Ist die Frau zu stark, ist der Mann zu schwach?

30 Sep 2014 Von Kommentare: 29 Gesellschaft, Zeitgeschehen

Frau stärker als der Mann?

Frau gegen Mann oder Mann gegen Frau? Ein schwerwiegender Rollentausch fand in den letzten 40 Jahren nahezu unbemerkt statt. Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Dilemma ob der Akzeptanz der natürlichen Geschlechtereigenschaften. Ein Dilemma, welches erst auf den zweiten Blick deutlich wird. In Großstädten wird mittlerweile jede zweite Ehe geschieden. Frauen verdienen in nahezu allen Berufen grundsätzlich weniger als die männlichen Kollegen, sollen aber das Selbe leisten. Junge Frauen werden von Schulen und vom Staat gezielt in typische Männerberufe gelotst wie z.B. Mechaniker oder Berufssoldat (warum??), während Männer nicht in typischen Frauenberufen erwünscht und akzeptiert werden (gibt es eine männliche Hebamme??). Kleine Jungs haben keine männlichen Vorbilder mehr, weil u.a. die Grundschulen zu 80-90% von Lehrerinnen besetzt sind.

Der Trainer im Fußballverein ist selbst Vater und behandelt die Jungs gutmeinend mit Samthandschuhen und erstickt jeden aufkeimenden Streit zwischen zwei Streithähnen im Keim, ohne dass eine Auseinandersetzung aufkommen kann. Wiederum andere Menschen, ob Mann oder Frau, fühlen sich im falschen Körper geboren und lehnen ihr angeborenes Geschlechter schlichtweg ab und warten auf ihre OP.

Rollentausch

Fakt ist, dass durch die Emanzipation in den 60ern und 70ern die Frauen ermuntert wurden, selbstbewusster zu werden, sich zu verwirklichen, Karriere zu machen um nicht mehr das Mütterchen hinterm Herd zu sein, welches die Kinder erzieht. An sich ist dies ja nicht schlimm, jedoch uferte die Emanzipation aus, was darin endete, dass die Frauen die Hosen anzogen – sie gaben die Weiblichkeit ab und nahmen Männlichkeit an. So setzten sie sich fortan durch, gegen andere Frauen – vor allem aber gegen die eigenen Männer. Unterm Strich wurden die Frauen stärker, so stark, dass sie jetzt in ihrem Wesen von den Männern kaum noch zu unterscheiden sind oder gar darüber hinaus. Die einst typischen femininen Eigenschaften wie z.B. Sanftmut, Weichheit und Hingabe wurden als Hindernisse für eine „erfolgreiche Frau“ von der Emanzipationsbewegung verurteilt und dies hat sich in den Köpfen der Frauen irgendwie eingebrannt.

Doch ausgerechnet die Männer der heutigen Generation, die später als werdende Väter mit zum Schwangerschaftskurs gehen und sich neben ihrem Job gleichsam um die Kinder kümmern sollen (dies verlangen wohl die neuen Gesellschaftsnormen), suchen sich meist jene Frauen, die stark sind, stärker als sie selbst – wie ihre Mütter, denn sie kennen es nicht anders – und merken dann nicht, dass ihre Frauen sie nicht mehr Mann sein lassen (können).

Die Zeiten sind reif

Liebe zwischen Mann und FrauDie Zeiten sind reif, dass sich Jungs wieder streiten und prügeln dürfen, um sich als Jungs zu fühlen, und nicht um ihren braven Eltern zu entsprechen, wie sie diese gern haben würden.
Die Zeiten sind reif, in denen Frau wieder Frau sein darf, sanft und gutmütig, dem Mann unterstützend in seinem Tun und liebend zur Seite stehend.
Die Zeiten sind reif, in denen der Mann seine Frau wieder auf Händen tragend, wie eine Königin beschützt, emotional für sie sorgt und bedingungslos ehrt und liebt.

Die Zeiten sind reif für einen Bewusstseinswandel

Die Polaritäten sind es, welche das Menschsein ausmachen, vor allem die Balance zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit. Das eine bedingt das andere, und das eine braucht das andere. Jede Frau hat männliche Anteile, jeder Mann hat weibliche Anteile. Beide Seiten sind gerade in diesen transformatorischen Zeiten, in denen kein Stein auf dem anderen mehr bleibt, aufgerufen, die jeweils weiblichen und männlichen Anteile in Balance zu bringen. Und ich wette, dass mindestens 95% aller Menschen in unserer zivilisierten Gesellschaft Probleme mit der Akzeptanz der eigenen weiblichen und männlichen Anteile haben. Dies ist meines Erachtens der Hauptgrund für die vielen Trennungen. Die meisten Paare trennen sich dann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, in dem der eine Part sich selbst im anderen sieht. Aber man verliert sich in Ego- und Wunschdenken und verkennt die Chance, gerade dann, die echte wahrhafte Liebe beim ParterIn zu entdecken. Dieser Prozess verliert sich in falschen Vorstellungen und in der Inbalance des eigenen und/oder des anderen Geschlechts.

Jede Frau und jeder Mann ist jetzt aufgerufen, sich selbst zu hinterfragen. Fühlt sich dein Frausein, fühlt sich dein Mannsein, stimmig an? Wie ist dein Verhältnis zu deiner Mutter, zu deinem Vater? Wie sind sie mit dir umgegangen, als du ein Kind warst, ein Teenager, ein Erwachsener? Sieh genau hin, auch wenn es wehtut. Verdrängen tut noch mehr weh, langfristig gesehen. Eltern haben Fehler gemacht aber sie wussten es nicht besser. Auch du machst Fehler. Wenn du damit deinen Frieden finden und dir selbst sowie deinen Eltern vergeben kannst, und selbst davon lernst, bist du auf einem guten Weg, dich mit deiner weiblichen und/oder männlichen Rolle in den natürlichen vorgesehenen Einklang zu bringen. Wenn dies noch nicht möglich ist, so lass dir Zeit. Die Energien der Transformation, ausgehend vom Wendejahr mit dem symbolischen 21. Dezember 2012, haben das Potenzial, dass jeder Mensch sich seiner wahren Natur bewusst wird.

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29 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Yvonne sagt:

    Da alles was „männlich“ war und ist ständig „aufgewertet“ wurde und wird, (Helden sind die die töten,nicht die die gebären,,,,) und alles Weibliche immer als schwach- und dumm abgewertet wurde, sollte uns die heutige Entwicklung eigentlich nicht überraschen.

