Das Bedingungslose Grundeinkommen aus spiritueller Sicht

15 Apr 2016 Von Kommentare: 32 Arbeitsmarkt 2030, Visionäre, Zeitgeschehen

Alte geheimnisvolle Fabrik

1000 Euro im Monat soll in Deutschland jeder Mensch bekommen, egal wie alt, ob angestellt oder arbeitslos – dafür fallen alle bisherigen staatlichen Zuschüsse wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld weg. Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten sowie Sterbende, berichten einhellig, dass sie in ihrem bisherigen Leben gerne vor allem mehr Mut und mehr Zeit gehabt hätten. Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) würde dies ermöglichen. Ein beschwerdefreieres Leben mit mehr kreativen und schöpferischen Möglichkeiten. Im Juni 2016 stimmen die Schweizer über das Bedingungslose Grundeinkommen ab und mit Finnland und den Niederlanden laufen bald die ersten Experimente in EU-Staaten an. In einer Kleinstadt in Kanada wurde es bereits in den 70er Jahren zu Testzwecken Realität – mit großem Erfolg.

Unsere positiven Visionen und Wünsche, oder zumindest das, was wir in unserem begrenzten menschlichen Fokus als positiv erachten, können sich erst dann im Außen manifestieren, wenn wir unser Inneres verändern und auf Bewertungen verzichten, die das alte System verurteilen. Das Bedingungslose Grundeinkommen kann man also an der Oberfläche als ein neues Arbeits- und Sozialmodell betrachten, da es die innere Veränderung vieler Individuen widerspiegelt, die einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr freien Entscheidungsmöglichkeiten herbeisehnen, was mehr Lebensqualität bedeutet. Mehr Lebensqualität zu haben heißt mehr Zeit für mehr bewusste Freude und bewusste Liebe im Leben, wodurch wir eines Tages am Ende unseres kostbaren Lebens vielleicht mit mehr Zufriedenheit auf unser Leben zurückblicken dürfen.

Was Menschen am Ende ihres Lebens vermissen

Menschen, die ein Nahtoderlebnis hatten, berichten von den ähnlichen Botschaften und Erkenntnissen beim Verlassen ihres physischen Körpers. Neben den individuellen Aufgaben, die es für sie als Mensch zur lernen gibt, haben die Aussagen zwei weitere große Gemeinsamkeiten: Die Lichtwesen, denen sie begegneten, betonten, dass es von großer Wichtigkeit ist, andere Menschen lieben zu lernen und Wissen zu erwerben (1*). Fragt man Sterbende, was sie am Ende ihres Lebens am meisten bereuen, wie die Palliativpflegerin und Autorin Bronnie Ware in ihrem Buch 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden (*2) berichtet, so waren die meisten Antworten in folgender Reihenfolge: „nicht den Mut gehabt zu haben sein eigenes Leben zu leben, zu viel gearbeitet zu haben, sich nicht getraut zu haben Gefühle zu zeigen, zu wenig Kontakte zu den Freunden und sich nicht viel Freude gegönnt zu haben. Liest man all diese Antworten aufmerksam durch, so kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis, welche zwei kostbaren Dinge den Menschen in ihren Leben am meisten fehlt:

Nahtoderfahrung„Zeit und Mut“

Mut ist die Abwesenheit von Angst. Angst haben die Menschen in der heutigen Zeit nicht mehr vor wilden Tieren oder Überfällen, wie es vor vielen Hundert Jahren noch der Fall war, sondern von den vielen Abhängigkeiten, denen sie sich meist unbewusst hingeben. Das Reptiliengehirn, ein Relikt aus der Urzeit, ist weiterhin aktiv und wird von den modernen Gegebenheiten in unserer Zivilisation weitaus mehr angetriggert, als uns lieb sein sollte. Der permanente Zustand von Stress, Nervosität, Sorge und Angst führt durch den stressigen leistungsgeprägten Arbeitsalltag und zusätzlichen Druck in der Familie zu vielen Problemen bis hin zu Burnout. Die meisten Menschen dienen aus Angst lieber dem System und gehen dem 40-Stunden-Job nicht aus tiefer Überzeugung nach, dieser dient lediglich der Finanzierung ihres Lebens. Sie dienen anderen, anstatt ihrem eigenen Herzen zu folgen, was nicht nur gesünder wäre, sondern vielmehr Lebensfreude erzeugen würde. Die finanziellen Verpflichtungen erlauben es kaum, das Leben zu leben, das man sich von Herzen gerne erträumen würde.

Man stelle sich eine Gesellschaft vor, in der die Menschen das machen, was sie gerne tun würden, aus freien Stücken heraus. Dann „darf“ man arbeiten, aber man „muss“ nicht unbedingt arbeiten. Das ist ein großer Unterschied. Das bei dem Thema weitverbreitete Gegenargument, das die Menschen faul werden würden ist auf der spirituellen Ebene nicht nachvollziehbar. Der Urinstinkt eines jeden Menschen möchte etwas erschaffen. Dazu sind wir auf der Erde. Der Mensch ist im Kleinen, und zusammen im großen Ganzen, Co-Schöpfer des eigenen Lebens und Co-Schöpfer des Universums. Das Universum und die göttliche Natur streben danach, sich auszudehnen. Der Mensch ist von Natur aus neugierig, wissbegierig und zu Recht auch stolz, wenn er auf seine erschaffenen Abeiten, Ideen, Projekte, Erfindungen oder Kunstwerke zurückblicken kann.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist die Antwort auf Burnout und Sinnkrise

Ruhe und Stille macht die Menschen kreativ. Lärm, Hektik und Stress macht stumpfsinnig und dumm, Leistungsdruck krank. Die Kleinstadt Dauphin in Kanada verzeichnete während der Testphase des Bedingungslosen Grundeinkommens in den 70er Jahren übrigens nicht nur einen Rückgang der Krankenhausaufenthalte um 8,5 Prozent, sondern auch ein Absinken der Scheidungsraten (*3). Die Initiative für das Bedingungslosen Grundeinkommen ist ein Teilaspekt auf der wirtschaftlichen Ebene und spiegelt das kollektive Erwachen der Menschen einer Zeit wider, in der sich alles verändert, weil der Mensch in seine Schöpferkraft zurückfindet. Auch wenn es vielleicht noch einige Jahre dauern wird, bis das BGE genügend Unterstützer in der breiten Masse gefunden hat, so sehen wir die ersten Anzeichen einer gravierenden Veränderung unserer Gesellschaft. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist die Antwort auf Burnout und Sinnkrise, in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen die Frage stellen, was wirklich wichtig ist im Leben. Das Bedingungslose Grundeinkommen ist das kollektive Bestreben einer Gesellschaft nach mehr Freiheit, Gleichheit, Selbstbestimmung und Vielfalt.

„Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten. Konfuzius“

Finanzierbarkeit?

