Im mystischen Schwarzwald

23 Sep 2015 Von Kommentare: 1 Kraftorte, Spiritualität

Im mystischen Schwarzwald

Die Römer fürchteten ihn wie der Teufel das Weihwasser, den schwarzen Wald, den sie daher Silva Nigra nannten. So schwarz und dunkel, so geheimnisvoll und sagenumwoben ist er auch heute noch, auch wenn er sich in den letzten 2000 Jahren, wie alle einstigen Urwälder in Mitteleuropa, stark veränderte. Geblieben ist die Faszination der mystischen Quellen, uralten Baumriesen, lichten Hainen, leuchtenden Karseen und verlassenen Burgruinen. Der Mythos des wilden Schwarzwaldes ist bis heute ungebrochen, und nicht selten widerfahren dem staunenden Wanderer, ganz unvermittelt, die kräftigen, und dennoch beruhigenden Energien der vielen Kraftorte, die er oft nur „zufällig“ passiert.



Die Schwarzwaldgöttin

Die vorgermanische, keltische Muttergöttin Abnoba thront als Schutzpatronin über dem Schwarzwald und beschützt den Wald, das Wild und die Quellen. Daher ist Abnoba der personifizierte Schwarzwald. Besonders die Heilquellen in Badenweiler, 30 Kilometer südlich von Freiburg entfernt, werden mit ihr in Verbindung gebracht. Dort wurde sie als Fruchtbarkeitsgottheit verehrt und von kinderlosen Frauen zurate gezogen. Wer ganz still ist, sich mit den großen Bäumen bewusst verbindet, und sich über die dicken Wurzeln erdet, kann ihre Anwesenheit deutlich spüren.

Wild, unheimlich und leuchtend das Zusammenspiel zwischen dem Element Erde, dem dunklen Bannwald sowie dem Element Wasser, der kleinen Karseen und der Wasserfälle. Bei wachsamer, stiller Beobachtung und in liebevoller Demut vor den Mächten der Natur kann der Mensch sich fallen lassen, zur Stille finden und Kraft tanken. Und auch Göttin Abnoba sei ein Stück der eigenen Energie des Wanderers gegönnt, die sich so gerne schöpferisch auszudrücken pflegt, und dem Menschen in ihrer vollen Reinheit, Natürlichkeit und Schönheit zeigt. Bei gegenseitiger respektvoller Wechselwirkung der Energien erstreckt sich die besondere Mystik des Schwarzwaldes auch für den menschlichen Beobachter, der zu oft blind, laut und unaufmerksam durch den Alltag schreitet. Alle Sinne öffnen sich hier, all jene menschlichen Sinne, die in unserer technisierten Welt dabei sind, mehr und mehr zu verkümmern.

Kraftorte im Schwarzwald

WasserfallEs gibt Orte, da spürt man die Verbundenheit mit der Ursprünglichkeit noch viel intensiver. Wer den energetischen Eingang der Feenfelsen bei Kandern durchschreitet, nimmt eine magische Ausstrahlung wahr. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein keltischer Steinkreis, der eine besonders reinigende Energie ausstrahlt. Ob es sich um Kultstätten keltischer Druiden handelt oder um Launen der Natur bleibt dabei ganz und alleine dem Besucher überlassen.

Der Totenbühl bei Niedergebisbach (Rickenbach) liegt auf 900 Meter Höhe und ist ein wundersamer Ort der Kraft, der Stille und der Einkehr. Er wurde wegen seiner besonderen Energien bereits von den Germanen als Kraftort genutzt. Wie während der Christianisierung üblich, verteufelten die Christen „heidnische“ Orte und gaben ihm den Namen Totenbühl. Er wurde sodann zum Begräbnisort, auf dem die Verstorbenen von Niedergebisbach ihre letzte Ruhestätte fanden.

Wie verzaubert liegt der Huzenbacher See, 12 Kilometer von Baiersbronn entfernt, inmitten tief der dicht umgebenden Wälder. Der kleine See, der aus dem Land der Hobbits zu entspringen scheint, ist die perfekte Gelegenheit für innere Einkehr und ganz persönliche Erkenntnisse. Auf herrlichen Wegen ist der See ganz leicht von den Orten Huzenbach, Tonbach sowie Röt zu erreichen. Dies bis dahin nur eine minimale Auswahl Schwarzwälder Kraftorte.

Dängeligeister und Tubacksbue

Aber nicht nur die Kraftorte sind es, die den Schwarzwald so mystisch und geheimnisvoll erscheinen lassen. Nicht von ungefähr kam daher der sprichwörtliche Heidenrespekt der Römer vorm schwarzen Wald. An vielen Orten, wie beispielsweise der Raitenbucher Höhe oder am Ursee soll es heute noch spuken. Kutterwible, Tubacksbue, Fasnetsfigur und Dängeligeister treiben im Schwarzwald ihr Unwesen. Der Dängeligeist ist ein im schwäbisch-badisch-württembergischem Gebiet weit verbreiteter Spukgeist, der gegen Abend und in der Nacht die Bewohner mit seinem „Dengeln“ (Klopfen) in Angst und Schrecken versetzt. Während sich die Dängligeister im Allgäu mittels Klopfen an die Hauswände Gehör verschaffen, lauern sie im Schwarzwald an Bergwiesen und Auen. Literarisch bekannt wurde der Dengelegeist durch Hebel, der ihn aber zu einem gütigen Helfer des Menschen umgestaltete, während er bis dahin im Volksglauben nur als böser Geist bekannt war.

Wer gerne reine, mystische Natur und Kraftorte erleben will, sollte den Schwarzwald besuchen.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. 1

    Lieber Alex,

    ganz herzlichen Dank für Deine wunderbare, tiefgründige Arbeit. Sehr inspirierend!

    Lara’Marie

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