Ist das wirklich meine Welt?

25 Mrz 2015 Von Kommentare: 6 Entwicklung des Menschen, Zeitenwandel

Stadion

Manchmal frage ich mich: Ist das wirklich meine Welt da draussen? Und wenn ich genau hinschaue, die Kriege, Kindsmisshandlungen, Armut, Krankheit und das ganze Leid, dann würde ich diese Frage am liebsten verneinen. Die Verblödung und Verrohung da draußen… ich bin doch bestimmt nicht so! Bestimmt haben sich viele von Euch diese Frage auch schon gestellt, ja? Gut, denn der erste Schritt in eine bessere Zukunft ist nach wie vor das Erkennen dessen, was Ist. Und wenn wir ehrlich sind, dann gibt es nur zwei Antworten auf diese Frage: Ja und Nein. Da ein Nein bedeuten würde, dass wir nicht Eins sind, kommt für mich nur Ja in Frage. Und hier folgt Schritt 2 im Prozess zur Veränderung unseres desolaten Zustandes: Das Eingeständnis inklusive der 100 %-igen verantwortungsüber-nahme.

Denn so lange wir die Verantwortung nicht zu uns nehmen, spielen wir genau jenen Kräften unsere Energie zu, die wir eigentlich nicht noch stärker werden lassen wollen. Seit einigen Jahren scheint dieser Prozess mehr und mehr Menschen zu erreichen und viele machen sich Gedanken darüber, wie sie zu einer liebevolleren Welt beitragen könnten. Es bewegt sich viel und ich bin der Meinung, dass wir an einer historischen Stelle der Menschheitsgeschichte stehen. Auch und im Besonderen der spirituellen Geschichte.

Die meisten meiner Leser wissen, was Ho’oponopono ist. Meiner Meinung nach ist dies die einzig wirklich spirituelle Methode inmitten einer fehlgeleiteten Spiritualität in Religion und Esoterik. In beiden Sparten befinden sich zu 99% falsche Propheten. Wir alle gehören selbstverständlich zu diesem einen Prozent. So zumindest denken es die meisten. Aber auch das ist nichts weiter, als die Ablehnung der eigenen Verantwortung. Wir können sagen, dass wir selbst nie jemandem absichtlich Leid zugefügt hätten nur um zu untermauern, dass wir wirklich nichts damit zu tun haben. Aber ganz so einfach ist es nicht! Auch wir leben inmitten dieser Welt und somit ist sie unsere Welt. Und wenn der Mensch ein kreatives, schöpferisches Wesen ist, dann ist es nicht Opfer, sondern Schöpfer seiner Welt. Im Schöpferbewusstsein zu leben ist also nicht nur ein angenehmes Unterfangen. Daher eignet es sich auch nicht dazu, der Welt zu entrinnen. Esoterik, Religion oder Spiritualität als Flucht zu verwenden führt uns nur noch tiefer in die Matrix des Schlamassels hinein. Halbwahrheiten, wohlklingende, tröstend weise oder gar salbungsvolle Worte gut uns recht… das sind alles nur Schlafmittel.

