Berühr mich!

10 Apr 2015 Von Kommentare: 8 Allgemein, Sonstiges

„Früher berührte eine Mutter ihr Kind und spielte mit seinem Körper. Auch Liebende spielten mit ihren Körpern, und das war mehr als genug, tiefe Entspannung und Teil der Liebe. Aber heute ist Berührung eine der meistvergessenen Sprachen. Es ist uns fast peinlich, zu berühren und wir haben Angst davor, weil das Wort „Berührung“ durch sogenannte religiöse Menschen verschmutzt worden ist.“ (Osho)

Dabei ist Berührung essenziell. Im sogenannten Kaspar-Hauser-Versuch wurde getestet was passiert, wenn frischgeborene Tiere den Artgenossen entzogen und isoliert gehalten werden. Sie sterben, wie auch Säuglinge, wenn sie nicht berührt werden, keine Liebe und Zuneigung erfahren.

Kaspar-Hauser

Die Bezeichnung „Kaspar-Hauser-Versuch“ geht zurück auf einen bis heute ungeklärten Vorfall im Jahre 1828 als in Nürnberg ein etwa 16-jähriger verwahrloster Junge auftauchte, der kaum sprechen konnte und Kaspar Hauser genannt wurde. Er machte den Eindruck, auf dem Stand eines Kleinkindes stehen gebliebenen zu sein. Die damaligen Menschen vermuteten, dass Kaspar Hauser lange Zeit einsam in einem Keller gefangen gehalten worden sei, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Weltfremd und gänzlich ohne Berührungen, Liebe und Zuneigung.

Nicht nur Babys brauchen Zuneigung

Bei Säuglingen, Kleinkindern und bestenfalls Jugendlichen steht es um körperliche Zuneigung meistens noch gut. Doch oft werden die Berührungen untereinander, je älter der Mensch wird, immer seltener. Als Junior noch geknuddelt, als Senior fast verstoßen, zumindest was die Berührungen und Zuneigung anbetrifft. Nachfolgend ein paar Beispiele, welche aufzeigen, was passiert, wenn Zuneigung und Berührung ausbleiben. Natürlich sind die Namen frei gewählt und die Ähnlichkeit mit lebenden Personen sind rein zufällig.

Gerhard S. (53)

Gerhard S.‘ Mutter starb bei seiner Geburt und wurde von der Großmutter großgezogen. Er ist ein guter Arbeiter und grundsätzlich beliebt an seinem Arbeitsplatz, einer KFZ-Werkstatt. Wenn da nicht sein ständiges Klagen über alle möglichen Krankheiten wäre. Seine Kollegen wundern sich schon lange, was er alles für Krankheiten hat und manchmal beschleicht sie das Gefühl, er erfindet viele davon. Doch sein langjähriger Hausarzt bestätigt all seine Krankheiten, begleitet ihn und hört ihm zu. Seine Werkstattkollegen, allen voran die gutmütige Kollegin aus der Buchhaltung, hören seit Jahren seine Krankheitsgeschichten, reden ihm gut zu und unterstützen ihn. Gerhard lebt förmlich auf, wenn er von all seinen Krankheiten erzählen kann. Er bleibt immer öfter aufgrund von diversen Krankenhausaufenthalten der Arbeitsstelle fern und seine Mitarbeiter erledigen in der Zeit seine Arbeit. Wenn er wieder in der Arbeit erscheint, nimmt er sofort ihre Aufmerksamkeit in Anspruch und erzählt strahlend von all seinen Gebrechen. Die feinfühlige Kollegin erkennt, dass er durch sein (unbewusstes) Verhalten die Zuneigung und Aufmerksamkeit bekommt, welche ihm wohl als Kind vorenthalten wurde und er auch von seiner Ehefrau nicht bekommt.

