Empathie sichert die Zukunft der Menschheit

05 Mrz 2015 Von Kommentare: 4 Altes Wissen, Naturvölker

Mystisches Objekt am Horizont

Der bekannte englische Physiker überrascht mit seiner These, dass „Empathie“ die Zukunft der Menschheit sichern könne. Und er sagte der britischen Zeitung „The Independent“, dass die Aggression der größte Fehler der Menschheit sei. Er warnt, dass ein durch Aggression entfachter Atomkrieg das Ende der menschlichen Rasse bedeuten könnte. Daher schlägt Hawking vor, mehr Empathie zuzulassen. „Die Empathie bringt uns zusammen und zwar in einem ruhigen und friedlichen Zustand.“

Empathie

Empathie bedeutet, dem anderen zuzuhören, sich in ihn hinein zu versetzen, auch wenn wir seine Handlungen und Gedanken auf der Verstandesebene nicht verstehen können. Es bedeutet, auf Bewertungen und Verurteilungen zu verzichten und mehr als ein Beobachter zu agieren. Leider vergleichen wir alles was wir hören und sehen mit dem uns bekannten. Und vergessen oder ignorieren oft dabei, dass das, was wir bisher gehört oder gesehen haben nur unsere eigenen Erfahrungen sind. Unser eigenes Empfinden von Wahrheit. Und dies ist nicht mal so groß wie die Spitze eines Eisbergs.

Indigene Völker sind empathisch

Empathische Menschen sind sensibel und sensitiv. Sie empfangen Gefühle von anderen Menschen und Tieren als wären sie ihre eigenen. Indigene Völker waren und sind empathisch, denn sie sprechen mit den Tieren und mit den Pflanzen. Sie haben eine ganz enge Bindung zur Natur, schätzen und beschützen sie, wissen dass sie von ihr abhängig sind. Daher sind sie dankbar und demütig, dem Leben und dem großen Geist (Gott, Schöpfung, Universum…) gegenüber. Vor allem wissen die indigenen Völker, dass alles mit allem verbunden ist und dass kein Gedanke, kein Wort und keine Tat jemals gelöscht werden. So gehen sie sehr bedacht mit dem um, was sie denken, sagen und tun. Empathie würde der Welt tatsächlich den sehnlichst erwünschten Frieden schenken. Jeder kann empathisch sein, man kann es lernen. Durch einen einzigen Satz lösen sich alle Missverständnisse der Menschheit in einer Sekunde auf:

Indianerin tanzt in der Natur„Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin. Indianische Weisheit“

Warum also nehmen wir nicht die Empathie der indigenen Völker für uns zum Vorbild, wenn wir einen Bewusstseinswandel wollen? Völker, die der weiße Mensch einst auf grausame Weise fast ausgerottet hat, können uns den Weg zeigen in eine Zukunft, in der die Menschheit nicht vom Aussterben bedroht ist. Alles, was für einen Bewusstseinswandel benötigt wird, gibt es und gab es schon immer. Der Mensch wollte jedoch nach Neuem streben, nach Besserem, nach Macht und Ruhm. Dabei hat er vergessen, auf das zu achten, was schon immer da war. Die Natur. Sämtliche spirituellen Konzepte wären eigentlich unnötig, würde der Mensch sich trauen, empathischer zu sein. Aber das würde bedeuten, sein Herz zu öffnen, für andere, und für sich selbst. Es würde den Menschen grundlegend verändern, vom Inneren des Herzens heraus. Das macht verletzbar, so meinen viele. Also versucht er die Veränderung lieber im Außen zu erzeugen, was für die vielen Kriege, Armut und Hass gesorgt hat. Wahre Veränderung kann nur von jedem Menschen selbst ausgehen. Heilst du dich, veränderst du die Welt.

Hawkings weitere These, dass zur Sicherung der Menschheit auch die Eroberung des Weltraums und eine Kolonialisierung anderer Planeten gehöre, kann man jedoch sehen wie man will. Wenn der Mensch nicht mal fähig ist, auf seinem Heimatplaneten zu überleben, dann wäre er auch für das gesamte Universum nichts anderes als eine latente Gefahr.

