Gibt es einen Gott?

08 Aug 2014 Von Kommentare: 16 Allgemein, Sonstiges

Schloss in Illertissen

Man sagte mir, oben im Himmel, da gäbe es einen Gott und dieser beobachtet dich zu jeder Stunde, zu jeder Minute. Da war ich im Vorschulalter. Man sagte mir, da oben im Himmel, da gäbe es einen Gott und dieser schaut auf dich hinab und beurteilt alles, was du tust. Da war ich ein Teenager und getraute mich aufgrund dessen, kaum meine Sexualität zu leben, denn nicht auszudenken, was Gott sich dachte, wenn er sah, was ich da machte. Man sagte mir, da oben im Himmel, da gäbe es einen Gott und dieser schaut auf dich hinab und er schreibt sich alles in sein großes Buch. Am Ende deines Lebens dann, würde alles abgerechnet, all deine guten Taten, all deine schlechten.

Da war ich knapp zwanzig Jahre alt und gerade aus meiner Berufslehre heraus.

Man sagte mir, da oben im Himmel, da gäbe es einen Gott und dieser schaut auf dich hinab und er schaut genau, ob du tatsächlich wie in der Kirche gesagt, deine Frau nie verlässt „bis der Tod euch scheidet“ und du immer ein getreuer Ehemann sein wirst, wie in guten und schlechten Zeiten.

Da war ich gegen dreißig und stand kurz vor der Scheidung und die Zeiten waren verdammt schlecht.

Man sagte mir, da oben im Himmel, da gäbe es einen Gott und dieser schaut auf dich hinab und wenn du nicht jeden lieben würdest wie dich selbst, du im Fegefeuer landen würdest und kläglich enden.

Zu diesem Zeitpunkt bin ich aufgestanden, habe mein Leben selbst in die Hand genommen und nur noch an Einen geglaubt. An mich.

Und seit ich dies gemacht habe, erfahre ich erst, was es heißt, zu lieben und geliebt zu werden. Und seither spüre ich auch endlich diesen angeblichen Gott, der da im Himmel wohnt. Erst als ich begann mich selbst zu sein, authentisch, mich voll und ganz anzunehmen, habe ich diese Kraft aus dem Universum gespürt, die man auch symbolisch Gott nennen kann. Denn heute weiss ich, dass Gott niemals betrafen würde, würde ich noch so auf die schiefe Bahn geraten, denn er ist reine Liebe. Und so fragte ich mich, was sind das für Menschen, für Institutionen, welche ihren Schäfchen weiss machen wollen, dass Gott sie bestrafen würde, wenn sie nicht der Norm entsprechen und sündigen?

Man sagte mir, oben im Himmel, da gäbe es einen Gott, der schickt eines Tages seinen Sohn und dieser würde uns erretten und dann würde gerichtet werden über die Lebenden und die Toten. Heute nenne ich dies Angstmacherei und Manipulation. Gott richtet nicht, Gott bestraft nicht, Gott ist reine Liebe.

Buchtipp:

Bilder: Gehvoran.com

16 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    sadhu sagt:

    RamRam frosch

    sehr schön geschrieben …. habe mir bei der überschrift erstmal gedacht was kommt da wieder für ein unfug ….

    in allem ist ein bisschen wahrheit zu finden …. das so viele menschen einen Gott im aussen suchen liegt einfach daran das sie nur das aussen wahrnehmen ….

    für mich hat so gut wie alles was ich momentan in unserer welt an menschlichen aktionen sehen kann seinen urgrund darin, dass sich die menschen versuchen im aussen zu erkennen … ihre projektion wahrzunehmen …. und auch als wahrheit zu verteidigen

    wer von einem strafenden Gott spricht hat diesen auch in sich …. und wird diesen auch genau so erfahren …

    die sichtweise der menschen – und zwar ganz individuell – ist ein direkter hinweis auf das was jenen passieren wird im verlauf ihrer seelischen existenz in dieser welt oder universum …. der zwang sie anderen mitmenschen aufs auge zu drücken resultiert meiner meinung nach aus angst …. seine mitmenschen nicht zu belehren und sie trotz ihres teilweise kruden verhaltens in die inneren arme zu schliessen – auch wenns schwer ist – halte ich für die beste medizin wenn wir unsere welt „retten“ wollen …

    wenn wir eine lebbarere … eine bessere welt bewohnen wollen müssen wir sie auch so sehen wie wir sie wollen …. der ursprung der kreation ist wichtig …. und das verständnis das wir nur vor uns verantwortung haben und eben auch fehler begehen dürfen … um zu lernen ….

