Spiritualität und Mystik im modernen Westen – alte Wahrheit, neue Zeit

26 Feb 2015 Von Kommentare: 29 Altes Wissen, Weisheiten

Magisches Buch

Was sind bekannte spirituelle und mystische Grundwahrheiten und gelten sie vor allem auch heute noch? Wie kann man auch Spiritualität und Mystik in das weltliche Leben mit einbauen? Welche Wege gibt es für die so entscheidende individuelle spirituelle und mystische Erfahrung? Was sind Kernunterschiede zwischen weltlichen, spirituellen und mystischen Wegen? Welche Lektüre dieser Art hat sich am meisten kollektiv durchgesetzt? Darauf u. a. soll dieser Artikel einführende Antworten geben, die zu einer positiven individuellen Weiterbeschäftigung mit dem Thema hoffentlich animieren.

Vorväter der heutigen Esoterik

Zu fast allen Zeiten war die Anzahl der tiefer spirituell oder klar mystisch ausgerichteter Menschen verglichen zur Gesamtheit sehr klein. Auch wenn es in der heutigen Zeit, angefangen durch die New Age Bewegung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts (stark geprägt durch beispielsweise Madame Helen P. Blavatsky und ihre berühmte Secret Doctrine) als berühmte Vertreterin der Theosophie, oder auch Alice Bailey, Rudolf Steiner (als berühmter Vertreter der Anthroposophie) und gerade auch in den letzten Jahren eine sehr merkbare Zunahme von Spiritualität und Mystik in Europa gibt (Boom von Büchern und Wissen aus der Welt der Esoterik, „Lebenshilfe“, Magie, Grenzwissenschaft und Metaphysik), bleibt der wahre Weg doch schmal, eng und einsam.

Wichtigste Hinweise in der Bibel für einen geheimen, ewigen spirituellen und mystischen individuellen Erlösungs- und Erleuchtungsweg?

Dazu kann man in den berühmten und epochalen Worte im Neuen Testament lesen „Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele die darauf wandeln (Matthäus 7, Vers 13). Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden“ (Matthäus 7, Vers 14) oder auch die bekannte Aussage über die kollektive Situation in der heutigen Zeit „Seht euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innwendig sind sie aber reißende Wölfe“ (Matthäus 7, Vers 15).

Buddhistische heilige HöhleWarnungen der Bibel über Gefahren in der Endzeit

Außerdem kann man in dem Matthäusevangelium zu dem Thema „Endzeit und falsche Propheten“ noch weitere Hinweise und Warnungen finden: „Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele irreführen“ (Matthäus 24, Vers 11). Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhand nimmt, wird die Liebe vieler erkalten (Matthäus 24, Vers 12). Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet (Matthäus 24, Vers 13). Aber dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Völker es hören; dann erst kommt das Ende. (Matthäus 24, Vers 14). Denn es wird mancher falscher Messias und mancher falscher Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen (Matthäus 24, Vers 24).

Ewige Wahrheiten eines ewig gleichen spirituellen Weges gegen die modern-weltlichen Normen und Prinzipien im multi-medialen heutigen Westen?

Eine besonders starke Diskrepanz zwischen einerseits vielen weltlichen Entwicklungen seit der Aufklärungsphase über die Industrialisierung, Moderne, Postmoderne, Postpostmoderne, bis hin in die scheinbar fast vollkommen technisch und multimedial entwickelte neue und oft dadurch auch von sehr oberflächlichen Normen, Werten, und Statussymbolen geprägten Gesellschaft in Europa. Dem gegenüber steht einem der spirituelle bzw. mystische Weg, der hochgradig aus nicht-weltlichen bis manchmal sogar aus welt-verneinenden und welt-entsagenden Prinzipien und tiefst kontemplativen Anteilen besteht. Ein auf den ersten Blick unvereinbarer Widerspruch, den es aber auch kollektiv gesehen schon über viele Jahrhunderte gibt. Oft völlig unterschiedliche Grundwahrheiten und -prinzipien bestimmen ihn.

Materialismus gegen Spiritualität, Engellehre gegen weltliche Wissenschaft, Physik gegen Metaphysik, Rationalismus gegen Mystik

Wo für den nicht oder weniger mystischen Menschen Engel und Gott eher abstrakte oder sogar gerade in der heutigen Zeit fiktive und nicht reale Bilder sind, ist für den mystischen Menschen Gott, Engel und das Göttliche eine konkrete und individuell erfassbare Realität. Ebenso gibt es für ihn anders als die meistens übliche weltliche menschliche Wesensbeschreibung von Körper, Geist, Herz und Seele (sanskrit: jivatma), die von Körper, Geist, Herz, Seele, Energiekörper, und vor allem auch Überseele (sanskrit: paramatma).

Wo für den Materialisten Jesus Christus oft eher eine neutrale menschliche und allein historische Figur ist und der Kosmos ein allein durch die Evolutionsgeschichte und Urknalltheorie von Charles Darwin entstandene materielle und meist nicht belebte Manifestation ist, gibt es für den Mystiker Christus als mögliche individuell erfahrbare Realität, wie durch den sog. „Kosmischen Christusgeist“. Ebenso gibt es neben vielen verschiedenen Energien und Wesensformen im Kosmos, diesen sogar als Ätherischen Kosmos und oft auch eine „Geistige Welt“ neben der der Menschen, wie vielleicht ähnlich in der chinesischen Mystik: die Yang-Welt der Lebenden, und die Yin-Welt der Toten.

Erstaunlicherweise stammt aber auch die Aussage, dass der Kosmos von vielen unterschiedlichen Wesen belebt ist sogar von dem berühmtesten Kirchenlehrer und Heiligen Thomas von Aquin selbst. Und es wurde in den letzten Jahren die höher wahrscheinliche Existenz von durch Außerirdischen bewohnten Planeten, neben vielen anderen auch von einem Astronomen des Vatikan bestätigt.

Erklärtes Hauptziel in der Mystik und auch erfolg-reichstes und letztes Ziel des spirituellen Weges

LichtstrahlGroßes und erhabenes erklärtes Hauptziel in der Mystik ist die Einswerdung mit dem eigenen inneren Göttlichen und dem Göttlichen im Außen. Der weltberühmte christliche Mystiker Meister Eckart prägte den Begriff des innersten Kern im Menschen: das u. a. „Göttliche Fünklein“ genannt und in der hinduistischen Mystik als „Überseele“ (sanskrit: paramatma), in der modernen Esoterik als „Hohes Selbst“ bezeichnet (auch bekannt in der Huna Religion aus Hawai und im Schamanismus) und vielleicht auch identisch mit dem „Über-ich bei Sigmund Freud, und dem chinesischen Dao („Daoismus“). In der christlichen Mystik bezeichnet man diese Einswerdung als „Unio Mystica“, in der hinduistischen Mystik als „Samadhi“ (sanskrit: völlige Losgelöstheit) und „moksha“ (sanskrit: letzte Befreiung), im Buddhismus als Erleuchtung und individuellen Austritt aus dem Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt (sanskrit: samsara), und Eingang in die ewige mystische Leere des Nirwana (im Buddhismus: Erlöschen aller Lebenstriebe; selige Ruhe nach dem Tode, von den Heiligen schon im Diesseits reicht).
Wie lässt sich jetzt der spirituelle und mystische Weg, den wirklich konstant zielgerichtet und bewusst zu allen Zeiten meist nur sehr wenige gehen, der großen Mehrheit der Menschen, zumindest größtmöglich, interessant und reizvoll machen? Ähnlich wie das bekannte Beispiel mit den zwei Seiten des Brotmessers (man kann entweder damit Brot schneiden, oder auch jemanden töten) kann hier auch die schnell wachsende Multimedialität der heutigen Zeit entweder Segen oder Fluch sein. Entscheidend ist wie bei fast allem die individuelle Gesinnung und Ausrichtung. Wichtige Fragestellungen wären beispielsweise: sind der Urzustand und das Urziel jedes Menschen letztlich spiritueller Natur, oder ist diese nur bei sensitiver und transzendenter veranlagten Menschen tiefer im Bewusstsein? Gelten die spirituellen und mystischen Grundwahrheiten auch genauso in der heutigen Zeit und in der Zukunft?

