Oberflächliche Spiritualität heißt Nicht-Hinsehenwollen

24 Jul 2014 Von Kommentare: 17 Bewusstsein, Spiritualität

Räucherstäbchen

Regelmäßig Yogakurse (*) besuchen, Bücher über Glück, Positives Denken und Channelings lesen, hier indische Räucherstäbchen, dort ein paar Heilsteine. Dazu selbstverständlich eine gesunde, vegane Ernährung, kein Zucker, weder Nikotin noch Alkohol. Das perfekte Leben für einen Erleuchteten, oder einen, der es werden will! Taucht ein Problem auf, kaum zu glauben, dass man mit Problemen überhaupt noch belästigt wird weil man doch so erleuchtet lebt, taucht man in eine beruhigende, heilsame Meditation (*) ab, gleicht die Chakren aus und atmet besonders viel Licht und Liebe. „Das Problem liegt im Außen und hat nichts mit mir zu tun. Also immer nur positiv denken, dann wird das schon wieder!“

Man schaut bestürzt auf unser Welt, beobachtet fassungslos und geschockt Kriege und (gefakte)Terrorakte im Fernsehen und sieht zu wie Regenwälder abgeholzt werden. Furchtbar, was da alles abgeht. Was geschieht nur außerhalb von uns? Sind die Menschen denn völlig außer Kontrolle geraten? Wieso ändert sich da nie etwas? Die Zeit drängt! Dann doch lieber wieder versinken in eine friedliche Welt, wo es weder Gewalt, Hass noch Kriege gibt. Einfach nur friedlich in der Zeitlosigkeit entschwinden. Getragen sein von Engeln und dem Universum. Krieg und all dies, was wir da um uns herum sehen, ist nicht real. Was ist überhaupt real? Gibt es Zeit? Nein, es ist weder real, noch gibt es Zeit. Wie beruhigend. So kann man in Frieden dieser Welt „entschwinden“.

Flucht nach Innen

Entschwinden ist ein anderes Wort für Flüchten und dies tut man genau dann, wenn man nichts von der Außenwelt mitbekommen will und lieber abtaucht in die eigene Parallelwelt. Man nimmt so im Außen nichts Störendes mehr wahr und wenn jemand ein Problem besprechen will, sagt man mit voller Überzeugung, dass sein Problem nicht real ist, weil es lediglich sein Ego ist, was ihn da torpediert. Er solle über allem stehen, besser gesagt, schweben. Ein wahrlich Erleuchteter lässt sich von alldem nicht beirren.

Manipulation

Soldaten MahnmalWir empören uns über die Massenmedien, die uns manipulieren bis zum letzten Atemzug und uns selbst dann nicht loslassen, denn das Leben geht ja weiter und wir nehmen all den Müll mit ins nächste Leben. Also ist es naheliegend, sich lieber schöne Texte aus dem Universum einzuverleiben, sich tragen zu lassen auf einer Welle von Licht und Liebe. Diese Welle zu reiten ist wunderschön, sie vermittelt Geborgenheit und Wärme.

Doch wer glaubt auf ihr reiten zu können ohne dabei nass zu werden, hat sich getäuscht. Irgendwann wird einem bewusst, dass auch diese Welle aus Licht und Liebe alles nur eine Manipulation der Masse ist, einfach schön und lieblich verpackt in rosafarbenem Papier. Offenbar ist der Bedarf groß, denn das Geschäft läuft wie geschmiert. Menschen konsumieren Channelings, Entspannungsmusik und andere frohe Botschaften, tauschen sich aus mit anderen sogenannten Erleuchteten. Alles was mit der eigenen bequemen Wohlfühlspiritualität nicht mehr konform ist, wird bis ins letzte Detail zerhackt. Dunkelheit hat keine Daseinsberechtigung mehr im Garten des Lichts und wird vehement bekämpft und schlecht gemacht. Kriege im Außen werden einfach in Gedanken wegradiert, ebenso Armut. Lieber wird mit dem Finger auf andere gezeigt, als die eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten zu sehen, anzuerkennen und zu reflektieren. Das eigene Ego sorgt schon dafür.