    der schatz den wir in uns tragen ist die art und weise wie wir schon in der lage sind unsere welt zu sehen …. Gott strahlt nur als prinzip in unsere materielle welt hinein …. wenn jemand einen seinszustand erreicht hat den er oder sie mit liebe identifizieren kann, hat er meiner meinung nach das erreicht was man hier Gott nennt ….

    danke für deinen text

  2. 2
    Frosch Frosch sagt:

    Lieber Sadhu
    Herzlichen Dank für deine Gedanken, welche wunderbar zum Text passen. Sehe dies auch so. Dieses im Aussen nach etwas suchen, dieses Hoffen auf einen Erretter, ist schlussendlich eine Abgabe der Verantwortung. Es ist einfacher jemandem die Schuld im Aussen zu geben, als sich einzugestehen, dass derjenige, den man im Spiegel sieht, der Verursacher ist. Im Gegenzug aber ist es auch eine wundervolle Erfahrung, wenn man erkannt hat, dass man selbst Schöpfer ist. Der viel zitierte Begriff der Kirche „Himmel und Hölle“ existiert tatsächlich. Jedoch nicht im Aussen, sondern in uns drin.
    Schönen Tag dir, Frosch

  3. 3
    Lumina sagt:

    Ein guter und wichtiger Artikel, lieber Frosch!

    Wenn ich das lese, was den Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen so „angetan“ wird durch die Idee eines strafenden Gottes, der nur die eigene Angst und ein Machtstreben spiegelt, kann ich wirklich glücklich sein, in einem buddhistisch geprägten Elternhaus aufgewachsen zu sein.

    Da gab es keinen persönlichen Gott, sondern nur eine „Göttlichkeit“ – ohne Anfang und Ende, ein Wirken innerhalb jedes Lebewesens. „Gott“ als Persönlichkeit ist eine Erfindung der Priester und Kirchenfürsten zum Trost und um Angst und Schuldgefühle zu erzeugen. Damit können dann die Menschen leichter beherrscht und beeinflusst werden. Göttlichkeit dagegen kann man nur im eigenen Herzen erfahren.

    Aber das Seltsame ist, dass die meisten Menschen gar keine Göttlichkeit WOLLEN, sondern einen persönlichen Gott, an den sie sich wenden können, den sie anflehen und anbeten können. Göttlichkeit zu erfahren ist schwieriger. Sie ist nicht bereits vorhanden, sie muss im innersten Kern unseres Seins erst erschaffen werden. Wir müssen göttlich WERDEN, ansonsten ist da nur Leere.

    Zitat Sadhu : „…..wer von einem strafenden Gott spricht hat diesen auch in sich …. und wird diesen auch genau so erfahren …“ Das ist ein guter Satz, genauso sehe ich es auch.

    Liebe Grüße von Lumina

  4. 4
    Frosch Frosch sagt:

    Liebe Lumina, danke für deine Zeilen. Zitat:….“Wenn ich das lese, was den Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen so “angetan” wird durch die Idee eines strafenden Gottes….“
    Das Prinzip des Strafenden treffen wir auch noch an anderen Orten an. Gerade in der Kindheit wird es gern von überforderten Eltern benutzt: War es nicht so, dass es da den Nikolaus gab mit seinem schwarzen Kumpel Knecht Ruprecht an der Seite? Oder wie war das nochmals mit dem Polizisten, der kommt, wenn du nicht brav bist? Eigentlich unglaulich, was alles als Druckmittel verwendet wird, nur um einen gefügig zu machen. Dies sind alles Prägungen, die wir mitnehmen ins Erwachsenenalter. Man glaubt dann zwar nicht mehr an Knecht Ruprecht, aber irgendwie im Hinterkopf führt man permanent ein schlechtes Gewissen mit sich mit und ist somit in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt. Ja nichts tun, was anderen missfallen könnte…..
    Liebe Grüsse Frosch