Zeitlose spirituelle und mystische Wahrheiten: vor tausenden Jahren gleich wahr wie im modernen Westen des 21. Jahrhundert?

Wenn man dies bejaht, müsste man gleichzeitig anerkennen, das heute im 21. Jahrhundert besonders sehr viele weltliche und gesellschaftliche Normen, Werte und Richtungen selten sehr spirituell- und mystikbezogen sind. Zudem sind die wirklichen Verhältnisse wie in der berühmten biblischen Passage „Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln (Matthäus 7, Vers 13). Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden (Matthäus 7, Vers 14). Alles entscheidet sich letztlich an der objektiven Wahrheit der jeweiligen spirituellen und mystischen Wahrheiten.

Wichtige okkulte Hinweise und bekannte spirituelle und mystische Wahrheiten

Die weltbekannte Mitbegründerin der modernen Geheimlehre Madame Helen P. Blavatsky schrieb in Ihrer Secret Doctrine öfter den Satz: „Nichts steht höher als die Wahrheit“.
Franz Bardon, einer der bekanntesten modernen Magier und Autor berühmter Standardwerke schrieb über die Allmacht und das universale Wirken der „Göttlichen Vorsehung“ die nach Ihrem Willen jedem Einzelnen und zur richtigen Zeit Wissen und Wahrheit offenbart.

Nur erst wenn man anklopft, wird einem aufgetan und das, wofür man innerlich nicht offen ist, bestimmt nicht sein Leben, und das worauf man geistig nicht stark und konstant genug ausgerichtet ist, kann nicht intensiv genug in einem vorherrschen und einen bestimmen. Erst wenn das spirituelle Feuer stark genug in einem gezündet ist, kann es brennen bleiben.

Copyright: © www.gehvoran.com / Daniel Grassl

Bilder: Fotolia.de (Beitragbild Bibel und Bild Mitte Buddhistische Höhle), Gehvoran.com (Bild Unten „Magischer Himmel“)

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29 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Herr Grassl
    Ein sehr interessanter Artikel. Wenn man Gott nicht mehr als strafende und richtende Instanz im Himmel ansieht, sondern als eine universelle, liebende Kraft, die in uns allen innewohnt, kann man allmählich mit dem falschen Gottesbild Frieden schliessen. Und dann, wenn man die Bibel aus dieser neuen Sicht studiert, wird man merken, dass dieses Buch so viele Antworten bereithält, jedoch verschlüsselt, wie eine Art Code. Und so ist es dann wie mit Ihrem letzten Abschnitt im Artikel: es kann uns nur das erreichen, wofür wir offen und bereit sind.
    Herzlichen Dank für Ihren Beitrag!
    Silvia

  2. 2
    Ralf sagt:

    „Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln (Matthäus 7, Vers 13). Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.“
    Ich hoffe und denke eigentlich auch nicht, das es so ist, aber es ist aus meiner Sicht schon sehr deutlich, das selbst unter den Suchenden, ganz abgesehen von den Vielen die keinen Bezug mehr zu Gott haben, einen beinahe entgegengesetzten Weg einschlagen, wie Christus ihn gelehrt hat und wie er durch die Bibel offenbart ist. Sehr Viele, die sich spirituell nennen, gehen einen noch direkteren Weg des Ego und der Selbstsucht, als viele ‚Normalbürger‘. Selbstlosigkeit ist heute unattraktiver als je zuvor. Nicht nur deshalb ist der christliche Weg für die meisten so ziemlich das Gegenteil von dem, was sie sich für ihr eigenes Leben vorgestellt haben im Zeitalter des Individualismus. Ein Christ lebt nämlich nicht für sich selbst, sondern für Gott. Eine geradezu abwegige Vorstellung heute. Genauso das Bewußtsein, das man ein Sünder ist und nichts machen kann, um das zu ändern; und trotzdem Buße tun muß, weil Gott natürlich am Ende richten wird über unser Leben. Alles Dinge, die niemand mehr will. Und doch ist es die echte und authentische westliche Spiritualität. Wer sein Leben auf ein festes geistiges/geistliches Fundament bauen will, für den gibt es kaum eine andere Möglichkeit; auch weil die östliche Spiritualität für uns kaum Erlösung bringen kann. Es ist nicht unsere Heimat. Aber in der Zeit des großen Überganges zum Wassermann-Zeitalter vollzieht sich eine rasanter Umkehr aller Werte und nicht ist mehr sicher, hat einen festen Boden. Viele drohen in diesem Strudel verloren zu gehen. Es steht alles Schwarz auf Weiß, aber niemand vernimmt mehr die Wahrheit und kann sie erkennen. Und die Dinge nehmen ihre Lauf ..

    Traurige Grüße
    Ralf

  3. 3
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    Die Frage ist doch, wer ist Gott? Ist es überhaupt ein ER oder kann es auch eine SIE sein und stimmt das, was uns durch die Kirche vermittelt wird? Oder aber werden wir durch das Bild des strafenden Gottes im Himmel hier auf Erden kleingehalten? Und wie kann Gott über uns richten? Wie kann er uns bestrafen für die Sünden? Ist Gott nicht reine Liebe? Tun wir als Mensch Gott da nicht unrecht mit dieser Einstellung?

    Die Passage: „“Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln (Matthäus 7, Vers 13). Und die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.”

    Könnte auch bedeuten, dass der schmale Pfad, der Weg in sich selbst ist, in sein Inneres. Und dieser Weg wird oft und gerne gemieden, denn in unserem Kern lauern all die verdrängten Ängste und Schatten, die wir nicht ansehen wollen. Viele meiden diesen Weg und gehen lieber den breiten Pfad, wo es einfacher erscheint, Schafe, die der Masse hinterher trotten. Und wenn Gott etwas außerhalb von uns ist, ist es auch herrlich bequem, ihm Schuld für alles zu geben, was nicht hinhaut in unserem Leben. Aber auch da gilt es den schmalen Pfad zu nehmen, der des Herzens und dies beinhaltet, sich eingestehen zu müssen, dass wir selber verantwortlich sind, für alles.
    Liebe Grüsse
    Silvia

  4. 4
    Ralf sagt:

    vielen Dank für deine Antwort, liebe Sylvia, du bringst die Fragen, die sich heute sehr Viele stellen, sehr gut auf den Punkt. ZB. warum Gott denn überhaupt männlich sein muß im Zeitalter der Gleichberechtigung, da stimmt doch was nicht. Ich glaube, man kann getrost davon ausgehen, das solche Kategorien wie die Geschlechterfrage mit Gott wenig zu tun haben, da er jenseits aller Dualitäten steht. Allerdings stehen wir zu ihm in einer empfangenen, also weiblichen Position, und als Schöpfer hat er natürlich in erster Linie auch männliche Eigenschaften, ebenso aber durch die Fürsorgehaltung auch einen starken weiblichen Anteil. Das alles sind aber nur unsere menschlichen Zuschreibungen bzw. Erfahrungen.