Alles, was man nicht aus Liebe tut, tut man aus Angst

2012 Spirit ist nicht nur der Name dieses Blogs (mittlerweile in Gehvoran geändert, Anm.d.Red.), sondern eine Aufforderung! Dieser Spirit will jetzt gelebt sein. Es geht einfach nicht, von Liebe immer nur zu reden oder zu träumen, derweil wir uns gleichzeitig alles andere als liebevoll verhalten. Zu behaupten, dass man Tiere liebt und dann einen Nerz zu tragen ist peinlich, oder? Genau so peinlich ist es dann aber auch, wenn wir dabei ein Schnitzel auf dem Teller haben. Nein, ich verurteile niemanden. Ich war früher ja selbst ein Chefkoch. Aber wir sollten darüber nachdenken und vor allem FÜHLEN, was wir tun. Mit 2012 begann die Zeit des Tuns. Und wenn Licht uns Klarheit bringt, dann wird es auch bewirken, dass auch wir wieder klar sehen, was wir selbst so alles tun. Und glaubt mir, das ist keine lustige Angelegenheit. Spannend wird es aber danach, nach unserer Selbsterkenntnis und dem damit verbundenen Erwachen. Sobald wir ins Tun gehen, tragen wir wieder aktiv dazu bei, unsere Welt mit zu gestalten und ihr nicht einfach nur ausgeliefert zu sein. Jetzt fällt es plötzlich nicht mehr so schwer anzunehmen, dass diese Dimension auch meine Dimension ist und somit nur ich verantwortlich dafür bin, wie meine Zukunft und das ‚Schicksal’ der Welt ausschauen wird. Wer es bis hierher geschafft hat, der steigt aus der Matrix aus. Die Matrix basiert auf Angst. Alles was wir aus Angst tun, nährt sie. Alles, was man nicht aus Liebe tut, tut man aus Angst. Daher ist es so wichtig zu wissen, dass man durchaus ins Universum vertrauen kann! Es wird schon alles zum Besten regeln. Allerdings nur unter einer Voraussetzung: Wir beginnen damit zuerst! Wenn wir anfangen uns selbst nicht mehr gemäß der Angst zu verhalten und zu leben, dann betreten wir eine neue Dimension. Sobald wir wieder unserem Herzen folgen fängt sich die Welt zu verändern an. Ich glaube, dass es unsere Aufgabe ist so lange hier zu bleiben, bis diese Erde zu einer Welt des Friedens geworden ist. Viele von uns sehnen sich nach ihrer wahren Heimat, auch ich. Aber wir alle werden so lange hier gefangen bleiben oder hier bleiben wollen, bis diese Welt transformiert ist.

Sonnenuntergang am MeerDie Transformation von der heute alle reden ist keine komplizierte oder schwierige Sache. Im Gegenteil! Es geht einfach darum das zu tun, was unser Herz tun möchte. So unmöglich scheint mir das wirklich nicht. Frage Dich: Ist das wirklich sinnvoll nach so einem Drehbuch wie dem unsrigen zu leben? Geboren, geimpft, Kindergarten, Schule, Ausbildung, Arbeit, alt und krank durch ein Rentenalter in Richtung Tod zu gehen und alles vom Geld bestimmen zu lassen? Mir klingt das eher nach Sklaverei als nach einem freien Leben.

Was die Welt jetzt braucht, bist Du. Ohne Dich geht es nicht.

Das was gegenwärtig gerade passiert, ist die Befreiung der Menschheit aus ihrem psychologisch-Spirituellen Gefängnis. Jeder Tag an dem wir weiterhin dem alten System dienen, ist eine Gefahr für unsere Seele. Es ging und geht nie um den Körper oder um Geld, sondern um Deine Seele und um Macht. Diese Macht können wir den destruktiven Kräften nur dadurch entziehen, dass wir fähig werden, sie zu lieben. ‚Liebet Eure Feinde’ ist ein guter Rat. Wenn Du jemanden lieben kannst der Dich bedroht, dann kann dieser Dir nichts anhaben. Liebe ist eine sehr hohe Schwingung und nahezu die einzige, gegen welche die dunklen Entitäten keinerlei Waffe entgegenzusetzen haben.

