Beruf und Berufung: 4 Tipps für mehr Erfolg

26 Jan 2015 Von Kommentare: 2 Heilung, Ratgeber

Radfahrer in der Luft

Deine Berufung hast du dann gefunden, wenn du eine Tätigkeit ausführst, oder auch mehrere verschiedene Tätigkeiten, die dir Freude machen und die du mit Hingabe tust. Das alte Sprichwort „Schuster, bleib bei denen Leisten“ sollte komplett aus unserem Wortschatz gestrichen werden, denn es ist veraltet! Im jetzigen Informationszeitalter haben wir Möglichkeiten wie nie zuvor. Z.B. um uns weiterzubilden, oder unsere wahren Fähigkeiten zu entdecken, die unser Herz erfüllen. Wenn du deine Berufung bereits gefunden hast, konntest du bereits sehr viel reflektieren und über dich lernen. Wenn du davon aber (noch) nicht leben kannst, dann kann es sein, dass deine Intention dahinter noch nicht ganz stimmig ist und du an deinen Vorhaben noch etwas herumschrauben musst. Wenn sich Erfolg im Sinne von materieller Wertschätzung (= Geld) bei dir nicht einstellen will, so können verschiedene Gründe vorliegen.

1) Wie steht es um dein Selbstwertgefühl?

Neben der eigenen Einstellung zum Geld (wurde es dir als Kind als etwas „Schlechtes“ vermittelt, oder ist es für dich neutral?) ist der eigene Selbstwert von großer Bedeutung. Wenn du dich selbst nicht so annehmen kannst, wie du wirklich bist, z.B. spezielle Eigenschaften an dir, oder auch deinen Körper, dann hast du kein harmonisches Selbstwertgefühl. Im Wort Selbstwert ist „Wert“ schon enthalten. Nach dem Resonanzgesetz kannst du gar keine „Wertschätzung“ von Aussen erhalten und anziehen (Geld), wenn du dich selbst nicht „wertschätzt“. Alles hat einen Sinn, und ist genau so richtig, wie es gerade ist. Vielleicht wirst du vom Leben dazu aufgefordert, deine „Schwächen“ vorbehaltlos zu akzeptieren und sie in Stärken umzuwandeln. Vielleicht aber sollst du dich in bestimmten Punkten „verbessern“, um dein wahres Wesen vollends zur Geltung zu bringen. Deinen Weg zeigt dir kein Therapeut und kein Heiler, sondern nur das Leben. Sie also aufmerksam, wach und ehrlich mit dir selbst.

2) Bist du standhaft und vertraust du dir?

Wenn du von deinen Ideen und Visionen überzeugt bist und du Hinweise von Kunden und/oder Bekannten bekommst, dass sie im Grunde gut ankommen, dann gibt es keinen Grund, aufzugeben. Die meisten Top-Unternehmer wurden nicht mit ihren allerersten Projekten erfolgreich. Im Gegenteil, viele waren ganz unten, einige sogar verschuldet, und fingen immer wieder von vorne an, weil sie von sich und ihrem „Wert“ überzeugt waren. Die Angst zu Scheitern ist unbegründet. Sie resultiert aus unseren Glaubensmustern und Überzeugungen, der Erziehung unserer Eltern, die uns lieber aufgehoben in einem sicheren Job sehen wollen, als in der Situation mal ein Risiko einzugehen. Einen Plan B gibt es immer!

Es gibt auch Menschen, die rasselten zweimal durch die selbe Prüfung um sie beim dritten Mal erfolgreich zu Ende zu bringen, und um dann in diesem Beruf die nächsten Jahrzehnte regelrecht aufzublühen. Auch wenn man oft alles hinschmeißen möchte, auch dieses Gefühl ist menschlich und sollte gewürdigt werden, so hilft oft das gewisse „Urvertrauen“. Das Vertrauen dir selbst gegenüber, als auch dem Leben, Gott und/oder dem Universum gegenüber. Wenn die Absichten hinter deinen Visionen den Menschen und der Welt zu Gute kommen, gibt es eigentlich keinen Grund, dass du scheitern wirst.

3) Copy and Paste?

Möglicherweise ist es notwendig, deinen Projekten, die noch nicht richtig laufen, noch einen gewissen Feinschliff zu verpassen, indem du etwas ganz Spezielles anbietest, was dich und deine Persönlichkeit bzw. dein Unternehmen von anderen abhebt und was DICH ausmacht – und du dabei niemanden kopierst. Die Welt braucht dich, und keine schlechten Kopien von Leuten oder Projekten, die es schon zu Tausenden gibt. Seien wir mal ehrlich: Eigentlich gibt es schon alles, und nahezu alle Märkte sind übersättigt. Gerade in den USA und in Asien ist das Kopieren von Geschäftsideen weit verbreiten. Aber auf lange Sicht werden sie alle weitestgehend scheitern, zumindest jene, die 1 zu 1 kopieren. Am Erfolgreichsten sind die Verrückten, die Mutigen, die Andersdenkenden und die Standhaften. Die etwas größenwahnsinng-anmutende „Die Welt-zu-verändern-Mentalität“ kann niemals schaden.

