IS, Russland, Crash, Gewalt: Hinsehen oder Wegsehen

17 Dez 2014 Von Kommentare: 16 Wirtschaft & Politik, Zeitgeschehen

Drei Menschen, die wegsehen

Es brodelt derzeit auf der Welt wie selten zuvor, an jedem Tag neue Schreckensmeldungen aus den Nachrichtenagenturen: Die IS versetzen die Welt weiterhin in Angst und Schrecken. IS-Kämpfer und Taliban nehmen Geiseln und töten, wie geschehen in Australien, in Pakistan müssen sogar unschuldige Kinder sterben wegen eines Racheakts. In Deutschland und anderen europäischen Ländern entsteht Angst vor Asylanten und einer Islamisierung. Die sog. Pegida lockt Tausende auf die Straßen, andernorts prügeln sich Hooligans mit der Polizei. Die russische Wirtschaft ist aufgrund des Verfalls des Rubels dabei, einzubrechen, und befindet sich aktuell in Panikstimmung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es hier einen Dominoeffekt gibt, der den Westen mit in eine globale Krise stürzt. Die Lage in der Ukraine ist weiterhin unübersichtlich. Wie den Meisten bekannt sein dürfte, wurde der Krieg medienwirksam inszeniert, um das alte Feindbild zu Russland wiederzubeleben. Zudem werden Meldungen bezüglich einer baldig zu erwartenden „False Flag-Aktion“ in der Ukraine im Internet verstreut, die jegliche ernsthafte journalistische Recherche vermissen lassen.

Crash- und Weltkriegsszenarien machen wieder die Runde. Panikmache von allen Seiten und die Menschen konsumieren das alles ungefiltert! Ich werde den Eindruck nicht los, dass das alles kein Zufall ist und hier „Mächte“, am Werk sind, die bewusst Unfrieden säen, und zwar in alle Richtungen. Unfrieden zwischen den Menschen stiftet Abhängigkeit. Was wir derzeit erleben, ist eine Zuspitzung der Situation, die im Chaos enden kann, wenn man sich A) davon zu sehr hineinziehen lässt und B) komplett weg sieht.

Aufmerksamkeit = Energie

Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, versorgen wir mit unserer Energie, was bedeutet, dass die Intensität zunimmt. Wenn wir etwas ablehnen und wir ständig daran denken, uns den Kopf zerbrechen, verstärkt sich die Energie auf das, was wir eigentlich ablehnen. Somit breiten sich in uns verstärkt Gefühle wie Hass und Wut aus, die aber nur zu uns gehören und an der Problematik im Außen nichts verändern können. Es ist wie bei der Behandlung einer Krankheit. Sie hat Ursachen und gehört zu uns, wir sind selbst Schöpfer dieser Krankheit, auch wenn wir sie weit von uns schieben wollen. Wir können sie nur heilen, wenn wir zuerst hinsehen und unserem Körper unsere volle Aufmerksamkeit schenken, da eine Krankheit der Schrei unserer Seele ist, dass etwas in unserem Leben oder in unseren Überzeugungen nicht in Ordnung ist. Erst danach, wenn wir dies erkannt haben und an der Krankheit nicht mehr weiter festhalten, kann sich der Körper regenerieren und dauerhaft heilen.

Genauso verhält es sich im globalen Geschehen. Armut, Ungerechtigkeit und Kriege brauchen unsere Aufmerksamkeit. Wegsehen ist keine Lösung. Menschen wie der Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, der in Indien Kinder vom Sklaventum befreit, verdienen Hochachtung und Respekt vor ihrer gefährlichen Arbeit, die manche mit ihrem Leben bezahlen. Solche Menschen sehen hin, nicht weg. Es ist ihre Berufung und sie folgen dem Weg ihrer Seele. Zudem bedingt das eine immer das andere, denn ohne Leid könnten wir die Freude nicht fühlen, die Polarität lässt grüßen.

Zuviel Licht und Liebe lässt uns abheben, über dem Boden schweben, die Bodenhaftung verlieren

Ich denke, eine gewisse Ausgewogenheit wäre der Idealzustand. Um einerseits durch unser Mitgefühl und unser Gebet den armen Menschen zu helfen und andererseits den „bösen“ sowie radikalen Kräften an sich mit emotionaler Distanz zu begegnen, um ihnen nicht noch mehr Aufmerksamkeit und Energie zukommen zu lassen. Die großen Kriege da draußen sind nichts anderes als unsere kleinen Kriege in unserm Innern und vor unserer Haustüre. Wir müssen vor unserer eigenen Haustüre kehren, bevor wir mit dem Finger auf das Böse da draußen zeigen, auch wenn es schwer fällt. Und vor allem müssen wir endlich aufhören, Krieg mit Krieg zu bekämpfen.