Auch wenn meine Worte ein wenig streng und nicht gerade sanft sind, lass Dich nicht täuschen. Wenn Du jemandem helfen willst, dann betrachte seine Probleme als die Deinigen. Wenn da draußen Kriege wüten, dann sind das unsere inneren Kriege. Wenn uns das System nicht passt, dann erinnere Dich daran, dass es auch Dein System ist. Wenn Du das tust, dann kannst Du nicht nur Dich, sondern auch die Welt erlösen. Wir müssen nicht auf einen äußern Erlöser warten wenn wir wissen, dass wir selbst die Lösung sind. Es ist an der Zeit, dass wir die Geschicke dieser Welt wieder in unsere eigenen Hände nehmen. Was die Welt jetzt braucht, bist Du. Ohne Dich geht es nicht. Alle die jetzt schon für die Liebe bereit sind, sind dazu aufgerufen, diese zu verwirklichen. Wir sollten nun mutig genug sein zu sagen, dass wir nicht mehr mitspielen und es auch nicht mehr tun. Es darf nicht nur eine schöne Idee sein, es müssen Taten folgen. Laßt uns den ersten Schritt tun. Laßt uns die ersten sein, welche nicht nur von Liebe reden, sondern sie auch leben. Erwarte keine Vergebung, vergib. Erwarte keine Liebe, liebe. Erwarte keine Hilfe, hilf. Warte nicht, bis die Umstände es zulassen, denn das werden sie nie. Nutze lieber die gegenwärtigen Umstände um das zu tun was Du fühlst, dass getan werden muss. Sei Du die Hoffnung für die Welt. Erwarte nichts und gib alles. Das nenne ich echte Spiritualität. Laßt uns der Welt zeigen, dass es unter uns auch ein paar ‚Lichtarbeiter’ gibt die diesem Namen auch gerecht werden. Wegzuschauen ist, war und wird niemals eine Lösung sein.

Wir müssen wieder gross genug werden, auch die Missstände in unserem Innern zu erkennen und zu beheben. Daher ist Bewusstseinsforschung meinem Erachten nach das Mittel der Wahl. Denn wenn wir wissen, wie wir funktionieren und wo unsere Schwachstellen sind, dann lassen sie sich auch relativ einfach beheben. Und wenn das Jahr 2012 auch schon vorbei ist, der Auftrag – die Liebe zu leben – besteht weiterhin.

Copyright: © Bruno Würtenberger

Bilder: Fotolia.de (Beitragsbild Stadion), Gehvoran.com (Bild Unten)

Buchempfehlung: Bruno Würtenberger

6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Hilke sagt:

    So schön den Finger in die Wunde legen kann Bruno.
    Und deine freespiritkurse kann ich sehr empfehlen. Wie auch das obige Buch.
    Du, Bruno warst immer authentisch, seit 15 Jahren kenn ich dich. Du hast nie nur von Liebe geredet, du lebst sie.
    Für einen Mann warst du mein schönstes Vorbild:“ boa, so kann Mann/Mensch sein? Dann ist doch noch nicht Hopfen und Malz verloren! „, dachte ich. Für mein Leben ein wichtiger Lehrer, merkte ich doch, wie wenig ich die Liebe lebte… und dann kam meine große Liebe in mein Leben, bald nach dem freespirit-Grundkurs.
    Deine Worte empfinde ich als klar und direkt, wie immer. Streng? Nein. Einfach klar.

    Der passende Moment, dir dafür zu danken, was du bist und schon so lange wirklich TUST.
    Einfach. Klar.
    Schöner Artikel zur Immer-wieder-Selbstreflexion.

  2. 2
    Sandra sagt:

    Zur Liebe deines Feindes mußt du erkennen und darfst nicht leugnen, wer oder was dein wahrer Feind ist. Der Feind, der deinen Feinden in die Händes spielt, diese groß macht und unterstützt. Der Feind, der das Wechselspiel aufrecht erhält und dich zum Spielball dafür macht.

    Deine Bedürfnisse

    beherrsche und unterdrücke sie. Versuche diese zu vergessen, zu kompensieren und es wird dir niemals gelingen. Bilde und baue eine Staudamm und die Flut kommt garantiert.

  3. 3
    Sandra sagt:

    Eine Hilfestellung:
    Nimm den Duden und sieh jedes Verb als dein anzunehmendes Bedürfnis an. Wie du diese auslebst, auszuleben gedenkst – deine Nachfrage – bestimmt das Angebot. :-))

  4. 4
    Alex Miller Alex Miller sagt:

    @ Hilke,
    schöne Worte. Freut mich sehr, dass du die Liebe deines Lebens gefunden hast 🙂

    @ Sandra,
    ziemlich wirr, was du da schreibst, zumindest für mich… Ist es bzgl. des Artikels?