Licht-, Liebe und „positives Denken“-Mentalität heißt: Nicht-Hinsehenwollen

Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wieso sich die Welt da draußen nicht verändert, wieso nicht endlich Frieden einkehrt, jetzt, wo so viele Menschen nur noch in Licht und Liebe schwelgen, alles hellblau, rosa und zuckersüß ist. Machen wir uns nichts vor. Es ist hart und bitter, aber alles was im Außen passiert, ist lediglich ein Abbild unseres Innenlebens und dies hochgerechnet auf die gesamte Erdkugel. Jeder versucht vor sich zu fliehen. Die Nichtspirituellen tun dies, indem sie sich mit allmöglichen Dingen im Außen ablenken und die Spirituellen, indem sie Meditieren und Chanten basierend ausschließlich auf Licht-, Liebe und positives Denken-Mentalität. Beides bezweckt das Gleiche: die Flucht vor sich selbst, das Nicht-Hinsehen müssen. Doch wir müssen hinsehen. Und zwar unverblümt und direkt, frontal. Hinabsteigen in den Keller und all den Schutt der Vergangenheit anschauen, aussortieren, abtragen und schlussendlich ans Tageslicht bringen. Doch dies macht Angst und tut weh. Da geht man lieber den direkten Weg und vergisst dabei, dass alles im 1. Chakra hängenbleibt und uns den Weg, den wir eigentlich zu gehen wünschen, gehörig verstellt wird.

AlmEs ist Zeit an den Ort aufzubrechen, wo keiner hingehen will

Doch wer den Schritt in die Dunkelheit nicht wagt, wird nie das Licht sehen, denn die Schatten werden immer die Sicht aufs Licht versperren. Wir können es umgehen, indem wir uns nur die schönen frohen Botschaften anhören oder aber wir können es tun, indem wir mutig uns selbst an der Hand nehmen und direkt hinabsteigen ins Verließ. Niemand da draußen kann unsere Ketten sprengen, keine noch so frohe und liebliche Engelsbotschaft kann dies tun, keine Heilsteine und noch nicht mal ein Therapeut (dieser kann uns höchstes auf unserem Weg begleiten, wenn wir uns entschieden haben, diesen zu gehen). Nur wir selbst können unsere Blockaden lösen. Solange wir dies nicht machen, werden wir im Außen in symbolischer und sehr eindrücklicher Art und Weise dem Schatten begegnen in Form von Krieg und all den Umständen, die wir so abscheulich finden und nicht haben wollen. Alles, was da draußen geschieht, hat mit uns zu tun.

Wenn jeder sein Verließ aufräumt und dann befreit weitergeht, strahlt er dies aus und erzeugt ein Feld von Frieden. Es ist bekannt, dass es nicht viele Menschen braucht, um ein positives Feld zu erzeugen. Nur wenige Tausend Menschen können Millionen Menschen mit ihrer positiven Energie anstecken. Also, worauf warten wir?

(*) Meditation und Yoga ist für Körper, Geist und Seele nachweislich sehr gesund.

Bilder: Fotolia (Beitragsbild), The U.S. Army / Flickr (Bild Mitte), Pablo-Miranzo / Flickr (Bild unten)

17 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumina sagt:

    Bei diesem Artikel musste ich oft schmunzeln. Wenn man sich ,so wie ich, oft in spirituellen Foren und Blogs umguckt, findet man die beschriebene Tendenz der Flucht in angenommene „höhere Bereiche“ sehr häufig. Vielleicht nicht ganz so krass, aber doch durchaus vorhanden.
    Esoterik als Droge , um sich in einer brutalen Welt „high“ zu fühlen.
    Der Esoterik- Markt in Deutschland boomt , wie schon beschrieben. Viele haben auch ein Bedürfnis nach etwas Höherem, sie wollen ausbrechen aus ihrem oft als banal empfundenen Alltag. In diese Lücke stoßen Menschen, die mit esoterischen Heilsversprechen einträgliche Geschäfte machen wollen. Es gibt sie in großen Mengen und in verschiedenen Schattierungen: Geschäfte mit Hilfsmitteln, die zu “höheren Schwingungen” führen sollen, Hellseher, Kartenleger, Endzeit -Phantasten und Channelings in blumigen Worten ohne wirkliche Aussagen, welche oft mit teuren Seminaren verbunden werden.
    Um nicht in diese Falle zu tappen, könnten Menschen, die sich nach innerem Wachstum sehnen, viel aus den Lehren des Buddhismus lernen, nämlich, wie wichtig es ist, sich eigenen Anhaftungen und den Bedingtheiten seines Handelns zu stellen, vor allem, seine wirklichen , tiefsten Motive zu erforschen. Und das ist aus meiner Sicht äußerst wichtig, denn so viele unserer Handlungen und Denkweisen entstammen Glaubenssystemen, Traumata und psychischen Wunden die verdrängt oder noch gar nicht wahrgenommen wurden. Und dann kommt es natürlich auch darauf an, das Erkannte im physischen Leben umzusetzen, ansonsten bleibt auch diese Selbsterkenntnis nur eine Seifenblase.
    Ein sehr guter Artikel lb.Alex und Silvia, und ein großartiger Schluss. Zitat: „….Nur wir selbst können unsere Blockaden lösen. Solange wir dies nicht machen, werden wir im Außen in symbolischer und sehr eindrücklicher Art und Weise dem Schatten begegnen in Form von Krieg und all den Umständen, die wir so abscheulich finden und nicht haben wollen. Alles, was da draußen geschieht, hat mit uns zu tun“……. Zitat Ende

