Theta-Gehirnwellen: Der optimale Bewusstseinszustand für Ent-wicklung

05 Apr 2015 Von Kommentare: 3 Bewusstsein, Spiritualität

Theta Wellen

Wie alles, so schwingt auch das menschliche Gehirn unentwegt, in unterschiedlichen Frequenzen. Unterteilt werden sie in die Frequenzbänder Delta, Theta, Alpha, Beta und Gamma. Sie messen den jeweiligen Zustand des Menschen. Dabei spielen Gefühle, Emotionen, Tages/Nachtzeit und äußere Einflüsse eine wichtige Rolle. Der bisher relativ unerforschte Gamma-Bereich, in dem geistige Höchstleistungen und mystische, überirdische Erfahrungen möglich sein sollen, bildet dabei die höchstschwingende Frequenz, während das untereste Frequenzband „Delta“ im Tiefschlaf für die Regeneration des gesamten Organismus durch das Andocken an die Überseele sorgt.

Delta-Wellen (0.5 – 3.5 Hz): Schlaf

Im Tiefschlaf (Delta-Wellen) haben wir die geringste Gehirnfrequenz. Wir sind komplett bei uns, nicht mit dem Verstand, sondern mit unserer Seele, die sich in dieser Phase zusammen mit den mentalen und geistigen Anteilen und dem gesamten Organismus während der Traumphase regeneriert. Der Tiefschlaf ist wie ein Andocken an die Ursprungsessenz, die uns die körperliche Erfahrung auf der Erde erst möglich machte. Doch ein permanenter Zustand im Tiefschlaf würde für die menschliche Erfahrung genauso wenig Sinn machen wie der normale wache Beta-Zustand. Denn jedes Frequenzband für sich hat eine bestimmte Funktion.

Theta-Wellen (3.5 – 7.5 Hz): Zugang zum Unterbewusstsein

Den optimalen Bewusstseinszustand für unsere Persönlichkeitsent-wicklung können wir im Theta-Bereich abrufen, denn da haben wir unbegrenzten Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Es ist der Zustand zwischen Entspannung (Alpha) und Schlaf (Delta). Hier wird der Verstand weitgehend ausgeschaltet, was aber kein Nachteil ist. Im Gegenteil:

Das Unterbewusstsein ist die Tür zu unseren verborgenen Ängsten, die uns im Leben vielleicht manchmal blockieren. Das Unterbewusstsein ist aber auch die Tür zu unserem wahren Potenzial, zur göttlichen alles umfassenden Liebe und zur eigenen Wahrheit. In unserem Unterbewusstsein reifen Selbsterkenntnisse und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Eine halbe Stunde „Halbschlaf“ am Tag wirkt wie eine Frischzellenkur und als Kraftquelle. Vielleicht können wir uns direkt nach dem Zustand im Theta-Bereich an die erlebten Erkenntnisse nicht erinnern, wohl aber wird das „Erfahrene“ in uns verarbeitet. Es entfalten sich Potenziale, wir werden kreativ, haben Ideen und Visionen, die sich meist in den kommenden Tagen und Nächten zeigen, wenn wir aufmerksam sind und das Leben, Geschehnisse und Situationen als Antwort akzeptieren. Als sehr effizient hat es sich erwiesen, wenn man sich bewusst vor dem Theta-Zustand eine Frage stellt und auf eine Antwort vertraut.

Der Theta-Zustand unseres Gehirns eröffnet sich für uns auch auf natürliche Weise im Zustand kurz vorm Einschlafen bzw. kurz nach dem Aufwachen. Der Zustand kann auch künstlich herbeigeführt werden, z.B. durch oben beschriebenen Halbschlaf, bestenfalls am frühen Nachmittag, oder durch eine tiefe Meditation (muss öfter praktiziert werden) oder mit Hypnose mithilfe eines Hypnotherapeuten.

Alpha-Wellen (7.5 – 12.5 Hz): Entspannung

Der äußerst entspannte Alpha-Zustand hingegen, der ebenfalls sehr wichtig für unsere Regenerierung und zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist, kann relativ leicht hergestellt werden, z.B. mithilfe Meditation, Entspannungsmusik, einer kurzen Ruhepause auf dem Sofa, durch (Selbst- ) hypnose, Visualisierungsübungen, Autogenes Training etc. Hier sind wir zwar wach, aber entspannt, passiv und ruhig – der Alpha-Zustand ist die Brücke zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein.