    Die Haus-Erziehungs-Gefühls- Beziehungs- und Betreuungsarbeit darf Frau daneben „biologisch-abbaubar“ dann auch noch gratis leisten. Als Dank hat die Gewalt an Frauen jedoch massiv zugenommen und die misogynen Beschimpfungen ebenso. Sie kann also unter der Mehrfachbelastung und Abwertung leiden. Ausserdem wird wieder versucht, die Frauen in Gute- und Schlechte Frauen aufzuspalten. Teile und herrsche! Alles schon seit 7 000 Jahren gehabt. Jetzt müssen halt die Männer einen notwendigen Entwicklungsschritt machen,wenn die Zivilisation endlich weitergehen soll, und nicht erneut auf einen grölenden, mordenden, plündernden brandschatzenden und vergewaltigenden Männer-Mob zurückfallen soll.

    Isis, Boko Haram, Kriegsgräuel im Kongo, Bosnien, Sudan, Uganda, etc., aber auch hiesige Frauenhatzen und zunehmende sexualisierte Gewalt lassen indes Böses erahnen.

    Mann muss endlich endlich lernen,dass Stärke das Gegenteil von Gewalt bedeutet.

    Keine Ahnung wie er das schafft.
    Aber sicher nicht damit, dass er im Schulhof jetzt wieder pöbeln und prügeln „darf“, (wie ein „richtiger“ (was ist das?) Mann.

  2. 2
    Silvia Cristini / 2012spirit Silvia Cristini / 2012spirit sagt:

    Wichtiges Thema Alex!
    Wer hatte eine Mutter, die in ihrem Frausein aufging? Die stolz auf ihren Körper war, ihre Kinder, ihren Mann?
    Wer hatte eine Mutter, welche unglücklich war, gefangen in ihrer selbstgewählten(!) Rolle, eine Mutter, die über ihren Mann wetterte, und sich als ständiges Opfer der Umstände fühlte?
    Wer hatte einen Vater, der liebend zur Seite stand und dennoch stark war und hinter einem stand, wenn es einem schlecht ging?
    Wer hatte einen Vater, der mehr als nur abwesend war, und keine Liebe zeigen konnte, weil er es einfach nicht besser wusste?
    Unsere Eltern gaben ihr bestes, so wie auch deren Eltern es damals taten. Und auch wir tun heute unser Bestes. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass wir Muster und Prägungen unserer Eltern und Grosseltern wie ein Virus ungeprüft übernehmen und Dinge und Eigenschaften einfach weitertragen, einfach „weil man es immer so machte“. Hier ist bewusstes Hinterfragen des eigenen Tuns gefordert, Hinsehen und sich fragen, ist dies wirklich stimmig für mich, oder tue ich dies so, weil es über Generationen weg auch so gemacht wurde? Wir sind dem nicht hilflos ausgeliefert. Wir können jederzeit unseren Lebensfilm umschreiben. Wir sind keine Opfer der Umstände!
    Frau soll wieder Frau sein, dies kann sie aber nur, wenn sie ihre männlichen Anteile integriert hat. In sich Mann und Frau vereinen. Gleiches gilt für den Mann. Ein richtiger Kerl weiss um seine weiblichen Eigenschaften.
    Ich liebe es, Frau zu sein! :-)

    @ Yvonne
    Du spürst Wut in dir. Diese Wut muss nicht mal persönlich von dir und deinen Umständen ausgehen, sondern diese geht vermutlich über mehrere Generationen zurück. Die Frau ist tief verletzt. Und solange dieses Verletzungsmuster nicht angeschaut und aufgelöst wird, wird man immer Männer anziehen, die einem wieder verletzen. Matriarchat / Patriarchat wäre hier die geschichtliche Thematik dahinter…. lange Geschichte, aber ein Studium wert!
    Liebe Grüsse Silvia

  3. 3
    sadhu sagt:

    RamRam

    schön langsam glaube ich das es sich bei dem thema frau – mann um einen primären schlüssel in der menschlichen entwicklung handelt ….

    leider wird immer mehr auf einer sehr primitiven art und weise an dieses thema heran gegangen ….
    ich denke das ein sehr gutes wort – Authentizität – ist …. gepaart mit einem ziel was sich auf eine persönliche entwicklung ausrichtet sehe ich dort die besten möglichkeiten harmonie hervorzubringen ….
    vorwürfe, das aussen verhält sich falsch scheinen mir nicht der richtige weg ….
    nach meiner erkenntnis ist das wichtigste element für die gestalltung des eigenen lebenes ein bild was wir in uns tragen von eben jenem leben was wir dann in folge haben ….
    menschen die immer empfinden das das aussen ihnen ein leid zufügt, haben nach meinem verständnis genau so ein bild in sich …. vielleicht die grösste herrausvorderung die es für uns menschen im moment gibt …. die welt nicht nach dem beurteilen was ich verstehen kann – und sehr von dem abhängt was die medien vorgaukeln – sondern aufrecht in sich die weltbetrachtung ändern … man wird schwerlich in paris ankommen wenn man seinen weg richtung rom wählt ….

    gemeinsam können wir nur in einer gemeinsam gewählten struktur leben – kultur genannt – die recht leicht verändert werden kann aber die zerstörung von kultur bringt den menschen ungeahnte probleme …. wie man ganz deutlich in der momentanen weltlage sehen kann …. kultur entsteht nach einem prozess der erkenntnis hervorbringt … und das dauert …

    das so zu sehen ist aber jenen vorbehalten die die möglichkeit von reinkarnation anerkennen … denn dann ist die hervorbringung von früchten nur der indikator für das eigene weltbild …. nach dem sich das leben gestalltet ….

    wie schon gesagt – für mich ist das authentische leben die einzige wahre praxis dem erkennbaren unbill entgegen zu treten ….
    den das ist meiner ansicht nach der einzige weg sich ohne leichen im keller zu betrachten …
    wir sollten uns nicht zu einem gut sein müssen aufstacheln …. wir sollten uns – jeder selbst – wahrhaftig betrachten können und dann selbst entscheiden wie wir sein wollen …. dazu bedarf es aber auch einer umwelt die nicht auf korruption aufbaut …. so nach dem motto … bist du so wie ICH das haben möchte bekommst du annerkennung und ein zuckerle ….

    irgendwie erscheint mir dieses thema mehr und mehr zu der indiviuellsten frage zu werden die das leben uns stellt …. gemeinsam ist in meinen augen und nach dem was ich so sehen kann ein gewaltiger trugschluss ….

    gutes thema axel …. wenn die menschen kriegerische auseinandersetzung verhindern wollen die sich schon so deutlich am menschlichen horizont abzeichen ….dann ist da wohl der beste ansatzpunkt … wenn man gemeinsam leben möchte ….