Ökonomen freilich werfen viele Gegenargumente ins Feld, vor allem nach der Frage der Finanzierbarkeit. In allen Zeitepochen sehen wir, dass zunächst alles Neue bekämpft wird, da Neues meistens Angst macht, weil es das Weltbild und die eigene Persönlichkeit in Frage stellt, die man seit vielen Jahrzehnten glaubt, zu sein. Sich dem Neuen zu öffnen und neue Konzepte zuzulassen, ist ein Schritt ins Erwachen. Götz Werner, der deutsche Pionier der BGE-Initiative, sagte im Jahr 2010 zum Thema Finanzierbarkeit:

Das Finanzierungsproblem stellt sich nicht. Wir alle leben nicht vom Geld, sondern von Gütern. Die richtige Frage lautet daher: Ist die Gesellschaft in der Lage, so viele Güter und Dienstleistungen zustande zu bringen, dass 82 Millionen Menschen in der Größenordnung von mindestens 1000 Euro davon leben können. Da ist die Antwort – bei einem Bruttosozialprodukt von 2500 Milliarden und Konsumausgaben von 1800 Milliarden Euro – eindeutig ja. Götz Werner auf die Frage, woher das Geld (ca. 1 Billion Euro) kommen soll. (*4)

Dabei stehen die althergebrachten Arbeitsmodelle ohnehin vor einem gravierendem Wandel, da sämtliche Arbeitsprozesse seit einigen Jahrzehnten automatisiert und digitalisiert werden und die Geschwindigkeit der entsprechenden Technologien immer schneller voranschreitet. So gibt es zweifellos immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen. Die Rentensysteme sind überfordert und die neueste Studie besagt sogar, dass ab dem Jahr 2030 jedem zweiten Deutschen „Neurentner“ die Armut droht (*5). So werden Gesellschaft und Politik auch in Deutschland in naher Zukunft nicht daran vorbeikommen, das Bedingungslose Grundeinkommen zu diskutieren.

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com

Quellen und weitere Infos:
(*1) Ihr seid Lichtwesen: Ursprung und Geschichte des Menschen.
(*2) 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden
(*3) http://www.n-tv.de/panorama/Dauphin-war-die-Stadt-ohne-Armut-article15287556.html
(*4) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-und-hartz-iv/dm-gruender-goetz-werner-1000-euro-fuer-jeden-machen-die-menschen-frei-1623224.html
(*5) https://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html
http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/
https://www.bedingungslos.ch/de

Bilder: „Rolling ThunderEd G Flickr creative commons 2.0 (Beitragsbild „Alte Fabrik“), Fotolia.de (Bild Mitte „Nahtoderfahrung)

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32 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Silvia Silvia says:

    Schöner Artikel, lieber Alex.
    Ein Schritt in die richtige Richtung. Umdenken ist angesagt. Die Zeichen (Krankheit, Burnout, Lebensfrust, Stress, Ärger….) eigentlich offensichtlich.
    Die Abstimmung in der Schweiz wird höchst wahrscheinlich nicht positiv ausfallen. (Ich lass mich da aber sehr gerne überraschen!) Zu utopisch scheint eine solche Idee noch in den Köpfen. Doch immerhin wagt man einen Vorstoss und vielleicht regt er zum Nachdenken an. Wenn nicht für uns, dann vielleicht für die nachfolgenden Generationen. Ich werde auf alle Fälle an die „Urne“ gehen. 🙂
    Schönen Tag dir
    Silvia

  2. 2
    Emma-Katharina says:

    Sehr schön, das wünsch ich mir auch in Deutschland.
    Danke!
    Emma-Katharina

  3. 3
    Daniel says:

    Ein sehr schöner Artikel der den wesentlichen Kern für ein glückliches und sinnerfülltes Leben eines jeden Menschen auf diesem Planeten skizziert. Nur sehe ich das mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (1000€ oder egal wieviel) als sehr bedenklich an und ist meiner Meinung nach überhaupt nicht die Lösung des Problems! Solange das Leben immer noch mit diesem Zinsbasierten Sklavengeldsystem bestritten werden muss, ist das einfach nur eine Erweiterung (Reperaturbetrieb) des längst ausgedienten Finanzsystems, welches auf Ausbeutung und Raub des einfachen Volkes basiert zu Gunsten einer weiterhin bestehenden degenerierten und herzlosen ,,Elite“ und landen letztlich im kapitalistischen Sozialismus…. Der einzige Weg ist deshalb meiner Meinung nach, wie im Artikel schon angedeutet, dass die Waren, Güter, Innovationen und Dienstleistungen usw. selbst die einzige und neue Währung darstellen, mit einem entsprechendem neuen ,,Regierungssystem“ welches nur von Menschen bekleidet wird, die das Herz am rechten Fleck haben und keine großen Vorteile ihres Amtes genießen können und dürfen!!! also sprich eine fast ehrenamtliche Aufgabe, die ausschließlich zum Wohle des Volkes dient!!! man müsste das jetzt noch viel weiter und tiefer ausführen, aber letztendlich habt ihr bestimmt verstanden was ich meine und worauf ich hinaus möchte. Das oben beschriebene Beispiel mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, würde an sich nichts verbessern oder verändern, im Gegenteil!!! Das wäre der Tropfen auf dem heißen Stein und würde den ,,Untergang der Titanik“ nur etwas verzögern. Liebe Grüße Daniel

  4. 4
    Alex Miller Alex Miller says:

    Liebe Silvia,
    ich drücke meine Daumen für meine Schweizer Freunde! 🙂 Ihr könnt die Pioniere Europas werden.

    Lieber Daniel,
    das BGE wäre schon wesentlich mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es wäre ein kompletter Paradigmenwechsel und erst der Anfang vieler Reformen. Dazu zähle ich auch, so wie du, ein Geldsystem, dass auf Tausch basiert, sowie die Abschaffung des Zinseszinssystems und ein Verbot für den Aktienhandel mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln. Aber man kann nicht alles auf einmal „wollen“ und umsetzen. Die Zeit muss dafür einfach reif sein, und ich halte das BGE für jetzt reifer, als die von dir beschriebenen Massnahmen. Von daher wäre das BGE auf jeden Fall ein riesengroßer Schritt hin zu mehr Bürgernähe und Fairness von Seiten des Staates.

    Herzliche Grüße
    Alex

  5. 5
    Consciousness says:

    Ein Grundeinkommen würde vermutlich relativ wenig verändern. Da es bedingungslos wäre, würde es ja jeder bekommen. Da diejenigen die arbeiten, dann auch mehr Geld zur Verfügung hätten, würden vermutlich die Mieten steigen , weil die Nachfrage nach teureren Wohnungen stiege und die meisten die heut arbeiten, würden wahrscheinlich auch dann arbeiten und mit dem mehr an Geld durch mehr Konsum die Preise treiben. Die Reichen würden noch mehr einnehmen und die die heut auf der finanziell unteren Schwelle der Gesellschaft stehen, die hätten zwar mehr Geld , würden sich aber in einer Welt wiederfinden , in der auf einmal vieles so teurer geworden ist, das sich im Verhältnis zu vorher auch nichts geändert hätte. Gibt es nicht Ideen das bedingungslose Grundeinkommen durch eine Mehrwertsteuer von 50% und höher zu finanzieren? Vor allem an der inneren Einstellung ändert sich ja nichts, nur weil man auf einmal mehr Geld zum ausgeben hat, aber die Preise auch gestiegen sind.

    Überlegungen alle Sozialleistungen zu streichen und daraus dann das Grundeinkommen zu bezahlen gibt es auch. Man hat ausgerechnet, wenn alle Sozialleistungen in Deutschland gestrichen werden (Renten, Kindergeld, Arbeitslosengeld, Steuerfreibeträge, Ausbildungszuschüsse usw. ) und man würde jedem Bürger in Deutschland 1500 Euro zahlen, dann würde der Staat weniger Geld ausgeben müssen , als das jetzt der Fall ist . Allerdings gäbe es genügend Menschen die dadurch benachteiligt würden, weil sie derzeit mehr als 1500 Euro im Monat bekommen (wer eine hohe Rente hat z.b. oder Menschen mit mehreren unterschiedlichen staatl. Zuwendungen). Und es wären auch Bereiche betroffen die durch Sach-und Dienstleistungen profitieren wie z.b. der Gesundheitsbereich oder der Bereich der sozialen Dienstleistungen.

    Das Grundproblem liegt nicht in einem zuwenig an Geld , sondern an den Zinsen.

