Terror in Paris: Ungefiltertes Prinzip von Ursache und Wirkung

14 Nov 2015 Von Kommentare: 5 Wirtschaft & Politik, Zeitgeschehen

Newtons cradle vor einer Großstadt

Die Serie von Terroranschlägen in Paris führt uns vor Augen, dass unsere Welt nach dem unausweichlichem Prinzip von „Ursache und Wirkung“ funktioniert. Alles, was geschieht, ist die Konsequenz früherer Handlungen und Geschehnissen. Während nun Medien und Politiker in aller Welt zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus aufrufen, Seite an Seite ihre Solidarität kundtun und Staaten die Gewalt mit Gegengewalt beantworten werden, entstehen beim TV- und Internet-Konsumenten Gefühle wie Ohnmacht, Schrecken, Wut und Angst. Gefühle, welche ungefiltert in jeder Zelle des Körpers gespeichert werden und auf Dauer krank machen. Einerseits der bekannte Trick der wahren Machthaber hinter den Regierenden, um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, damit sie leichter regierbar sind. Andererseits stehen Menschen hinter den Terroranschlägen, die aus bestimmten Gründen in irgendeiner Weise zu den Taten motiviert wurden. Das, was gestern, am Freitag den 13. geschah, im Totenmonat November, zur Zeit als Weltmeister Deutschland im Pariser „Stade de France“ zu Gast war und die Bombenschläge live durch den Fernseher bis nach Hause ins Wohnzimmer schallten, ist die logische Konsequenz eines starken Ungleichgewichts auf der Welt.

Terror entsteht nicht zufällig

Das Gesetz von Ursache und Wirkung wirkt sich am spürbarsten aus, wenn es für Menschen als Schicksal in Erscheinung tritt, so wie aktuell in Paris, wenn es sich um schlimme Einzelschicksale handelt und wenn die Welt daran Anteil nimmt. Die Welt funktioniert als ein lebendiger Organismus, eine Matrix, die wir als unsere Realität wahrnehmen, gespeist mit unseren Emotionen, Gedanken, Worten und Taten. Alles, was wir fühlen, denken und tun, wird in der Matrix in Form von Energie gespeichert. Energie kann niemals verschwinden, sie kann sich nur verändern. Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung wirken sich negativ motivierte Taten auf unser persönliches Leben aus, genauso wie positiv motivierte. „Alles kommt so, wie es kommen muss“ sind somit nicht nur geflügelte Worte.

Übertragen vom Individuum Mensch auf die ganze Welt, haben auch Taten ihre Auswirkungen, die global stattfinden. Die westliche Welt lebt seit einigen hundert Jahren auf Kosten von Menschen und Ländern, die wir heute als „arm“ und „zivilisiert unterentwickelt“ bezeichnen. Kriege werden weltweit unter fadenscheinigen Gründen angezettelt, um an die natürlichen lokalen Ressourcen dort billig ran zu kommen.

Welt über einem FussballstadionDie Ausbeutung unseres Heimatplaneten Erde kann so ungehindert fortgesetzt werden und dient in erster Linie einigen wenigen Menschen auf diesem Planeten, die die Fäden in der Hand haben und Politiker und Staatsführer als ihre Ausführorgane wie Marionetten umherführen, die sich wiederum willig umher-irren lassen. In Ländern wie Irak, Iran, Afghanistan, Syrien um nur einige zu nennen, funktioniert das Gesetz von Ursache und Wirkung indem radikale Kräfte entstanden, die das vom Westen ausgehende implementierte Ungleichgewicht auf seine Weise ausgleicht. Der Schrei nach Gerechtigkeit ist dort so groß, dass Menschen derart von Hass erfüllt sind und sich von Menschen angezogen fühlen, die Putin in seinem Beileidsschreiben an Hollande als Teufel bezeichnete. Die Ausbeutung geschah in den letzten 100 Jahren ungeachtet der westlichen Bevölkerung, welche mit Lügengeschichten seit dem Entstehen der schriftlichen und multimedialen Informationen zum Schweigen und zum Konsumieren gebracht werden.

Im Falle Frankreich sollte man auch nicht vergessen, dass Frankreich lange Zeit die zweitgrößte Kolonialmacht war und halb Afrika besetzte. Aktuell ist Frankreich an diversen militärischen Interventionen beteiligt, wie in Afrika und in der islamischen Welt, z.B. in Mali und im Irak. 2011 starben beim Sturz Gaddafis rund 30.000 Menschen in Libyen. Frankreich war federführend bei der Bombardierung des Landes beteiligt. Gewalt erzeugt nun mal Gegengewalt.