  4. 4
    sadhu sagt:

    ramram alex

    sorry … habe dich in axel umgewandelt … 😀

  5. 5
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    ramram Sadhu,
    macht nichts 😉

    Lg
    Alex

  6. 6
    Astrid sagt:

    Ein wahres, sehr sehr wichtiges Thema unserer Gesellschaft.
    Seit ich aus dem Kindesalter entwachsen bin und in die Jugend wechselte beschäftige ich mich mit diesem Thema.
    Heute fast 40 Jahre später bemerke ich, dass ich immer noch an der Lösung oder vielmehr an der Erfüllung meines Traums arbeite. Das ist der Gesellschaftstanz. Es begann bei mir mit Walzer und Discofox. Heute sind es Salsa, Merengue, Bachata und auch etwas Tango.
    Für mich gibt es nichts besseres als der Tanz wo sich beide Pole ausdrücken können.
    Dafür ist es manchmal auch erforderlich nochmal die Schule zu besuchen. Eine Tanzschule.
    Aber am schönsten wäre mir die Vorstellung, dass wir bereits in der Schule Gesellschaftstanz unterrichtet bekommen .
    Am besten vor der Zeit, bevor uns manche Sachen peinlich sind. Vielleicht brauchten wir dann nicht mehr all die Drogen um das natürlichste auf der Welt zu begegnen . Ich dachte wir wären da schon ein bisschen weiter.
    Auf der einen Seite ist es die Gewalt auf der anderen Seite sind es die Drogen, die ich beobachte.
    In anderen Kulturen ist der Tanz Bestandteil ihres Lebens.
    Zitat: Die Zeiten sind reif für einen Bewusstseinswandel
    Wäre es möglich, dass auch tanzen zu Bewusstseinswandel führt???

    Mit DisTANZ und AkzepTANZ Astrid

  7. 7
    Silvia Cristini / 2012spirit Silvia Cristini / 2012spirit sagt:

    @ Astrid
    Dann kennst du sicher den Film „Take the Lead“ mit Antonio Banderas? Wundervoller Tanzfilm. — Nicht die Schritte zählen, sondern das zwischen den Schritten –. Sich im Tanze auszudrücken ist was wundervolles. Sich ausdrücken kann man aber auch in anderen Dingen, zum Beispiel beim Schreiben. — Denn nicht die Worte zählen, sondern das zwischen den Worten –.
    Oder beim Malen, denn was zählt, sind nicht die Farben, — sondern das was jeder für sich im Bild sieht –.
    Es geht um Ausdruck im Allgemeinen. Im Leben eines jeden.
    Herzlichst, Silvia

  8. 8
    Siegelbruch sagt:

    Um nicht diskriminierend zu sein, lassen sich ansonsten starke Männer gern von körperlich schwachen Frauen verhauen, das schafft Vertrauen. Und vor alle kann sie dabei Stress abbauen.
    http://upvs.wordpress.com/

    Siegelbruch

  9. 9
    Tanja sagt:

    Tja, das wollten wir doch . Wir Frauen haben nun endlich fast alles erreicht. Heute sind die meisten Frauen mehr „Kerl“ als die meisten Männer. Mehr Frauen machen Abitur, mehr Frauen studieren, mehr Frauen werden bald in hochbezahlten Jobs sein. Endlich stehen wir unseren MANN! Wir sind bald völlig unabhängig! Kinderlos, Mannlos und daher endlich glücklich…

  10. 10
    Frosch Frosch sagt:

    Schön gesagt Tanja…. Deine Ironie entspricht der leidigen Wahrheit.
    Dabei wünscht sich ein Mann nichts sehnlicher als eine richtige Frau, die ihr Frausein liebt.

    @Siegelbruch…. dich habe ich hier schon fast vermisst 😉
    Sonnengruss Frosch

  11. 11
    Astrid sagt:

    Danke Silvia,
    immer dann wenn ich mich intensiv mit einem Thema beschäftige, kommt die Antwort auch im Außen. So war es mit dem Film Dance! Jeder Traum beginnt mit dem ersten Schritt.
    Wenn ich meine Tanzkleider nähe, möchte ich eben meine weibliche Seite zeigen.
    Die Hosen ausziehen, und mich führen lassen können. Vertrauen lernen. Emanzipation ist die Ablösung vom Hause der Eltern.
    Diesen Prozess müssen beide Junge und Mädchen vollziehen.
    Vertrauen in uns selbst finden und im anderen und seine Gefühle ausdrücken.
    Kreativ sein dürfen ob schreiben, malen oder tanzen.
    Beim tanzen jedoch kommen sich beide sehr nahe. Braucht unsere Gesellschaft nicht wieder ein bisschen mehr Nähe und Kennenlernen???
    Danke für Eure Artikel wir sind schließlich die Gesellschaft und müde vom Kampf und gegenseitiges Kräftemessen.
    Wie wollen wir uns in Zukunft begegnen???

  12. 12
    Leanie sagt:

    @Silvia:
    „Nicht die Schritte zählen, sondern das zwischen den Schritten –. Sich im Tanze auszudrücken ist was wundervolles. Sich ausdrücken kann man aber auch in anderen Dingen, zum Beispiel beim Schreiben. — Denn nicht die Worte zählen, sondern das zwischen den Worten –.“
    Das ist auch meine Erfahrung und auf einem Konzert sagte Lex van Someren auch: „Jeder Ton entsteht aus der Leere/Stille zwischen den Tönen“, drum bat er, nicht zu applaudieren nach jedem Lied. Beim Sport ist es ähnlich, der Muskelaufbau entsteht in der Ruhepase danach.
    Auf das obige Thema angewendet sage ich mir:
    Nicht Mann und Frau, sondern das, was sie vereint, das Dazwischen/Drumherum, die große Kraft, die wir manchmal Gott nennen, ist was zählt.
    Das heißt: 1+1=3.
    Sogar ein völlig spirituell Uninteressierter erzählte mir mal von seinen Eheproblemen und sagte dann: „Es ist ja nicht nur meine Frau und ich, es ist ja wie bei der Schnittmenge das Dazwischen, was „Uns“ ausmacht.“
    Man könnte auch sagen 1+1=bleibt immer EINs. Oder wird wieder zu eins.
    Im Erkennen liegt das, was eins und das andere zu einem macht.
    Das Feld der Einheit vergrößert seinen Radius durch das Mit-ein-ander. Im „kleinen Prinzen“ (Buch) sagt der Fuchs, dadurch daß ich dich, kleiner Prinz jetzt liebengelernt habe, weil ich weiß, daß es dich gibt, werde ich jedesmal, wenn ich an einem Weizenfeld vorübergehe, an dich denken, daran daß es da einen gibt, den ich liebe und der mich liebt.