    Mehr Geld heißt mehr Konsum, wodurch die Schere zwischen arm und und reich nur noch mehr auseinander geht. Weil wir, die westlichen Länder , wir sind die Reichen. Alle. Noch mehr Handys, noch mehr Autos, noch mehr Klamotten. Außerdem sollte es nicht Sache des Staates sein, fremdes Geld zu verteilen. Soll mal jeder Verantwortung für sein eigenes Geld übernehmen können.

    Mit den Zinsen hingegen wird uns eingeredet, das das der Gewinn wäre den unser Geld erarbeitet. Noch nie, noch nirgendwo, hat Geld gearbeitet. Es waren immer Menschen die dafür arbeiteten, teilweise inzwischen für eine Schale Reis pro Tag um die Gewinne für andere zu erwirtschaften. Inzwischen ist der Druck auch in den westlichen Ländern angekommen, was die meisten merken die arbeiten gehen. Im alten Testament gibt es ein Zinsverbot, im Koran ebenso und im frühen Judentum ebenso.

    Die EZB hat kürzlich den Leitzins auf Null Prozent gesenkt, für Geschäftsbanken gibt es sogar inzwischen Strafzinsen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch Privatsparer einen Negativzins für ihr Guthaben bekommen. Die Gebühren haben die meisten Banken ja schon erhöht, damit es nicht ganz so auffällt. Und wenn man es sich mal richtig überlegt, ist es ja auch logisch, das wenn man sein Geld zur Bank trägt , das die drauf aufpassen, das man die Bank dafür bezahlt

    Allein die deutschen Bürger haben mittlerweile über 8 Billionen Euro (8.000.000.000.000 )an privaten Barvermögen auf ihren Konten. Bar. Geld was einfach nur rumliegt. Zumindest virtuell. Weltweit sind rund 200 Billionen Euro unterwegs, davon entfallen 43 % auf Private Haushalte, 26% auf Institutionelle Investoren (Fonds, Versicherungen. usw.),16 % auf Banken, 6% auf Unternehmen (Nicht-Banken), 6% auf Zentralbanken, 2% auf Staatsfonds und 1% auf anderes Staatsgeld.

    Mittlerweile gibt es immer mehr Fonds die das Geld was sie von den Kunden einsammeln, immer weniger sinnvoll, also gewinnbringend anlegen können.

    Viele von denen die wissen wie es um das Geldsystem steht, vermuten das ein Crash mit Bürgerkrieg und Aufständen kommt und sorgen vor mit Gold und Immobilien und eingelagerten Lebensmitteln im Keller.

    Das Gegenteil wird der Fall sein.

    Je mehr die Zinsen unter Null rutschen um so mehr werden sowohl private Anleger als auch institutionelle Teilnehmer am Geldsystem ihr Geld wieder in Umlauf bringen. Dann gibt man doch lieber der Tischlerei um die Ecke z.b. 10.000 Euro damit die ihren Betrieb erweitern kann und bekommt dafür Rabatte auf Möbel von dort, als auf dem Konto zuzugucken, wie das Geld jeden Tag weniger wird. Und da das viele tun werden, zieht das Wirtschaftswachstum an ,die Aufträge der Betriebe werden mehr, aber auch die Konkurrenz der Betriebe wird untereinander größer (vor allem im Mittelstand), woraufhin die Preise sinken. Geld wird endlich wieder was es einmal war – einfaches Tauschmittel.

    Wenn Geld wieder Tauschmittel wird, und kein Investitionsobjekt mehr ,dann können sich alle Menschen wieder auf Augenhöhe begegnen und jeder bietet das an , was er kann…..

    Eine interessante Alternative zum bestehenden Geldsystem sind schon heute die Tauschkreise die es inzwischen in jeder größeren Stadt gibt. Dort wird Dienstleistung gegen Dienstleistung getauscht und die Währung ist Zeit. Eine Stunde gegen eine Stunde.

    Noch zwei leicht verständliche Zeichentrickfilme zum Thema Geldzins:

    Fabian gib mir die Welt plus 5 Prozent:

    Wie funktioniert Geld:

  6. 6
    Sternblume says:

    An alle Teilnehmenden, bitte achtet auf Eure Gedanken und Worte, denn diese erzeugen Felder, und werden auch sofort umgesetzt, oder blockieren, dass die guten Dinge geschehen können.
    Im Bankensektor rauscht es gewaltig, und leider können wir es noch nicht sehen. Alles wird sich ändern!!!!!!! Es geht hier auch nicht um 1000 oder mehr Euros, sondern mit dem bedingungslosen Grundeinkommen werden ganz andere Mechanismen in Gang gesetzt, wovor alle sich fürchten.
    Wenn ich mich nicht mehr tagtäglich mit meinen Sorgen beschäftigen muss, dann könnte ich ja mir über etwas anderes Gedanken machen oder? Ich muss selber denken, ach wie schrecklich………Nun, die Frage, was könnte denn gravierendere Folgen haben, als ein selbstständig denkender Mensch, der alles, was hier so aufgelistet ist in Frage stellt, und eben die dringend notwendigen Schritte einleitet, für eine grundlegende Veränderung, die nicht nur den finanziellen, sondern auch den sozial, kollektiven, spirituellen Aspekt, das ein „Menschen“ würdigendes freies Leben geführt werden kann beinhaltet.
    Interessanterweise werden immer nur Ängste verbreitet, Mieten, mehr dies und das, alles nur Ausreden, jeder soll sich bitteschön fragen, was „es“ mit Ihm/Ihr machen würde, nur noch die Hälfte arbeiten, Geld in Projekte investieren, die für alle einen grossen Segen bedeuten würden, ein anderer hätte auch einen Job, der wiederum bringt neue Ideen und frischen Wind in die Firma, dies würde eine Win, Win-Situation für den der Verzichtet, der Neue, und sogar den Arbeitgeber ergeben. Denn wie wir alle wissen, sind die grössten „Bremsen“ in einer Firma diejenigen, die kommen weil sie halt „müssen“.
    Jeder, auch die Kinder werden nur noch nach ihren Talenten, Potenzialen oder Vorlieben gefördert, denn alles andere ist sowieso nur eine „Murxerei“ mit Langzeit Folgeschäden. Burn out, Sinnkrisen………..
    Ein anderer entscheidet sich für die Pflege seiner Eltern, und trägt kollektiv sozial zum Gemeinwohl bei, das keine Altersheime mehr gebaut werden müssen, was uns in den nächsten Jahren Milliarden kosten wird, und wir sowieso nicht mehr bezahlen können. Und es würde unseren Eltern und betagten Menschen, einen menschenwürdigen Lebensabend im Familienkreis ermöglichen. Und……. ich könnte noch eine meterlange Liste anhängen. Wir wollen einen Wechsel, und den können wir nur selbst einleiten. Wir müssen Tun,Tun,Tun eben…….UBUNTU…………..http://ubuntu.d-a-ch.info/
    Gefragt ist Mut, oder, wann hattet Ihr das letzte Mal die Gelegenheit einen Teil, oder der entscheidende Teil einer Änderung zu sein, den ersten Dominostein zu kippen, so dass alle das gesamte Kollektiv in Richtung Freiheit geht?
    Und stellt Euch einfach vor, zu wissen, dass Ihr ein Teil davon wart, dazu beigetragen zu haben, dass Veränderung stattfindet. Das ist pure Freude, und genau diese Freude trägt das Kollektiv, um noch mutigere, grössere und dringend notwendige Veränderungen in Angriff zu nehmen.
    Es ist „up to you“ und nichts anderes.
    Und jetzt stehen wir zusammen und leiten den Paradigmawechsel ein!!!!!!
    Bitte lieber Alex dreh den Blog um und ermutige alle, Ihre Ideen kund zu tun, und dann wird sich auch in diese Richtung einen Dominoeffekt einstellen. Denn dies ist Schöpfen, und wir alle wollen ja eine neue, bessere, gerechte und freie Zukunft/Welt für uns alle und die noch kommen.
    Wir müssen aufhören, auf „Etwas“, das wir gerne hätten warten, dass „Wer“ kommt und uns den „Wunsch“ erfüllt. Wunschkonzert läuft bei ZDF am Samstagabend während 1,5Std.
    Schöpfen, erschaffen ist ein „Lifetime Programm“ ohne Gebrauchsanweisung. Es gibt nur eine Regel und die heisst: „ZUM HÖCHSTEN WOHL VON ALLEM WAS IST“
    Das erste heisst: Sich selbst erlauben, dies zu Denken.
    Das zweite: Sich erlauben, sich dabei gut zu fühlen.
    Das dritte: Jedem anderen auch erlauben, sein Denken und Fühlen, auch wenn es nicht meinem entspricht, zu segnen und zuzulassen.
    Und weil wir uns noch damit schwer tun, müssen wir uns gegenseitig unter- „stützen“
    Liebe, Licht und Segen haut in die Tasten, schliesst Euch zusammen und wachst über Euch hinaus, ich weiss „Wir schaffen das“ ob in der Schweiz oder in Deutschland oder sonst wo.
    Sternblume