    Liebe Grüße von Lumina

  2. 2
    Miller & Cristini sagt:

    Liebe Lumina
    Herzlichen Dank für deinen wertvollen Input 🙂
    Einen wundervollen Abend dir
    Alex und Silvia

  3. 3
    Leanie sagt:

    Wunderbarer Artikel, Alex und Silvia.
    „Es ist Zeit an den Ort aufzubrechen, wo keiner hingehen will.“
    Dazu fällt mir ein Zitat ein:
    „Wenn du etwas erleben willst, was du noch nie erlebt hast, mußt du etwas tun, was du noch nie getan hast.“
    Erst gestern hatte ich einen Text geschrieben, den Shana jedoch nicht veröffentlichte, was ja ihr gutes Recht ist, es ist ja ihr blog.
    Ich jedenfalls gehe jetzt an diesen von euch beschriebenen „Ort“. In mir.
    Ich löse alle Urteile etc, die ich anderen und mir selbst antat, in diesem sowie allen Leben vorher, auf.
    Ich widme mich meinen inneren Widerständen, Erwartungen und Ent-täuschungen.
    Hoo`poono eben.
    Wenn ich einst von dieser Tafel abberufen werde, will ich frei sein. Auch von mir.
    Super Artikel.
    Leanie

  4. 4
    Frosch Frosch sagt:

    @ Leanie „……Ich jedenfalls gehe jetzt an diesen von euch beschriebenen “Ort”. In mir.“

    Ich komme mit 😉 . Bin auch mal wieder an meinen Ort gegangen, runtergestiegen in den düsteren Keller, kaum den Lichtschalter gefunden und beinahe gestürzt. Solltest mal meine grünen Gummistiefel sehen, voller Schlamm….. 🙂 🙂
    Schönen Tag dir, Frosch

  5. 5
    Leanie sagt:

    Da freu ich mich, lieber Frosch,
    meine Gummistiefel sind auch schon voll, ich hab se jetzt ausgezogen. Was soll`s. Hat was für sich, ist warm und weich wie
    die Kuhfladen, in die ich als Kind so gerne stapfte.
    Machen wir ein Froschkonzert draus.
    Umreich dich,
    Leanie

  6. 6
    Lara Croft sagt:

    Hey, ich hätt noch ein paar Gummistiefel zu verschenken. Mir reichen die nicht mehr, ich brauch nen Ganzkörperschutzanzug, denn mir steht der Dreck bis zum Hals…. 🙂 🙂
    Humor ist, wenn man trotzdem lacht oder so 🙂 😀
    Na dann, gutes Herumwühlen.
    Lara

  7. 7
    finder sagt:

    Ja, kann ich unterschreiben – leider!

    Habe ich leider auch oft genug feststellen müßen, daß so manche Spirituelle Menschen zwar Licht und Liebe predigen, bei sich Selbst aber nur ganz ungern hinschauen, um mal die eigene Haustüre zu kehren.

    Spiritualität ist in meinen Augen Verzeihen, Annehmen, das Gegenüber verstehen und so zu akzeptieren wie es ist.
    … und auch an Sich Selbst zu denken, indem man sich Selbst für die vergangen Entscheidungen mit den Konsequenzen verzeit, und Sich Selbst auch vergibt, um Schuldgefühle abzubauen und aufzulösen.

    JA, sich seinen eigenen schmerzhaften Anteilen zu stellen das kann ganz schön schmerzhaft und unangenehm sein.
    Und ich habe oft genug feststellen müßen, daß da auch oft Dinge dabei waren, die ich mir (und anderen) da Selbst eingestehen mußte, um auf diesem Weg voran zu kommen, und gewisse „leidige Themen“ ein für alle Mal zu beenden!
    (nicht lustig und zum Teil sehr unangenehm!)

