösen“ geführt wird, sterben wesentlich weniger Menschen, als wenn der Krieg nicht geführt wird…

    Grüße
    Alex

  16. 16
    Angela sagt:

    jetzt muss ich lachen …. es geht nicht darum, ob sich die Leute alle 4 Jahre Gift ins Gesicht schmieren – es geht — ach wir könnten jetzt stundenlang diskutieren…… ..warum muss man sich überhaupt Farbe beim Fussball ins Gesicht schmieren?
    Und ob ein Krieg gerechtfertigt oder nicht ist? Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung, es ist ein Vergehen an der Menschheit. —- hat aber als Thema jetzt nix mit Fussball zu tun, denn das war „die Ausgangsposition“

    Alles Liebe
    Angela

  17. 17
    Frosch Frosch sagt:

    Liebe Angela
    Ich verstehe deine Ansicht. Das wegen der Farbe ins Gesicht schmieren: Ich glaube, dies ist lediglich Ausdruck von Freude und Spass, aber auch Verbundenheit mit der Mannschaft und aber auch mit den anderen Fans. Man will dazugehören, sich nicht alleine fühlen, sich eins fühlen. Was vordergründig vielleicht oberflächlich nur wie eine Sportveranstaltung aussieht, ist tiefer geschürft psychologisch sehr gut zu begründen. Gerade beim Fussball gehts um Zusammenhalt. Bei der Mannschaft aber auch bei den Fans. Man hofft und bangt, weint und lacht und dies verbindet. Und wenn der Mensch wenigstens nur kurze Zeit dieses Gefühl der Verbundenheit wieder erleben darf, so ist dies aus spiritueller Sicht her gesehen sehr wertvoll. Bei einer Niederlage dann, fällt das ganze Hoffnungskonstrukt zusammen und erinnert jeden einzelnen wieder daran, wie ‚allein‘ er ist. Irgendwann wird er lernen, das niemand allein ist.
    Das Leben ist ein Spiel. Wieso spielen wir nicht? Wieso sind wir so verbissen?
    Beste Grüsse
    Frosch

  18. 18
    Ramona sagt:

    Hallo Frosch,

    spielen aus Spaß an der Freude ist für mich wahres spielen.
    Beim Spielen wird immer gewertet, bewertet und alles dreht sich hier um Macht und Gier.
    Es ist wundervoll, dass unsere Spieler es schaffen trotz des heftigen Druck´s von allen Seiten diesen Hintergrund beiseite zu schieben und zusammen hielten, weil sie wahrscheinlich wissen, worauf es noch ankommt auf dieser Welt.
    Ja, in dieser WM wurde die Menschheit aus ihrem Alltag raus geholt, was tatsächlich vielen Menschen gut tut.
    Sie trafen sich irgendwo, in der Familie, bei Freunden, Bekannten oder im Restaurant und konnten gemeinsam fiebern, sich freuen und tranken dabei ihre Bierchen. In der Schule konnte ich sehen, wie begeistert froh und bunt bemalt die Kinder auch waren. Tatsächlich konnte ich auch erleben, wie unruhig und auf brausend sie sich deshalb untereinander verhielten. Das sollte uns Erwachsenen zum nachdenken anregen.
    Das Gemeinschaftsgefühl ist was wunderbares, besonders, beim Fußball. Das sehe ich auch so, obwohl ich kein Fußballfan bin.
    In Wirklichkeit ist im Menschen eine große Sehnsucht nach Gemeinsamkeit und Harmonie.
    Die Menschen sind oft unbewusst so verbissen, sie sind geprägt durch Erfahrungen und die meisten wissen doch nicht, dass wir wie Marionetten an Bändern oder wie Automaten funktionieren.
    Aber, irgendwann wachen alle auf, das wird nochmal eine WM. Ich freue mich auf dieses Spiel und ich hoffe, dann feiern auch alle mit.
    Ramona

  19. 19
    Angela sagt:

    Lieber Frosch,
    es war sicher nicht die Farbe, und nebenbei bemerkt, ist es eigentümlich, da ein „Zusammengehörigkeits-Gefühl“ zu entdecken, sondern die Kehrseite der Medaille, wie oben (10) schon beschrieben………da macht man sich eben so seine Gedanken………..
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/06/brasilien-strassenkinder-passen-nicht-ins-bild-der-wm-und-verschwinden/

    Angela

  20. 20
    Frosch Frosch sagt:

    Liebe Angela
    Habe den Artikel gelesen. Wenn ich die Fakten mal aufreihe: Im Titel kommt das Wort verschwinden vor. Verschwinden heisst nicht töten.
    ‚Er‘ dreht einen Film darüber ohne jedoch wirklich zu wissen, dass alles so abgelaufen ist. Die korrupten Polizisten (die immer ziehen) passen da fein ins Bild. Biegen wir uns da nicht eine Negativstory zurecht und speisen so noch mächtig Energie rein?
    Wie wäre es mit diesem schönen positiven Bild: die Kinder wurden ‚beiseite geräumt‘ und ihnen wurde in der Zeit der WM ein Obdach gegeben?
    Unsere Energie folgt der Aufmerksamkeit. Lassen wir uns runterziehen oder stehen wir auf und senden positive Energie dahin, wo es sie braucht?
    Beste Grüsse Frosch

  21. 21
    Angela sagt:

    Lieber Frosch –
    fürwahr — ein schönes Bild…….

    Wie wäre es mit diesem schönen positiven Bild: die Kinder wurden ‘beiseite geräumt’ und ihnen wurde in der Zeit der WM ein Obdach gegeben?

    Angela

  22. 22
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Liebe Angela,
    paßt irgendwie zur Diskussion. Hier eine liebe Botschaft eines Brasilianers über das Verhalten der Deutschen in der WM
    http://root-space.eu/file/ectaunsm

    Man sieht, wirklich ALLES im Leben hat zwei Seiten…, auch mal gute… 😉

    Herzliche Grüße
    Alex

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns! (Kommentare, die sich nicht auf das Thema beziehen, werden gelöscht)

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.