Out of Body Experience

08 Dez 2014 Von Kommentare: 4 Bewusstsein, Spiritualität

Frau hat ein Out of Body Erlebnis

Die Erfahrung, sich außerhalb des eigenen Körpers wiederzufinden, kann man durch eine geübte, spezielle Meditation willentlich herbeiführen. Andere Theorien besagen, dass sich bei langer und intensiver Meditationspraxis eines Tages im Leben automatisch dieses Erlebnis einstellt. Ein Bekannter von mir, welcher bereits 30 Jahre meditiert, konnte sich jedoch noch nie eines solchen Ereignisses „erfreuen“. Ich setze „erfreuen“ bewusst in Anführungszeichen, denn ob es ein erfreuliches Erlebnis ist, ist fraglich. Wenn es jedoch nicht willentlich herbeigeführt wird, man sich auch noch nie befasst hat, und es sich aber trotzdem einstellt, ist es äußerst Angst einflößend.

OoBE – Out of Body Experience / Ausserkörperliche Erfahrung?

Ich greife nun ganz bewusst nicht auf irgendeine Literatur zurück, sondern erzähle von meinem ganz persönlichen Erlebnis, welches ich vor ca. 2 Jahren hatte. Ich versuche möglichst authentisch darzulegen, was genau sich ereignet hat, wie es sich anfühlte und wie ich mich vor allem dabei selbst sah und wahrnahm:

Der Begriff aus dem Nichts

Es geschah völlig ungeplant, denn hätte ich gewusst, wie es sich anfühlt, hätte ich es kaum freiwillig herbeigeführt. Zudem wusste ich nichts darüber. Selbst den Begriff dafür kannte ich nicht. Doch am Morgen danach, sollte ich ihn auf intuitive Weise kennen. Und so war es dann auch.

Was ich am Vorabend genau tat, kann ich nicht mehr sagen. Aber ich glaube mich vage daran zu erinnern, dass ich vor dem Schlafengehen noch eine kurze Weile, sagen wir 30 Minuten, meditierte. Ich meine, das „Ek-Ong-Kar / Sat-Nam-Siri / Wahe Guru“- Mantra gechantet zu haben, wie ich es fast täglich praktizierte. Ein Mantra, das die Sinne beruhigt und uns mit dem Universum in Verbindung treten lässt. Theoretisch zumindest. Zudem ist es eine gute Atemübung um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, mein Hauptgrund, wieso ich dieses Mantra oft wiederholte.

Die Nacht

Ich schlief ziemlich schnell ein. Doch alsbald wurde ich von einer lieblichen Frauenstimme geweckt. Eine Frauenstimme, die in solch melodiösen Tönen sprach, die Stimme war ziemlich hoch, aber auch eindringlich. So eindringlich, dass ich von ihr aus dem Schlaf geholt wurde. Ich war verwirrt, in meiner Wohnung eine solche Stimme zu vernehmen und ich war noch verwirrter als mir bewusst wurde, dass, auch wenn ich mich noch so anstrengen wollte, ich sie nicht verstehen konnte. Ich erkannte schlichtweg ihre Sprache nicht. Es war eine gänzlich neue Sprache. Eine universelle?

UntersbergUnfähig mich zu bewegen

Ich hörte also in meiner Wohnung eine liebliche Frauenstimme und konnte sie einfach nicht verstehen. Ich versuchte dann zu orten, aus welcher Richtung sie kam und konnte schlussendlich als Sendequelle den Fernseher ausmachen, welcher jedoch zum Zeitpunkt, als ich mich Schlafen legte, ausgeschaltet war. Nun, vielleicht kennt jemand den Horror-Film „The Ring“? Dort war es üblich, dass das Fernsehgerät automatisch angeht und dann als Zugabe noch eine Wasserleiche aus dem Bildschirm in die Wohnung des Opfers steigt. Obwohl es Jahre zurückliegt, als ich mir diesen Film damals wirklich dummerweise zu Gemüte geführt habe, inkl. einiger Albträume, kam mir genau dieses Szenario in den Sinn. Ich versuchte also, mich im Bett aufzurichten und in Richtung Fernsehgerät zu schauen, welches sich im gleichen Raum befindet (ich wohne in einer Art Loft). Doch ich war absolut unfähig mich zu bewegen. Ich war steif wie ein Brett, wie betoniert, wie gelähmt. Ich konnte mich nicht aufrichten. Es schien, als ob alles Leben aus meinem Körper gewichen ist.

