Süßlupine, die Eiweißbombe

08 Sep 2015 Von Kommentare: 1 Gesundheit, Ratgeber

Lupine

Die Süßlupine ist ein basisches, äußerst purinarmes Lebensmittel und beugt daher Übersäuerung vor, die u.a. zu Gicht und Rheuma führen kann. Zudem sind Süßlupinen cholesterinfrei, antioxidantisch, kohlehydratenarm und haben einen sehr hohen Eisenanteil. Bislang als Geheimtipp nur wenigen bekannt, finden Lupine als wohlschmeckende, eiweißreiche und rundum gesunde Zutat in immer mehr Küchen Verwendung. Viele schmackhafte Produkte aus Süßlupinen sind preisgünstig im Handel erhältlich. Süßlupinenmehl ist die perfekte Alternative zu Soja und eine nahrhafte Teigergänzung für Backwaren aller Art.

Ideal für Veganer und Sportler

Dank ihres besonders hohen Gehalts an Eiweiß nehmen die Süßlupinen eine Spitzenstellung unter den pflanzlichen Eiweißquellen ein, sie sind anderen Hülsenfrüchten deutlich überlegen. Süßlupinen sind frei von bitteren und blähenden Inhaltstoffen, wie sie z.B. in Soja vorkommen. Lupinen bieten somit eine hervorragende Eiweiß-Alternative, anstatt z.B. Fleisch oder Soja, und sind so für Veganer und Sportler bestens geeignet.

Aus heimischem Anbau

Eine ausgewogene Ernährung ist dank der Süßlupine möglich, die uns – allein dank Züchtung ganz ohne Gentechnik – seit 80 Jahren auch als essbare Variante zur Verfügung steht. Die Pflanze lässt sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz problemlos anbauen, denn sie ist sehr anspruchslos und gedeiht auch auf sandigen und trockenen Böden. Das Lupineneiweiss ist somit ein regionales pflanzliches Eiweiss, für das keine Importe aus Entwicklungsländern nötig sind.

Vor allem das Süßlupinenmehl lässt sich in der eigenen Küche sehr gut verarbeiten, so kann man es in Müsli, Saft, Suppen, Soße, Desserts und Proteinshakes verwenden. Bei Backwaren wie Brot oder Kuchen können 10-15 Prozent der Mehlmenge durch Süßlupinenmehl ersetzt werden. In dem Fall wird der Anteil an Kohlehydraten gesenkt. Aus den gerösteten Früchten kann ein kaffeeähnliches Getränk hergestellt werden.

Das Süsslupinenmehl kann man verzehren, ohne es zuvor zu erhitzen. Man kann es somit theoretisch auch roh essen, da die Süsslupine – im Gegensatz zu Bohnen, keine problematischen Stoffe enthält, die ein Erhitzen erforderlich machen würden.

Hintergrund

Um die Gewinnung der Eiweiße aus den Lupinen zu optimieren, wurde nun ein neues Verfahren entwickelt, das 2015 mit dem Deutschen Zukunftspreis prämiert wurde. Durch die Preisverleihung, aber auch durch zahlreiche Publikationen in jüngster Vergangenheit rücken die Lupinen nach und nach in den Fokus der Öffentlichkeit.

Bild: „Lupine born1945 flickr creative commons 2.0

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. 1
    Chris says:

    Danke fürs erinnern.
    Allerdings wäre es nett, wenn da Produkte und Preise mit aufgelistet wären.
    Denn die Preis – Schwankungen gibt es auch bei Soja, und Lupinenbrot im Handel ist teuer gegenüber gemischtem Brot.

    lieben Gruß, Chris

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