Weihrauch: Mystik und Heilung

18 Dez 2014 Von Kommentare: 1 Altes Wissen, Naturvölker

Weihrauch

Neben Lebkuchen- und Gühweinduftenden Weihnachtsmärkten ist es „der“ Geruch der Weihnachtszeit sowie der Zeit „zwischen den Jahren“. Die heiligen drei Könige beschenkten das Jesuskind damit, denn Weihrauch war der Göttlichste aller Räucherstoffe und dementsprechend schon vor zweitausend Jahren ein teures Gut, und ist auch heute noch sehr beliebt. Der Name Weihrauch setzt sich aus Weihen und Räuchern zusammen, also ein Rauch, mit dem etwas geweiht wird. Wir kennen den Geruch nur zugut aus der Kirche. Wenn man von Weihrauch spricht meint man „Olibanum“, es ist das gelbliche Harz des Weihrauchbaumes und kommt aus dem Orient, Indien und Somalia. Seit der Antike ist es eines der wertvollsten Exportgüter aus Arabien, das berühmte Räucherharz wurde von vielen Kulturen seinerzeit eingesetzt.

So wurde im Alten Ägypten dem Sonnengott Ra zu Ehren u.a. Weihrauch verräuchert und auch die griechischen und römischen antiken Kulturen übernahmen den Weihrauchkult. In den weihrauchproduzierenden Ländern wie dem Oman werden die Praktiken, wie Weihrauch gewonnen und verarbeitet wird, von Generation zu Generation weitergegeben.

Räuchern

Weihrauch wirkt anregend und vitalisierend, aber auch klärend, reinigend und schützend. Es wird beim Räuchern gerne angewendet, um Gebete und Meditationen zu kräftigen sowie eigene spirituelle Erfahrungen zu intensivieren. Zudem sorgt er für ein besseres Raumklima und zur Aufhellung der emotionalen Befindlichkeit. Mit Weihrauch wird hierzulande wegen der reinigenden und schützenden Wirkung gerne in den Rauhnächten geräuchert, also in der Zeit zwischen dem 21.12. und dem 6.1., dem Tag der Heiligen Drei Könige. Böse Geister und Energien werden damit vertrieben. Die Arbeit ruht in den Rauhnächten und die Zeit wird für Stille und zur Besinnung genutzt, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen, als auch Aussichten und Vorsätze für das neue Jahr zu fassen.

Mit Weihrauch heilen

Weit weniger bekannt ist, dass Weihrauch schon vor 5000 Jahren in der orientalischen und indischen Heilkunde als Arzneimittel eingesetzt wurde. So schwärmten Hippokrates und Paracelsus von der Heilwirkung von Weihrauch. Aus Weihrauch wurden diverse Mittel gegen Entzündungen, Arthritis, Erkältungskrankheiten und Wunden hergestellt. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kommt Weihrauch vor. So wird „Ru Xiang“ u.a. zur Regulierung des Blutes verwendet. Heutzutage gibt es eine regelrechte Renaissance zur Heilung mit Weihrauch. Studien zu Folge wirkt Weihrauch effektiv gegen rheumatische Beschwerden und Entzündungen.

Laut BBC-News (http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8505251.stm) hat sogar die Krebsforschung den Weihrauch entdeckt. Wirkstoffe von Weihrauch sollen Krebszellen zerstören, woran momentan wissenschaftlich geforscht wird. Dies könnte die Behandlung von Krebs revolutionieren.

Bild: Fotolia.de

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. 1
    Mille Artifex sagt:

    Kommentar: Wir kennen den Geruch nur zugut aus der Kirche.
    Antwort: Weihrauch vernebelt sie Sinne.

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