    Herzliche Grüße
    Alex

  5. 5
    Martina sagt:

    Wunderbarer Artikel, der mir aus der Seele spricht.
    Für mich selbst spüre ich immer mehr einen Drang mich so gut es geht aus dem alten System zu verabschieden. Leider gelingt das nur bedingt (z. B. durch unsere Kinder, die kaum das handy aus den Händen legen können oder arbeitstechnisch bedingt ist man auch oft in dem Rad der Hetze, des Zeitdrucks, Stress und Geldverdienen müssens eingebunden)
    Ich habe mich dafür entschieden, lieber etwas weniger zu verdienen und das zu tun, was mir wirklich Freude bereitet. Ich begleite Menschen, denen es psychisch oder körperlich nicht so gut geht stundenweise durch den Alltag, gebe ihnen Struktur, höre ihnen zu, helfe ihnen im Haushalt etc.) Das mache ich zum Teil ehrenamtlich, privat oder auch durchs Rote Kreuz. Einer normalen Tätigkeit mit Leistungs-und Zeitdruck möchte ich nicht mehr nachgehen. Da fühle ich mich gleich ausgepowert und werde schneller krank.
    Seit einigen Jahren waren wir nicht mehr richtig in Urlaub,aber ich vermisse es gar nicht so sehr. Dafür haben wir einen Garten, indem mein Mann ( Rentner) mit Liebe und Hingabe einen Teil unseres Essens pflanzt, ich Kräuter für meinen smoothie sammeln kann und wir gemeinsam ernten dürfen 🙂 …….das ist mir wichtiger.
    Klar hat jeder seine Prioritäten. Das wichtigste ist, zufrieden zu sein, mit dem was man macht, wie man es macht und wie man seine Zeit nutzt. Tun wir es mit Liebe
    Herzliche Grüße,
    Martina

  6. 6
    Lumina sagt:

    Das ist ein sehr guter Artikel und ich stimme ihm voll zu.
    Alles , was geschieht, beginnt und endet bei einem selbst. Wenn wir nicht fähig sind, uns unserer eigenen Natur bewusst zu werden, sie zu akzeptieren, danach zu handeln, werden wir in ein blindes Schicksal hineingezogen und erleiden dann das, was wir nie erleben wollten.

    Kriege gibt es nicht, weil es in der Welt Gruppen gibt, die sich bekriegen, sondern weil jeder Einzelne mit sich selbst im Streit liegt. Dort liegen die Wurzeln jeglichen Kampfes. Wir reden schon seit Jahrtausenden vom Frieden und rüsten zum Krieg. Die Menschen Brüderlichkeit zu lehren ist völlig sinnlos, das haben schon so viele versucht. Es ist immer gescheitert und wenn man sich so umguckt, wird es immer schlimmer in der Welt.

    Die Ursache des ganzen Kampfes liegt meines Erachtens darin, dass der Mensch gespalten ist. Er kämpft gegen sich selbst, das Gute gegen das Böse, das Höhere gegen das Niedrigere, das Materielle gegen das Spirituelle. Jeder bekämpft seine eigenen Anteile und wenn ihm das zu viel wird, eben Andere, was für eine Weile sehr befreiend auf viele wirkt. Manche Menschen sehen zu Kriegszeiten sogar glücklicher aus. Sie brauchen sich nicht mehr selbst zu bekämpfen, sie haben einen Sündenbock gefunden. Das ist schizophren.

    „Liebe Deine Feinde“ ist ein wundervoller Satz, aber wer kann das wirklich ? Vielleicht kann man auch sagen „Habe keine Feinde“ – und schon wird es einfacher. Die sogenannten „Feinde“ sind ja selbsterschaffen , sie sind ein abgesprengter Anteil von einem selbst und brauchen nur angenommen zu werden. Damit wären wir dann wieder bei Selbstliebe und Selbstakzeptanz , womit ja alles anfängt.

    Liebe Grüße von Lumina

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