Bild: Fotolia.de

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16 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    I am Annonymus sagt:

    Also würdest du einen Meldung über eine False Flag Aktion nicht verbreiten wenn du die Möglichkeit hat uns sie somit zulassen und wegschauen weil du es derzeit noch nicht beweißen kannst. QuerdenkenTV und Wissen ist Macht geben nur Meldungen raus wenn sie sich sicher sind. Ja ich kann das Bibelzitat nur bestätigen, An ihren Taten werdet ihr sie erkennen, nicht an ihren Worten.

  2. 2

    @ Annonymus
    ich schau mir das an, und bilde mir meine eigene Meinung dazu.

    Wenn man zu viele Informationen ungefiltert (unkritisch) aufnimmt, tut man sich mit der Zeit immer schwerer, selbst zu entscheiden, was evtl. der Wahrheit entsprechen könnte, denn auch dann steigt die Aufmerksamkeit = Energie.

    Herzliche Grüße
    Alex

  3. 3
    Andrea K. sagt:

    Hallo Alex,

    du hast Recht, manchmal ist es aber bei der Fülle und Heftigkeit der Nachrichten fast nicht zu ertragen, um nicht mit Wut und Hass zu reagieren. Ich denke nur an die armen Kinder in Pakistan. Im ersten Moment möchte man SOFORT helfen, SOFORT ein Beschwerdemail schreiben, SOFORT in den sozialen Netzwerken seine Wut zum Ausdruck zu bringen. Denn direkt vor Ort ist keiner von uns…….
    Und das schürt den Hass nur noch mehr, der schon in uns ist und der jedesmal hoch kommt, wenn wir wieder mal eine Horrormeldung von immer wieder derselben Gattung hören oder lesen.

    Ich bin da ganz bei dir, wenn du meinst, dass das der kleine Krieg bei uns im Inneren oder vor der Haustüre ist. Denn gucke ich mich so um, dann merke ich wie unzufrieden, böse und sarkastisch viele Menschen sind. Verbittert und hoffnungslos, weil ihre Erwartungen am System nicht erfüllt werden bzw. nicht mehr gewährleistet sind. Und das brodelt innerlich als auch äußerlich, das spürt sich wie der Finger in der Wunde an. Und dann ist es natürlich ein Leichtes, dass wir uns aufschaukeln und manipulieren lassen – der Samen ist schon lange vorher gesät.

    Schwierig wird es bei sich selbst mal anzufangen Frieden zu schließen, seine Unabhängigkeit zu beginnen, seine Verantwortung wieder zu übernehmen.
    Aber genau DA beginnt es und genau dieser Punkt ist so wichtig ! Hab ich das mal heraußen, so kann ich sehr wohl mein Mitgefühl zeigen, ohne das es mich verbrennt und ich kann auch voll Liebe sein, ohne das ich abhebe…..

    Danke für diesen Blogeintrag !

    Liebe Grüße
    Andrea

  4. 4
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Liebe Andrea,
    bin ganz deiner Meinung, wunderbar ausgedrückt! Danke.
    Wir sind „nur“ Menschen, haben Gefühle und Emotionen, können diese aber auch für eine friedliche Welt einsetzen.

    Herzliche Grüße
    Alex

  5. 5

    Den Artikel finde ich sehr gut. „Auge um Auge macht die ganze Welt blind“, hat Gandhi gesagt. Dem stimme ich zu. Ich mache den Machthabern dieser Erde einen großen Vorwurf, weil sie nicht wirklich zusammen arbeiten und dafür sorgen, dass Frieden auf dieser Erde herrscht. Für viele Politiker ist Macht, Geld und Besitz, wichtiger als Menschenleben. Ja, ich weiß, dass in dieser Hinsicht Lösungen nicht einfach sind. Doch es gibt sie.
    Ja, Frieden beginnt bei jedem Einzelnen. In uns Frieden zu schaffen, ist unsere vorrangige Aufgabe. Und wenn uns das einigermaßen gelingt, haben wir schon eine wertvolle Arbeit verrichtet. Mit Hass und Aggression schüren wir mehr Hass und Aggression. Mit Liebe können wir alles auflösen. Natürlich ist dies das schwierigste überhaupt.
    Menschen, die nicht davor zurückschrecken Kinder zu töten, können nicht wissen was sie tun. Sie laden unbeschreiblich viel Leid auf sich und verbreiten Leid. Solche Menschen brauchen von Kind an eine vernünftige Ausbildung. Wenn ein Kind von klein an „eingeimpft“ bekommt wer ihre „Todesfeinde“ sind und das diese bekämpft werden müssen. Dann glauben sie dies.
    Wenn nichts hilft, so helfen Gebete. Auch wenn wir uns noch so hilflos vorkommen.