Zeit für Bewusstheit

Diese Zeilen mögen für die Angehörigen der Opfer berechtigterweise wie Hohn klingen, wenn man sich fragt, was jeder Einzelne dafür konnte, dass er mit seinem irdischen Leben bezahlen musste. Die 129 Ermordeten und über 350 Verletzte haben keinen Krieg gegen ein Land geführt und wollten sicher, wie 99% der Menschheit auch, nichts als in Frieden mit ihren Nachbarn in einer friedlichen Welt leben. Vielleicht ist es ein höherer Seelenplan, den wir nicht verstehen müssen und auch nicht einsehen können. Vielleicht haben sie sich auch auf einer höheren seelischen Ebene vor langer Zeit dafür bereit erklärt.

Tatsache ist aber, dass, wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher, diese Welle der Gewalt weiter gehen wird. Es ist Zeit aufzuwachen und zu erkennen, dass wir Teil eines Marionettenspiels sind, aber jederzeit die Macht haben, dieses zu beenden, indem wir uns bewusst werden. Bewusstheit fängt da an, sobald wir erkennen, dass wir die Welt verändern können, jeder Einzelne. Wenn wir die Matrix statt mit unseren Schuldgefühlen und Vorwürfen, die wir mit uns herumschleppen mit Liebe, Empathie und Mitgefühl speisen, wird die Welt heller und freundlicher. Die Energie folgt dann einer höheren Schwingung. Diese ist dann die Konsequenz unserer Bewusstheit.

Sind unsere Seelen noch so geschunden, verletzt und verzweifelt, sollten wir nicht mit (innerer) Gewalt reagieren, sondern mit Akzeptanz, Annahme, Vergebung, Loslassen und (Selbst)liebe. Denn dann folgt das Gesetz nicht nur dem Prinzip von Ursache und Wirkung, sondern dann werden wir auch heil, ganz und wach!

Den Opfern und Angehörigen der Terroranschläge von Paris gilt unser Beileid und unser tiefstes Mitgefühl.

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Bilder: Fotolia.de #59766691 (Beitragsbild: Newtons Cradle), Fotolia.de #67161493 (Bild Mitte: Stadion)

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5 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Reinhilde Raziela says:

    Lieber Alex,
    danke für deine klaren Worte! Ich hege den Verdacht, dass dies eine konzertierte Aktion war, um (wieder einmal) Angst und Schrecken zu verbreiten – diese Energien benötigen bestimmte Wesenheiten, um überleben zu können… Und durch Angst werden unsere Energien „heruntergedimmt“ – wir verlieren kurzfristig die Verbindung zur Herzebene, unseren Energie-Generator! Nach meinem Empfinden ist jedoch LIEBE immer stärker als ANGST. Herzliche Grüße, Reinhilde Raziela

  2. 2
    Lumina says:

    Lieber Alex !

    Das ist ein sehr guter und wichtiger und auch mutiger Artikel . Menschen mit Opfermentalität werden aufschreien, weil sie nicht imstande sind, das Ganze zu durchschauen. Ursache und Wirkung- so sehe ich es auch. Und nun geht höchstwahrscheinlich die Spirale der Vergeltung weiter, Gewalt wird mit Gegengewalt beantwortet. Hass mit erneutem Hass. Hollande hat schon den Kriegszustand ausgerufen, was zu einem Bündnisfall der Nato führen könnte. Eine sehr erschreckende Aussicht.

    Im menschlichen Geist besteht wirklich eine Geisteskrankheit, eine Störung, die aus der Gier entsteht. Allein im zwanzigsten Jahrhundert wurden über 100 Millionen Menschen durch andere Menschen umgebracht und es geschieht auch heute noch unvermindert. Ganz zu schweigen davon, was anderen fühlenden Wesen zugefügt wird.

    Eine Wahnsinnsspirale! Dazu noch die Heuchelei der Politiker. Ich finde es auch schlimm, was da gerade in Paris stattgefunden hat, und fühle mit den Opfern, aber wo war denn der Aufschrei, als die russische Passagiermaschine abgeschossen wurde, wer „betete“ für die russischen Opfer, wem sind die Attentate in Syrien, im Irak, in der Türkei und im Jemen mehr als eine Überschrift wert? Und wo sind die Erfolge des „Kampfes“ gegen den Terrorismus zu erkennen?