    Natürlich ist Gott die reine Liebe, und deshalb läßt er uns ja nicht blind ins Verderben rennen, sondern korrigiert unsere Wege, da wo wir es nötig haben. Wir glauben ja immer, das wir wissen was für uns gut ist. Das ist aber ein großer Irrtum, wir sind immer noch wie Kinder, die früher oder später große Fehler machen, wenn niemand auf sie aufpasst. Ohne Gott sind wir verloren, das ist die Wahrheit. Nicht nur deshalb, weil wir sonst niemanden haben, der uns hilft, sondern vor allem weil wir leider ohne Ausnahme sehr, sehr unreif sind. Wenn man das anzweifelt, braucht man nur zu schauen, wie die Welt aussieht in unseren Tagen. Das ist ja das Ergebnis unserer angeblich besten Leute und unser aller zutun.

    Wenn wir Gott die Schuld für irgendetwas geben wollen, dann ist das bezeichnend, denn die Schuld liegt einzig und allein bei uns. Und natürlich ist es gut und richtig, sich mit seinen Schatten zu konfrontieren wer das kann, und dann Buße zu tun; das ist schon der Weg zur Befreiung und Reinigung. Wenn wir aber Gott in uns selbst finden wollen, dann ist das genau das, was heute eben der große Irrweg ist, von dem ich sprach. Denn es ist nicht Gott, den wir da finden und suchen, sondern unser Ego, und das führt uns in die Gegenrichtung, also weg von Gott. Man kann den Zugang zu Gott in sich finden, das ist schon wahr, aber dieser Zugang, also das Höhere Selbst, ist selbstlos und hat keine eigenen persönlichen Ziele oder Wünsche, es will dem Willen Gottes folgen. Und es hat auch keine Angst, kleingehalten zu werden von irgendwelchen bösen Mächten, denn das wäre unser geringstes Problem.

    Ich weiß, liebe Sylvia, das das alles heute kaum zu vermitteln ist, aber das ist die Antwort auf unser gemeinsames Zitat ..

  5. 5
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    Ganz lieben Dank für deine Zeilen.
    Ich verstehe deine Sicht der Dinge gut. Es gibt aber Aussagen, welche mir etwas „Mühe“ bereiten, so diese hier zum Beispiel:

    „…..sich mit seinen Schatten zu konfrontieren wer das kann, und dann Buße zu tun; das ist schon der Weg zur Befreiung und Reinigung. Wenn wir aber Gott in uns selbst finden wollen, dann ist das genau das, was heute eben der große Irrweg ist, von dem ich sprach. Denn es ist nicht Gott, den wir da finden und suchen, sondern unser Ego“…..

    Busse zu tun. Dies ist genau so etwas, was uns eingetrichtert wird von der Kirche, so fühlen wir uns schuldig und es hemmt uns, unser wahres Potenzial zu leben. Jeder hier tut sein Bestes, versucht es zumindest und wenn es halt nicht so toll klappt, dann lernt er an seinen Erfahrungen. Er schneidet sich ins eigene Fleisch. Aber Busse tun? Vor Gott? Ist es nicht so, dass wir nur jemanden etwas schuldig sind, nämlich uns selbst? Dies würde dann wieder mit meinem Gottesbild übereinstimmen, dass nämlich Gott in jedem von uns lebt, als tue ich Busse mir selbst gegenüber. Ich trage mein eigenes Kreuz. Das demonstrierte uns Jesus, als er das Kreuz trug.
    Gott in seinem Innern zu suchen, empfindest du als Weg des Egos. Damit tue ich mich ebenso schwer, denn der Weg nach innen ist der Weg des Herzens. Es gab mal eine tolle Geschichte, wo es darum ging, den Schlüssel zum Himmel zu verstecken, sodass ihn kein Mensch grad sofort findet. Gott beriet sich mit seinen Engeln, wohin man den Schlüssel denn deponieren könne, damit der Mensch nicht sofort in den Himmel findet. Es kamen Vorschläge wie auf den höchsten Berg, ins tiefste Meer oder in der größten Stadt in einem Park. Gott sagte, nein, dort wird er zu schnell gefunden, denn die Menschen gehen überall hin. Ich weiß den besten Platz, denn da suchen die Menschen kaum: Im Herzen.
    Liebe Grüsse
    Silvia

  6. 6
    Ralf sagt:

    Liebe Sylvia,
    es ist nicht unbedingt schlecht, wenn man sich schuldig fühlt, denn wir sind schuldig, das ist ja eine Tatsache. Das wir dieses Gefühl nicht wollen, ist verständlich, aber es ist natürlich falsch und eine kollektive Verdrängung, die nicht ohne Folgen ist und weitere Folgen nach sich zieht. Gefühle sind niemals falsch, sondern spiegeln ja eine Realität wider und wenn man die entsprechenden Gefühle verdrängt, dann verneint man die dahinterstehende Realität(en). Das ist Teil unserer Kultur und führt dazu, das wir immer so weiter machen, als wenn das alles schon wieder in Ordnung kommen wird. Aber wodurch .. Durch ein Wunder.?

    Wenn wir nur uns selbst etwas schuldig sind und sonst niemandem, wenn ich nur mir selbst gegenüber Buße tun muß und will, wenn ich nur mein eigenes Kreuz tragen will, dann frage ich mich, wie so ein Weg des Herzens dann aussieht.? Hat man dann nicht zu guter (schlechter) Letzt auch nur sich selbst gegenüber ein Herz.?… Das hört sich jedenfalls ganz danach an ..

    ich schreibe das mal mit Absicht so provokant, liebe Sylvia, das ist nicht persönlich gemeint, aber nur, damit man die Dynamik, die Wahrheit hinter den Worten und guten Absichten erkennen kann.
    Jesus Christus ist ja für uns am Kreuz gestorben, für unsere Rettung aus der tiefsten Finsternis. Wir dürfen diese Gnade annehmen, aber das bedeutet natürlich, das wir ihm auch folgen, und nicht unser Selbst zum Mittelpunkt der Welt machen, denn damit folgen wir nämlich nicht ihm, sondern tatsächlich Luzifer, auch wenn wir das nicht glauben mögen. Eigentlich ist das alles nicht schwer zu verstehen, aber es glaubt heute niemand mehr. Das ist schon sehr, sehr bezeichnend alles ..

    Unser wahres Potential brauchen wir gar nicht erzwingen, es wird sich von ganz allein entfalten, wenn wir dazu bereit sind. Das passiert alles ohnehin, das müssen wir doch gar nicht mit aller Macht anstreben.

    herzliche Grüße
    Ralf

  7. 7
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    Ich nehme deine Zeilen nicht persönlich. Es ist deine Sicht und das ist völlig ok.
    Ich finde es schön, wenn nicht alle Menschen die gleiche Meinung haben.
    Wir dürfen alle noch lernen und wachsen, jeder auf seine Weise und in seinem Tempo.
    Ich danke dir und wünsche dir einen schönen Tag
    Silvia

  8. 8
    Ralf sagt:

    auch dir alles Gute, ich glaube es ja jedem(r) das er/sie nur das Beste will, das ist ja keine Frage und ich hoffe nicht, das da ein Anschein einer Unterstellung entstanden ist. Aber da geht es schon ans Eingemachte, wie man so schön sagt und letztlich wird die Realität die Wahrheit offenbaren. Und wir dürfen uns jederzeit für das Heil entscheiden ..

