Die Welt am Scheidepunkt – was tun?

11 Feb 2015 Von Kommentare: 9 Wirtschaft & Politik, Zeitgeschehen

Krieg oder Frieden

Die Welt scheint derzeit völlig aus den Fugen zu geraten. Länder werden von radikalen Kräften terrorisiert und finanziell sind fast alle Staaten der Erde so hoch verschuldetet wie noch nie. Und der Westen, allen voran die USA provozieren immer offener einen militärischen Konflikt mit Russland. Was den Euro betrifft spielt Griechenland das Zünglein an der Waage: Ein Austritt aus dem Euro scheint unausweichlich und würde die EU in zwei Teile zerreißen, wäre politisch dann gescheitert. Davon abgesehen sind alle Länder über alle Kontinente hinweg, von Asien über Südeuropa bis in die USA so hoch verschuldet, dass niemand die Schulden jemals zurückzahlen könnte. Dennoch hält man am derzeitigen Finanzsystem fest, weil genug Leute noch sehr viel daran verdienen. Aber „wie“ wir die Dinge im Außen sehen, beobachten und bewerten liegt an uns selbst. Sie haben mit uns selbst sehr viel mehr zu tun, als wir glauben.

Wirtschaftlicher Crash?

Ein finanzieller Crash wird aufgrund der immer weiter wachsenden Schuldenlast der Staaten weltweit die Folge sein und nicht wenige (Experten) sehen diesen bereits Anfang 2015. Die beiden fachlich geschätzten Finanzexperten und Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik (Buch-Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte“) prognostizieren aufgrund der brisanten Situation in nicht allzu ferner Zukunft u.a. ein Bargeldverbot, Steuererhöhungen und eine Entwertung aller Vermögen (wie sie jetzt schon in Gange ist). Bürger und Sparer sollen die Schulden auf der einen Seite irgendwie kompensieren, während die andere Seite die Hände aufhält. Wie bei 2012Spirit berichtet besitzen im Jahr 2016 1% der Bevölkerung die Hälfte aller Vermögen der Welt. Wirtschafts-politischer Ausblick 2015 von Friedrich & Weik sehr lesenswert –>

Politischer Crash?

Noch wesentlich gefährlicher ist der immer weiter anschwellende Konflikt in der Ostukraine. Da Obama Waffen an die ukrainischen Rebellen liefern will, obwohl Putin keine Anstalten macht, den Konflikt eskalieren zu lassen, müsste der letzte seriöse Journalist über die Kriegshetze der Amerikaner berichten. Stattdessen wird dies in den Massenmedien vehement verteidigt. Ich würde mich vor meinen Kindern schämen, wenn ich Teil eines solchen Medienapparates wäre und einen drohenden Krieg verteidigen würde (oder müsste?). Das ist Journalismus, der den Namen schon lange nicht mehr verdient hat. Positiv und ein Zeichen für einen Wandel sind die vielen Menschen, die mittlerweile die trickreichen Machenschaften der Regierenden und deren Helfer durschauen und die dahinter liegende Wahrheit erkennen und auch weiterverbreiten.

Merkel und Hollande könnten heute beim Treffen mit Putin und Poroschenko „Eier“ zeigen und gemeinsam einen Plan entwickeln, der den Konflikt eindämmen kann. Dann wären die USA ziemlich isoliert und Europa würde ein notwendiges ausgleichendes Element darstellen, was wichtig für den Frieden wäre.

Mann zwischen Veränderungen in der WeltEs gibt keine Schuldigen!

Die wirtschaftlichen Probleme der verschuldeten Welt könnten der wahre Grund sein, dass ein militärischer Konflikt provoziert wird, das gab es schon mehrmals in der Geschichte. Durch einen Krieg könnten sich Regierungen entschulden und staatliche Repressalien ließen sich besser in der eigenen Bevölkerung verkaufen, auch wenn die wahren Gründe ganz andere sind (das nur mit Wachstum funktionierende Wirtschaftssystem und der Zinseszins). Aber die Konsequenz, dass wir uns an einem Scheidepunkt befinden, muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass die politischen und wirtschaftlichen Konflikte eskalieren und die Menschheit in eine Katastrophe reißen.

Wenn wir bei uns bleiben, bewusst, achtsam und zentriert sind, geben wir die Schuld weder Politikern noch jenen 1%, die an Konflikten zwischen Staaten und der Verschuldung der Welt offensichtlich kräftig mitverdienen. Würden wir Schuldige suchen (und finden), hieße das, wir begeben uns in eine Opferrolle. Und aus dieser zu agieren und wichtige Entscheidungen für unser eigenes Leben zu treffen, wäre nahezu unmöglich. Einen Wandel global herbei zu rufen, kann uns nur dann gelingen, wenn wir uns als ein Teil des Ganzen sehen und in gewisser Weise auch die Krankheiten der Erde als unsere anerkennen – auch wenn wir für die vielen einseitigen Entscheidungen nicht maßgeblich verantwortlich sind.