Besonderheit „Flow“: Mikro-Schlaf:
Im Alpha-Zustand kann auch der sog. Flow erreicht werden. Nicht umsonst begeben sich z.B. Spitzensportler, Musiker und Künstler kurz vor Wettkämpfen oder Auftritten in die mentale Entspannung, um zeitgenau geistige und physische Höchstleistungen absolvieren zu können. Die Flow-Forschung bezeichnet Flow gar als eine Art „Mikro-Schlaf“, der durch eine erhöhte Konzentration und Thetaaktivität gekennzeichnet ist.

Beta-Wellen (12-38 Hz): Bei vollem Bewusstsein

Im durchschnittlichen Beta-Bereich sind wir wach, aufmerksam, können konzentriert arbeiten, Autofahren und unseren alltäglichen Verpflichtungen nachkommen. Je aufmerksamer und achtsamer wir dabei vorgehen, desto weniger anfällig gegen Überforderung und Burnout sind wir.

Gamma-Wellen (38 Hz +): Unerforscht

Wer diesen Zustand erreicht, soll zu außergewöhnlichen geistigen Höchstleistungen fähig sein. Bzw. soll es möglich sein, tiefe mystische Erfahrungenzu zu machen und höherdimensionale Wirklichkeiten bewusst wahrzunehmen.

Manchne Gehirnwellenfrequenzen können auch von außen künstlich erzeugt werden, so z.B. durch spezielle Musik. Dies wird sowohl in der Musiktherapie eingesetzt, aber auch in Shopping Zentren zur Förderung der Einkaufslust.

Gehirnwellen

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    rudi says:

    Ich bin irgendwie oft tagsüber nicht ganz da. Ich bin nicht gut konzentriert, verlege und vergesse Sachen, sage falsche und unüberlegte Sachen wo ich danach „ach ja klar denke“. Sage falsche Namen ohne es zu merken. Setze mich ins Auto und merke erst spät das ich falsch fahre.
    Ist sowas mit den Zuständen hier erklärbar?

  2. 2
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    @ Rudi,
    die Frage ist, warum du tagsüber nicht ganz da bist. Wie findest du dein Leben? Ist es lebenswert, wertvoll, schön? Achtsamkeit und Bewusstheit kann man üben. Nehm dir vor nach dem Aufwachen, einen Tag voller Achtsamkeit zu verbringen. Mit voller Bewusstheit und Konzentration putzt du dir deine Zähne, bindest dir die Schuhe, gehst zum Auto, fährst los und konzentrierst dich wo es hingeht. Geh ein Stück spazieren und beobachte die Vögel, seh dir die Blumen und die Bäume an. Beobachte allles ganz genau und geh in die Stille. Achtsamkeit wird dir viele wertvolle und einzigartige Momente bescheren, die du bisher nicht sehen konntest. Probiere es einfach mal aus.

    Herzliche Grüße
    Alex / Gehvoran

  3. 3
    Gabriele says:

    Hallo Alex,

    das was Rudi beschreibt kenne ich auch, die Jahreszeit stimmt so ungefähr auch…
    Ich erlebte da wiederkehrende Zustände eine sehr hohen Frequenz, dabei war das Denken einfach nicht möglich, es war ein flattern an Gedanken da.
    Auf dem Kopfdeckel war Druck zu spüren. Man stand “neben sein Leben“… die Wahrnehmung besonders für die Details und die schönen Sachen im Leben war dabei fast ausgelöscht.
    Ich habe mein Leben wieder, aber erlebe ab und zu Zustände, da ist das normale Sprechenstempo stark erhöht, die Energie die dadurch erzeugt wird ist wie ne Dusche für den Gegenüber und wie ne innerliche entleerung…
    Der gesamte Körper wird dabei unruhig, weil mehr Energie als “gut ist“ vorhanden ist.
    Was kann das sein?

    Viele Grüße
    Gabriele

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