  5. 5
    sadhu sagt:

    RamRam und guten morgen lumina

    wenn du das so schreibst … @ …. Aber das Seltsame ist, dass die meisten Menschen gar keine Göttlichkeit WOLLEN, sondern einen persönlichen Gott, an den sie sich wenden können, den sie anflehen und anbeten können. Göttlichkeit zu erfahren ist schwieriger. Sie ist nicht bereits vorhanden, sie muss im innersten Kern unseres Seins erst erschaffen werden. Wir müssen göttlich WERDEN , ansonsten ist da nur Leere. ….. beschreibst du in meinen augen einen immer währenden kreislauf …. eine sich selbst bestätigende unfähigkeit …..

    und genau dort sollte man ansetzen um diesen kreislauf zu unterbrechen …. ich denke es ist nicht möglich aus einem mangel heraus zu gestallten oder kreieren …. wer Gott oder das Göttliche nicht in sich vermutet muss im aussen tätig werden um das zu erlangen was begehrt wird – vielleicht erkenntnis über die wahren zusammenhänge – ….. wenn man Gott in sich als bereits vorhanden ansieht handelt man auch noch im aussen aber dann eher um den Gott in sich zu finden … um die bewertung von aussen nach innen zu legen – vom produkt hin zum ursprung – …. was wir in unserem inneren schon erkannt haben zeigt sich demnach in der art und weise wie wir die welt sehen dürfen oder müssen ….

    ich vergebe dem aussen – lasse also meine sichtweise zu ohne ihr zwanghafte bedeutung beizumessen – weil ich mich von einer in mir festgelegten sichtweise befreien möchte … nicht weil man das so tut oder ein Jesus es von mir verlangen würde …. zulassen ist sehr gesund … auch einen persönlichen Gott …. wie kann ich mich als person erkennen und es einem ursprung absprechen ….
    das problem das ich sehe um so eine sichtweise zu erwerben ist die das wir menschen erstmal in einem abgrenzenden prozess uns entwickeln und dann dieses abgrenzen überwinden müssen …. ich denke das wir selbst nach der verbindung mit dem ganzen uns weiterhin als individuen erfahren können …. also nix mit einem bedeutungslosen nirvana ….

    unser wirklicher schatz ist die vollständigkeit die wir in uns tragen und weniger das was sich davon schon im aussen manifestiert hat …. wer sein glück nur über das aussen sucht ohne es im inneren zu vermuten wird wohl ein haufen arbeit herbeizaubern …

    dir einen schönen tag – und ja – ein sehr wichtiges thema … gerade in der heutigen zeit …. und eine wahnsinns chance

  6. 6
    Lumina sagt:

    @ Sadhu:
    Zitat Sadhu: „….. ich denke das wir selbst nach der verbindung mit dem ganzen uns weiterhin als individuen erfahren können …. also nix mit einem bedeutungslosen nirvana ….“

    Nirvana halte ich nicht für bedeutungslos, aber das wird eine Interpretationssache sein. Nirvana sehe ich auch nicht als „das Ende“ an, sondern nur als eine Stufe, die ein Erleuchteter erreicht hat. Ich weiß, dass ich mich da vom klassischen Buddhismus und manchen Sätzen des Buddha entferne. Für mich bedeutet „Nirvana“ einfach ein dauerhaft erworbener Zustand der inneren Glückseligkeit.

    Zitat Sadhu: „….. zulassen ist sehr gesund … “

    Ja, so sehe ich es auch, das Göttliche IST im höchsten Grade ZULASSEND, ansonsten wäre überhaupt keine Entwicklung möglich.

    Zitat aus meinem Kommentar: „…Wir müssen göttlich WERDEN , ansonsten ist da nur Leere“… – Den Ausdruck LEERE sehe ich eigentlich nur positiv, das kann in meinem Satz vielleicht missverstanden werden. Nur aus der Leere heraus kann etwas grundsätzlich anderes entstehen. Wenn niemand da ist, der etwas tut, der manipuliert, der Ängste hat, geschieht m.E. der Durchbruch.