Elektrische Begeisterung in der NaturXenia F. (35)

Xenia war bereits mehrere Jahre verheiratet, als sie bemerkte, dass sie von ihren Ehemann immer weniger Zuneigung bekam. Die Sexualität verebbte gänzlich, auch ein einfaches Knuddeln vor dem TV blieb aus. Am Anfang nahm sie dies gelassen, dachte sich, dass es Wichtigeres gäbe als diese Berührungen. Doch immer mehr fühlte sie sich vernachlässigt und es fehlte ihr an Zuneigung. Da sie ein ehrlicher Mensch ist, ging sie auch keine Affäre ein und wollte ihren Mann nicht betrügen. Der Groschen fiel, als sie eines Tages bei einer Routinekontrolle bei ihrem langjährigen Arzt merkte, wie sie dessen medizinische Berührungen genoss. Xenia war zutiefst erschüttert über diese Erkenntnis und auch dankbar für das Zeichen. Sie ging kurzerhand eine Affäre ein, weil sie merkte, wie wichtig Berührungen waren und ließ sich kurze Zeit später scheiden.

Robert T. (82)

Besucht alle zwei Wochen seinen Hausarzt, erzählt ihm von alten Zeiten und genießt das regelmäßige Messen des Blutdruckes durch die attraktive Arzthelferin. Der Hausarzt wurde so zu einer Art Vertrauten und Psychotherapeuten für Robert. Er ist alleinstehend und er mag auch keinen Menschen mehr näher an sich ranlassen, denn dies ist ihm zu kompliziert. Er möchte seinen eingefahrenen Tagesablauf nicht mehr ändern.

Das älteste Gewerbe

Man könnte noch weitere Beispiele anführen und ich bin mir sicher, jeder kennt jemanden im Umfeld, dem es ähnlich ergeht. Ich kam zum Schluss, dass es ebenso tragisch und auch fatal ist, im Erwachsenenalter ohne oder nur mit wenigen Berührungen auskommen zu müssen. Der Mensch versucht auf andere Weise zu seinen Berührungen zu kommen, wortwörtlich koste es, was es wolle. So gesehen, hat das älteste Gewerbe der Welt seine Richtigkeit und seine Daseinsberechtigung.

Weiter dürfen wir uns die Frage stellen, ob dies mitunter ein Grund für die stetig steigenden Krankenversicherungskosten ist? Was würde geschehen, wenn nur halb so viele Menschen zum Arzt müssten aufgrund von fehlenden Berührungen? Eine weitere interessante Frage wäre, warum Berührungen, je älter der Mensch wird, immer mehr nachlassen? Passt die beliebte und allseits praktizierte Jugendlichkeit nicht zum Altwerden?

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Bilder: Fotolia.de #96277730 (Beitragsbild „Hand in Hand“), Gehvoran.com (Bild Unten „geheimnisvoller Wald“)


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8 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Hilke says:

    Hallo Silvia,
    mich würde interessieren, ob Kaspar H. daran gestorben ist, bzw. nach seinem Auffinden, was ist mit ihm passiert?
    Mir ist dies zu steril, es geht hier ja um Menschen, Lebewesen und nicht nur um Statistik / Versuche. Wahrscheinlich wurde auch nix zum Weiteren überliefert?
    Und der gute Gerhard oben ist unbewußt zu einem Energiesauger geworden, was mich erstaunt ist, daß das Umfeld dies nicht registriert und einfach weiter so tut.. Weil es die Gesellschaft so vorgibt, weil man ja ein netter Mensch sein will? Weil irgendein Buch sagt: Liebe deinen Nächsten (mehr als dich selbst)?
    Ja, das sagt Osho passend, es wurde verschmutzt.