  7. 7
    Balaram says:

    Alles schön und gut.
    Ich befürworte diesen Wandel. Jedoch möchte ich auch hinzufügen, dass ich einige Bedenken habe.
    Ich arbeite seit 15 Jahren als Pädagoge in unterschiedlichen Bereichen der Berufsförderung und Integration sozialschwacher und minderbemittelter Menschen.
    Ich kenne mittlerweile alle Berufszweige, die unsere gesellschaftliche Mittelschicht bedient. Arbeitsweisen und betriebliche Umfelder sind mir einschlägig bekannt.

    Nehmen wir einfach mal das Bäckerhandwerk, wo Arbeitszeiten und Entlohnung keine stark ausgeprägten Motivatoren sind.
    Industrielle Backwarenherstellung mal ausgenommen. Hier ist es noch um einiges schlimmer.

    Käme jetzt das BGE von 1000€ oder mehr, fände alleine in diesem Beschäftigungsfeld eine Berufsflucht statt.
    Es wird eine gute Zeit brauchen um dieses Handwerk wieder in eine sinngebende und freudvolle Position zu heben.
    Bis dahin sind wir dann alle aufgefordert unser täglich Brot selbst zu backen.

    Zudem kommen etliche andere Tätigkeitsfelder wo Unzufriedenheit und Frustration vorherrschend sind:
    -wer steht dann zukünftig in der Tankstelle
    -wer schneidet die Haare
    – und und und

    Ich bin zuversichtlich, dass man eine Übergangsphase überstehen kann.
    Leicht wird es nicht.
    Und mein Gefühl sagt mir, dass der Wandel mindesten eine Generationsfolge braucht.
    Bis denne.

  8. 8
    Chris says:

    Hi,

    ich seh das nicht so dramatisch.
    Vordergründig gehts doch drum unbe-SCHWER-ter zu sein. Weniger Verantwortung tragen zu müssen im außen. Eigene Belange angehen können, da weniger Druck.
    So können z.B. auch ganz andere Gemeinschaften entstehen. Wo das „Einkommen“ gesichert ist, können kleine Kommunen entstehen (kommunale Intelligenz, G.Hüther).
    Wo ich noch ein Problem sehe ist die Pflichtversicherung bei der Krankenkasse.
    Da muß dann mindestens einer versichert sein, damit sich der Rest der Familie mitversichern lassen kann. Da besteht dann noch Abhängigkeit.
    Zufriedene Menschen sind ausgeglichener. Und das speist sich dann auch ins energetische Feld ein. Gehts doch dann endlich mal nicht um den Kontostand oder nen Dispokredit wo „Schuld-en“ abbezahlt werden müssen.
    Raus aus diesem Programm fängt mit sowas an.
    Genauso daß nicht mehr soviel weggeschmissen wird. Man kann Nahrung runtergesetzt kaufen, manche containern. Genauso Sperrmüll – was man da alles an Geld spart, kann man für anderes ausgeben. @ Sternblume: schön 🙂

    liebe Grüße, Chris

  9. 9

    Das bestehende Finanzsystem ist das Kernproblem, und wer dahinter steckt wissen wir mittlerweile fast alle. Das BGE hat das Potenzial einen Wandel im Denken einzuleiten, denn, wie Sternblume so schön gesagt hat, hätten dann die Menschen mehr Zeit nachzudenken. U.a. nachzudenken über das Finanz- und Zinssezinsystem etc.

    Für mich ist das BGE nicht die Lösung aller Probleme, aber ein wichtiger Schritt hin zu einen Wandel auf der sozialen und wirtschaftlichen Ebene. Das BGE ermöglicht uns, leichter aus unseren von oben erzeugten (materiellen) Änsten auszusteigen.

    Euch allen ein schönes Wochenende
    Alex

  10. 10
    Consciousness says:

    @Sternblume

    Das eine möglichst große Freiwilligkeit für dem Menschen am besten wäre ist ja richtig. Aber das viele Menschen sich vor den dem bedingungslosen Grundeinkommen fürchten und das deshalb Ängste geschürt werden, das ist schon reichlich übertrieben.

    Wir als Menschheit stehen grad an dem Punkt an dem wir stehen. Die meisten sehen die Probleme, aber lösen können wir sie nur gemeinsam. Man muss wirklich aufpassen das nicht immer wieder neue Fronten aufgebaut werden. Rechts gegen links, arm gegen reich, Deutscher gegen Ausländer, Befürworter des Grundeinkommens gegen Gegner des Grundeinkommens.

    Ich war früher auch eher Befürworter des Grundeinkommens, dachte , ja da hab ich Summe X mehr, tolle Sache, bin ich freier zu entscheiden was und wo ich arbeite. Aber in einem so komplexen System kann man nicht einfach willkürlich an irgendeiner wichtigen Schraube drehen, ohne zu berücksichtigen was es auch für Auswirkungen noch haben kann. Wenn viele gegen ein Grundeinkommen sind (siehe vermutliches Umfrageergebnis in der Schweiz ) , dann sollte man das vielleicht auch ernst nehmen, weil normalerweise schreien ja alle hier wenn es darum geht das Geld verteilt wird.

    Was mich an den meisten Grundeinkommensmodellen stört ist vor allem das konzeptionelle. Das es eben von irgendwem zentral gesteuert wird und Menschen braucht die diese Steuerung bearbeiten. Weil alle staatlichen Lenkungen sind ja eigentlich gut gemeint, aber wir sehen ja in der Realität wie uns immer mehr die Luft abgedrückt wird, von irgendwelchen Regeln und Verordnungen und Amtspersonen die das alles überwachen.

    Völlig deiner Meinung bin ich das der Zwang vom Menschen genommen werden sollte, arbeiten zu müssen. Andernseits find ich es schon richtig das jeder sein Teil zur Gesellschaft beiträgt. Und da ist das Schlüsselwort nicht Geld, sondern Bildung. Wer heute den ganzen Tag vor der Glotze sitzt und sich diverse Realitysoaps anguckt, der wird das auch tun, wenn er mehr Geld hat. Wer heute Workaholic ist, der wird auch durch Grundeinkommen nicht weniger arbeiten.

    Meine Traumvorstellung von Gesellschaft wäre eine geldlose Gesellschaft die auf Freiwilligkeit beruht und ich glaube das würde auch funktionieren, weil die meisten sich irgendwo einbringen wollen, wenn sie dürften. Und die paar die sich nicht einbringen wollen , machen vielleicht in ein paar Jahren eine Erfindung wo auch wieder alle davon profitieren. Selbst die Jobs die angeblich niemand machen will, da gibt es sicher genügend Personen die genau diese Jobs eben doch machen würden. Der Beruf eines Müllfahrers wäre in einer geldlosen Gesellschaft bestimmt sehr respektabel, eben weil ihn die anderen nicht machen wollen und mit so einem großem LKW durch die Gegend zu fahren hat für einige sicher auch seinen Reiz.