    Aber ich merkte auch, je öfter ich es machte, umso leichter ist es mir gefallen 🙂

    Ich will auch frei sein – genauso wie Du @Leanie.

    Ich habe genug von dem ganzen 3D-Kram und will glücklich und in Frieden mit mir und anderen Leben.
    Das kann ich aber nur erreichen, indem ich an mir arbeite und die Positiven Leitsätze auch umsetze, so gut es mir möglich ist.

    Ja. Ho’oponopono – funktioniert vorzüglich! 🙂 🙂 😀

  8. 8
    Ruth Haremsa sagt:

    Ihre Ausführungen sind sehr amüsant und sicher zutreffend, obgleich etwas sehr polemisch (erreicht die Adressaten dann weniger, weil sie die Botschaft abwehren). Allerdings beschreiben Sie hier meiner Meinung nach Auswüchse kommerzieller Esoterik, die mit Spiritualität nichts zu tun hat. Ich würde es besser finden, hier mehr zu differenzieren. Einerseits, um Attribute des geistigen Weges für Skeptiker besser kenntnlich zu machen, und ihnen damit den Nährboden für Verleumdungen zu entziehen – und andererseits Suchenden Mut zu machen, einen ernsthaften Weg der Bewusstwerdung zu beschreiten. Abwertende Kritik, auch wenn SIe im Kern berechtigt ist, schüchtert ein und lässt den Selbstschutz hochfahren.

  9. 9
    Gudrun Wetzel sagt:

    Hallo ihr Lieben.
    Auch ich finde diesen Artikel sehr gelungen, und bin auch der Meinung dass man an den Ort gehen muß, an den keiner gehen will, um in sich selber Heilung zu finden. Denn Heilung kann nur aus uns selbst heraus geschehen. Trotzdem stört es mich etwas, dass hier die esotherische Szene mal wieder über einen Kamm geschert wird und die Menschen , die dies praktizieren, als abgehobene Spinner dagestellt werden. Ich denke alles hat seine Berechtigung und viele dieser „Spinner,“ sind bevor sie „Spinner“ wurden, auch diesen Weg gegangen, und kennen auch diesen Aspekt des Lebens. 🙂 Ich selber bin froh dass es sie gibt, weil einige mich auf meinem Weg zu diesem Ort begleitet haben, und es mir damit erst möglich gemacht haben, diesen Ort überhaupt aufzusuchen. Was dann passiert wenn man erst mal da ist, da hat kein anderer mehr Einfluss drauf, weil nur wir selber in der Lage sind diesen Ort aufzusuchen und dadurch etwas zu verändern. Aber für mich ist es einfacher es zu tun wenn ich einen Wegbegleiter habe, und ich glaube so geht es auch vielen anderen. Vorsicht würde ich walten lassen, wenn jemand sagen würde ich mache dich gesund,oder ich weise dir den richtigen Weg, oder nur diese Methode kann dir helfen. Aber das ist mir bis jetzt noch nicht passiert, und deshalb sehe ich Menschen die ihre Spiritualität anders leben als ich , auch nicht als Spinner und abgehoben an, sondern als Menschen die ihre Erfahrungen mit mir teilen. Was ich dann davon annehme, und brauchen kann, liegt bei mir.

  10. 10

    @ Finder (7),
    danke für deinen ausführlichen Kommentar.
    Ho’oponopono ist auch für mich eine hervorragende Möglichkeit, mich selbst zu heilen. Anschauen, Akzeptieren, Verzeihen, Selbstliebe und Loslassen. Dies bei bestehenden Blockaden zu praktizieren ist der Weg der bedingungslosen Liebe und des Vertrauens. Ho’oponopono vereint aus meiner Sicht sämtliche spirituellen „Konzepte“ und muss nicht aufwendig und teuer erlernt werden.

    @ Ruth (8),
    auch Dir vielen Dank für deinen Kommentar.
    Spiritualität und Esoterik im gemeinsamen Kontext zu beschreiben, war sicher so beabsichtigt. Mit etwas provokativeren Thesen lassen sich die Menschen dort abholen, wo sie gerade sind, ohne dies abwertend zu meinen. Nur wenn es Ecken und Kanten gibt, kommt der Mensch intuitiv auf die Idee zu reflektieren. Die bisherige Resonanz darauf bestätigt dies. Menschen denken darüber nach, reflektieren und kommentieren wiederum, was auch andere „anschubst“. Dies ist gut so.
    Ansonsten haben wir bei 2012Spirit übrigens genügend Artikel,die den Weg zum Innern – zu den eigenen Schatten – gut beschreiben.