Sich von der Opferrolle befreien

Darüber hinaus ist es so gewollt, dass die Menschen in eine Opferrolle gedrängt werden und abhängig vom Staat und dessen Entscheidungen sind. Ob wir die Opferrolle annehmen oder nicht liegt an uns selbst. Das Bewusstsein, dass die Welt verändern kann heißt: Selbstverantwortung. Und die fängt bei unseren Gedanken an, unseren Worte und Taten. Jeder sollte sich bewusst machen, dass niemand rein zufällig und umsonst zum jetzigen Zeitpunkt auf der Erde ist. Im Klartext heißt das: Die Schatten sind global auf der Welt da. Und die Schatten bei jedem Menschen ebenso. Diese gilt es jetzt ganz besonders anzuschauen, zu integrieren und zu würdigen. Auch wenn dies oft sehr schmerzvoll ist und die eigene Vergangenheit „aufleben lässt“. Wer dies nicht tut, wird irgendwann zwangsläufig mit den eigenen Schatten konfrontiert. Diese sehen wir momentan im Außen, die Aggression und Gewalt auf der Welt ist in gewissem Sinne das Spiegelbild unseres eigenen Seelenzustandes. Doch ist niemandem damit geholfen, wenn wir mit dem Zeigefinger in die Welt hinausschauen und kommentieren, was da so allerhand „Böses“ passiert. Aber dann wegschauen, wenn wir unsere Gefühle unterdrücken, die nur mit unserem eigenen Innern zu tun haben. Die Wahrheit lässt sich nicht aufhalten, weder da draußen, noch in unserem Innern Kern.

Bilder:
Beitragsbild: Hartwig HKD / Flickr Creative Commons 2.0Vision of a Mystic„,
Fotolia.de (Bild Unten „Mann“)

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Audio-CD: Vortrag von Robert Betz

9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1

    Und auch du bist stehen geblieben in der Konfortzone .
    Es ist dieses Vorhersehbare ,dass euch alle niederhält .

  2. 2
  3. 3
    Murmeltier-Express sagt:

    @ Gabriele Weiss
    Als ich auf Ihre Homepage ging Frau Weiss, hab ich kurz die Komfortzone verlassen.

  4. 4
    der Eine sagt:

    Ohne die Rückkehr unserer übermenschlichen Fähigkeiten werden wir nichr viel ändern können. Weder im Kleinen noch im Großen.
    Nur göttliche Liebe, Weisheit und absolute Macht können uns wirklich aktiv werden lassen.
    Also worauf warten wir noch?
    🙂
    Der Eine

  5. 5
    Ursula sagt:

    Was machen wir uns denn solche Gedanken ?? Ich zitiere mal OSHO und auch Jesus: Es gibt kein Anfang (Geburt) und kein Ende (Tod).

    Da kann sich mal jeder selbst die Zähne ausbeissen was es heisst Mensch zu sein, oder Seele zu sein.

    Licht und Liebe
    der Geist soll allen helfen das zu begreifen

  6. 6
    Konrad Till sagt:

    „Opferrolle“!! Wir sind Opfer und nicht im Schauspiel,sondern in der brutalen Wirklichkeit.
    Verantwortlich für den Sadismus gewisser Menschenfeinde sind wir auf keinen Fall !
    Ich bitte klare verstänliche Formulierungen zu verwenden und keine Verwirrspiele oder „Rollen“.
    Verwirrte Gedanken können nichts positives bewirken. Das ist die Methode welche
    uns hierhin gebracht hat. Ich wünsche, dass dieser Blog nicht zu „Jenen“ gehört.
    mit herzlichen Grüßen
    Konrad Till

  7. 7
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    Lieber Konrad Till,
    ich begreife alles, was auf dieser Erde geschieht, als eine Einheit. Alles, was wir denken, sagen und tun, hat Auswirkungen, nicht nur in uns selbst, auch im Außen. Wenn ich mit mir selbst nicht im Reinen bin, keine Selbstachtung, kein Selbstwert haben, ich mich vielleicht sogar hasse, dann spiegeln sich meine Emotionen im Außen wieder, sprich in meinem täglichen Leben. Wenn ich mich selbst nicht leiden kann, werde ich mich schwer tun, liebe Freunde oder eine Partnerin zu finden.

    Wenn man dies auf globaler Ebene betrachtet, und ich meine dass sehr viele Menschen mit sich nicht im Reinen sind, aufgrund Erfahrungen, Erlebnisse, Trauma, Erziehung etc. (dies ist keineswegs verurteilend gemeint), dann spiegelt sich auch dies global im Außen wider. All die Ängste der Menschheit (die natürlich geschürt werden der Mächtigen hinter den Regierenden) führen dazu, dass die Angst dann „begründet“ ist. Darum ist es so wichtig, dass sich der Mensch davon endlich löst. Das meine ich mit Opferrolle.

    Dass „Alles Eins ist“ (wie oben beschrieben) versuchen uns die Indigenen Völker in Amerika und Asien seit langer Zeit zu vermitteln, aber der zivilisierte Mensch im Westen weiß ja alles besser… will ja seine Produkte verkaufen und die Welt regieren… Ob´s das wirklich ist??

    Herzliche Grüße
    Alex

  8. 8
    jay sagt:

    ich kann aus den schilderungen nicht die „spirituelle sichtweise“ erkennen, die der autor reklamiert. was das lamentiere ueber regierungen angeht kan ich nur sagen : jedes „volk“ bekommt (waehlt ) die menschen / umstaende, die dem kollektiven bewusstheitsniveau entsprechen. : long way to go.
    insofern auch troestlich. wenn noch soooooviel zu lernen ist. da muss die welt mit dem „untergehen“ noch ein bisschen warten :)))))
    also lasst einfach da bekakeln irgendwelcher „dueateren szenarien“. das gejammere ist lediglich das destruktive zurschau stellen von pers. aengsten. nicht foerderlich!
    alles endet im licht.

  9. 9

    @ Jay,
    der Autor (ich) reklamiert weder, noch lamentiert oder jammert er.
    Ich denke du solltest den Beitrag genauer durchlesen, um darüber zu urteilen (Bewertungen sind ja auch „sehr“ spirituell…)

    Grüße
    Alex

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