    Der Wandel und Umbruch in dem wir uns als Menschheit befinden ist so tief und so umfassend das wir nur gemeinsam etwas tun können , damit es gut für alle wird. Mir ist das bedingungslose Grundeinkommen zum derzeitigen Zeitpunkt relativ egal und wenn es käme, würde ich es natürlich nicht ablehnen, aber es gibt andere Themen die zur Zeit für mich interessanter sind. Bewusstseinsentwicklung zum Beispiel. Oder Ideen für die Zukunft wie wir als Menschheit friedlich miteinander leben können. Oder Ufophänomene und was die für uns bedeuten könnten. Oder ob die Religionen zwar Recht haben in ihren Grundaussagen , aber diese Aussagen von den Religionsführern völlig verdreht wurden und damit die Leute von der Wahrheit sogar weggeführt haben.

    Andere wieder setzen sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein, tun dies aber auch deshalb um eine bessere Gesellschaft zu erreichen. Wir müssen aufhören gegeneinander zu kämpfen, aus seiner Sicht hat jeder Recht. Vielleicht wird es in Zukunft auch viele unterschiedliche Modelle geben die nebeneinanderher existieren. Was derzeit grad passiert , geschieht ja alles parallel und gleichzeitig.

    Und man darf ja auch nicht vergessen, das der Sturz des Menschen ins Materielle ein langer Weg war, deshalb wird der Aufstieg auch wieder einige Zeit in Anspruch nehmen. Wenn morgen das Geldsystem in einem Knall enden würde, was wohl für die meisten erfreulich wäre, würden wir deshalb nicht automatisch zu besseren Menschen werden.

    In Deutschland gibt es übrigens schon ein Grundeinkommen und das find ich gut, weil da muss nicht abgestimmt werden , es beruht alles auf Freiwilligkeit, es wird niemandem geschadet und während andere noch lange reden , hat der einfach schon mal damit angefangen. ,,Mein Grundeinkommen“ sammelt auf Spendenbasis 12000 Euro und immer wenn die voll sind, bekommt jemand der ausgelost wird, ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro überwiesen. Bedingungslos. Jeder kann spenden der das unterstützen will und jeder kann sich melden , der auch so ein Grundeinkommen haben möchte.
    https://www.mein-grundeinkommen.de/start

  11. 11
    Chris says:

    @ BewußtSein,

    diese Parallel-Gesellschaft gibts doch schon lange. Heute wird nicht mehr gefragt, obs Geld vom Amt kommt oder Nicht.
    Es arbeiten viele ehrenamtlich. Arbeit ist Arbeit.
    Es sind lediglich Denk-Muster die gelöst /gelöscht werden müssen.
    Und mal ehrlich – warum soll so manchem das Kindergeld hinterhergeschmissen werden?
    Es ist doch gerade so, daß bestimmte ihr Leben ausbreiten müssen, während viele Politiker ihre eigenen Kanäle haben – siehe Steinbrück. Das sind Verklüngelungen zwischen Politik und Wirtschaft und das „Volk“ (Steinbrück sieht sich halt als Prolet zum Volk zugehörig: er sagte mal, daß in der Politik alle Schichten vertreten sein müssen) kann da noch nich mal was gegen machen, da Politiker keine Qualitäts-Kontrolle haben. Sind also nicht „angreifbar“, nicht greif-BAR.
    D.h. Politiker wollen andere kontrollieren, sich selber eigene Rechte herausnehmen wollen. Das stinkt !!!
    Heißt, Politker werden nie ihre Konten offenlegen, brauchen ja die Grauzone für Geheimnisse. Das läßt sich erst ändern, wenn Menschen mehr Gleichgestellt sind und das fängt im Kleinem, im stillen an.
    Und dann müssen Politiker nämlich hinterherhecheln – wenn sie wo dazugehören wollen 😉

    lieben Gruß, Chris 🙂

  12. 12
    ich says:

    Macht Sinn wenn man noch das Geldsystem
    ändert und insbesonders den Zins abschaft!

  13. 13
    M says:

    Mir geht seit langem ein Gedanke durch den Kopf, nämlich wie es denn wäre wenn es gar kein Geld mehr geben würde!…
    Fast 100% der Menschen haben doch Talente, jeder auf anderem Gebiet, letztendlich ist doch alles was sinnvolle Berufe sind
    abgedeckt.
    Wenn nun jeder seine Talente und Neigungen in der Schule gefördert bekommt, (und in den Schulen nicht mehr gleichgeschaltet, ausgesiebt, dennunziert wird usw…) gibt es dann „Genies“ auf jeder Ebene.
    Wenn nun jeder seinen Beruf (Berufung) mit Liebe ausübt profitiert doch die gesamte Gesellschaft davon, mal abgesehen von den Herrschenden, denn die hätten dann das Nachsehen und keiner Kräht noch nach denen denn die können eh nichts mal abgesehen von Betrügen und Manipulieren.
    Dann gibt es keine „Jobs“ mehr, ….
    Dies könnte man noch weiter denken….

  14. 14
    Stefanie says:

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist wäre ein wichtiges Zeichen in die Wertschätzung und Achtung eines jeden Menschen finde ich. Es gibt ein tolles Projekt, die es einfach schon machen. Junge, innovative Menschen 😉
    https://www.mein-grundeinkommen.de/start
    LG Stefanie

  15. 15
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    Stefanie & Consicnous,
    die Links, die ihr gepostet habt, haben doch nichts mit dem BGE zu tun. Die sind wie eine Lotterie, man beteiligt sich mit einer „Spende“, finanziert es quasi mit, und landet automatisch im Lostopf, um ein ganzes Jahr 1000 Euro im Monat zu bekommen. Ist meiner Ansicht ja alles OK, aber es ist eben ein Gewinnspiel, kein Grundeinkommen. Das hat NICHTS mit dem Grundeinkommen zu tun, von dem ich in dem Beitrag sprach, welches gesetzlich wäre und dann für JEDEN gilt. Meiner Ansicht nach verwässern diese Links das „echte“ BGE. Aber mitmachen kann man natürlich, spricht ja nichts dagegen es mal zu versuchen.

    Gruss
    Alex

  16. 16
    Consciousness says:

    @Alex

    Ja das ausgeloste Grundeinkommen ist wie eine Art Lotterie die mit einer Art Spende finanziert wird. Es hat nichts mit dem eigentlichen Grundeinkommen zu tun. Es ist allerdings eine Möglichkeit sich überhaupt erst mal mit dem Gedanken einer Grundsicherung zu beschäftigen. Unsere Rentenversicherung oder unsere Krankenversicherung funktioniert ja ähnlich.

    Was ich vermisse ist eine wirklich gesellschaftliche Diskussion über das Thema Geld und das Thema zukünftiges Zusammenleben. Was ich vermisse ist das visionäre. Es ist vergleichbar , wie wenn jemand sich an der derzeitigen Politik stört und deswegen eine neue Partei gründet. Er wird aber das System nicht innerhalb des Systems ändern können.

    Und mit dem bedingungslosen Grundeinkommen ist es dasselbe. Es kann doch nicht richtig sein das ,dass Leute die im Monat 10.000 Euro und mehr verdienen ein Grundeinkommen bekommen, finanziert durch die Allgemeinheit. Man kann doch nicht einfach in ein System eingreifen aber übersehen das sich dadurch auch andere Dinge ändern. Und vor allem muss man über diese Dinge sprechen können und sie nicht als Angstmacherei bezeichnen oder einfach behaupten das dann alle freier sind .