    Leanie

  13. 13
    Maik sagt:

    Frau darf Frau sein und Mann soll Mann sein in unserer Gesellschaft. Jeder darf auch beim anderen Geschlecht rein schauen. Rollenvertausch ist keine Lösung für die göttliche Liebe. Ein Ganzes ist immer noch halb Mann und halb Frau. Die Frau hat mit ihrer Weiblichkeit eine machtvolle Energie bei sich für Frieden und Liebe. Der Mann ist der Macher und Schöpfer. Jeder ist für sich einzigartig und Teil des großen und ganzen. Die Unterdrückung der Frauen war und ist eine Manipulation negativer Kräfte die Angst vor der Macht der weiblichen Liebe haben. Wir können zurück schauen was schlimmes geschehen ist, oder wir leben im jetzt und machen es besser. Lassen wir altes los und vergeben den, die viel Leid und Schmerz auf die Erde gebracht haben. Vergebung ist der erste Schritt auf dem Weg der Liebe und der gegenseitigen Achtung auf Augenhöhe. Keiner ist besser oder schlechter, wir sind gleich und alle Eins. So soll es sein!

  14. 14
    Lumina sagt:

    Ein unerschöpfliches Thema. Einerseits sind Mann und Frau Hälften voneinander, andererseits aber polare Gegensätze. Wobei man erst einmal definieren müsste, was überhaupt ein „ganzer Mann“ und eine „ganze Frau“ bedeuten. Aber eins ist sicher : Sie sind Gegensätze und deshalb wirken sie ja auch so anziehend aufeinander.
    Das Problem besteht vielleicht darin, dass sie in ihrer Verliebtheit miteinander verschmelzen wollen, sozusagen eins-sein. Das kann aber nicht funktionieren, denn dann bleibt die Anziehung auf der Strecke. es wird entweder langweilig oder die Streitereien und Machtkämpfe beginnen.

    Theoretisch ist es ganz einfach, beide Partner müssten sich darüber im Klaren sein, dass sie polare Gegensätze und Spiegel füreinander sind. Und wenn dann jeder den entgegengesetzten Standpunkt zu verstehen und zu akzeptieren versucht, kann Harmonie entstehen. Jede der beiden Polaritäten hat Stärken und Schwächen und wenn man das weiß, kann man einen Ausgleich schaffen.
    „Zitat: „……Die Zeiten sind reif, in denen der Mann seine Frau wieder auf Händen tragend, wie eine Königin beschützt, emotional für sie sorgt und bedingungslos ehrt und liebt….“

    Wenn ich allerdings die Partnerin auf einen Sockel stelle ( wie eine Königin) wird der Fall des idealisierten Partners bei wesentlichen Meinungsverschiedenheiten umso tiefer sein.

    Folgendes widerstrebt mir völlig, obwohl ich zu verstehen glaube, was Du, Alex, damit meinst:
    Zitat: ….“Die Zeiten sind reif, dass sich Jungs wieder streiten und prügeln dürfen, um sich als Jungs zu fühlen, und nicht um ihren braven Eltern zu entsprechen, wie sie diese gern haben würden….“

    Streiten und prügeln? Zu welcher Art Mann soll das führen? Der körperlich Stärkere, der Aggressivere gewinnt? Gerade von dem Recht des Stärkeren durch Ausübung von Gewalt wollen wir doch wegkommen.

    Ein positiver Mann besitzt in meinen Augen Initiative, Kreativität und Wagemut. Eine Frau kann besser fühlen, ist empfänglich, intuitiv. Aber erst Fühlen und Denken zusammen machen das Leben, – oder die Beziehung vollständig. Wenn beide zusammen sind, ergänzen sie sich gegenseitig. Und keiner steht höher als der andere, beide Pole sind gleichwertig.

    Maik hat es sehr schön beschrieben….

    LG von Lumina

  15. 15

    Liebe Lumina,
    natürlich lehne ich Gewalt kategorisch ab! Ich meine damit, dass Jungs sich austoben wollen, schmutzig werden, ihre Energie ausleben, solange sie noch „Jungs“ sind. Falls sie ständig gemaßregelt werden, könnte dies zu einem Energiestau führen, der sich im schlimmsten Fall im Erwachsenenalter in Form von schlimmen Aggressionen entladen könnte. Jungs sollten von Eltern und Pädagogen nicht wie Mädchen behandelt werden, damit sie ihre Identität finden können.

    Ich stelle keine Frau auf einen Sockel, nur weil ich sage, die Zeiten sind reif dass der Mann seine Frau wie eine Königin behandelt. Das ist deine eigene Interpretation.

    Herzliche Grüße
    Alex

  16. 16
    Elise sagt:

    Hallo Alex,
    grundsätzlch kann ich Dein Anliegen, Jungs sollen nicht nur von Frauen erzogen werden, nachvollziehen, da gerde Männner viel stärker als Frauen Vorbilder für Ihre Entwicklung brauchen. Dennoch finde ich:

    – Geht Dein Artikel nur auf die Frauen ein. Sie sind eine Art Täter ein, während die Männer im Hintergrund verbleiben. Ihre Entwicklung wird überhaupt nicht betrachtet, sie verbleiben als außenstehendes Element.
    – Die Gesellschaft in der sich Frauen in den vergangen Jahrzehnten in verschiedenster Art und Weise emanzipiert haben oder eben nicht, ist ein männer- dominiertes System. Logischerweise musste es also um die „Übernahme“ von männlichen Attributen gehen.

    – Auch wenn es heute schon den einen oder anderen Kindergärtner gibt, verbleiben diese doch oft nur wenige Jahre und konzentrieren sich auf ihre Karriere = Leitungsfunktionen. Was soll das für ein Kindergarten-System werden, in dem die Leiter Männer und die Kindergärtnerinnen weiterhin Frauen sind?
    – Ich hätte mich sehr über einen Artikel gefreut, in welchem nicht die ewigen Stereotype strapaziert werden, sondern mehr Wert auf die Innenschau und die weiblichen/männlichen Anteile ausleben, die tatsächlich in uns stecken – siehe Beitrag von Sadhu.

    @Frosch: Bitte nimm es mir nicht übel, aber nicht jede Frau kann diesem doch sehr romantischen Ideal etwas abgewinnen. Die meisten wollen, glaube ich, einfach nur so sein wie sie sind: nicht zu dick und nicht zu „blond“.

