Der kosmische Zyklus in der dunklen Jahreszeit

25 Nov 2015 Von Kommentare: 3 Körper, Ratgeber

Frau macht Hoftor auf, draussen ist Herbst

Die dunkle Jahreszeit im Herbst und Winter bezeichnen die alten Kulturen auch als die „Nacht des Jahres“. Dieser dunklen Jahreshälfte wird von vielen Traditionen heilende -weil notwendige- Bedeutung für den Organismus des Menschen zugeschrieben. Die Tage werden kürzer, die Dunkelheit überwiegt. Die Natur „stirbt“ oder bildet sich zurück, um dann im Frühjahr wieder gestärkt aufzublühen. Der Kreislauf eines Jahres symbolisiert uns perfekt den immer wiederkehrenden Kreislauf von Geburt und Sterben, Leben und Tod, Ein- und Ausatmen, es ist ein ständiges Werden und Vergehen. Während das Sommerhalbjahr (Frühjahr/Sommer) symptomatisch sowohl für das Sprießen und Gedeihen, für Wachstum und Fülle wie auch für überbordende Energie steht, wird mit dem Winterhalbjahr (Herbst/Winter) Verwurzelung, Standfestigkeit und innere Einkehr, aber eben auch Trennung, Verlust und Tod (Trauer) in Verbindung gebracht.

Wenn man sich umhört sind die meisten Menschen momentan sehr müde und nur noch froh, wenn sie abends nach getaner Arbeit bzw. an den Wochenenden keine Verpflichtungen und Termine haben, dafür Zeit für sich. Dies ist kein Zufall, sondern der Mensch ist genetisch von der Natur so programmiert, dass er in dieser Jahreszeit seine Ruhe dringend braucht.

Kosmische Ordnung

So wurde in den alten Kulturen der Winter mit seiner Dunkelheit keineswegs als etwas Negatives oder Beängstigendes interpretiert, sondern als einen gleichwertigen Teil des Kreislaufes des Lebens mit seinen ganz eigenen Qualitäten angesehen. Tod war nur „auf die andere Seite gehen“. Bis zur Rückkehr hält man sich in der Unterwelt auf, die sinnbildlich ein sehr geborgener Ort (Schoß der Urmutter) mit der Weisheit aller Ahnen ist. Ähnlich wie es im Buddhismus mit dem Rad des Lebens und den verschiedenen Inkarnationen beschrieben wird.

Den Wechseln zwischen Tag und Nacht erleben wir ständig, er ist unser täglicher und nächtlicher Begleiter und wir verschwenden kaum einen Gedanken daran, er ist für uns völlig normal. Jahresübergreifend im halbjährlichen Wechsel sind wir Menschen so mit den Dingen und Geschehnissen im Außen beschäftigt und in unseren Alltag eingespannt, dass wir nicht im Entferntesten daran denken, dass es notwendig und heilend ist, wenn wir uns gerade jetzt selbst auch ein wenig herunterfahren und nebenbei dem heiligen „Zyklus der Natur“ Demut, Dankbarkeit und Bescheidenheit entgegenbringen. Wenn dies so ist, sollten wir es dringend ändern!

Betrachten wir die Natur, so entdecken wir überall die Dualität im Rhythmus wie Tag und Nacht, Sommer und Winter, Werden und Vergehen, Leben und Tod. Beide „Extreme“ sind gleichermaßen und unabdingbar nebeneinander vorhanden. Die Natur kennt nur Vorgänge mit einem Anfang und einem Ende. Jeder scheinbare Zerfall ist der Beginn von etwas Neuem. Wir produzieren ständig neue rote Blutkörperchen und bauen gleichzeitig alte und verbrauchte wieder ab. Pflanzen sterben ab, damit wieder neue Samen später sprießen können. Dieser Zyklus ist Bestandteil der kosmischen Ordnung, denn Wachstum ohne Sterben gibt es in der Natur nicht.

Frau liegt gemütlich vor dem KaminRuhe und Stille für Heilung und Genesung

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden übrigens die Organe Lunge und Dickdarm dem Herbst zugeordnet, Niere und Blase dem Winter. Um uns den Zyklen der Natur etwas anzupassen und dann im Frühjahr mit Energie wieder gestärkt in das neue Jahr zu gehen sollten wir uns in der dunklen Jahreszeit Ruhe und Stille gönnen. Doch gerade jetzt warten die vielen Termine auf uns. Vor allem in der Vorweihnachtszeit sind es die Dringlichkeiten und offiziellen Anlässe, die wahrgenommen werden wollen, sei es geschäftlich hin zum Jahresende wo immer viel Arbeit wartet oder bei den vielen Weihnachtsfeiern von Firmen und Vereinen. So fällt es uns schwer, uns den natürlichen Zyklen wenigstens ein bisschen anzupassen, da unser westlicher Lebensrythmus alles andere als naturverbunden ist, eher künstlich, verplant und technokratisch.