    Eine Idee die viel Verwaltung braucht und die Bevölkerung spaltet kann keine gute Idee sein.

    In Finnland ist die rechts-liberale Regierung für diese Idee. Das so eine Kombination eher der Wirtschaft zugetan ist, haben wir ja in Deutschland erlebt.

    Die prominenten Unterstützer des bedingungslosen Grundeinkommens sind keine armen Menschen und die machen das vielleicht nicht nur aus reiner Menschenfreundlichkeit..Ein Grundeinkommen kann nämlich auch bedeuten das die Firmen dann gar keine soziale Verantwortung mehr übernehmen, weil hat ja jeder sein Grundeinkommen. Und wenn jeder zu essen hat und ein Dach über dem Kopf , sonst aber ist alles automatisiert, das kann doch auch nicht die Welt sein, in der wir leben wollen.

    Bis jetzt hab ich noch kein Modell eines Grundeinkommens gesehen, was mit logischer und nachvollziehbarer Finanzierung, Vorteile vor allem für die Ärmeren gebracht hätte. Und es ist doch wirklich eine Milchmädchenrechnung, einfach die Summe X die dann jeder bekäme, mit dem heutigen Stand zu vergleichen. Jemand der in Thailand wohnt kann doch auch nicht sagen , das in der Schweiz oder in Deutschland so viel verdient wird,dabei aber nicht berücksichtigen ,dass aber auch die Kosten höher sind.

    Bin sogar selbst über mich erstaunt das ich das bedingungslose Grundeinkommen grad nicht bedingungslos gut finde, aber vorher hab ich vielleicht noch nie drüber nachgedacht, was das auch bedeuten kann.

    Man sagt, reich wird man nicht , von dem Geld was man einnimmt , sondern von dem Geld was man nicht ausgibt. Kostenloser Nahverkehr, kostenlose Kinderbetreuung in Kitas, kostenloses W-Lan für alle, das wären doch auch Sachen wovon jeder profitieren würde.

    Grad in den heutigen Zeiten wo über Bargeldverbot und RFID-Chips und Weltregierung gesprochen wird, sollte man bei Dingen die mit Geld oder Computervernetzung zu tun haben, auch drüber nachdenken, welchen Vorteil das auch für andere haben könnte.
    Wenn Dinge genormt werden und gleichgemacht werden, die in irgendeiner Weise mit dem sozialen Zusammenleben zu tun haben, sollte man hellhörig werden und hinterfragen.

  17. 17
  18. 18

    @ Consciousness,
    was macht dich so wütend bei dem Thema?

    Vor 10 Jahren war das BGE visonär. Nur, weil es langsam im Mainstream ankommt, ist die Idee nicht mehr gut? Eine Veränderung kann nur eintreten, wenn es step by step geht.

    Das Finanz- und Steuersystem lässt sich nicht so ohne weiteres ändern, auch wenn es das Beste wäre. Ich sehe das BGE als einen wichtigen Mosaikstein auf dem Weg zu einem fairen Tauschsystem der Österreichischen Schule, so in etwa wie es Margrit Kennedy oder Mises vertreten bzw. vertraten. Es wird kommen, da bin ich mir sicher. Aber es kann erst kommen, wenn die Menschen das Bewusstsein dafür geschaffen haben. Das sehe ich momentan (noch) nicht.

    Und, lass die Reichen doch einfach die Reichen sein. Die interessieren mich doch gar nicht. Ich schau auf mich und wie ich aus meinem Leben das Beste machen kann. Außerdem arbeiten viele Reiche vielleicht schwer für ihr Geld (die Politiker sicher nicht…). Dann haben sie es auch verdient, dass sie „reich“ sind und von mir aus sollen sie auch die 1000 Euro bekommen. Dann geben sie es aus und es landet wieder im Wirtschaftskreislauf – früher oder später.

    Ich würde es begrüßen, wenn das Steuersystem genormt und vereinfacht werden würde. Also alles als negativ anzusehen, weil es dann genormt – aber in dem Fall vereinfacht ist entspricht, finde ich als zu einfach betrachtet. Ich würde alle Steuern abschaffen und nur noch Dienstleistungen und Waren besteuern. Somit bezahlt derjenige nur für das, was er in Anspruch nimmt, kauft, verbraucht. Wenn du den öffentlichen Nahverkehr kostenlos machst, beschweren sich die, die weiterhin Auto fahren. Wenn du Kinderbetruung kostenlos anbietest fühlen sich die Kinderlosen benachteiligt. Also die Spaltung, von der du sprachst, wirst du immer haben, weil du nie alle Menschen unter einen Hut bringen wirst. Das macht das Leben ja auch bunt und interessant – also wiederum alles andere als genormt 😉

    Es ist halt auch absehbar, dass es immer weniger Jobs geben wird, ich hab es ja angesprochen im Beitrag. Man sollte jetzt schon drüber nachdenken, was in 20 Jahren sein könnte. Mehr Maschinen, die den Menschen die Arbeit abnehmen.

    Aber warten wir doch einfach ab, was in Finnland, Holland und in der Schweiz demnächst passiert. Danach können wir uns nochmal drüber unterhalten, ok? 😉

    Herzliche Grüße
    Alex

  19. 19
    Consciousness says:

    @Alex

    Warum brauchen wir überhaupt Geld? Wenn wir über Bewusstsein sprechen , dann heißt das für mich, jeder nimmt sich nur das was er braucht und wenn es kein Geld gibt , hat er auch keine Angst das er zu wenig bekommt, weil die Bedürfnisse dann andere sind. Und jeder gibt der Gesellschaft was er kann. Wir haben genügend Menschen, genügend Ressourcen, genügend Ideen. Wir könnten uns natürlich und menschlich verhalten, weil Geld etwas künstliches ist, weil es keinen Geldbaum gibt.

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen heißt für mich, dass wir das Geldsystem noch lange so fortführen und die die heute noch aufbegehren und letztlich damit auch oft die Gesellschaft voranbringen, die sind dann ruhig gestellt. Uns wird das Einkommen überwiesen mit dem wir brav das tun können was wir tun sollen. Konsumieren. Und ein paar weltumspannende Firmen werden für unser Wohlergehen sorgen.

    Gesundheit, ein Gespräch, eine Idee, eine Umarmung, ein Lächeln, die Liebe an sich – alles kostenlos.

    Ein Sprichwort sagt, gibst du jemanden einen Fisch machst du ihn einmal satt. Lehrst du ihm das Angeln, dann wird er nie wieder hungern. Für mich ist das Grundeinkommen der Fisch und nicht die Angel. Der Mensch muss wieder lernen , dass er Geld nicht braucht, weil er alles in sich hat.

    Wie stand es mal in einem Kornkreis – Hütet euch vor den Überbringern falscher Geschenke.

    Aber das wäre eine Grundsatzdiskussion über Geld und derzeit haben wir es und da ist die Forderung nach einem Grundeinkommen ja eine logische Folge.

  20. 20
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    @ Consciousness,
    hört sich an wie ein Rückschritt in die Steinzeit. Man darf nicht vergessen, dass wir paar Dinge in unserem Leben haben, die uns hier ein angenehmes Leben ermöglichen. Wobei das Meiste Unsinn ist, da hast du Recht.

