Gesunde Alternativen für Zucker

15 Apr 2015 Von Kommentare: 1 Gesundheit, Ratgeber

Zuckermund

Dass zu viel Zucker extrem ungesund ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Bei der Raffination der Zuckerrübe oder des Zuckerrohrs gehen die gesunden natürlichen Nährstoffe bereits verloren (fast ähnlich wie bei der Produktion von Haushaltssalz) und am Ende übrig bleiben nur reichlich unnütze Kalorien. Zucker generell braucht zwar der Körper, aber die Dosis macht das Gift. Zuviel Zucker ist u.a. schlecht für die Zähne, macht dick, greift das Herz an, ist äußerst schlecht für das Gehirn, macht müde und depressiv. Automatisch nehmen wir viel ungesunden Zucker zu uns, da er in sämtlichen fertigen Lebensmitteln verarbeitet wird und auch in Obst und anderen Nahrungsmitteln enthalten ist. Zumindest aber sollte man für den Hausgebrauch, in der eigenen Küche beim Kochen und Backen etwas gesündere natürliche Süßungsmittel verwenden. Einige empfehlenswerte Alternativen möchten wir im Folgenden vorstellen. Aber auch hier macht die Menge das Gift, wie überall.

Honig (Der Klassiker)

Ein guter Imker-Honig ist der Klassiker unter den Süßungsmitteln und wird schon lange beim gesunden Backen sehr geschätzt. Honig ist „Natur pur“ und hilft auch bei Krankheiten wie Erkältung und Bronchitis. Honig wirkt gegen verschiedenste Keime und hat äußerst entzündungshemmende und heilungsfördernde Eigenschaften. Ungünstig hingegen ist der hoch konzentrierte Zuckeranteil für die Zähne, Bauchspeicheldrüse und Darm. Honig sollte nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Manuka Honig (Der König)

Manuka-Honig stammt aus Neuseeland und gilt bei den Maori als traditionelles Heilmittel für nahezu alles. Äußerlich zur Desinfektion und Unterstützung der Heilung von Wunden und Entzündungen sowie innerlich bei Erkältungen, Blasenentzündung, Magen- und Darmbeschwerden. Manuka-Honig wirkt antiseptisch, antioxidativ und kann erfolgreich gegen Pilze, Bakterien und Viren eingenommen werden. Belegt ist, dass der Manuka-Honig antibiotikaresistente Bakterien ausschalten kann. Manuka-Honig ist auch nicht schlecht für die Zähne und somit zweifelsohne ein absolut gesundes Süßungsmittel.

Yacon-Sirup (Der Latin Lover)

Yacon ist ein Wurzelgemüse und wächst in den Anden. Dort wird es auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Yacon-Sirup ist weniger süß als normaler Zucker oder Honig, ist aber gesünder, da er nur halb so viel Kalorien hat wie Honig und einen hohen Gehalt an Eisen hat sowie anderer Mineralien und Antioxidantien. Der Yacon-Sirup unterstützt als Präbiotikum eine gesunde Darmflora und trägt zur Gewichtsreduzierung bei (bei der Einnahme von 1TL vor einer Mahlzeit). Yacon-Sirup ist demzufolge für Diabetiker und Übergewichtige gut geeignet.

Xilyt (Der Killer)

Xilyt ist ein kalorienarmer Zuckeraustauschstoff natürlichen Ursprungs, er wird aus Mais und aus Birkenerde gewonnen. Es wurde herausgefunden, dass Xilyt Kinder vor Mittelentzündungen und Zahnerkrankungen, insbesondere Karies, schützt – nicht nur Kinder. Xilyt ist ein Bakterienkiller und antidiabetisch. Mittlerweile gibt es angesichts der Erkenntnis, dass das in den meisten Zahnpastas beigemischte Fluorid nicht gesund, sondern, im Gegenteil, ein echtes Gift ist, gute Zahncremes, die Xilyt zur Kariesvermeidung enthalten. Sehr beliebt sind auch die „nicht krank-machenden“ Xilyt-Kaugummis.

Stevia (Die Süße)

Stevia ist eine süß schmeckende Pflanze aus Südamerika (auch Honigkraut genannt), die in vielen Ländern weltweit zu einem gesunden Süssungsmittel verarbeitet wird. Sie enthält weder Kalorien noch Zucker, reguliert den Blutzuckerspiegel und schützt die Zähne vor Kariesbefall. In der EU war der Verkauf von Stevia als Lebensmittel bis zum Jahr 2011 verboten, weil sich eine umstrittene Studie, vom Nahrungsmittelgiganten Monsanto in Auftrag gegeben, als falsch herausstellte. Die Süße der Stevia-Pflanze ist enorm, sie ist ca. 30mal intensiver als unser heimischer Rübenzucker. Im Handel erhältlich ist der Süssstoff, der aus der Stevia-Pflanze gewonnen wird, er und ist sogar ca. 300mal süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker. Stevia enthält so gut wie keine Kalorien (!) und ist vor allem in Asien als Süssungsmittel sehr populär. Dort wird die Stevia-Pflanze in großen Mengen auch angebaut. Auch die gesundheitlichen Aspekt von Stevia können sich sehen lassen. Es senkt den Blutzuckerwert und ist karieshemmend. Stevia ist ein Süßungsmittel, das nicht krank macht. Sogar der Coca-Cola Konzern erkannte in Stevia eine Alternative und sicherte sich bereits vor einigen Jahren Stevia-Plantagen und Stevia-Süßstoffpatente.

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Quellen und interessante Links
http://www.huffingtonpost.de/2015/04/07/gesundheit-folgen-zucker-gehirn_n_7018262.html
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker.html
http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/ungewoehnliche-suessmacher-alternativen-zum-herkoemmlichen-zucker_aid_14091.html
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zuckerlexikon.html

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. 1
    Waldi says:

    Die frische Yacon-Knolle ist an stelle von Sirup zu bevorzugen, solange es frische Wurzeln (Kollen) gibt,
    mehr Infos finden sie unter : Wikipedia > Yacon > Weblinks > Yacon Beschreibung (deutsch)

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