  17. 17
    Alex Miller / 2012Spirit Alex Miller / 2012Spirit sagt:

    Liebe Elise,
    hier meine Gedanken zu deinem Kommentar:

    – Dennoch finde ich: Geht Dein Artikel nur auf die Frauen ein. Sie sind eine Art Täter ein, während die Männer im Hintergrund verbleiben. Ihre Entwicklung wird überhaupt nicht betrachtet, sie verbleiben als außenstehendes Element.

    Ich empfinde es überhaupt nicht so, die Frau als Täter beschrieben zu haben. Vielmehr geht es mir darum aufzuzeigen, aus der Opferrolle endlich mal auszusteigen, und meiner Meinung nach kann das Mann / Frau nur erreichen, indem zurückgegangen wird – zu Vater und Mutter, aber ohne diese zu verurteilen und ohne zu bewerten.

    – Die Gesellschaft in der sich Frauen in den vergangen Jahrzehnten in verschiedenster Art und Weise emanzipiert haben oder eben nicht, ist ein männer- dominiertes System. Logischerweise musste es also um die “Übernahme” von männlichen Attributen gehen.

    Da gebe ich dir Recht, wir haben ein männer-dominiertes System, seit vielen Hunderten von Jahren. Warum aber dann deiner Meinung nach die Frauen „logischerweise“ die männlichen Eigenschaften, die zum männer-dominierten System führten, übernehmen mussten, kann ich nicht nachvollziehen. Gerade wenn die Männer soviel Leid über die Welt gebracht haben, müssen das die Frauen doch nicht nachahmen – im Gegenteil. Was willst du damit erreichen? Den Männern endlich Paroli bieten? Deine Worte hören sich an wie ein Kampf. Genau diesen Kampf haben wir doch täglich und ich möchte dazu aufrufen, damit aufzuhören, weil es sinnlos ist – für beide Geschlechter. Wenn Frau = Frau ist und Mann = Mann ist, dabei aber die jeweils gegenteiligen Eigenschaften in Liebe integriert, braucht es keinen Kampf mehr. Dass die Frauen von sehr vielen Männern auf dieser Welt mehr geschätzt werden sollten, versteht sich von selbst als.

    Herzliche Grüße
    Alex

  18. 18
    Silvia Cristini / 2012spirit Silvia Cristini / 2012spirit sagt:

    @ Leanie
    Wundervoll geschrieben. Danke. Der „Kleine Prinz“ war ein Buch, das mich bereits als Kind bewegt hat. Damals jedoch „nur“ als Geschichte wahrgenommen. Viel später dann erkannte ich die Botschaft zwischen den Zeilen.

    @ Astrid Zitat:…“Wie wollen wir uns in Zukunft begegnen???…..“
    Du schreibst es richtig, durch den Gesellschaftstanz kommen sich die beiden Geschlechter näher. Führen und geführt werden, blindes Vertrauen haben, sich leiten lassen. Eine schöne Idee und Vorstellung. Doch wie wollen wir uns heute begegnen? Heute, da jeder praktisch mit seinem Handy verheiratet ist und somit den realen Kontakt meidet? Verbunden mit der Welt und doch isoliert und einsam? Ich beobachte diese Entwicklung leicht besorgt.
    Eine echte Begegenung zwischen Mann und Frau kann meiner Meinung nach nur stattfinden, wenn beide sich von den Prägungen und Muster der Eltern befreit und ganz zu sich selbst gfunden haben. Sich selbst erkennen und annehmen. In sich Mann und Frau vereint haben und dann das lieben was und wer sie sind. Authentisch sein. Sich selbst lieben. Nicht als liebesbedürftige Bettler durch die Welt wandeln auf der Suche nach Liebe (die sie vielleicht in der Kindheit nicht erhalten haben), sondern selbst Liebe sein und diese verschenken. Wenn dann ein anderer Mensch kommt, der ebenfalls Liebe ist, kann das geschehen, was man eine göttliche Partnerschaft nennt.
    Schönen Tag euch
    Silvia

  19. 19
    Lumina sagt:

    Lieber Silvia !
    Das, was Du als „Göttliche Partnerschaft“ bezeichnest, ist das Ideal, Du beschreibst es sehr gut, aber leider tritt es noch sehr selten auf.

    Viel häufiger sind sogenannte „Komplementärbeziehungen“ anzutreffen. Zwei Menschen ziehen sich aufgrund eines eigenen Mangels an, jeder hat etwas zu geben, was dem anderen fehlt. Meiner Ansicht nach muss das nicht unbedingt NUR mit den Eltern zu tun haben. Ein Mangel, wie z.B. Minderwertigkeitskomplexe können auch in der eigenen Jugend durch Lehrer oder Mitschüler erzeugt werden. Und dann bringt man ja auch aus den vorherigen Inkarnationen ein eigenes Potenzial an inneren Verletzungen, die noch nicht bewältigt wurden, mit.

    Wenn dann der Ausgleich erfüllt ist, haben sich die Partner auch nichts mehr zu sagen und Langweile oder Aggression breiten sich aus. Das Handy wird zum Partner, wie Du schon richtig schreibst…

    Überhaupt ist eine Partnerschaft ein großartiges Übungsfeld, um festzustellen, wie weit man schon das verwirklicht hat, wovon man überzeugt ist.

    Zitat:…..“ Führen und geführt werden, blindes Vertrauen haben, sich leiten lassen. Eine schöne Idee und Vorstellung. „…

    Beim Tanz sicherlich – aber in einer Partnerschaft ist diese Idee für mich- ehrlich gesagt, keine SCHÖNE VORSTELLUNG.

    Warum „führen“, warum „BLINDES Vertrauen“ ?
    Ich bevorzuge eine harmonische Partnerschaft von Ganzheit zu Ganzheit, in der jeder der Partner Aspekte von sich selbst ausdrücken kann, ohne dafür angegriffen oder verurteilt zu werden. Ja, Vertrauen gehört dazu, es muss WACHSEN, nur „blind“ muss es meiner Ansicht nach nicht sein. ( Vielleicht ist das aber in dem Fall nur eine Definitionssache ?)
    Aber „führen oder „geführt werden“ , das halte ich für ganz unnötig.
    In Freiheit annehmen und lieben-, sich selbst und den anderen,- das genügt in meinen Augen.