Etwas in mir stand auf

Doch etwas in mir wollte dennoch unbedingt herausfinden, woher diese Stimme kam. Und so geschah das Unfassbare. Während mein Körper absolut starr auf dem Bett lag, erhob sich dennoch etwas aus mir heraus. Das Etwas, ich erkannte es später als meine Seele, sass also nun aufrecht in meinem Bett und war dann auch fähig dorthin zu schauen, was mein Körper nicht konnte. Zum Fernsehgerät. Das Fernsehgerät war auf eine Art und Weise tatsächlich an, es lief – und lief doch nicht. Das Bild, das ich sah, konnte ich genau so wenig entschlüsseln wie die liebliche Stimme dieses „Engels“. Das Bild war paradoxerweise verpixelt, so als würde es auf einer für mich nicht wahrnehmbaren Frequenz senden. Stimme und Bild auf fremder Frequenz? Das Ganze verwirrte und faszinierte mich gleichermaßen. Doch ich konnte es mir nicht erklären. Hinzu kam dieses laute Klingeln in den Ohren, ähnlich eines Alarmhorns. Irgendwann legte sich meine Seele wieder in meinen Körper und ich lag einfach nur noch da, unfähig einzuordnen, was da grad geschah, aber mit Bestimmtheit wissend, dass es kein Traum war.

Das Erlebnis war so prägend, dass ich es heute noch so genau weiß, als wenn es gestern geschehen wäre. Ein Zeichen dafür, dass es kaum ein Traum war? Doch ich wusste nicht, wie sich das Erlebnis überhaupt nannte. Gab es eine Bezeichnung dafür? Gab es weitere Menschen, welche diese Erfahrung machten? Dann bekam ich aus dem Nichts die Eingebung, dass es sich hierbei um ein „Out of Body Erlebnis“ handelt. Out of Body? Ich forschte im Netz und wurde mit allem von mir Erlebten bestätigt. Selbst ein Bild dazu bestätigte mein Wahrgenommenes, inklusive dem Klingeln in den Ohren. Faszinierend. Mir wurde so gezeigt, dass wir wahrlich mehr als nur unser Körper sind.

Mir persönlich nimmt dieses Erlebnis die Angst vor dem Tod. Und mir wurde dadurch gezeigt, dass sich die Seele sehr wohl vom Körper ablösen kann. Dies so bewusst wahrnehmen zu können, ist ein Geschenk. Und dieses Erlebte würde auch bestätigen, dass sich die Seele bei einem Unfall zum Beispiel, ziemlich schnell vom Körper ablösen kann, ohne dabei Schaden zu nehmen. Wir sind wahrlich viel mehr, als wir zu glauben scheinen. Im Grunde genommen wissen wir nichts. Und dies zu akzeptieren, ist schon eine ganze Menge.

Bilder: Fotolia.de

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4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    spiritshiva58 sagt:

    Ja sowas gibt’s. …die Seele reist ja jede Nacht. ..bestenfalls zur Quelle. .zur ‚tankstelle‘ um sich zu erholen…
    das Mantra ist wunderschön und extrem schwingungserhöhend. .
    singt ua.
    snatam kaur (Mul mantra)
    YouTube

    Auch die Übersetzung zu Googlen lohnt absolut
    sat nam
    monika

  2. 2
    Silvia Cristini / 2012Spirit Silvia Cristini / 2012Spirit sagt:

    Ja, Snatam Kaur singt dieses Mantra wundervoll, habe mir dies auch schon oft angehört.
    Ich selbst habe das besagte Mantra als Atemübung gemacht, damit der Körper mit genügend Sauerstoff versorgt wird, da wir ja dazu neigen, zu flach zu atmen, was dann den Körper auf Dauer übersäuert. Man kann dieses Mantra in einem ganz speziellen Rhythmus chanten, damit das mit der Sauerstoffversorgung optimal klappt. Die Botschaft dahinter und auch dass es schwingungserhöhend wirkt, war mir bekannt. Womöglich hat mir dies tatsächlich in besagter Nacht die „Tür“ geöffnet. Wer weiss…. 🙂 Spannend auf alle Fälle.
    Für viele Menschen ist dies aber schon fast Alltag – denn einige können dies locker-flockig selbst herbeiführen, immer wieder. Alles eine Frage der Übung. Am Ende des irdischen Lebens besser loslassen können, den Körper zurücklassen, nicht festhalten wollen…. dafür könnte es durchaus gut und hilfreich sein.
    Sat Nam
    Silvia

  3. 3
    ralf Schmitz sagt:

    Hallo Sivia!
    Danke für Dein Erfahrungsbericht!Wenn Du weitere interessante Literatur darüber haben möchtest,dann empfehle ich Dir unbedingt die „Reisen mit Pan“ Bücher von Michael Roads,der seine Lichtkörperreisen vorallem auf der Metaphysischen Welt beschreibt.Auch ich hatte schon ähnliche Erfahrungen.Die Angst die dabei entsteht kommt vollkommen aus der Egopersönlichkeit.Ist sie mal überwunden ,dann hat es etwas von Freiheit und Bewusstseinserweiterung…
    Liebe Grüße!
    Ralf

  4. 4
    Silvia Silvia sagt:

    Herzlichen Dank Ralf für den Tipp mit den Büchern.
    Ja, die Angst zu überwinden ist wahrlich nicht einfach, die Neugier und Mut aber stärker…hat wohl auch viel mit Vertrauen zu tun….und Kontroll-Abgabe 🙂 …. denn so richtig wissen, wohin es einen „zieht“, weiss man eigentlich nicht wirklich…
    Schönen Tag dir
    Silvia

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