    Die Haut ist ja ein entscheidendes Organ der Entgiftung und der Berührung und so auch ein Thema der Abgrenzung. Ich selbst mußte lernen, nein zu sagen bei Berührungen, die ich nicht wollte, z.B. auch bei ritualisierten Begrüßungszere-monien wie Umarmungen in einer Gruppe oder zum Geburtstag etc..
    Mal will ich eben und mal nicht. Z.B. wenn jemand stark Parfüm drauf hat, heute erlebt, das Zeug bleibt in den Kleidern und ich hatte oft den ganzen Tag den Geruch in der nase. Ich bin sehr geruchssensibel und das führt mich sehr sicher im Umgang mit Menschen.
    Heute also setzte ich mich einfach an einen entfernten Platz, aus dem Dunstkreis der Wolke. Manche wissen das jetzt und fragen mich vorher, ob ich umarmt werden will, jedoch eigentlich ist es aus der Körpersprache gut zu sehen, ob der andere sich wegwendet oder hinwendet, wenn wir nur hingucken. Hab da mal ein klasse Buch von Samy Molcho (Pantomimiker) drüber gelesen.
    Ein Ritual wie es oft bei Gruppen vorkommt wo immer umarmt wird, ein Ritual wirkt sehr sehr schnell maschinisierend und so geht Sensibilität flöten.
    Robert T. oben kann ich gut verstehen, da ich das kenne. Auch ich war mal so drauf und ging zur Kosmetikerin und zur Rücken(!)massage, weil ich keinen mich nährenden Körperkontakt hatte, nur den zu Patienten, also wo gegeben wurde.
    Ich hatte mich eingeigelt und das tat weh, jedoch sah ich damals keine andere Möglichkeit.
    Heute sehe ich, wie wichtig es ist, die Balance zu leben, offen zu bleiben für meine MItmenschen ohne mich jedoch funktionalisieren zu lassen.
    Bereit sein, einen anderen zu enttäuschen, um sich selbst nicht zu verletzen / zu verraten. Naja, dann wird einer eben schnell „Zicke“ genannt, ich sag dann einfach Ja dazu.
    In einer stark ritualisierten Gesellschaft wie ich sie hier (in BRD) sehe, sind Übergriffe genauso häufig wie Unnahbarkeit (ich nenne letztere das Handy-Syndrom).
    Berührung und nicht-Berührung gehen Hand in Hand, verbinden tut sie die wiedergefundene Sensibilität für sich selbst, den Mut, zu sich zu stehen.
    Auf spirituellen Blogs wird viel von Liebe geredet, jedoch wenn du dann z.B. eine Rechnung bekommst von denselben Menschen, z.B. für eine Sitzung oder eine Essenz, dann ist es kalt und ohne persönliche Worte, einfach eine Rechnung wie vom Finanzamt. Oder auf Seminaren wo fleißig gemitfühlt wird und in der Pause wirst du am Buffet zur Seite geschoben, der Stuhl wird mit Tüchern markiert wie sonst nur Hunde es tun an Bäumen.
    Da ist Bruno Würtenberger anders, auf seine Seminare gehen noch richtige Menschen. Keine Scheinheiligen.

    Sorry, Silvia, das hat mit dir nun wirklich nix zu tun, das kam mir gerad hoch.

    Ich bin heute froh, einen irdischen Vater gehabt zu haben, der ehrlich war, nix versprach was er nicht auch hielt und sagte was er dachte, auch wenn es schmerzhaft sein konnte. Zu seine Lebzeiten hab ich das nicht zu schätzen gewußt… Jetzt umso mehr. Er war kein „lieber Kerl“, jedoch echt.
    Vielleicht kommt das gerad hoch, Silvia, gerade WEIL ich dich als viel sensibler und eben anders wahrnehme, als die von mir beschriebene Gruppe.
    Könnt ihr gern löschen, wenns zu lang ist, wollte raus.
    Alles Liebe dir

  2. 2
    Silvia / Gehvoran.com Silvia / Gehvoran.com says:

    Liebe Hilke
    Ganz lieben Dank für deine offenen Zeilen. Ich spüre, dass du dich damit auseinander gesetzt hast und es etwas in dir ausgelöst hat. Nur du alleine weisst, was genau. Du musst dich nicht entschuldigen, für was auch?
    Zu Kaspar Hauser und deiner Eingangsfrage. Im Netz lässt sich einiges zu ihm erforschen. Es ist und bleibt ein tragisch-trauriges Rätsel, er wurde lediglich 21 Jahre alt und verstarb an einer Stichverletzung. Er selbst sagte vor seinem Ableben, dass er Opfer eines Übergriffes wurde. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass er sich selbst tötete. Auch die Borderline-Symptomatik wird mit ihm in Verbindung gebracht.