    LG von Lumina

  20. 20
    Silvia Cristini / 2012spirit Silvia Cristini / 2012spirit sagt:

    Liebe Lumina – danke für deine Worte…ja, ist alles Ansichtssache, wie es scheint.
    Meine Aussage:
    Zitat:…..” Führen und geführt werden, blindes Vertrauen haben, sich leiten lassen. Eine schöne Idee und Vorstellung. “…
    bezog sich hauptsächlich auf das Thema Tanzen, welches ich mit Astrid angeschaut habe.
    Hauptsächlich 😉 ………
    Schönen Tag dir
    Silvia

  21. 21
    Elise sagt:

    Lieber Alex,
    du möchtest also den Frauen helfen aus der Opferrolle auszusteigen? Wie kommst du darauf? Das erinnert irendwie an die Frauen, die ihre Männer nach ihren Vorstellungen „emanzipieren“ wollen oder die Männer, die eine sehr viel jüngere Frau nehmen, da man die „noch formen“ kann.

    Ich würde das benennen von Missständen nicht mit mit einer Opferrolle gleichsetzen. Aber das Benennen von Missständen dient in diesem Land besonders seit 25 Jahren nicht als Teil der Forstentwicklung. Wie aber soll es einen Wandel geben, wenn alles schon schick ist? Das ist wie Parteienzwang bei Abstimmungen.

    Frau gegen Mann oder Mann gegen Frau? Ein leichter bis mäßiger Pseudo-Rollentausch fand in den letzten 40 Jahren von der Mainstreampresse überwiegend ignoiert und nur zu Skandalen ausgegraben, statt. Pseudo deshalb, weil Frauen einige Macht-Attribute der Männer übernahmen und Männer im Erwachsenenalter selbst nicht wissen, wer sie sind. Pseudo vor allem deshalb, da fast alle von Müttern und Vätern erzogen wurden, die im Großen und Ganzen unreflektiert die Werte ihrer Eltern und der Trends in der Gesellschaft übernahmen/übernehmen.

    Frauen besserer Schichten hatten, nachdem sie anfänglich versuchten, sich mit Mitteln (Reden, Abendveranstaltungen etc.) in der männlichen Gesellschaft Gehör zu verschaffen, einen radikalen Weg gefunden, ihre Ziele wenigstens in Teilen zu erreichen. Die Anfänglichen Ziele der Emanzipationsbewegung beinhalteten u. a. die Zulassung zu Wahlen und der politischen Arbeit, Zugang zu Bildungseinrichtungen wie Universitäten und die finanzielle Selbstständigkeit der Frau. Diese Ziele wurden aufgrund der Emanzipationsbewegung vermischt mit den sozialistischen Strömungen zu Beginn des 20. Jh., dem wachsendem Wohlstand nach 45, der Technikentwicklung und dem vermeintlich „besseren“ System bis zu den 68-er Jahren erreicht.

    Um nun die guten alten Werte doch noch zu erhalten, wurde im westlichen Teil Deutschlands (BRD) in den 50-ern das Ehegattensplitting eingeführt. Dies war positiv, denn so konnten neu gegründete Familien Geld sparen dadurch, dass dem geringverdienden weiblichen Mitglied mehr versteuert und dem besserverdienenden männlichen Mitglied weniger Steuer berechnet wurde. Dies lohnt sich v. a. auch für den Staat, da so das Prinzip „Teile und Herrsche“ auf eine neue Art ausprobiert und eine Art „Vollbeschäftigung“ erschaffen wurde etc. Der Nachteil war jedoch, dass Frauen ausschließlich Entwicklungsmöglichkeiten hatten, die den rein weiblichen Prinzipen/Schubkästen zugeordnet werden und die Männer nur die rein männlichen. Menschen sind aber immer eine Mischung aus beiden Prinzipien, man nennt sie daher auch Individuen.

    Die Babyboom-Generation hat aber auch noch das Problem der Scheidung, denn die gesellschaftlichen Strukturen brachen, wie oben angerissen, auf. Ehen hielten nun nicht mehr ein Leben lang – mussten sie auch nicht. Da die Gehälter ab dem 50-ern hoch waren, waren nun aber auch die Scheidungs- und Unterhaltskosten sehr hoch. Diese Entwicklung wird heute von der männlichen und zahlenden Babyboom-Generation häufig allein auf die Emanzipationsbewegung zurückgeführt, dabei hatte diese doch nur einen indirekten Einfluss darauf. Die Hauptgründe für das beharren vieler Frauen auf Unterhaltszahlungen liegen im privaten Bereich, gesell. Trends („Man macht das eben so.“, die Anwälte dürfte dies gefreut haben) und nicht daran, dass Frauen Selbstständig und finanziell unabhängig ihr Leben meistern – wie es die Emanzipationsbewegung wünschte.

    Dann gibt es natürlich noch die Scheidungskinder, welche in unserem Kulturkreis überwiegend bei der Mutter verbleiben. Für männliche hat das Kinder zur Folge, dass sie ohne Vater aufwachsen müssen, den sie aber als Orientierung benötigen. Der Kontakt zum Vater wird häufig wegen des schlechten Verhältnisses zwischen den Geschiedenen unterbrochen. Dies ist jedoch auf den Umgang der Geschiedenen untereinander und nicht auf die Emanzipationsbewegung zurückzuführen.

    Mit der Emanzipationsbewegung ist das Gleiche passiert wie mit der Biobewegung, sie wurden vom System aufgesaugt und umgestrickt, bis ein systemkonformer Zustand wieder hergestellt wurde. Das Biosiegel im grünen Rechteck, hat genau so wenig mit dem ursprünglichen Gedanken hinter Bio (Demeter, Bioland etc.) zu tun, wie das Einfordern von teilw. durchaus berechtigten Unterhaltszahlungen für Geschiedene.

    Wenn wir wirklich mehr wir selbst sein wollen, muss sich das Leistungsprinzip und das Verständnis, dass persönliche Entwicklung/Erfüllung mit Erwerbsarbeit gleichgesetzt wird ändern, denn nur so sind wir auch ein Vorbild für unsere Kinder.