  6. 6

    Lieber Manolo,
    ja, so ist es.
    Das Problem ist, dass die meisten Menschen, die in die Politik gehen, dies tun um Macht und Ansehen zu bekommen, weil ihre Persönlichkeit Defizite aufweist (zu wenig Liebe?), die sie somit kompensieren wollen. Somit werden wir immer nur Leute vorgesetzt bekommen, die zuerst an sich selbst denken, und erst dann an das Volk, Frieden, Gerechtigkeit. Sensible Menschen wie wir würden nie in die Politik gehen.

    Herzliche Grüße
    Alex

  7. 7

    Lieber Alex,
    ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen den Visionen, Regeln, Geboten und der Liebe von Jesus Christus, Buddha, Dalai Lama, Lorna Byrne, Mother Amma und anderen Weisen folgen. Denn das höchste Gebot ist Liebe. „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst“. Dann haben wir Frieden auf der Welt. Wenn das alle begriffen haben.

  8. 8
    Frosch Frosch sagt:

    @ Manolo
    „“Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst”. “
    Wobei „Liebe dich selbst“ zuerst kommen sollte und dann die anderen lieben. Zuerst muss jeder einzelne Mensch sich selbst lieben, selbst mit Liebe gefüllt sein und dann kann er sie weitergeben. Bis dato wird dies leider oft umgekehrt gelebt. Viele Menschen lieben sich selbst nicht und erhoffen sich dann, andere lieben zu können oder erhoffen sich Liebe vom anderen zu bekommen, was einer Bedürfnisbefriedigung gleichkommt. Füllt euch selbst randvoll mit Liebe und schenkt sie dann weiter.
    Gruss Frosch

  9. 9

    Danke Alex für Deinen Artikel. Viele Menschen befinden sich, angekommen am Jahresende 2014 in einer großen Krise. Erst heute hatte ich wieder ein derartiges Telefonat. Trotz Heilerausbildung, Erlösung sämtlicher Flüche und karmischen Verstrickungen innerhalb der letzten Jahre kann die Dame keinerlei „Verbesserung“ ihrer Lebensumstände feststellen, im Gegenteil. Seit vielen Jahren spreche ich mit sehr vielen Leuten diesbezüglich und ich merke, wie sich gerade etwas wandelt im Sinne von: da war die Hoffnung (Aufstieg, schöne neue Welt, die „Dunklen“ werden in den Kerker geschmissen usw. usw.) und diese Hoffnung scheint nun irgendwie weg zu sein… das Jahr 2015 kommt mit großen Schritten daher und immer hat sich nichts in diesem Sinne getan. Wie kann das sein?
    Es kommt daher, weil sich viele Menschen innerhalb der „Geschichte über den Bewusstseinswandel“ oder dem Aufstieg oder Dimensionssprung (es ist egal wie man/frau es nennt) es nicht geschafft haben, sich selbst zu erkennen und wahrzunehmen. Und zwar genau aus dem Grund, den Du in Deinem Artikel ansprichst, weil immer neue Daten, immer neue fiktive Ereignisse anheim gestellt werden, denen dann alle entgegen fiebern oder sich alle darüber empören. Die Psychologie des Menschen ist den „Dunklen“ sehr wohl bekannt und längst hat sich das Pendel verselbstständigt, wo der unbewusste Mensch, der nicht mit Energie umgehen gelernt hat, sich hin und her schleudern lässt.
    Es gehört nämlich unter anderem eine gehörige Portion Mut dazu, sich seinen eigenen Dingen zu stellen und dann bedingungslos seinen eigenen Weg zu gehen, denn das Wort egoistisch hat immer noch einen festen Platz im Sprachgebrauch der Menschen. Man darf nicht vergessen, dass jede einzelne Seele, die sich gerade hier auf der Erde befindet seinen ureigenen Plan hat und da ist es halt nicht vorgesehen, dass jeder Weisheit, Unterscheidungsvermögen, Mut, Selbsterkenntnis und Einschätzungsvermögen hat, die meisten beginnen gerade erst sich damit zu beschäftigen. Aus diesem Grund ist so ein Durcheinander, ein Chaos, aber auch das ist genau richtig so, wie es ist….
    Alles liebe Biggi

  10. 10
    Lichtblick sagt:

    Hallo Alex,

    toller Artikel- beschäfftigt ganz viele.