Quelle der Thesen von Stephen Hawking: http://www.independent.co.uk/news/science/stephen-hawking-aggression-could-destroy-us-10057658.htmlv
Bilder: Gehvoran.com (Beitragsbild „mystischer Himmel“), Fotolia.de (Bild Unten „tanzende Indianerin)

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4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumina sagt:

    Zitat: „…Empathie bedeutet, dem anderen zuzuhören, sich in ihn hinein zu versetzen, auch wenn wir seine Handlungen und Gedanken auf der Verstandesebene nicht verstehen können. Es bedeutet, auf Bewertungen und Verurteilungen zu verzichten und mehr als ein Beobachter zu agieren….“

    Das ist sehr gut ausgedrückt und man kann es wirklich üben. Aber einfach ist es oft nicht, vor allem, wenn Emotionen mit im Spiel sind. Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen: „Wir hören nicht zu, um etwas zu erfahren, sondern um zu antworten“…… ( oder so ähnlich)
    Mir hilft am besten, einen zeitlichen Abstand zum Gehörten oder Gelesenen herzustellen, es erst mal eine Weile so stehen lassen. Dann kann der Beobachter wieder in Aktion treten und oftmals sehen die Dinge dann ganz anders aus und man kann eher aus dem Herzen heraus antworten.

    Liebe Grüße von Lumina

  2. 2

    Liebe Lumina,
    stimmt, sehe ich auch so. Man sollte sich viel mehr Zeit lassen beim antworten. Erstmal das Gehörte verarbeiten, sacken lassen, nachfragen. Nicht gleich drauf los reden, wie wir das meistens so machen.

    Herzliche Grüße
    Alex

  3. 3
    Tino Materne sagt:

    Zitat:
    den Schmerz, den man selbst noch nicht erfahren hat, kann man auch niemand anderem beschreiben, selbst wenn du ihn weinend vorträgst“ TM

    Empathie ist eine jedem angeborene Fähigkeit. Sie verleiht dir die Bereitschaft, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Empathie ist auch Reaktion auf die Gefühle Anderer. Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung; je offener man für seine eigenen Emotionen ist, desto besser kann man die Gefühle anderer deuten und wahrnehmen als wären sie selbst erlebt „Ohne Emotion keine Reaktion“ Empathie ist die Gabe des Zuhören, ohne es gleich verstehen müssen. Die Frage, begreifst du das? ist hier fehl am Platz! Wie denn auch…

    Verstehen ist bedingt und ist unweigerlich an deinen eigenen Erfahrungen begrenzt. „ich verstehe dich“ ist nicht immer Ausdruck es wirklich verstanden zu haben, vielmehr sollte es der Beginn sein. sich eigenen Emotionen zu öffnen um besser zu verstehen. Emotionen zu dem Gehörten ist auch kein Mitleid. Emotionen verleihen dir die Eigenschaft des Mitfühlen „Bilder im Kopf, ich kann es nachempfinden ohne es selbst erlebt zu haben“

    Der Vortragende verurteilt oft schnell, nicht verstanden zu werden und wendet sich ab. Die Frage, warum jemand etwas nicht versteht liegt in meinem Zitat begründet. Niemanden fehlt es an Empathie, es ist die reine Tatsache des Fehlens selbst gemachter Erfahrungen, doch leider nicht zuletzt das Fehlen von Emotionen. Die Gesellschaft, insbesondere die Medien, haben dazu beigetragen, dass Empathie immer mehr an Bedeutung verliert. „ich habe davon gehört“ „ich habe darüber gelesen“ warte ich schreibe dir gleich. denn ich verstehe dich. Empathie ist auch an Sprache, es sehen und mitfühlen geknüpft und nicht an ein Medium in Wort und Bild. Empathie und Emotionen sollten sich immer persönlich begegnen, es sind keine Apps….

  4. 4
    Anna Elisabeth Brandstätter sagt:

    Ihre Seite ist voll von meinen Gedanken, Sie schreiben genau das was ich empfinde.. perfekt! Kann man nur jedem wärmstens empfehlen.

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