    Beste Grüße,
    Elise

  22. 22
    Frosch Frosch sagt:

    Hallo Elise
    Ich bins Frosch, du hast mal was zu mir gesagt, hier: „@Frosch: Bitte nimm es mir nicht übel, aber nicht jede Frau kann diesem doch sehr romantischen Ideal etwas abgewinnen. Die meisten wollen, glaube ich, einfach nur so sein wie sie sind: nicht zu dick und nicht zu “blond”…“

    Wenn ich deinem letzten langen Kommentar folge, zumindest so gut ich kann – als Mann, dann stehen mir die Haare zu berge. Wieso alles so kompliziert? Wenn jeder Mann, wenn jede Frau, ihr ureigenstes Wesen wiedererkennen würde, sich fühlen würde, Freude empfinden würde an ihrem Dasein, würde dann nicht etwas geschehen? Alles was du da niedergeschrieben hast, mag seine Richtigkeit haben, aber es passiert alles im Aussen. Und im Aussen lässt sich nichts ändern, dies sollten langsam alle bemerkt haben. Bist du gern eine Frau? Liebst du es Frau zu sein? Wenn ja, dann strahlst du dies aus, und dann wird es ein ganz natürliches Zusammenspiel mit dem anderen Geschlecht geben. Denn wenn du dich wirklich als Frau angenommen hast, hast du auch deine inneren männlichen und weiblichen Anteile vereint.
    Es ist bezeichnend, dass der Mensch alles verkompliziert. Dabei wäre alles so einfach…… doch du meinst, es sei ein romantisches Ideal. Schade. 🙁
    Gruss Frosch

  23. 23
    Elise sagt:

    Hallo Frosch,
    ich gebe zu, der Test ist nicht ganz so kurz ;D
    Dennoch kann man nicht einen Artikel schreiben und sagen, dass war alles die Emanzipationsbewegung, denn es ist nun mal wie alles etwas komplizierter, aber wir sollten uns schon darüber im Klaren sein, wo wir unsere Prinzipien/Vorstellungen denn so herhaben, oder? Es gehört für mich auch mit zum Erwachsen sein. Eine Frau ausschließlich über weibliche Prinzipien zu definieren finde ich ehrlich gesagt, ziemlich albern, da Frauen in den vergangenen Jahrhunderten zu stark unterdrückt wurden und nun in der Gesellschaft ein romantisches Bild von der lieben, anschmiegsamen („Asiatin“) Frau existiert.

    Gehst Du weitere Jh,/Jt. zurück stößt Du auf andere Frauenfirguren (Matriarchate) oder würdest Du behaupten wollen, dass z. B. die Amazonen von der Emanzipationsbewegung beeinflusst wurden? ;D Sind sie keine Frauen für Dich? Glaubst du, dass Madame Currie keine Frau war, nur weil sie einen Nobelpreis in Physik erhalten hat?

    Eine starke Frau wird immer auch männliche Attribute besitzen, diese sind nämlich in unserer 3-D-Welt unabkömmlich, dass waren sie schon zu sehr frühen Zeiten! Genauso wird ein starker Mann die Prägung überwunden haben, dass Weinen Schwach ist. Es kommt auf den Ausgleich an! Wir alle haben die Attribute von BEIDEN Seiten in uns und das in unterschiedlicher Ausprägung. Frauen, die männlicher sind haben genau so ein Recht zu sein wie sie sind, wie Männer, die sehr weiblich sind. Alles andere ist eine von außen vorgegeben Definition.
    LG, Elise

  24. 24
    sadhu sagt:

    RamRam elise

    ich habe da frosch anders verstanden …. eigentlich unterstützt er doch das was du sagen möchtest ….
    irgend wie scheint mir, dass mit viel zu viel mit worten und sog. argumenten rumgeschmissen wird ….
    mit sich und seinem sein zufrieden sein wird langweilig wenn man darauf angewiesen ist immer und immer wieder eine bestätigung im aussen dafür zu erwarten … von wem auch …. wer kann dich oder mich besser sehen als wie wir selbst …
    es erscheint mir als ein zeichen unserer zeit hinter dem sich so viel manipulation versteckt das wir so auf eine reflexion unseres seins im aussen angewiesen sind …. wenn man es genau betrachtet ist eine notwendige handlungsweise meines erachtens die essenz aller religiösen und spirituellen aussagen ….. ich bin … und so wie ich bin ist es gut …. die zufriedenheit mit sich und seinem leben ist eine der höchstwertigen praktiken der mystik ….

    und das mit der frau als opfer und dem unterdrückungsargument …. von wem wurden denn frauen unterdrückt …. von männern – also allen – von anderen frauen oder den tauben die einfach ihren dreck fallen lassen und ungesehen jemanden treffen …. werden menschen von der natur unterdrückt blos weil sie von einem löwen gefressen werden oder über bord gehen und ertrinken …. was soll das aussagen das frauen unterdrückt werden oder benachteiligt werden …. ist es nicht eher eine motivation sich nicht unterdrücken zu lassen – von den unterdrückern – so wie ein christ oder moslem der andere tötet kein moslem oder christ ist ist auch ein mann der eine frau für seine eigene lebensgestalltung missbraucht kein mann …. männer unterdrücken keine frauen …. und frauen sind keine opfer ….
    ich stell dich nicht in frage …. ich kann dir dein leben gut zugestehen …. ob ich dann einen weg mit dir gehen würde kann ich dir nicht sagen … sowas wird immer vom leben gestalltet … aber eins weiss ich ganz sicher … ohne herausvorderung ist eine motivation zur weiterentwicklung sehr sehr schwer ….
    also mein tipp … weg mit dem argument von der bösen männerwelt die die entwicklung der frauen behindert … halte dich an männer die dich achten so wie du bist …. auch wenns vielleicht nicht viele sind … aber … schau dir die menschen an …. was erwartest du …. deine gedanken weisen dich als eine offene seele aus …. schon aus diesem grund wirst du wesentlich weniger verständnis in deinem umfeld finden als wie jemand der nach einem saufkumpan ausschau hällt …. achte dich …. da wo du schon bist ist wenig masse zu finden …. hat auch was ….
    es ist die frage was einem wirklich von wert ist …. wir leben …. und nur weil wir leben können wir uns auch ärgern …. der ärger ist also ein beweis das wir leben …. es könnte auch die freude sein mit der man sein leben erkennen kann ….
    es ist vielleicht das was wir als menschen heute erkennen können …. die welt ist nicht besser geworden in ihrem miteinander …. eher ist sie so wie wie wir sie gar nicht haben wollen – oder – sie ist zu dem geworden was die menschen so unbedacht als argumente immer wieder in die luft werfen …. schon fast ein horrorfilm – je nach dem wo man sich gerade aufhällt ….

    vielleicht ist die herrausvorderung sich nicht von dem irritieren zu lassen was man im aussen sehen kann … sondern einem idealbild in sich die nahrung und aufmerksamkeit geben ….. die welt ist nicht so wie man sie sehen kann … aber so wie man sie sieht wird sie ….
    einen schönen tag dir – es gibt auch männer die du als frau akzeptieren kannst …. dünge diese erscheinungen

  25. 25
    Elise sagt:

    Hallo sadhu,

    ich für meinen Teil habe Frosch nicht angegriffen. Wir sollten nur nicht alles über den Kamm der Emanzipationsbewegung scheren, da nun einmal Zusammenhänge bestehen, die in gewisser Weise auf uns mehr oder weniger stark einwirken.