    Wäre ja schön wenn wir eines Tages alle von Licht und Liebe leben könnten, aber ich denke es dauert einfach noch ein bischen. Und bis dahin sollten wir Visionen haben, die uns weiterbringen können. Geld ist weder gut noch schlecht. Es ist Energie. Wenn ich ein schönes Produkt gemacht habe, dass mich viel Zeit und Energie gekostet hat, vielleicht auch noch viel Studium/Ausbilung/Autodiktat oder was auch immer, ist es fair, wenn derjenige, der es gebrauchen kann oder es haben möchte, mir dafür Energie gibt. Wenn er mir einen Sack Kartoffeln dafür gibt, den ich jetzt gerade brauchen kann, ist es gut und schön. Wenn nicht, ist ein Tauschgegenstad wie Geld ideal. Lassen wir das Zinsthema hier mal weg, denn, wie gesagt, das hilft nur wenigen Leuten auf der Erde.

    Da wir nun in dieser Inkarnation mit Geld konfrontiert werden gilt es, die Thematik anzunehmen und Ideen zu entwickeln, wie wir es evtl. besser machen können. Es pauschal abzukanzeln bedeutet, dass man eine Abneigung dagegen hat – vielleicht weil man zu wenig davon hat? Geld ist genauso ein Spiegel wie alles andere im Leben. Ist es vielleicht fehlende Selbstliebe oder falsche Bescheidenheit? Das ann nur jeder für sich selbst beantworten, der mit irgendetwas in dieser Richgung nicht einverstanden ist.

    Gruss
    Alex

  21. 21
    Chris says:

    @ Consciousness

    Du weißt schon daß so ein Losverfahren beeinflußbar ist. Nennst dich selber BewußtSein und spielst bzw. befürwortest Lotterie als „Aus-Wahl-Verfahren“.
    Machen ja Politiker auch – sie machen sich selber und nennen sich selbst als Auserwälte einen Namen/Platz.
    Das hat so nen Touch von SC, wo ja bestimmte Stufen erlernt werden müssen, bevor… – ja, was, bevor was?…
    Tauschen ist ne 3D-Sache, da die Bankster die Tausch-Sache verwalten. Solange nicht selber erschaffen wird, ist das so.
    Und jede/r kann selber entscheiden wie damit um-ge-GANG-en wird.
    Ich hab schon so viel geschenkt bekommen weil Leute die Sachen frei zur Verfügung rausstellen. Das geht auch nur, wenn die Sachen ge-EHRT werden.
    Wo ist die EHRE wenn jemand an einem Lostopverfahren teilnimmt? Da hab ich als Kind schon schönes gewonnen. Das Glück kommt zu einem wenn man sich EHR-LICH(t) was wünscht und das geht nur wenn man es auch ehrt. Ein lustiger Kreislauf 🙂

  22. 22

    Das bedingungslose Grundeinkommen kann nur dann erfolgreich für alle sein, wenn wir es vom bestehenden Finanz- und Wirtschaftssystem lösen. Mit OSBEEE sind wir auf dem Weg dahin. Es gibt uns seit Mai 2015 und wir entwickeln uns unter dem öffentlichen Radar immer weiter, wie es für „Graswurzelbewegungen“ so üblich ist. Das Potential einer Gesellschaft, deren Werte auf der Grundlage von Wertschätzung, Freiheit und Würde geschaffen sind, ist ungleich größer und attraktiver als die zurzeit üblichen Formen des sozialen Miteinanders. Aber darüber und auch über alle Aktivitäten und Entwicklungen unserer Genossenschaft kann sich jeder selbst ein Bild machen.

  23. 23
    Daniel says:

    Finde jeder hier hat gute Argumente und das Herz am richtigen Fleck hier in dieser Unterhaltung, es mangelt einfach an der Umsetzung, weil es wirklich schwierig ist, dieses Global festgefahrene Zinsbasierte Geldsystem, an das fast die gesamte Menschheit gebunden ist, welches nun schon sehr lange gefahren wird und wir damit von der Geburt an groß geworden sind, zu unserer inneren Einsicht und Erkenntnisse zu verändern bzw ins außen zu projizieren. In der ganzen Grundsatzdiskusion sollte man einfach auch mal in Betracht ziehen, dass die ganze Menschheit eigentlich im Überfluss leben könnte. Überlegt doch mal wieviele Billionen jedes Jahrt in Militär, Rüstung, sinnlose Pharma- und Krankheitsindustrie gesteckt wird, welches zuvor von uns allen erarbeitet wurde!!! mal abgesehen von den hunderten Milliarden von aus der Luft erzeugten Zinsen, an den sich einige wenige bereichern, die genau dieses krankhafte System erst erschaffen haben und kontrollieren…. Jetzt überlegt mal, wenn der Fokus auf Themen wie Gesundheit, Bildung, Naturnahe Landwirtschaft, neue Technologien wie freie Energie und andere sinnvolle Entwicklungen gesteckt würden und das erwirtschaftete Geld für die Voranbringung und Weiterentwicklung jeglicher Hinsicht der gesamten Menschheit, samt der Natur und Tierwelt. Wir leben in einer künstlichen Verknappung, weil wir und unsere vorherigen Generationen so erzogen und ,,verarscht“ wurden von entsprechenden Kreisen wie Kabale, Kirche, Regierungen usw.. Dabei würden wir theoretisch von heut auf morgen, übertrieben gesagt, im absoluten Überfluss leben im Einklang mit Natur und Umwelt. Die Wüste würde begrünt werden, es gäbe keinen Hunger und Durst mehr. Und die somit künstlich erzeugten flüchtenden Menschen, hätten keinen Grund mehr zu flüchten , weil sie in ihrem Geburtsort und Land glücklich wären und sich heimisch fühlen würden, wo sie sind. usw usw. Liebe Grüße Daniel

  24. 24
    Jukka says:

    OK der letzte Eintrag ist lange her, aber….
    Vorkurzem postete ich folgendes in zeit.de

    „Tiere in freier Wildbahn können es sich nicht leisten, lange nachzudenken oder zu spielen“
    Menschen, die nicht 7/24 mit dem Überleben, sprich Job, beschäftigen, fangen an nachzudenken.
    Denkende Menschen befreien sich aus der Unmündigkeit. Aus der Unmündigkeit befreite Menschen sind nicht mehr beherrschbar. Nicht mehr beherrschbare Menschen sind nicht mehr zu gebrauchen als Untertan, Bürger mit allen Pflichten und wenig Rechten, Konsumenten usw.

    Oder anders ausgedrückt: Du sollst nicht essen vom Baum der Erkenntnis –> Du sollst nicht erkennen was ich Dir antue.
    In Verbindung mit: Im Schweiße Deines Angesichtes………..

    So wird ein zivilisatorischer Schuh draus 😉

  25. 25
    Martin says:

    Tut mir Leid,

    ich kann die Euphorie für so ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht so teilen. Ich höre sogar ein wenig Undankbarkeit, Angst und eine gewisse Lebensscheu heraus. Ist es wirklich heute sooo schwierig, sich ein eigenes Geschäft auf zu bauen, oder Teil eines Unternehmens sein – das unsere Werte teilt? Haben wir gar nichts zu geben? Gar nichts, was hier und jetzt gebraucht und Wert geschätzt wird? Sind wir wirklich so arm?

    Was geschieht, wenn wir Erwachsene wie Kinder versorgen. Wird da nicht etwas wesentliches weggenommen? Eigenverantwortung?

    Unser Staatssystem honoriert ja ohnehin schon, wenn wir weniger arbeiten. Weniger Steuern, weniger Sozialabgaben. Und sehr viele Menschen könnten es sich leisten, wenn sie sich bescheiden würden. Doch wie schaut es da mit unserem Mut aus?

    Gut mancher argumentiert, dass es zu wenig Teilzeitstellen gibt. Würden diese mit einem „Bedingungslosen Grund Einkommen“ mehr oder weniger?