    Meine Texte sind nicht wirklich für jedermann/frau gleich bekömmlich und dies ist auch gut so. Ich möchte keine Licht- und Liebe Texte präsentieren, sondern ich möchte zum Nachdenken anregen, Impulse setzen. Ich muss nicht immer anschmiegsam und lieb wie ein Kätzchen sein, ich wünsche vor allem echt zu sein. Dies mein persönliches Anliegen.
    Mir ist klar, dass man nicht einfach Menschen ungefragt berühren soll. Wenn man sensibel genug ist, merkt man sehr wohl, ob es willkommen ist oder nicht. Mir geht es um jene Menschen, welche vereinsamen und krank werden aufgrund von fehlenden Berührungen, und sich vielleicht gar nicht darüber im Klaren sind, wieso sie gewisse Beschwerden haben. Berührungen können heilend sein, wenn sie erwünscht und auch genossen werden können. Es mangelt an Liebe und Wärme in dieser Welt.
    Sei lieb gegrüsst
    Silvia

  3. 3
    Hilke says:

    Wenn einer wirklich berührt werden will, dann kann er das doch tun. Wo ist das Problem.
    Solange er darauf wartet, daß andere ihn berühren und er selbst nix tut auf andere zuzugehen, bekommt er eben dasselbe zurück und fühlt sich als Opfer.
    Das kann er nur selbst erkennen, das kannst du doch nicht für ihn tun.
    Jeder der sagt „ich kann nicht“ meint in Wirklichkeit „Ich will nicht“. Ich spreche von mündigen Menschen und in unseren Breitengraden.
    Aus eigener Erfahrung, und ja natürlich habe ich mich mit dem Thema lebhaft hingesetzt sonst schreibe ich nicht über etwas, kann ein einziger präsenter Augen-Blick soviel geben, daß es mich mal davon abgehalten hatte, aufzugeben. Ein einziger Blick in meine Augen, ganz im Moment und mitfühlend (meine Mutter war kurz vorher gestorben) von meinem damaligen Arzt, hatte mich fühlen lassen: Ich bin nicht allein.
    Kaspar Hauser`s Geschichte kenn ich nicht vollständig genug, um mir ein Urteil bilden zu können, jedoch was hätte er davon.
    Gehen wir einfach auf die Straße und sind offenhezig für uns selbst und somit für unser Umfeld.
    Berührungen nur, wenn es ohne Erwartungen geschieht, jedoch mit größter Achtsamkeit.
    Ich arbeitete mal in einer Kinder-und Jugend Psychiatrie. Da war ein Mädchen, das hatte Probleme mit den Berührungen eines Jungen, der in sie verliebt war, ansonsten jedoch sie achtete. Sie wurde wütend und verzweifelt, konnte ihm jedoch nicht vermitteln, daß er das „Getatsche“ sein lassen solle. Im Gespräch unter vier Augen erzählte sie mir ihre Geschichte, eine Geschichte eines Mißbrauches vom Bruder ihrer besten Freundin und daß niemand ihr glaubte, nicht ihre Mutter, nicht ihre Freundin, niemand. Da kann Mensch leicht verzweifeln, wenn Worte nix mehr nützen.
    Ich konnte sie zu einem Gespräch mit diesem Jungen zu dritt bewegen, da ich ihr erlaubte, sich dabei unter einer Decke zu „verstecken“, was sie wollte, um sich sicher zu fühlen. Es war eine skurrile Situation, jedoch so war sie in der Lage, ihm zu sagen, was sie sonst nicht konnte. Es schien wichtig, um wieder Vertrauen, auch in ihren Wort-Ausdruck zu bekommen.
    Da beide sich ansonsten mochten und beide gleich von mir respektiert wurden, kamen sie selbst zu einer Lösung und sie war dadurch freier geworden. Denn sie selbst hatte sich geholfen. Das vergißt sie nicht mehr und auch er sah, daß er nicht der einzige war, der Probleme hatte und daß es gilt, umsichtig auch mit anderen Menschen zu sein, anstatt nur zu erwarten,
    daß etwas für ihn gemacht wird.
    Ich denke noch heute gerne an diese beiden, die schon in jungen Jahren, mit 12 J., wundervolle Individuen waren.
    Einen schönen Tag euch

  4. 4
    Silvia / Gehvoran.com Silvia / Gehvoran.com says:

    Liebe Hilke
    Diese beiden Kommentar-Ausschnitte von dir zeigen sich mir persönlich etwas widersprüchlich. Habe lange darüber nachgedacht.
    Zitat aus Kommentar 1:
    „……Auf spirituellen Blogs wird viel von Liebe geredet, jedoch wenn du dann z.B. eine Rechnung bekommst von denselben Menschen, z.B. für eine Sitzung oder eine Essenz, dann ist es kalt und ohne persönliche Worte, einfach eine Rechnung wie vom Finanzamt. Oder auf Seminaren wo fleißig gemitfühlt wird und in der Pause wirst du am Buffet zur Seite geschoben, der Stuhl wird mit Tüchern markiert wie sonst nur Hunde es tun an Bäumen…..“

    Weiterer Kommentar aus Nr. 3:
    „……..Wenn einer wirklich berührt werden will, dann kann er das doch tun. Wo ist das Problem.
    Solange er darauf wartet, daß andere ihn berühren und er selbst nix tut auf andere zuzugehen, bekommt er eben dasselbe zurück und fühlt sich als Opfer….Das kann er nur selbst erkennen, das kannst du doch nicht für ihn tun…….“

    Du sprichst im oberen Teil die Scheinheiligkeit und mangelnde Liebe im Alltag eines Spiris an und unten empfinde ich deine Aussage auch eher als kalt, was nicht heisst, dass sie unkorrekt wäre vom inhaltlichen Sinne her, denn ich verstehe, was du sagen möchtest.
    Zur Thematik in Kommentar 1, wenn du eine Rechnung bekommst: Es wurde eine Leistung erbracht, und im Sinne von Wertschätzung und Energieausgleich gilt es dieser Rechnung in Liebe nachzukommen. Ob die nun kalt präsentiert wird, scheint doch auch eher dein eigenes Gefühl zu sein. Geld ist eine Energieform. Aber Geld scheint in spirituellen Kreisen nach wie vor ein Tabu-Thema. Keine Ahnung wieso.
    Es ist eben wirklich nicht alles so einfach wie es aussieht. 🙂
    Liebe Grüsse Silvia

  5. 5
    Hilke says:

    „Weiterer Kommentar aus Nr. 3:
    “……..Wenn einer wirklich berührt werden will, dann kann er das doch tun. Wo ist das Problem.
    Solange er darauf wartet, daß andere ihn berühren und er selbst nix tut auf andere zuzugehen, bekommt er eben dasselbe zurück und fühlt sich als Opfer….Das kann er nur selbst erkennen, das kannst du doch nicht für ihn tun…….”

    Damit meine ich deine Beispiele. Roert T., okay, will nicht berührt werden, so wie es da steht.
    Jedoch Gerhard S möchte offenbar Berührung, jedoch er macht es sich nicht klar, stattdessen nimmt er es sich von seinen Kollegen unter anderen Vorgaben. Würde er es sch eingetshen „Ah, ich hatte wenig Zuneigung erfaheren, das tut weh“, wäre der erste Schritt, den Schmerz fühlen. Dann könnte er langsam gucken, ob es im Leben auch anders für ihn geht, ob er es „lernen“ kann, seine Bedürfnisse offen zum Ausdruck zu bringen, ob er sie sich ggfs. selbst erfüllen kann.
    Das meine ich damit. Dieses „aua, ich vermisste es“ zu fühlen ist der erste Schriit und das kann niemand für ihn tun.
    DAS, den Schmerz fühlen wäre DIE Berührung, auf die es ankommt, um weiter zu gehen.

  6. 6
    Peter Schenk says:

    Guter Artikel – so ist es!

  7. 7
    Peter Schenk says:

    Hab‘ noch was vergessen:
    In Winterthur gibt es einen wunderbaren Ort, zu dessen Besuchern man sich ja ungeniert outen kann, darf und soll, die sehenden Hände (http://www.sehendehaende.ch). Hier kann man sich von stark sehbehinderten Menschen massieren lassen, kann so genießen und ihnen gleichzeitig eine sinnvolle Betätigung sowie einen willkommenen Zustupf für ihr nicht einfaches Leben bieten – empfehlenswert! Man darf einfach nicht gleichzeitig an all die Schaumschläger aus der Finanzwelt denken, welche fürs Gemeinwohl absolut nichts Sinnvolles und Anständiges bieten, ansonsten man gleich wieder verkrampft ist.

  8. 8
    Silvia / Gehvoran.com Silvia / Gehvoran.com says:

    Danke Peter für diese tollen Infos und die Seite dazu. 🙂

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