    „und das mit der frau als opfer und dem unterdrückungsargument …. von wem wurden denn frauen unterdrückt …. „ Hier noch ein paar Texte von anderen Männern:

    Das vergessene Gebot. Die Kirche unterdrückt und diskriminiert die Frauen
    http://www.amazon.de/gp/product/3862682307?*Version*=1&*entries*=0
    http://www.gavagai.de/gg/HHD0902F.htm

    Frauenunterdrückung und Hausarbeit
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0910/t110910.html

    Deinen Tipp mit der bösen Männerwelt kann ich nicht nachvollziehen, denn den habe ich nicht gebraucht. Die Texte haben ihren Schwerpunkt bei der Emanzipationsbewegung und für was sie alles herhalten muss, sowie dem Versuch zu erklären, dass es sehr wohl männliche Frauen wie auch weibliche Männergeben geben wird, da es nun einmal für beide Seiten keine „50-50“-Grenze gibt.

    Ich denke nicht, dass der Entschluss und die Tatkraft ausreicht sich nicht mehr unterdrücken zu lassen. Dies wird im Freundeskreis funktionieren, aber schließlich erst zur Ruhe kommen, wenn die Gesellschaft IN der wir leben, es kollektiv erlöst hat. Wir haben alle Leben als Männer und Frauen gelebt und entsprechend Themen bearbeitet/oder sie sind noch zu bearbeiten.

    Elise

  26. 26
    sadhu sagt:

    RamRam elise

    sorry … ich denke da hast du mich falsch verstanden … ich unterstelle dir keinen angriff ….

    ich kann halt nicht die herrausrangde leidrolle der frau so isoliert sehen die als argument für veränderung herhalten soll ….

    mein ansatz beim umgang mit dieser thematik ist ein innerer …. der sich natürlich auch im aussen auswirkt … es ist schön gleichgesinnte zu treffen … wenns dann auch freiwillig in diesen menschen so lebt und nicht durch worte teils brachial hervorgebracht wird ….

    vielleicht ist es erst mal gut die welt so anzunehmen wie sie ist, denn menschen entscheiden doch selbst wie sie leben wollen … es ist doch gar nichts dagegen einzuwenden das frauen so leben wie sie es wollen … mir scheint allerdings das sich viele frauen in das leben ander frauen einmischen und ihnen ihr anderes leben madig reden ….

    viel von dem was in den medien publiziert wird ist nur eine kleiner ein sehr kleiner teil dessen was es an einzelnen geschichten gibt …. und wo kommen deine infos her …. ob jetzt die emanzipation unserer kultur eine zentrale intelektuelle basis hat oder durch die Individuelle entscheidung jedes einzelnen stattfindet werden wir ja dann sehen …

    auf alle fälle tut sich was …. und das verhältnis mann frau ist ein zentrales thema eines für mich erkennbaren wandels …

    ich glaube nun mal das jeder das erleben wird was er oder sie als bild … als weltbild in sich trägt …. meine 5cent zu dem thema …. ich werf dir natürlich nicht vor wenn du die probleme, die frauen seit so langer zeit in dieser welt vor allem auch mit männern haben, als grundlage deiner weltbetrachtung heranziehst … wie käme ich auch dazu ….
    mir ist sogar egal das heutzutage die häusliche gewalt nicht weniger geworden ist sondern jetzt auch noch die männer verhaun werden ….
    für mich ist die jetzige zeit etwas besonderes die es höchstwahrscheinlich der seele erlaubt einen grossen schritt in der entfaltung zu tun …. was es alles zu sehen gibt erschliesst sich wenn man nicht mehr wertet ….

    versteh bitte deshalb meine worte nicht als kritik an deiner ansicht …. hab sie …. mir hat vielleicht einfach das was frosch geschrieben hat sehr viel mehr zugesagt als wie deine worte

    ich werde mich aber auf alle fälle mehr bemühen das verständnis und bemühen aus worten wie den deinen heraus zu lesen und nicht eine latente schuld und verantwortung der männer … du hast auf alle fälle eine kreative sichtweise

    eine schöne nacht dir

  27. 27
    Elise sagt:

    „sorry … ich denke da hast du mich falsch verstanden … ich unterstelle dir keinen angriff ….“

    Also mal ganz ehrlich, ich fühle mich wirklich nicht angegriffen! ;D Wenn komplexe Zusammenhänge so stark vereinfacht werden, dass etwas völlig Schräges dabei herauskommt, dann rappelt es mich ganz gelegentlich.

    „ich kann halt nicht die herrausrangde leidrolle der frau so isoliert sehen die als argument für Veränderung herhalten soll ….“

    Frag mal jemanden, wie die in den 50-ern so drauf waren. Also im Westen, im Osten hat ja der Staat drauf aufgepasst ;D Da das mit der Inquisition in Europa so prima funktioniert hatte, haben sie selbstverständlich Varianten dieses besonderen „Erfolgskonzeptes“ auch gleich noch in ihren Kolonien ausprobiert, ich weis. Ansonsten habe ich einen ziemlich langen Artikel geschrieben, um anzureißen, dass die Emanzipationsbewegung im Kontext ihrer Zeitgeschichte zu sehen ist.

    . ich werf dir natürlich nicht vor wenn du die probleme, die frauen seit so langer zeit in dieser welt vor allem auch mit männern haben, als grundlage deiner weltbetrachtung heranziehst …

    Also im normalen Leben beschäftige ich mich überhaupt nicht mehr mit solchen Themen, weiteres siehe oben ;D

    Die Sonne ruft 😀

  28. 28
    sadhu sagt:

    hallo elise

    Wenn komplexe Zusammenhänge so stark vereinfacht werden …. da hast du vollkommen recht … ich weis auch nicht was mich geritten hat …. auch ich möchte dieses thema nicht so vertiefen ….. eins ist mir klar geworden …. ich muss mich aus solchen dialogen raus halten …. es gibt so viele die komplexe themen besser in worte fassen können als wie das mir mittlerweile noch möglich ist …. nur so viel … es ist kein geschlechter problem … es ist ein kulturelles problem ….

    an sonsten finde ich deine worte sehr gut … viel sonne dir 😀

  29. 29
    Elise sagt:

    Danke und alles Gute 😀 !

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