Garten des Lichts

26 Jul 2014 Von Kommentare: 0 Kraftorte, Spiritualität

Zengarten Blumen

Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Garten! Dort werden wir uns begegnen! (Rumi)

Einst mein Liebster hat gezeigt ihn mir, geheimnisvoll verborgen an einem mir unbekannten Orte. Dass ich ihn wiederfand, diesen lieblich Ort, empfand ich als großes Glück und ich mich so dann nieder ließ an bekanntem Platze, mich hingab den Lauten der Natur, dem Summen der Bienen und dem Flug der Libellen. Das morsche Bänkchen, ganz nah am kleinen Teiche, lädt zum Verweilen ein und abtauchen in seine eigene ganz kleine Welt, ein Anblick, so glaube mir, zu bezahlen mit keinem Gelde der Welt.

Wie sonderbar, dass man immer ist an diesem lieblich Orte allein und ungestört, keine Menschenseele weit und breit, sieht und hört, so als würd der Garten nur mir gehören, so als ob ich jede Blume hier selbst gesät, selbst gepflegt. Und so fühl ich mich stets willkommen hier an diesem friedlich Ort, umzäunt von Hecken und Obstbäumen, die wie ein Schutz wirkend auf mich, ihre Arme ausbreiten und keine negativen Energien hineinlassen an diesen verwunschenen Ort.

Tor zum ZengartenEinst eine gute Seele muss angelegt eine Art Weg, Stein für Stein mühevoll bei Tag und Nacht, zusammengetragen und erschaffen zu einem kleinen Pfade, voller Mäuerchen und Ruheinseln, so wunderbar, gar erinnernd an einen Zen-Garten. Ob es von Menschenhand erschaffen ist oder gar Feen und Kobolde hier ihr Werk verrichteten? Es sei dahingestellt und wirklich wissen muss ich es nicht, denn eines ist sonnenklar, die Energie, die da herrscht ist mehr als nur sonderbar. Man wird getragen wie von Engelsflügeln, wer vorher noch außer sich war und im Stresse, wird Ruhe finden, so wunderbar.

Und so saß ich inmitten von wunderbarer Blütenpracht am Ufer des kleinen Seerosenteichs und war verbunden mit allem was da war. Manch Frage stellte sich mir nun und ich suchte nach Antworten, fand sie aber nicht, denn eine leise Stimme, welche dann zu mir sprach, erzählte mir voller Liebe und geduldig wie nie gekannt:

„Schau, Menschenkind, suche nicht nach Antworten, die du nicht finden kannst, sondern sei dir gewiss, alles ist gut, so wie es ist. Vertrau dem, was ich dir teile mit, geh in dich und verbinde dich mit deinem Herzen, dem Raum, der nur dir gehört. Dort an diesem Orte, sind wir uns ganz nah, und es bedarf keiner weiteren Worte, denn dort wird nicht gesprochen, sondern nur noch gefühlt. Verzweifle nicht, sondern suche immer stets wieder aufs Neue diesen Ort. Doch sei dir sicher, immer wenn du besuchst diesen Ort, dem Herzensraum in dir, er frei sein wird für dich. Die Blumen, sie werden erblühen in allen von dir erdachten Farben und nur für dich, die Bäume werden dich beschützen und Schatten spenden und der Teich wird dir die Ruhe geben, die du brauchst.“

Weg des ZengartenUnd so fand ich meinen Trost in diesem Garten, der nur Spielgelbild war von meinem Innern, denn was ich fand im Aussen, bereits in meinem Herzen vorhanden war. Denn, so besagt es eine Mär, dieser Garten wahrhaftig nicht existiert, zumindest nicht in der äusseren Welt. Und so seh ich heut den Garten mit andren Augen und kreiere ihn mir stets von Neuem selbst. Ich pflanze meine eignen Blumen, lass meine eignen Libellen fliegen und suche mir die buntesten Früchte für die Bäume aus.

Bilder: 2012Spirit





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