    Liebe Grüße
    Ralf

  9. 9
    Daniel Kai Grassl sagt:

    Sehr geehrte Frau Cristini,
    ganz herzlichen Dank für Ihren sehr freundlichen, interessanten und informativen Kommentar und Ihr freundliches
    Interesse.
    Persönlich denke ich, dass sich in Gott alles wiederfindet, sowohl der personifizierte und vielleicht auch manchmal richtende Gott, aber eben auch vor allem eine wie Sie schrieben universelle und nach meinem Glauben auch im Kosmos (morphogenetisches Feld) und in uns allen seiende Kraft (göttliches Fünklein und im sanskrit: paramatma) und Energie (sanskrit: shakti und mahashakti; im chinesischen: chi; im philippinischen: prana), der man im guten Fall in seinem Leben nach dem Willen der himmlischen Engel und himmlischen Schutzgeister immer näher gelangen soll und damit dann auch automatisch dem Gott und dem Göttlichen im Außen, als ein wichtiger innerer transformativer und mystischer Teil, des ganzen spirituellen und religiösen Weges.
    In manchen spirituellen und mystischen Lehren, mit denen ich mich auseinandersetzte, fand ich dafür individuell viele wichtige Bestätigungen und wertvollste Inspirationen.

    Noch einmal ganz herzlichen Dank für Ihren sehr freundlichen, informativen und frreundlichen Kommentar und Ihr freundliches Interesse.

    Daniel Kai Grassl

  10. 10
    Ralf sagt:

    ja, es tut mir leid, wenn ich da aufdringlich wirke, ich möchte niemandem zu nahe treten. Aber wir leben in einer Zeit, in der wir es uns nicht m.E. mehr leisten können, entscheidenden Fragestellungen auszuweichen. Aber das ist natürlich meine ganz persönliche Sicht und ich möchte niemandem damit behelligen und habe selbstverständlich Respekt vor jedem anderen Erfahrungshorizont.

  11. 11

    @Ralf
    Du schreibst das wir es in unserer heutigen Zeit nicht mehr leisten können, entscheidenden Fragestellungen auszuweichen. Und du schreibst das Gott aus unserer begrenzten ,dualistischen Sicht männlich,weil erschaffend ist und wir als Gesamtheit weiblich (DIE Erde, DIE Menschheit), weil empfangend. Das heißt aber auch, das du als einzelner Mann klar in deiner Aussage sein solltest und sicher in deinem Standpunkt, weil wie oben so unten und wie im großen so im kleinen. Wenn es universelle Strukturen gibt, dann können wir nicht auf andere zeigen,sondern können nur bei uns selbst anfangen.

    Ich empfinde deine Posts eher als devot ,du entschuldigst dich mehrmals für deine eigene Meinung und traurige Grüße ist auch eher ein Ausdruck von Passivität also Ausdruck des Weiblichen.

    Schon in der Bibel steht der Aufruf zur Klarheit in Matthaeus 5:37 wenn da steht:Eure Rede sei:Ja,ja,nein nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.

    Du schreibst, unser wahres Potential brauchen wir gar nicht erzwingen, es wird sich von ganz allein entfalten, wenn wir dazu bereit sind. Steh mal zu deiner Meinung, sei mal Mann! Dann brauchst du dich nämlich nicht mehr daran zu stoßen, daß niemand mehr die Wahrheit vernimmt, sondern wenn du deinen ,dir zugedachten Platz einnimmst, dann ist Gott bei dir und die Wahrheit auch und dann gibst du deinem Potential wirklich die Möglichkeit sich zu entfalten.

    Liebe Grüße

  12. 12
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    @ Consciousness zu Ralf
    „Ich empfinde deine Posts eher als devot ,du entschuldigst dich mehrmals für deine eigene Meinung…“

    Ohne nun über Ralf urteilen zu wollen, so ist mir dies auch aufgefallen. Und ich vermute, es kommt genau aus der Haltung heraus, dass der Mensch sich eben schuldig fühlen muss, wie er weiter oben beschreibt. Ralf trägt eine unglaubliche Kraft in sich – doch womöglich wird sie ausgebremst durch den strengen christlichen Glauben. Doch dies war nie im Sinne von Gott, dass wir uns klein fühlen. Ralf: Jesus ging den Weg des Herzens. Er lehrte uns allen die Liebe. Den Weg des Herzens zu gehen, bedeutet, nach innen zu gehen, auf diesem schmalen Pfad, wo auch die Dunkelheit lauert, doch stets ein Licht dir den Weg weist, an einen Ort, wo die Wahrheit lebt. Mit dem Herzen können wir fühlen, was wahr ist und was nicht. Dies ist in der heutigen Zeit so wichtig, denn wir werden von allem möglichen und unmöglichen Dingen täglich beschallt, dass es uns fast erschlägt. Wenn wir allem unsere Aufmerksamkeit schenken würden, würden wir mit der Zeit vermutlich irre werden (und vielleicht ist dies genau so beabsichtigt). Was sollen wir denn noch glauben? Was dürfen wir noch glauben? Wer wüsste es besser, als wir selber? Mit dem Herzen können wir die Wahrheit fühlen und dann kraftvoll voran gehen. Ralf, wie würdest du folgende Passage deuten aus Sicht deines Glaubens?

    1. Johannes 4,16: Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

    Liebe Grüsse Silvia

  13. 13
    Ralf sagt:

    danke @Consciousness für deine Ermutigung, mit so einer Reaktion habe ich nun ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet*schmunzel.

    Ja, ich habe ehrlich gesagt ein bischen Angst, anderen mit meinen Ansagen, die m.E. mehr als klar sind, auf die Füße zu treten, da trete ich lieber vorsichtshalber einmal zuviel als zuwenig zurück und die Reaktion vom Verfasser des Blogs war ja mit der Ignoranz meiner Beiträge und der mehrfachen Betonung auf die Freundlichkeit von Silvia mehr als deutlich. Und jeder muß ja sein eigenes Paket schnüren, mir steht es nicht zu, anderen meine Sicht der Dinge aufzuzwingen, es soll ja ein lebendiger und freier Austausch sein, dann kann es auch wirklich fruchtbar sein.