    Herzliche Grüße
    Alex Miller / 2012Spirit

  11. 11
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    @ Gudrun
    Besten Dank für deinen Kommentar und deine Inputs. Das Wort “Spinner” kommt in deinem Text ganze 4x vor. In unserem Text kein einziges Mal. So frage ich mich, welche Beziehung du zu diesem Wort hast, wieso dich dies genau so anspricht und was es mit dir macht. Jeder soll seinen Weg gehen wie er mag, wenn er wünscht, auch mit einem Wegbegleiter. Wir zeigen hier in diesem Artikel lediglich auf, was passiert, wenn man womöglich vor lauter (grellem) Licht den Schatten nicht mehr sieht und dann plötzlich wieder am Anfang beginnen muss, weil die Schatten ihn eingeholt haben…. Schade auch, wenn man zuvor viel Geld für etwas ausgegeben hat, was Heilung verspricht, aber nur auf Oberflächlichkeit basierend war. Die Ent-täuschung ist dann um so grösser.
    Beste Grüsse
    Silvia / 2012Spirit

  12. 12
    Solve sagt:

    Danke! Das Wesentliche erkannt, allerdings mit gaanz vielen Worten ;-))

  13. 13
    Siegelbruch sagt:

    Dies Bild passt wirklich gut, das Licht möchte den Körper, um endlich Durchlichtung zu schaffen, wie einer Maschinengewehrsalve durchlöchern, doch der Körper ist Tabu für das Licht, und da ich als Siegelbruch dieses Tabu gebrochen habe, deswegen spricht man mit mir nicht, alle meinen, es ermangelt mir an Liebe und Licht, denn da wir in der Vergeistigung sind, hätte die Problematik mit dem Körper nicht mehr das ausschlaggebende Gewicht. Komisch ist nur, alle regen sich auch darüber auf, dass so viele Menschenkörper von Maschinengewehrsalven umgebracht werden. Ich frage euch: Kommt das etwa zustande durch das körperliche Hinterfragungstabu auf Erden?
    http://upvs.wordpress.com

    Siegelbruch

  14. 14
    Tino sagt:

    Hallo zusammen,

    Gratulation und ein Dankeschön zu diesem wundervollen Artikel. Ich möchte dabei noch anmerken dass Licht und Liebe aus meiner Sicht keinesfalls eine Illusion ist. Natürlich wird es oft benutzt um die Augen vor gewissen Dingen zu verschließen. Hierbei sind jedoch zwei sehr wichtige Faktoren entscheidend: eigene Schattenanteile integriert und in Liebe angenommen oder nicht (was dem Augenverschließen davor gleichkäme wie im Artikel beschrieben).

    Im Falle von Ersteren kann man niemanden einen Vorwurf machen wenn sich ein verkörpertes Individuum mit Ausrichtung nach Innen dazu entscheidet, niederen angstbasierten Energien aus der drei- und vierdimensionalen Dichte keinerlei Aufmerksamkeit und Energie zu schenken. Schließlich ist dies genau das, was das eigene Bewusstsein sowie die Eigenschwingung gleich wieder ein paar Etagen tiefer reisst, auf der anderen Seite wird genau das dadurch auch manifestiert. Je höher die Eigenschwingung, desto höher die Manifestationskraft. Lenkt ein Individuum mit hoher Eigenschwingung seine Wahrnehmung darauf wird genau das erschaffen, was kollektiv tagtäglich im Massenbewusstsein erschaffen wird. Es käme einem katalysatorähnlichen Effekt gleich, damit wäre niemanden geholfen und verschlimmert Einiges dazu noch. Das wirkt sich auch auf den Körper und das Wohlbefinden aus. Natürlich ist es hier ein gesamtes Kollektiv, wo jeder eigentlich im selben Boot sitzt. Doch Tatsache ist, dass jeder seinen eigenen Weg zu beschreiten hat. In erster Linie ist jeder für sich selbst verantwortlich und man hat keinerlei Anrecht darauf, dass wahrhaft erwachte Menschen mit integrierten Licht- und Schattenanteilen, einem Bewusstsein jenseits von Licht (Licht der Dualität) und Schatten in die Leben anderer intervenieren um ihnen die Dinge aufzuzeigen, die eventuell geändert weren können zwecks einer Verbesserung der eigenen Umstände. Die klare Präsenz und Ausstrahlung ist in den meisten Fällen mehr als ausreichend um gewisse Prozesse bei Anderen in Gang zu setzen.