    Also kann der Kreislauf durchaus durchbrochen werden und zwar aus meiner Sicht immer nur vom einzelnen Individuum aufgrund seiner Erkenntnisse durch Erfahrungen und Irrtümer im Laufe der eigenen Evolution.

    Liebe Grüße von Lumina

  7. 7
    sadhu sagt:

    RamRam lumina

    wunderschön …. andere worte …. gleiche aussage ….

    ich benütze allerdings gerne das wort bedingungslos wahlweise auch bindungslos um das was du als leere bezeichnest zu beschreiben …. da ist nichts leer … im gegenteil … da ist dann alles vorhanden …. aber halt ohne das man sich etwas was man gerne als bedeutungsvoll sehen möchte rauspickt ….. alles ist gleich …

    dir auch ganz liebe grüsse

  8. 8
    Lumina sagt:

    @ Sadhu : 🙂 🙂 🙂

  9. 9
    Leanie sagt:

    Du, Frosch, deine Worte berühren mich und lustigerweise dachte ich auch dabei an Knecht Ruprecht und dann schriebst du das auch weiter unten.
    Ja, auch ich hatte an einen strafenden Gott geglaubt gehabt (ich benutze ganz bewußt die neutralisierenden Zeitformen/Worte der WoGoPoLogie von Ramona dabei). Und sehr viel später hatte ich erkennen dürfen, daß ich selbst dadurch verUR-teilend geworden war…mir selbst und anderen gegenüber.
    Jetzt finde ich den heiligen Grat, zwischen kämpferisch und sanft. Dabei hilft mir Hoo`poonoo und die Frage von Byron Katie:
    „Bin ich/ bist du dir wirklich sicher, daß es/etwas so ist?“
    Ich lade Knecht Ruprecht jetzt zum Kaffee ein und dann werfen wir gemeinsam seine Rute ins knisternde Kaminfeuer.
    Das angeblich güldene oder doch eher schwarze Buch (schwarze Liste…) zischt ja auch schon in den Flammen.
    Ich sehe, er ist seine Rolle nun sowieso endgültig leid, möchte lieber spielen und tanzen mit uns.
    Alles Liebe dir,
    Leanie

  10. 10
    Frosch Frosch sagt:

    Liebe Leanie
    Danke deiner Worte. Knecht Ruprecht zeigt auch noch was anderes auf: wenn man ehrlich ist, wie oft wird er heute noch in der Erziehung gebraucht? Dies bedeutet, dass jeder einzelne dieses Strafprinzip nährt und somit dessen Fortbestand gewährleistet in unserer Welt. Und wieso spielen wir immer noch das Spiel mit Knecht Ruprecht? (Ausser vielleicht, dass es vorweihnachtliche Gefühle in uns auslöst) Durch Unbewusstheit, man hat es immer schon so getan, man hat es bereits selbst als Kind erlebt (gehabt), also gibt man dieses Muster ungeprüft weiter an die nächste Generation. Nikolaus und Knecht Ruprecht verkörpern ja das Gute und das Böse. Wir holen uns somit das Prinzip, welches die Kirche im Grossen verbreitet, im Kleinen in unsere Wohnzimmer. Mich persönlich hat Knecht Ruprecht immer mehr fasziniert und angezogen als der Nikolaus 😉
    Herzliche Grüsse Frosch

  11. 11
    Astrid sagt:

    Ja es gibt einen Gott und meinetwegen auch mehrere Götter und Göttinnen
    JA aus meiner Erfahrung war, ist und wird immer etwas existieren was uns zu seinem Ebenbild gemacht hat-wir aber uns von seiner Allmacht kein Bild machen sollen.
    Da ist bereits der erste Fehler auf die sich dann viele weitere aufbauen können.
    Mein Glück bestand darin, dass ich mich so wie Alice im Wunderland mehr auf meine Intuition eingelassen habe.
    Und ich kenne Situationen in meinem Leben, wo mein EGO die Führung übernommen hat.
    Letztendlich kann ich sagen, ich wäre in diesem Leben nicht mehr am Leben, wenn ich in einigen Augenblicken nicht Gott um Hilfe gebeten hätte.
    Ohne groß vorformulierte Gebete in einer Sekunde auf die andere hat GOTT mein HILFERUF erhört.
    Heute weiss ich, dass jede Seele bevor sie inkarniert ihr Drehbuch mitbringt und alle anderen genau mit ihr abgestimmt
    jede Situation mitspielen.
    Ob uns das nun bewusst ist oder nicht, ist nicht die Frage.
    Manche nennen es Schicksal oder Karma.
    Ich würde es als Fertigstellen des Films beschreiben, den wir selbst geschrieben haben.
    Wenn sich jede SEELE an ihr eigenes oder kollektives Drehbuch erinnern würde und sich auch mal fragt ob es Sinn macht manche Drehbücher immer und immer wieder zu spielen egal mit welchen SEELEN, dann kommt man zu dem Schluss,dass ich persönlich zu jeder Zeit aussteigen kann und darf, wenn mein Drehbuch sich ändert, und ich nun lieber in einem anderen Film mitspiele.
    Dann muss man auch nicht GOTT für jedes Drehbuch verantwortlich machen. Nur weil manche SEELEN lieber gern Horror oder Schießen spielen. Die Welt ist weitaus mehr als nur Schwarz / Weiß.
    Doch ich glaube dass GOTT den Planeten ERDE nicht weiter als Drehort für bestimmte Filme zulässt.
    Da das EGO bei manchen außer Kontrolle geraten ist und sie sich an keine Regeln halten wird es einen Platzverweis geben müssen. ( Siehe Hitler und andere Schauspieler )

  12. 12
    Leanie sagt:

    @Frosch, ich hatte mich schon früh entschieden, keine leiblichen Kinder bekommen. Weil ich genau das was du schreibst, nicht wollte: es weitergeben. Denn ich AHNte, daß ich es nicht besser machen würde.
    Der Kaffee mit Knecht Ruprecht hat gemundet, Rute und Buch sind verwandelt und er trägt ein neues Gewand und neuen Namen.
    Hildegard Bingen sagte einst:
    Aus Wunden Perlen machen, das ist Glück.
    (sinngemäß)
    Das können Kinder am besten, sie sind so unkompliziert. Sie schauen sich das Gras ganz intensiv an und auf Frage „Was machst du denn da?“: Ich schaue mir die Welt an.
    Ein vierjähriges Kind bekam einst Diamantwasser von seiner Oma, ES sagte sofort „das kenn ich, das ist das Wasser von Jesus“. Die Oma staunte.
    Und so ist ES.
    Leanie
    Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein

  13. 13
    Frosch Frosch sagt:

    @ Astrid
    Ich glaube, ich verstehe, was du meinst. „Gott“, so wie er von der Kirche verherrlicht wird, wird so meiner Meinung nach seiner wahren Natur nicht gerecht. Er wird zu einer Götzenfigur gemacht, einem Mann mit Bart. GOTT aber ist für mich eher eine Energie, etwas, was man immer spüren kann, man jederzeit Hilfe bekommt. Gerade in Zeiten der Not – und dies beschreibst du schön – kann man diesen Hilferuf absetzen. Und auch ich durfte erfahren, dass diese Hilfe einem zu Teil wird. WER es war, der da geholfen hat, weiss ich nicht. Es mögen die Engel gewesen sein, der liebe Gott, die liebe Göttin oder einfach das Universum. Diese Kraft durfte ich aber erst erfahren, als ich mich von diesem bestimmten Gottesbild gelöst habe und mein Leben selbst in die Hand genommen habe. Vermutlich ist es so, dass erst wenn ich mich selbst angenommen habe, ich meine Uressenz spüre, ich mich erst dann mit diesem Kraftfeld (GOTT, Engel, Universum….) verbinden kann und selbiges dann für mich jederzeit abrufbar ist….dies meine Froschtheorie 😀

    @ Leanie….Zitat: „Denn ich AHNte, daß ich es nicht besser machen würde.“
    Guter Satz. Ja, ich hätte es vermutlich auch nicht besser gemacht, oder erst bemerkt, wenn die Kinder schon aus dem Haus waren. Das ist ja die Crux, bewusst wird einem dies erst, wenn es zu „spät“ ist. Aber es kommt jetzt eine Generation nach, die anders ist, die bewusster ist und dies lässt hoffen. Ich lerne zumindest immer mehr Jugendliche kennen, die so anders sind, die tragen bereits diese Bewusstheit in sich.