    Du brauchst aber bestimmt keine Angst zu haben, das ich nicht zu meiner Meinung stehen könnte. Ich sehe die Haltung, die zB. Silvia vertritt und die ja heute fast schon Allgemeingut ist, sehr kritisch, sie tendiert in die genau falsche Richtung. Es steht sicherlich eine gute Absicht hinter dieser Einstellung, denn wir wollen ja alle nur einen Ausweg in dieser allgemein schwierigen und scheinbar komplizierten Welt finden, um mit den Anforderungen bestmöglich zurecht kommen zu können. Aber wenn man sich letztlich so auf sich selbst zurückzieht, dann heißt das letztenendes das man eigentlich nichts oder möglichst wenig mit der Welt zu tun haben will. Man läßt draußen alles so wie es eben ist, wie es sein will und versucht lediglich mit sich selbst im Reinen zu sein. Das ist eine durchaus verständliche Haltung gegenüber den Schrecknissen, die da existieren, aber es funktioniert leider nicht. Wir sind nicht und können uns nicht getrennt sehen von allem anderen und wenn wir das tun, dann führt das letztlich natürlich zu Entfremdung, Unverständnis oder offener oder versteckter Ablehnung. Wie soll da etwas Gutes daraus erwachsen können.? Die zugrundeliegende Vorstellung ist m.E. das alles letztlich seine Berechtigung hat, alles darf so sein wie es ist, auch das Schreckliche, Schlimme. Da will man sich nicht einmischen, möglichst keine Stellung beziehen. Außer natürlich, wenn es einen selbst betrifft und dann sucht man natürlich auch nach Unterstützung.
    Das alles ist eine ganz typische Wassermann-Einstellung, aber sie führt m.E. letztendlich ins Unheil, Unglück. Das ist meine Überzeugung und ja, da stehe ich selbstverständlich zu. Ich glaube, es ist gut, wenn man sich mit diesen Dingen wirklich konfrontiert.

    Nichtsdestoweniger möchte ich aber gerade den Betreibern dieser Website, auf der ich eher zufällig gelandet bin, mein Kompliment aussprechen. Nicht nur die Inhalte sind sehr interessant, sondern mir gefällt vor allem das ganze Layout sehr gut. Das ist wirklich erwähnenswert.!

    Viele Grüße zum Wochenende
    Ralf

  14. 14
    Ralf sagt:

    antworte später noch, liebe Sylvia, ich habe dein Posting grad erst jetzt gelesen.

  15. 15
    Consciousness sagt:

    @Silvia
    Wie heißt es so schön ,mit Gott ist alles ok, nur das Bodenpersonal ist Scheiße. Ich glaube auch ,dass es etwas ordnendes, größeres ,intelligentes über uns gibt. Und ich glaube auch, das man aus der Bibel viel Sinnvolles für sich finden kann.

    Nur, die Religion hat die Menschen eher von Gott weggeführt als zu Gott hin,weil die Religionsführer es schafften ihre Deutungen der Schriften anderen aufzudrücken. Es gibt weltweit über 3500 christliche Sekten und Splittergruppen. Und alle glauben die wahrste Wahrheit zu haben. Menschen aus solchen Gruppen sind in ihrem Ausdruck oft dermaßen unfrei, weil sie sich gar nicht von den Sachen die man ihnen beigebracht hat lösen KÖNNEN. 3-4 Treffen wöchentlich mit anderen Sektenmitgliedern ist die Regel und das von Kindesalter an. Nach außen wirken solche Gruppen meist friedlich, aber für den einzelnen in der Gruppe ist es fast unmöglich sich davon zu lösen, weil wer das tut, verliert in vielen Fällen von einem Tag auf den nächsten, sein gesamtes persönliches Umfeld. Und selbst wer es schafft, hat sein Leben lang, mit einer bestimmten indoktrinierten Art zu denken, zu kämpfen.

    Bei den Kirchen und Sekten geht es um Macht und um viel,viel,viel Geld. Die Mitlieder solcher Gruppierungen leben deshalb oft eine ausgeprägte Doppelmoral. Einerseits werden christliche Grundwerte nach außen getragen, andernseits im eigenen Leben ein sehr materialistisches Denken gelebt.

    Ich glaube, daß man zu Gott nur über den direkten Weg finden kann. Da ist Gott und da ist der einzelne Mensch und das Ergebnis dieser Verbindung kann nur jeder mit sich selbst ausmachen. Jeder Guru, jeder Prediger , jeder Jesus der dazwischen geschoben wird,ist ein Umweg oder führt sogar von Gott weg.

  16. 16
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Danke Consciousness!
    Du sprichst mir aus dem Herzen 🙂

  17. 17
    Peter Schenk sagt:

    „Dass man einander aufrichtig und uneigennützig hilft“ oder „Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es“ – wer so lebt, hat das einzig positive Verhalten begriffen und auch umgesetzt und Menschen könnten endlich wie Menschen leben.

    Es braucht also gar keine Theorien oder Muster (Gott, Teufel), die man ohnehin nur deshalb gerne im Chaos des Alltags entdecken möchte, damit einem das Unverständliche Verständlich (erträglich) erscheint. Doch auch dieser Zwang zur Mustererkennung ist lediglich eine kluge, jahrtausend alte Strategie unseres Gehirn, damit wir im Alltag überhaupt existieren können. In einem gewissen Sinne stimmt zwar die Aussage „Gott ist in uns und überall“, doch auch dieser Pantheismus ist lediglich eine Brille unseres Gehirns und daher sehen wir die Dinge so, nicht weil sie so sind. Zudem meinte schon Schopenhauer zurecht, das der Pantheismus lediglich eine Euphemie für Atheismus sei und somit ein Wort Missbrauch darstelle.

    Wie auch immer: Ein Problem bleibt jedoch seid Anbeginn des Mensch Seins, auch beim einleitenden Satz: Wie gehen Tolerante mit Intoleranten um, wollen sie nicht von denen innert Kürze wegradiert werden. Und zu diesem entscheidenden Punkt, hat bis heute niemand eine gute und nachhaltige Lösung gefunden. Bis jetzt haben sämtliche Systeme, Theorien, Interpretationen inklusive Religionen mehr Lumpen geschaffen denn verhindert und sind somit untauglich. Ich kenne die Lösung auch nicht, befürchte lediglich, dass es keine gibt.

  18. 18
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Peter
    Schön, dass du uns auch wieder mal besuchst.
    Zitat:…“ ist lediglich eine Brille unseres Gehirns und daher sehen wir die Dinge so, nicht weil sie so sind….“

    Darum versuche ich mit dem Herzen zu sehen 😉

    Herzlichen Dank dir….ist immer wieder ungemein lehrreich…manchmal muss ich Begriffe von dir im Netz erarbeiten um sie zu verstehen, das macht dies so unglaublich spannend.
    Silvia

  19. 19
    Peter Schenk sagt:

    @Silvia
    Ich habe Euch schon oft besucht, nur schreibe ich selten. Es ist wie beim Reisen: Man muss Eindrücke mitnehmen und nicht solche hinterlassen, ich bin nur ein Gast auf Erden, wie es so schön in einem Kirchenlied heisst.

  20. 20
    Ralf sagt:

    “ .. dies war nie im Sinne von Gott, dass wir uns klein fühlen. Ralf: Jesus ging den Weg des Herzens. Er lehrte uns allen die Liebe. Den Weg des Herzens zu gehen, bedeutet, nach innen zu gehen, auf diesem schmalen Pfad, wo auch die Dunkelheit lauert, doch stets ein Licht dir den Weg weist, an einen Ort, wo die Wahrheit lebt. Mit dem Herzen können wir fühlen, was wahr ist und was nicht.“

    Ich bin nicht klein, aber ich muß mich auch nicht großmachen, ich mache mich lieber klein, dann kann ich mich besser unterhalten 😉

    MIt dem Johanneszitat hast du fürwahr einen ganz zentralen Punkt getroffen, Silvia, darum geht es letztendlich. In der Liebe bleiben. Wenn dir das gelingt, bist du aus dem Schneider 😉 Gelingt dir das.? Du wirst vielleicht antworten – ja schon, ziemlich oft, jedenfalls wenn es mir gutgeht. Tja, so geht’s halt jedem. Aber was ist, wenn es dir nicht gutgeht, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, wenn du vielleicht gemobbt wirst, wenn dir dein Job unverdient gekündigt wirst, deine Liebe fremd geht oder du bedroht wirst. Bist du dann weiterhin das Engelwesen, das du denkst zu sein.? Was machst du dann, bleibst du dann auch in der Liebe.? – Frage.!