„Die Menschen, die verrückt genug sind
zu denken, sie würden die Welt verändern,
sind diejenigen, die es tun werden“
(Think Differt – Spot, 1997)

Es geht darum, warum die Leute gerade zu dir kommen sollten? Sich von anderen inspirieren zu lassen, ist nicht verkehrt. Man kann sich durchaus Ideen und Konzepte, die erfolgreich sind, ansehen und sich überlegen, was man davon für sein eigenes Projekt verwenden kann, um es dann auf sich selbst maßzuschneidern, und dem die „ganz persönliche individuelle Note“ zu verleihen. Kommen wir nun aber zum Wichtigsten Schritt:

Berufung finden4) Was gibst du den Menschen und der Welt?

Du weißt bereits genau, was dir persönlich Freude und Spaß macht, welche Tätigkeiten du mit Hingabe tust, bist selbstbewusst, bist standhaft und hast deinen individuellen Weg beschritten. Wenn es dennoch noch nicht „rund“ läuft, so solltest du deine wahren Absichten hinter deinen Vorhaben untersuchen, und dir überlegen, was du eigentlich GEBEN kannst. Sicher, „Geldverdienen“ ist immer eine Absicht hinter den Tätigkeiten, denn sonst hättest du keinen Lebensunterhalt. Aber das Geldverdienen sollte in deinen Entscheidungen und Überlegungen nicht an erster Stelle stehen. Es geht vielmehr darum, WAS du den Menschen geben kannst. Welche Eigenschaften hast du. So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden können Projekte und Tätigkeiten sein. Jede Unternehmung hat das Ziel, Dienstleistungen und/oder Produkte in den Wirtschaftskreislauf einzubringen, um jemand anderen einen gewissen Mehrwert zu geben. Was also macht deine Unternehmung aus? Was haben andere Menschen oder Firmen davon, wenn Sie gerade zu dir kommen? Es geht nicht darum, welche Ausbildungen oder Studiengänge du besucht hast, oder wie gut du am Computer bist. Es geht um etwas anderes:

Liste alle deine Eigenschaften auf, die du an dir als „Stärken“ siehst, und frage deine Familie, Freunde, Geschäftspartner und Bekannte, was sie an dir schätzen – unabhängig von deinen fachlichen Kenntnissen. Der Weg vom „geschätzt werden“ zur Wertschätzung ist nicht weit. Wertschätzung würde bedeuten, dass dann auch das materielle zu dir fließen kann (=Geld). Vielleicht sind es Eigenschaften wie die Fähigkeit, zu kommunizieren, zu reden, zu schreiben, oder zu malen. Oder du bist in der Lage, etwas voran zu bringen, bist ein Macher, ein Denker, ein Organisator. Vielleicht sind es aber auch Eigenschaften wie Sanftheit, Mitgefühl, Sensibilität oder Empathie, die andere Menschen begeistern. Oder es sind sogar Eigenschaften, die du an dir nie besonders leiden konntest. Denke darüber nach, ob diese Eigenschaften vielleicht für andere Menschen ein Segen sind. Vielleicht können sie inspirieren, helfen oder heilen?

Wenn du dir über dich selbst im Klaren bist, was DICH ausmacht, kann sich deine Wahrnehmung neu ausrichten. Du wirst neue Impulse, Ideen und Visionen haben, die du in deine Berufung einbringen kannst. Und das Leben wird entsprechend reagieren. Das, was du bereits in dir trägst, ist das, was du den Menschen und der Welt geben kannst. Erst nach dem Geben kommt das Nehmen.

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Bilder: Fotolia.de

2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumina sagt:

    Ein sehr schöner Artikel, lieber Alex ,-aus dem Herzen geschrieben. Es gibt dem eigentlich kaum noch etwas hinzuzufügen.

    Ebenso wie Freiberufler betrifft die Frage des gesunden Selbstwertgefühls ja auch Angestellte. Wenn man in seinem Job unglücklich ist, gibt es drei Möglichkeiten:

    1. Zu handeln, nämlich authentisch über Misstände in der Firma zu sprechen und versuchen, sie zu verändern,

    2. sich zu entfernen oder

    3. die Situation, falls sie nicht zu verändern ist, – GANZ zu akzeptieren, sie IN DIESEM MOMENT einfach annehmen.

    Wobei der dritte Punkt sicher der schwerste ist.

    Liebe Grüße von Lumina

  2. 2
    Alex Alex sagt:

    Liebe Lumina,
    vielen Dank.
    Genauso ist es, was du hinzugefügt hast.

    Herzliche Grüße
    Alex

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