Von daher ist jeder selbst gefordert, sich seine kleinen Oasen der Ruhe zwischendrin zu schaffen, an denen sich Körper, Geist und Seele gerne herunterfahren dürfen: viel Zeit zuhause verbringen mit einer Tasse heißem Tee oder einem Glas Rotwein, eingehüllt in die Lieblingsdecke, vielleicht mit einem Buch oder guter Musik, oder auch ganz ohne Berieselung von Außen. Saunabesuche sind nicht nur erholsam, sondern stärken auch das Immunsystem und lassen die angesammelten Giftstoffe aus dem Körper ausscheiden. Ausgedehnte Waldspaziergänge sind in allen Jahreszeiten Erholung-pur für alle Sinne!

Ernährung im Herbst und Winter

Auch die vielleicht fest vorgenommene Fastenkur sollte lieber auf Frühjahr gelegt werden, da unser Körper seit Urzeiten sich im Herbst seinen sprichwörtlichen Winterspeck ansetzt um über den Winter zu kommen. Auch wenn die Supermärkte im Winter genauso voll sind wie im Sommer, ist unser Körper aufgrund unserer genetischen Struktur immer noch im Überlebensmodus. Bei der Ernährung sollten wir sowieso stets auf die saisonalen Produkte zurückgreifen. Jetzt im Herbst und Winter sind dies z.B. Butterrüben, Grünkohl, Rosenkohl, Topinambur,Champignons, Lauch, Kartoffeln, Zwiebeln und Rotkohl. Bei den Salaten wären z.B. Chicorée, Feldsalat und Portulak gerade frisch.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Lumina says:

    Im Dunklen kann ich mir bewusst werden, dass es immer von mir selbst abhängt, das Licht im Außen und vor allem in mir selbst selbst anzuzünden, Geborgenheit im Inneren zu finden.
    Aber nur wer die Vergangenheit loslassen kann, wird auch die Dunkelheit genießen können.

    LG von Lumina

  2. 2

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. Ich hatte letztens bei einem Spaziergang ähnliche Gedanken:
    Gehe mit der Jahreszeit
    Die Natur zieht sich zurück, sie stößt Altes, Nicht-Mehr-Dienliches ab. Es ist schnell dunkel, so als würden wir darauf hingewiesen, dass jetzt Ruhezeit sei. Die Tiere machen sich bereit für den Winterschlaf. Es ist eine Zeit des In-Sich-Gehens.
    Und was machen wir? Wir tun so als würde alles immer gleich sein. Wir schaffen einfach weiter, versorgen uns mit Tageslichtlampen, Vitampushern, Kaffee und sonstigen Wachbleibemittelchen, um weiterhin im Tun zu bleiben. Das ständige Tun – oft gemäß dem Motto ‚tun um zu tun‘ – ist eh hier in unseren Breitengraden ein großes Thema, das noch mal einen Beitrag an anderer Stelle wert ist.
    Die Natur wandelt sich mit den Jahreszeiten, es gibt aktive Zeiten (Frühjahr/Erwachen/Aufbruch, Sommer/Spannung/Leben) und passive Zeiten (Herbst/Ernte/langsam runterfahren, Winter/scheinbares Sterben/Ruhezeit)
    Da wir als Menschen Teil der Natur sind, ist es doch sinnvoll sich jetzt mehr Ruhe zu gönnen, sich zurückzuziehen, Erlebtes zu verarbeiten, um dann im Frühjahr mit frischer Energie wieder Neues zu erschaffen.
    Drum habe kein schlechtes Gewissen, wenn Du gegen 15.30 Uhr schon gähnst oder überhaupt am Tage immer wieder müde bist oder Du jetzt keine Lust hast Neues zu beginnen.
    Es ist Einkehr-/Winterzeit. Deine Seele will Erlebtes verarbeiten, Dein Inneres arbeitet, Du sollst Dich erholen, schlafen.
    Sei sanft mit Dir, baue mehr Pausen ein, frage Dich, ob die ganze Rennerei, die ja paradoxerweise stets vor Weihnachten (in der ‚Sterbe-/Ruhephase‘ der Natur) einsetzt, wirklich notwendig ist und Du mehr Zeit mit Dir selbst oder mit Deinen Liebsten zusammen in gemütlicher Atmosphäre verbringst.
    Weniger ist mehr und das gilt gerade in dieser Jahreszeit.

    Herzliche Grüße,
    Christine Werner

  3. 3

    Liebe Christine,
    sehr schön beschrieben, auch deine Worte sprechen mir aus der Seele! 🙂 Wunderbar ergänzender Text zum Beitrag…

    Herzliche Grüße
    Alex / Gehvoran

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