    Und was meinst du mit ’nach Innen gehen‘.? Was machst du da.? Wie schaffst du es, die Wahrheit von der Täuschung zu unterscheiden.?? Du sagst, da unten ist auch Dunkelheit. OH Wunder, das hätte ich jetzt nicht vermutet. 😉 Glaubst du denn, das du dieser Dunkelheit immer Herr(Frau) sein kannst.? Ich denke, da bist du dann schon in der ganz obersten Etage. Da gibt es nicht viele in der Geschichte der Menschheit, genauer gesagt, nur einen. Was machst du dann, wenn du in deine Dunkelheit fällst, in deinen Hass, deine Gier, deine Eifersucht, deine Verletztheit. Bist du dann auch in deiner Liebe.?

    Consciousness, was du schreibst, sind ja größtenteils auch Vorurteile. Sicher gibt es auch Sekten, Kirchenkreise, die solchen Beschreibungen entsprechen leider. Aber du zeichnest hier ein Bild, was mit der Realität nichts zu tun hat. Die allermeisten Christengemeinschaften sind sehr anständige und moralisch gesinnte Gruppen, da gibt es nichts zu kritisieren, auch wenn es natürlich alles auch nur normale Menschen mit ihren Schwächen sind. Aber es ist einfach unfair, gewisse Ausnahmeerscheinungen auf die Christenheit insgesamt zu münzen. Das es verschiedene Zugänge und Auslegungsformen der Wahrheit gibt, ist kein Widerspruch, es bereichert sogar die Religion aus meiner Sicht. Es ist nicht alles so dogmatisch, wie du vielleicht denkst. Die Wahrheit ist universell, aber die Zugänge können sehr unterschiedlich sein.

    Best wishes for you
    Ralf

  21. 21
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    „Am 7. Tage sollst du ruhen….“, da ich heute jedoch arbeiten darf, sende ich dir gerne ein Kurzantwort. Du schreibst, du seist per „Zufall“ hier gelandet. Finde ich übrigens schön. In dieser Homepage stecken 5 Jahre Arbeit – am Kern. Viele Autoren schreiben hier und können eigentlich alle deine an mich gerichtete Fragen beantworten. Wenn dich aber interessiert, wie ich persönlich versuche aus allem das bestmöglichste zu machen, manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg, doch stets den höheren Sinn dahinter sehend, kannst du auch meine Artikel lesen. Einen schönen Sonntag dir.
    http://www.gehvoran.com/author/silvia-cristini/
    Liebe Grüsse Silvia

  22. 22
    Daniel Kai Grassl sagt:

    Sehr geehrter Herr Ralf,
    herzlichen Dank für Ihren sehr informativen und interessanten Kommentar.
    Ich glaube für mich, dass die Bibel einen großen Hauptteil des religiösen Weges
    beschreibt, vielleicht könnte man sagen zu großen Teilen, den exoterischen Teil, aber
    dass es auch unter anderem christliche esoterische Wahrheiten und christliche Gemeimlehren gibt,
    die ich persönlich für mich leichter in allgemein spirituellen und östlich-spirituellen Wegen gefunden hatte.
    Aber die Aussage von Ihnen dass „…uns die östliche Spiritualität nicht viel helfen kann…“ ,
    da sie nicht unsere Heimat ist hat sicher kollektiv auch eine große Berechtigung.
    Oft bringt man den Untergang von Atlantis auch mit dem gleichzeitigen weggehen großer Teile des westlichen spirituellen und geheimen Wissens in Verbindung, dass uns vielleicht jetzt wieder mehr und mehr auch in Zusammenhang mit dem anfangenden Wassermannzeitalters von der himmlischen Seite und als nachlassendes „kollektives negatives Karma“ aus der Zeit von Atlantis oder nach christlichem Denken durch himmlische Vergebung wieder zur Verfügung gestellt wird.
    Wenn man überlegt, dass jede Religion einen exoterischen und esoterischen Teil hat und die Mystik einer jeden Religion
    ihr innerster Teil und Kern ist und das höchste Ziel der Mystiken die Erleuchtung mit nach meinem Glauben unterschiedlichen Begriffen in den verschiedenen Mystiken ist, die aber doch den genau gleichen Zustand beschreiben, finde ich müßte es eigentlich in der Welt allgemein ein größere Konzentration auf die esoterischen Wahrheiten der Religionen geben, da sie eigentlich genau so Teil des wahren religiösen Weges sind und vor allem weil sie ein wichtiger Hauptteil des spirituellen Transformations- und Erleuchtungsweges sind und man dann, auch beeinflusst durch stärkere Transzendenzerfahrungen und intensivere spirituellere Zustände automatisch vieles andere, was oft in den Religionen erwartet wird, ehrlicher, leichter und lieber tun kann.
    Noch einmal ganz herzlichen Dank für Ihren sehr interessanten, informativen und wertvollen Kommentar und Ihr freundliches Interesse.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Kai Grassl

  23. 23
    Ralf sagt:

    Vielen Dank für Ihre Antwort, Herr Grassl.!

    Es ist ja ein wesentliches Kennzeichen unserer Zeit, das es eine Art Eklektizismus der Spiritualität gibt, also ein Herausgreifen von Elementen verschiedener Traditionen. Der Angebotsmarkt in dieser Hinsicht ist ja unüberschaubar und Ihre Kolumne greift das Thema ja auch auf. Ich denke, es ist natürlich diese Sehnsucht nach esoterischer Religiosität, die das u.a. erklärbar macht. Solange das als Freizeitbeschäftigung, meinetwegen Yoga, ausgeübt wird, ist das sicher auch gut und kein Problem. Dennoch gibt es, was die Verständnisebene betrifft, dadurch auch ein heilloses Durcheinander, weshalb es sich eingebürgert hat, das man glaubt, das jeder seine eigene Wahrheit hat und finden muß und wird. Also mit anderen Worten – es gibt so etwas wie allgemeingültige Wahrheiten gar nicht. Das ist natürlich einerseits ein großer Irrtum und andererseits führt es dazu, das wir in einer Zeit leben, in der niemand mehr weiß, was oben und unten, richtig und falsch ist. .. das Herz weiß, was gut und richtig ist, denkt man vielleicht. Leider ist es aber so, das das Herz nicht denken kann, auch wenn es unsere wichtigste Instanz ist, da gebe ich Sylvia schon recht. Nur gibt es eben auch viele (Gewissens)-Entscheidungen, die mit dem Gefühl allein kaum zu treffen sind, und die allermeisten Menschen folgen ohnehin nicht mehr ihrem Gefühl, sondern ihrem Kopf. Ganz abgesehen, das einfach sehr viele Entscheidungsprozesse und emotionalen Präferenzen unbewußt ablaufen und heute mehr denn je sehr stark manipuliert werden. Die Wahrheit ist, das wir heute so unfrei sind, wie eh und je, um nicht zu sagen wie nie zuvor.