    Schönen Tag euch allen, Frosch

  14. 14
    Lumina sagt:

    @ Frosch und Leanie

    Aber suchen sich die Kinder im jenseitigen Bereich nicht selbst ihre Eltern aus? Oft unbewusst, (dann passen sie einfach dort hinein) aber auch bewusst, je nach Entwicklungsstufe. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder sich dasjenige Elternhaus „aussuchen“, in dem sie die besten Entwicklungschancen haben. Das kann manchmal eine große Herausforderung sein, die einfach zur Weiterentwicklung benötigt wird.

    Liebe Grüße von Lumina

  15. 15
    Leanie sagt:

    @Lumina,
    ich hatte mir jedenfalls meine Eltern, auch meinen Bruder ausgesucht. Das hatte ich vor Jahren in einem plötzlich geschehenden Rückblick während einer „mind-walking“-Sitzung gesehen. In allen Einzelheiten.
    Ich wußte warum.
    Und eines kann ich sagen, ich liebe meine Eltern und ich weiß, daß sie ihr Bestes gaben. Auch sie wollten es anders machen, als ihre Eltern. Wie alle. Doch diese Generation hatte noch nicht unsere Möglichkeiten und Hilfen.
    Sie gaben mir durch ihr Sosein die „Aufgabenstellung“ ins Bewußtsein, was ich in diesem Leben lernen und umsetzen wollte.
    Und sie gaben mir ihre Liebe zur Natur mit auf den Weg.
    Sie gaben mir also Herausforderungen und gleichzeitig eine Wegrichtung/Handwerkszeug. Den Weg zurück zur Natur, zum Ursprung.
    Und den Weg, diese beiden Frau/Mann die sie darstellten, diese Anteile in mir selbst zu finden, zu heilen, zu versöhnen und wiederzuvereinen.
    Ich persönlich glaube nicht, daß es im Jenseits unbewußt geschieht, sondern bewußter als hier im Körper. Ich hörte mal, daß „das Jenseits“ uns die Jenseitigen nennt und sich das Diesseits.
    Da ist ne Menge Wahrheit drin.
    @Frosch
    Gibt es Unbewußtsein wirklich? Oder war es eher eine bewußte Entscheidung für Unbewußtsein. Das würde bedeuten, daß alles mit Bewußtsein anfing, auch das Unbewußtsein.
    Die Kinder, die jetzt kommen, profitieren auch von dem, was die Alten auf den Weg brachten und umwandelten.
    Erst vor ganz kurzem wurde mir klar, was meine Mutter für mich getan hatte, ohne daß ich dies jemals zu ihren Lebzeiten bemerkt hatte.
    Und da kommt Demut und Dankbarkeit.
    Die Heutigen dürfen sich daran erinnern, was die Vorderen für sie taten. Sie kommen mit einer viel freieren DNS.
    Wenn wir das vergessen, vergessen wir unsere Wurzeln.
    Wir können nicht zu unseren Sternenwurzeln ja sagen und zu unseren irdischen Nein. Das wäre Wolkenkuckucksheim.
    Und wir können m.E. stolz auf UNS sein.
    Dann sind auch die heutigen Kinder freier mit sich, denn dann müssen sie nicht mehr die Eltern therapieren und das ausleben, was die Eltern sich nicht trauten.
    Ein Hoch auf Uns. Alle.

  16. 16

    Die Menschheit ist das Spiegelbild dessen, was für das Leben als Ganzes notwendig ist, um gemeinsam zu wachsen, nicht um größer zu werden, sondern um intensiver erfahren zu können, was es beudetet ein Teil der Gemeinschaft zu sein, die gerne als Gott bezeichnet wird, aber im Außen gesucht wird … wahrscheinlich um die Eigenverantwortung für diese Gemeinschaft leichter von sich weisen zu können:

    http://faszinationmensch.com/2014/09/01/von-atombomben-und-all-den-anderen-katastrophen/

    Gruß
    Guido

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