    Ich habe Dich auf Herzensleben.de ein bißchen rebloggt, mit Verlinkung zum ganzen Artikel und auch den sehr schönen Kommentarer. Auch danke an alle Kommentatoren(innen).

    http://herzensleben.de/russland-crash-gewalt-hinsehen-oder-wegsehen-alex-miller/
    alles in Liebe
    Lichtblick/ Jochen

  11. 11

    Liebe Biggi,
    kann dir nur beipflichten. Es ist als wären viele (bewusste) Menschen momentan orientierungslos, sie sehen nur noch machtlos zu und bleiben selbst auf der Stelle (zumindest ihr subjektiver Eindruck).

    „Es gehört nämlich unter anderem eine gehörige Portion Mut dazu, sich seinen eigenen Dingen zu stellen und dann bedingungslos seinen eigenen Weg zu gehen, denn das Wort egoistisch hat immer noch einen festen Platz im Sprachgebrauch der Menschen.“ – Super ausgedrückt!

    Herzliche Grüße
    Alex

  12. 12
    Martin sagt:

    Lieber Alex,
    danke für deinen artikel. je mehr wir uns mit den schrecklichen dingen beschäftigen, desto mehr energie bekommt es, das müssen wir uns bewusst machen. all die schlimmen dinge im aussen gehören offensichtlich zu dieser zeit, vielleicht nimmt es sogar an heftigkeit noch zu. ich glaube wenn wir mit uns selber und unserem nächsten liebevoll umgehen, werden wir alles gut überstehen. ich bin in der beobachterrolle, den das chaos gehört offensichtlich zu dieser zeit der transformation, alles wird aufgedckt, das dunkle kommt hervor, und für uns menschen hoffe ich, dass die raupe zum schmetterling wird. frieden und liebe an alle.

  13. 13
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Lieber Martin,
    danke für deinen Kommentar.
    Genau, die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

    Liebe Grüße
    Alex

  14. 14
    spiritshiva58 sagt:

    Genau..Krankheit ist der Schrei der , Seele. ..
    deshalb sollen wir IHR !!!!! Die volle Aufmerksamkeit geben…uns SELBST erkennen…ect….
    PS. Krankheit kann auch andere Ursachen haben. Zb. Gruppen/seele/karma …… nur so zum nachdenken… oder zb. Ein behindertes Kind. ..kann den Eltern ermöglichen wahrhaftig in die liebe zu gehen…usw. usw…….schachteldenken entweder oder denken…Dualität. ..Polarität. ……☺

  15. 15
    MaTo sagt:

    Hm. Wie wäre es denn, wenn wir unser Augenmerk auf die guten Nachrichten lenken? Natürlich dürfen wir bei den Manipulationen nicht wegsehen, denn wo das Gute schweigt, siegt das Böse. Aber ich denke, es kann nicht schaden, zwischen all den Schlamm und bösartigen Dreck ein paar Blüten und Samen zu streuen und gute Nachrichten verbreiten. Dass ein Freund wieder gesund geworden ist. Dass ein Kind geboren wurde. Oder einfach nur, dass Ihr ein neues Rezept probiert habt, dass köstlich ist.
    Stellt Euch vor, Ihr blickt nachts in den Himmel. Schwarz und dunkel ist er, leer, kalt und bedrohlich. Doch was sehen wir? Die Sterne. Die Dunkelheit tritt zurück, und die kleinen Lichter treten hervor. Die Dunkelheit ist immer noch da, doch sie ist nicht mehr bedrohlich und kalt. Sie wird Teil eines Gesamtbildes, das an Schönheit seines gleichen sucht.

  16. 16

    Die Mitte macht es, die ganze Zeit mit Fernsehen etc. abzulienken, hilft genauso wenig, wie Lügenmedien täglich zu konsumieren. Robert Betz und Rüdiger dahlke haben da einige schöne Bücher zum „richtigen Umgang“ mit dem Leben geschrieben.

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie uns! (Kommentare, die sich nicht auf das Thema beziehen, werden gelöscht)

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