    Esoterische Ausübung von Spiritualität hat es natürlich immer gegeben und heute gibt es zumindest eine größere Durchlässigkeit. Man muß aber bedenken, das das ja nur eine intensivere, fortgeschrittene Praxis ist und den Menschen vorbehalten, die das nicht nur drei Stunden am Tag praktizieren, sondern idR dem ihr ganzes Leben widmen, also dann zB. auch nicht mehr einer normalen Tätigkeit nachgehen. Dafür muß man bereit sein und es ist auch nicht unbedingt notwendig, um in seiner Religion das Heil zu finden. Es reicht es schon, wenn man mit ganzem Herzen Gott sucht und danach versucht zu leben. Wer spirituelle Erfahrungen sucht, ohne eine tiefere Motivation, kann schnell in der Psychatrie laden. Da gibt es heute viele Fälle. Es gibt viele Menschen, die einen sehr gefährlichen Weg gehen aus Motiven heraus, die das Unheil fast vorprogrammieren. Spirituelle Entwicklung geht idR sehr langsam vonstatten, es ist das genaue Gegenteil von Selbsterfahrung. Diese beiden Erfahrungsbereiche werden meist verwechselt oder gleichgesetzt, sind aber tatsächlich Antipoden. Wer Selbsterfahrungen sucht, ist nicht auf dem spirituellen Weg.

    herzliche Grüße
    Ralf

  24. 24
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    Zitat:…..“das wir in einer Zeit leben, in der niemand mehr weiß, was oben und unten, richtig und falsch ist. .. das Herz weiß, was gut und richtig ist, denkt man vielleicht. Leider ist es aber so, das das Herz nicht denken kann, auch wenn es unsere wichtigste Instanz ist, da gebe ich Sylvia schon recht. Nur gibt es eben auch viele (Gewissens)-Entscheidungen, die mit dem Gefühl allein kaum zu treffen sind, und die allermeisten Menschen folgen ohnehin nicht mehr ihrem Gefühl, sondern ihrem Kopf…..“

    Ralf, kennst du die Geschichte des Kleinen Prinzen? Daher stammt das Zitat: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
    Man kann lernen mit dem Herzen zu sehen, mit ihm zu fühlen, was der Wahrheit entspricht und was nicht. Und wenn du mit dem Herzen die Bibel liest, wirst du die Botschaft anders wahrnehmen. Es bedarf da der Selbstverantwortung, da brauchts keine Kirche für. Lass mal alles los (deine Idee von der Bibel und Jesus) und geh ganz allein für dich in dich. Womöglichst triffst du da auf den „Luzifer“…aber auch der ist Teil von dir. Umarme ihn….. bitte ihn an deinen inneren Tisch.

    Der Verstand ist aber deswegen nicht schlecht, schon Charlie Chaplin schrieb zu seinem 70. Geburtstag das großartige Gedicht der Selbstliebe.
    „Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT!”

    Wir müssen nicht einer Meinung sein, wichtig ist, dass man sich gegenseitig achtet.
    Liebe Grüsse Silvia

  25. 25
    Ralf sagt:

    wir sind doch (fast) einer Meinung, liebe Sylvia ;D
    nein, ich versuche ja nur ein paar Fragen zu stellen, ob du (oder jemand anderes) die an dich herankommen lassen möchtest ist ja deine Sache, ich habe da noch nicht mal einen besonderen Ehrgeiz und kann das ganz frei beobachten, wenn auch mit einem traurigen Blick …
    Ich finde das auch gar nicht mal so unlogisch auf den ersten Blick, sich auf die eigene Herzensqualität zurückzubesinnen und zu sagen, das wenn ich wirklich ehrlich bin zu mir selbst, sich das Wahre und Gute schon offenbaren wird. Es ist eine recht frische, wenn auch in meinen Augen etwas naive Haltung, das ich im Kern eine gute Seele bin, und das das im Prinzip reicht und das Wichtigste ist, ganz egal, was da auch für sonstige Gestalten hausen mögen. Wenn das alles wäre, dann würde ich dir zumindest von Herzen wünschen, das deine Führung dich davor schützen möge, zu fallen und den großen Versuchungen zu unterliegen. Was mich aber dann irritiert, aber eigentlich nicht wundert, ist deine Empfehlung auch Luzifer einzuladen an dem Tisch der ‚inneren Tafelrunde‘ Platz zu nehmen. Gott bewahre – den Satan einzuladen, was für eine groteske Vorstellung.! Und dann soll ich ihn auch noch umarmen, Himmel ..&$§!
    Weiche von mir, du Fürst der Finsternis, der meine Seele endgültig zuschanden bringen will. Das würde mir den allerletzten Stoß versetzen, versucht ich grad mit aller Macht mich von seinen vermaledeiten Übeln loszureißen, da soll ich ihn mir wieder angedeihen lassen, was für eine wahnwitzige Idee &%!??
    Was ist dein Ansinnen unbotmäßige Wasserbraut, denn Sylphen sind ja eher fremd dem Fegefeuer. Verführung ist ihr Werk und Brot, das weiß ich wohl und doch nicht allzusehr zu schätzen. Und wenn ich Jesus lasse, bin ich verloren, wie ihr alle, die ihr keine Gründung habt. Was sind das für Ideen, von denen du sprichst ? Es sind nicht Einbildungen oder blindes Hoffnungsklammern, es ist Gewissheit von der Welten Schöpfung, von der Welten Wahrheit. Von der Rettung aus tiefster Not und Verdammnis. Verloren sind die Seelen, deren Herz zu eng geworden sind für die einfachsten Wahrheiten, für das Heilige, den Heiland. Das was heute Gewissheit genannt werden kann, das das Falsche und Unwichtige als das Richtige und Gute gepriesen wird, und das Wesentliche und Gute als ganz unwichtig und nichtig vertan wird, das ist Realität geworden in einem umfassenden Ausmaße. Der Wassermann macht keine halben Sachen, er ist Regent und Sekretär des großen Widersachers, dessen Haupt bereits den Kernschatten über der Menschheit ausgebreitet hat. Gott helfe uns, denn wir wissen nicht (mehr), was wir tun, was oben und unten, schwarz und weiß ist.!

  26. 26
    Silvia / 2012Spirit Silvia / 2012Spirit sagt:

    Lieber Ralf
    Ja, wir sind fast einer Meinung…
    Zitat: „……Was ist dein Ansinnen unbotmäßige Wasserbraut, denn Sylphen sind ja eher fremd dem Fegefeuer….“
    Schön, wie du meinen Namen deutest, obwohl ich mich ja nicht mit „y“ schreibe, dennoch mit dem Namen Sylvia verwandt und somit tatsächlich vom Wortstamm der Sylphen kommend. Silvia jedoch bedeutet „die vom Walde“. Aber beide sind Naturelfen oder Geister (die ab und zu ihr Unwesen treiben), wenn man das so sehen möchte.

    Luzifer an deinen Tisch bitten: Das ist nichts schlimmes sondern gar ein Muss, denn Luzifer steht für die Schatten und Ängste (liebe deine Feinde), die ein jeder von uns in sich trägt und eben nicht anschauen möchte. Wenn du also schon von Übel sprichst, dann entsteht dies deshalb, weil viele Menschen sich davor scheuen. Himmel und Hölle existieren beide in uns, Ralf. Da ist nichts außerhalb von uns. Auch Gott ist in uns, wenn du ihm die Türe (Herz) öffnest, wenn er anklopft. Gemäss deinen Worten möchtest du mit aller Kraft Luzifer loswerden. Doch damit zieht du ihn genau an. Es ist dies das Gesetz der Anziehung. Umarme ihn, somit verliert er seinen Schrecken.