    Immer wenn es um „Kampf gegen“ geht, geschieht kein Durchbruch. Das kann man an so vielem beobachten: Kampf gegen den Krebs, Kampf gegen die Armut . Kampf gegen die Umweltverschmutzung und jetzt Kampf gegen den Terrorismus. Aber kaum ein Politiker kommt darauf, einmal anders zu reagieren, bei den wirklichen Ursachen anzusetzen und dort etwas zu verändern.

    Doch – gestern hat ein Mann, -ich glaube es war ein Politiker der Linken-, gesagt, das wir uns das Beispiel Norwegens nach dem furchtbaren Attentat von Anders B. Breivik auf der Insel Utoya zu Herzen nehmen sollten. Breivik sah sich als Kreuzritter, der das christliche Vaterland gegen die Unterwanderung und Aushöhlung durch die eigenen Politiker beschützen wollte. Norwegen reagierte umgehend nach dem Attentat mit der Aussage, dass jetzt noch mehr offene Gesellschaft und noch mehr Demokratie gepflegt werden wird. Das finde ich bemerkenswert, keine Wut, keine Rache, nur eine Besinnung auf die eigenen Werte.
    Solche Beispiele machen dann wieder Mut, dass auch schon ein Umdenken stattgefunden hat.

    LG von Lumina

  3. 3
    Wolfram Geisler says:

    Liebe Lumina, ich Teile Deine Einschätzung! Ich bin allerdings immer mehr der Meinung, dass es an der Zeit ist Ross und Reiter zu nennen. Warum muss Deutschland drittgrößter Waffenproduzent sein? Warum wird die Waffenlobby geschützt wie eine heilige Kuh? Wenn wir wirklich so friedlich sind, dann ist es doch naheliegend, dass die Waffenlobby einen Hilfsfonds (30% der jährlichen Gewinne) einrichtet, und die Manager Flüchtlingsarbeit an Wochenenden abzuleisten haben. Nichts dergleichen passiert, weil die Politik zu Marionetten und GmbH’s verkommen sind und das Allgemeinwohl und die politische Steuerung völlig aus den Augen verloren wurde. Liebe Gruesse Melachthon

  4. 4
    Myriel says:

    Lieber Alex, liebe LeserInnen
    trotz allen Schreckens ist mein Herz gerührt von der weltweiten Anteilnahme an den Pariser Schreckensszenarien. Mein Gefühl sagt, dass wir alle ein bisschen näher zusammenrücken und Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen gerade miteinander solidarisch für unsere westlichen Werte eintreten. In meiner kleinen Heimatstadt breche ich gleich auf, zum 8. Friedensmarsch der Weltreligionen, der bei uns jedes Jahr begangen wird, gemeinsam von Muslimen, Christen, Juden, Buddisten, etc… Wir sind im Dialog, beten gemeinsam , tauschen uns aus und lernen uns besser kennen und verstehen. Ich bin mir sicher, in unserer reichen westlichen Welt ist genug für alle da, die gerade zu uns kommen. Jetzt sind wir gefragt, als mutige Lichter voranzugehen und die neue Welt zu manifestieren, von der wir immer geträumt haben… Wir sind die, auf die wir immer gewartet haben!… Liebe Grüsse, Myriel

  5. 5
    Tina says:

    Ein sehr interessanter Artikel. Wie heißt es so schön,- sei nicht gegen den Krieg – sei für Frieden.

    Ich habe mir erst gestern Gedanken darüber gemacht, wenn viel mehr Menschen so wie ich sich aus der Welt der Medien ausklinken, und das Weltgeschehen nicht in ihr Leben lassen, ob dann der terror eines Tages verschwindet weil er keine Beachtung mehr findet. Ich selber habe von dem anschlag nichts mitbekommen. Ich habe kein Fernsehen und Radio habe ich zu der Zeit auch nicht gehört. Auch sind Facebook und co mir fremd geworden. Ich war unwissend und ganz ehrlich,- ich war frei von Sorgen und Ängsten die durch solche Meldungen hervor gerufen werden. Erst Tage nach dem anschlag erhielt ich einen Anruf aus Amerika! und mir wurde gesagt wie furchtbar es sei was da in meinem Nachbarland passiert sei. Ich war verblüfft wie einfach es war den terror einfach aus seinem Leben fern zu halten indem man ihm keine Energie sendet.

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