    Lichtvolle Grüsse,

    Tino

  15. 15
    Steven Black sagt:

    Gut geschrieben! Mir gefällt der Blog sowieso sehr ..
    Wenn man sich mal vor Augen hält aus welchem Tiefschlaf wir alle aufgewacht sind, dann ist es kein Wunder, das Channelings und andere, diverse Angebote so beliebt sind. Ich denke, sie sind eine Art Vorstufe, wie vieles andere auch, um erst einmal eine Idee zu bekommen von einer „höheren Wirklichkeit“. Früher oder später sollte jeder/jede soweit kommen, um zu erkennnen, daß es damit alleine nicht getan ist.

    Es ist der Anfang, und irgendwann wird man in den Keller steigen müssen, um seinen „Krempel“ wirklich anzugucken. Ich mag es, wenn Leute diesen Punkt sehen und auch ansprechen, daß wird dringend benötigt. Ich brauche diese Erinnerung wie jeder andere auch, so sage ich Danke.

    Grüße, Steven

  16. 16
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Lieber Steven,
    danke dir recht herzlich! Das Kompliment gebe ich gerne zurück 🙂

    Es ist genau wie du schreibst, ich selbst war vor ein paar Jahren auch an dem Punkt, an dem ich wohl etwas zu hoch schwebte, vermutlich auch „dank“ einiger Channelings, ich damals den Boden unter den Füßen verlor – und sehr tief fallen musste, dabei hart gelandet bin. Aber ich habe gelernt und bleibe mit beiden Beinen fest auf dem Boden, während ich stets versuche, das Band zwischen meiner Seele mit dem Universum stets zu pflegen und zu leben.

    Bis bald!

    Herzliche Grüße
    Alex / 2012Spirit

  17. 17
    Petra Schwerdtfeger sagt:

    Hallo lieber Alex,
    der Artikel ist zwar schon etwas älter, der Inhalt aber zeitlos.
    Tja, da habe ich mich durchaus auch selbst erkennen können – auch ich war vor vielen Jahren in der spirituellen Wohlfühlblase, aber irgendwann fühlte sich alles äußerst seltsam an und passte mit dem alltäglichen Leben so überhaupt nicht mehr zusammen. Nachdem man mir dann den Vorschlag gemacht hat, zu einem Channeling zu gehen, bzw. eine Astrologin aufzusuchen, dämmerte es mir langsam. Ich fing an zu verstehen, dass die Lösung unserer Probleme nicht in wohlklingenden Sitzungen liegen, sondern ich die Verantwortung für mein Leben selbst übernehmen muss – und zwar in jeder Hinsicht.
    Mag mancher sagen, dass dies ja wohl völlig klar sei, aber so klar ist das eben nicht. In wie vielen Bereichen haben wir unsere Verantwortung schon aufgegeben … wenn man das mit wachen Geist betrachtet, dann ist die Erkenntnis ob des Umfangs erschreckend.
    Ich persönlich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mit zunehmender Übernahme meiner Eigenverantwortung ganz automatisch Zugang Stück für Stück zu einem ganz anderen Bewusstsein bekomme.
    Bücher, Kurse oder ähnliches, was sich sonst in dieser Richtung wieder nur von außen über einen stülpt, helfen da nur sehr bedingt. Das heißt nicht dass die Literatur in diesem Bereich unnütz wäre, aber man muss bereits den ersten Schritt von sich aus auf diesen Weg gemacht haben. Eben dieser Weg lässt einen manchmal an seine Grenzen des Erträglichen kommen, wenn man die stets unter Verschluß gehaltenen Räume in sich erkennt. Diese Räume müssen aber geöffnet, ausgeräumt und durchgelüftet werden. ….. und ich habe es phasenweise gehasst, das kann ich wirklich sagen. Selbsterkenntnis kann ganz schön schmerzhaft sein, aber sie lächelt einem auf der anderen Seite zu und schubst uns in die richtige Richtung, wenn wir sie wahrnehmen.
    Danke und lieben Gruß
    Petra

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