    Zitat:“…. Der Wassermann macht keine halben Sachen, er ist Regent und Sekretär des großen Widersachers, dessen Haupt bereits den Kernschatten über der Menschheit ausgebreitet hat. Gott helfe uns, denn wir wissen nicht (mehr), was wir tun, was oben und unten, schwarz und weiß ist.!….“
    Ich fürchte mich nicht, es ist Zeit, dass sich etwas ändert Ralf, schau doch einfach mal zurück, wie viele Menschen mussten sterben aufgrund von Religionskriegen? Ich glaube, diese Zeit können wir getrost hinter uns lassen. Gott möchte niemanden gehören, Gott IST einfach, und dies überall, in jedem Stein ist er daheim.
    Liebe Grüsse, Silvia

  27. 27
    Ralf sagt:

    Verzeihung, ja. Ich habe Sylphen mit Nymphen verwechselt, welch peinlichster Faux pas. Die Sylphen sind ja Luftgeister und als solche mit der leichten Lebensart verwandt. Das mag für dich wohl zutrefflich sein, denn dein freundliches, wenngleich robustes Gemüt sucht Sicherheit in höheren Gefilden und läßt kaum Zweifel, ob der wohl einmal gewonnenen Erkenntnisreife.

    Gleichwohl, Gottselbst in Stein und Bein, das ist ein alter Aberglaube. Es sind die Taten,
    nicht der Geist. Der Geist will leben in des Menschen Brust, wohl dem, der fähig ist zu lösen
    den Bannstrahl der Umklammerung der alten Schlange. Die alte Schlange, sie hat ein Aug
    auf dich, oh holde Sylphe, dein Herz ist rein, dein Geist verworren. Lass ab
    vom zeitgemäßen Widersinn. Hör auf dein Herz, das ist wohl wahr. Doch es unterscheidet nicht
    von Mensch und Tier. Das Tier gleichwohl, es regt sein Haupt der unheilvollen Dreierzahl.

    Das, was in mir an Schatten ist, das ist wohl Schlacke dieses Tieres, doch ist nicht selbst, der dunkle Fürst. Ich muß die Schlacke aussortieren, das braucht die Zeit, die Kraft, den Willen.
    Doch Luzifer, der alte Henker, er soll mir fern sein, mit dem Tand, ich weiß ihn gut, er will mich knechten, mich richten hin ins Reich des Schlechten, da wo die dümmsten, klügsten Hasadeure, ihr russisches Roulette dem Meister zelebrieren, in Ketten und im Knochenhemd
    so endet jeder Maulheld, der denkt das große Los gezogen, wenn er nur schnell genug die Waffen zieht.

    Das Spiel beginnt, die Karten sind gemischt, welch Karte hast denn du erwischt.?
    Glaub nicht, das du die Bank wirst knacken, der Jackpot ist ein Angelhaken,
    die Logenherren, die alten Recken, sie sitzen nicht am Tisch. Die Marionetten
    sie haben nur eine Wahl, die letztlich heißt

    Schwarz oder Weiß, Schwarz oder Weiß

  28. 28
    Daniel Kai Grassl sagt:

    Sehr geehrter Herr Schenk,

    ganz herzlichen Dank auch für Ihren sehr freundlichen, interessanten und informativen Kommentar.

    Den ersten Teil Ihres Absatzes würde ich bezogen auf das äußere Leben ebenfalls höchste elementar sehen, aber
    an mir selbst hatte ich bemerkt, dass ich in verschiedenen Phasen sehr auf theoretische Hilfen, gute spirituelle Lektüre
    und teilweise auch spirituelle Lehrer und vor allem spirituelle Methoden und Praktizierungsmöglichkeiten angewiesen war, mit denen es mir dann erst mehr und mehr möglich war, positives, gutes und auch andere neutrale religöse und gute Prinzipien mehr und mehr und immer mehr ehrlicher im Außen realisieren und leben zu können.

    Ob die Aussage, dass wie Sie schrieben „..Gott ist in uns und überall“ richtig ist, ist glaube ich eine alte umstrittene und schwere Grundfrage, wo ich oft das Gefühl hatte, dass auch die Religionen teilweise ihren eigenen Mystiken widersprechen oder auf jeden Fall nicht in genauem Einklang mit ihnen sind, weil sonst wäre nach meinem laienhaften Verständnis und Wissen nicht genau verstehbar, warum wichtigsten Kernteilen beispielsweise der christlichen Mystik wie die Existenz eines „göttlichen Kern und Fünkleins“ (in der Definition nach dem berühmten christlichen Mystiker Meister Eckart) und dem Endziel der christliche Mystik, der Unio Mystica nicht mehr Geltung und Raum in der christlichen Religion insgesamt gegeben wird.

    In der christlichen Mystik wie auch in sicher in vielen anderen mystischen Lehren würde meine ich ein sehr individueller spiritueller Erlösung-, Transformations- und Erleuchtungsweg beschrieben, den eigentlich auch jeder gehen könnte und sollte und in den Religionen ist oft dieser Weg nur den historischen Auserwählten und Heiligen vorbehalten.

    Ebenfalls findet man in der hinduistischen Bhagvad Gita an vielen Stellen Beschreibungen über das Wesen und die Natur der Überseele (sanskrit: paramatma), was nach meinem Verständnis das gleiche ist wie das „Göttliche Fünklein“ in der christlichen Mystik und eigentlich ebenfalls unverständlicherweise wird glaube ich auch diese im Hinduismus ebenfalls im Außen sonst eher verschwiegen.

    Die von Ihnen angesprochene Frage ob Religionen letztlich eher zu schlechten beigetragen habe kenne ich auch öfter und habe sie für mich so beantwortet, das man wie bei vielen ähnlichen Fragen letztlich übermenschliche Einblicke und vollständige statistisches Wissen bis zu den frühen Anfängen der jeweiligen Religionen bräuchte und dann genau
    abwägen müsste, was an Resultaten und Ergebnissen durch die verschiedenen Auswirkungen der Religion letztlich am Ende überwiegen würde.

    Ganz herzlichen Dank noch einmal für Ihre sehr interessanten, informativen und freundlichen Kommentar und Ihr freundliches Interesse insgesamt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Daniel Kai Grassl

  29. 29
    Peter Schenk sagt:

    Hallo Herr Grassl

    Besten Dank für Ihren freundlichen Kommentar, wobei ich selbstverständlich auch negativen oder böse formulierten gelesen und beantwortet hätte, denn die Hülle sagt à priori nichts über den Inhalt aus.
    Wie jemand zu einem bestimmten Ziel kommt, muss jeder für sich und seine Situation entscheiden, dazu möchte und kann ich mich nicht äussern. Ich kann ohnehin eher zum Was und Warum denn zum Wie meine Ansicht Kund tun und schon hier habe ich so meine Mühe; sehr oft möchte ich im bald abgelutschten „Ich weiss, dass ich nichts weiss“ den Ausstieg suchen. Aber egal, solange wir nur um Worte ringen und uns nicht die Köpfe einschlagen, ist ja viel gewonnen.

    Eine gute Zeit!
    Peter Schenk

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