    Und wenn ich mir die Berichte von Sterbenden genau anschaue, bereuen sie, dass sie sich nicht mehr Zeit genommen haben. Ja, den Mut gehabt haben, sich die Zeit zu nehmen. Sind wir nicht alle mal angetreten, um unsere Ängste zu überwinden? Verantwortung für uns zu übernehmen? Trotz Schwierigkeiten den eigenen Weg zu gehen, gerade an Herausforderungen zu wachsen? Haben wir uns dazu nicht diese duale, feststoffliche Welt gewählt?

    Wie wäre es, wenn wir unseren Kindern Zeit gäben zum spielen, sich ausprobieren und selbst erfahren? Haben wir den Mut, unseren Kinder eine lockere 9 jährige Schulzeit zu erlauben? Erlauben wir unseren Kindern anstatt eines Studiums an der Uni, eine Selbsfindungs- und Erprobungszeit? Trauen wir ihnen zu, dass sie ein kleines, den eigenen Bedürfnissen gerechtes Unternehmen, auch ohne akademischen Abschluss führen können? Trauen wir es uns zu?

    Woher können wir wissen was für die „Gesellschaft“ gut ist? Wissen wir wirklich schon ganz genau, was für uns gut ist?

    Sind nicht wir die Gesellschaft? Wen können wir ändern? Ist es sicherer auf etwas zu hoffen, oder seinem Herzen zu trauen und beherzt die notwendigen Schritte zu tun?

    Wie würde eine Gesellschaft aussehen, wenn immer mehr Menschen den großen Konzernen den Rücken kehren würden, um eigenverantwortlich und vernetzt ihre Gabe zum Besten geben? In der wir auch notwendige und manchmal nicht so geliebte Arbeiten, als erdende Tätigkeiten bewusst in unser Leben mit einbauen? Wenn wir wieder lernen würden um Hilfe beim Nächsten zu bitten, um uns so auch bewusst verletzbar zu machen? Wenn wir uns mit all unserer Fehlerhaftigkeit aufeinander zu gehen trauen um feststellen wie wir, auch wenn wir mal versagen, von manchen Menschen so geliebt werden wie wir sind? Wenn wir immer mehr uns öffnen, dazulernen, für uns sorgen, zu uns stehen …, um festzustellen wie wir doch trotzdem – oder gerade deshalb in Fülle leben?

    Was würden wir dann in unserer letzten Stunde noch bereuen?

    Alles Liebe,

    Martin

  26. 26
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    @ Martin,
    aus welchen Aspekten des Artikels vernimmst du diese, wie du sagst „Undankbarkeit, Angst und eine gewisse Lebensscheu“?

    Lg
    Alex

  27. 27
    Katharina K. says:

    Ich bin für das bedingungslose Grundeinkommen + berufe mich dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das besagt, ein menschenwürdiges Leben ist mit monetären Mitteln zu ermöglichen!
    Ich weiß, welchen enormen Verwaltungsapparat das Überwachen + Kontrollieren (statt Kontrollieren lieber Motivieren) kostet.
    Diese enormen Kosten würden dann eingespart werden (Kindergeldkassen, BAföG-Ämter, Studentenwerke, Arbeitsämter, obwohl nur noch im 1. Jahr Arbeitslosengeld gezahlt wird, Auszahlungen von Krankengeld etc.)
    Wie kann es sein, dass in einer Demokratie + einem Sozialstaat soooo viel aufstockende Sozialhile gezahlt wird?
    Das bedeutet, viele Menschen können von ihrer Arbeit nicht leben! Ist das nicht ein öffentliches Förderprogramm letztendlich für Firmen + damit die Förderung des menschenfeindlichen Neoliberalismus?
    Also: Ich bin für ein bedingsloses Grundeinkommen, weil ich in meinem eigenen, wissenschaftlichen Forschungsprojekt viel Elend hinter den Kulissen der Hartz IV Empfänger*innen gesehen habe – viel Trauer, Armut, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Haltlosigkeit etc.
    Ich wünsche mir für uns alle das Schönste + Beste!!!

  28. 28
    Martin says:

    @Alex

    Ich entnehme diese Angst, Undankbarkeit und Lebenscheu nicht Deinem Artikel, sondern der Tatsache überhaupt auf die Idee für so ein bedingungsloses Grundeinkommen zu kommen.

    Aber kämpfe ruhig dafür. Ich bin glücklich in einer Welt zu leben, die mich fordert, die mir meine Schwachstellen spiegelt und es belohnt, wenn ich mit meinen Gaben zum besten gebe. Auch wenn viele es nicht war haben wollen: Leid kann manchmal das Beste sein, das uns widerfährt.

    LG Martin

  29. 29
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    Lieber Martin,
    danke für deine Wahrnehmung. Ich kämpfe nicht, für nichts und für niemanden. Kampf ist alte Enegie, es ist jetzt Zeit für Neues, für eine Energie, die ohne Leid auskommt – um auf deine Aussage zurück zu kommen. Was nicht bedeutet, dass wir nicht die eine oder andere Blockade überwinden müssen, um Heilung zu erfahren. Was durchaus „Geburtsschmerzen“ verursachen kann.

    Ich teile eben auch nur meine Wahrnehmung, mit anderen Menschen. Möge jeder sich seine eigene Sichtweise bilden und mitteilen. Wenn wir viele verschiedene Sichtweisen haben und uns austauschen ist Heilung möglich. Auch, wenn jeder bei sich selbst anfängt, seinen eigenen Weg zu gehen. Ob dieser dann im Kollektiv mit dem BGE übergangsweise geschieht, oder nicht, ist dann völlig unerheblich.

    Herzliche Grüße
    Alex

  30. 30
    Martin says:

    Danke lieber Alex, Ja.

    Alles Liebe, Frohe, Nährende, Takt- und Kraftvolle,
    Martin

  31. 31

    „Aufstieg und Verfall ganzer Kulturepochen stehen in engsten Beziehungen zu ihrem jeweiligen Geldwesen. Es mangelt durchaus nicht an geschichtlichen Beweisen, dass z. B. das römische Weltreich in erster Linie an den Mängeln seines Geldwesens zugrunde ging.
    Um die Macht und den ungeheuren Einfluss des Geldwesens auf die jeweilige Kulturgestaltung zu verstehen, müssen wir bedenken, dass das Geld die Voraussetzung der Arbeitsteilung und somit auch unserer hochentwickelten Technik ist. Wir müssen uns darüber klar sein, dass der größte Teil unserer heutigen Kulturvölker wiederum nur der Arbeitsteilung und der durch sie ermöglichten hohen Technik der Produktion und des Verkehrs überhaupt die Daseinsmöglichkeit verdankt. Ohne die Arbeitsteilung könnte z. B. das heutige Europa kaum den zehnten Teil seiner Bevölkerung ernähren, und auch dieser Rest würde nur ein kümmerliches und elendes Dasein gleich Wilden führen können. Denken wir uns also das Geldwesen und somit die Arbeitsteilung und die auf ihr beruhende hochentwickelte Technik hinweg, so wäre eine Katastrophe vorauszusehen, wie sie die Welt kaum jemals gesehen hat, und wenige Jahrzehnte würden bestimmt genügen, um die Überreste einst stolzer Kulturvölker um Jahrtausende zurück in die Barbarei zu schleudern.
    Die so hochentwickelte Arbeitsteilung beruht eben nur auf der Austauschmöglichkeit der Waren, Produkte und Leistungen. Und diesen millionenfach verschlungenen Austausch vermittelt einzig und allein das Geld! In der Urproduktion, wo jedermann alle Dinge, die er für sein primitives Leben gebrauchte, selbst herstellte und auch selbst verbrauchte, bedurfte es keines Geldes. Aber bereits bei den ersten Kulturanfängen stoßen wir auch sofort auf irgendein mehr oder weniger entwickeltes Geldwesen, welches allerdings je nach Land und Leuten verschieden war.“

    Georg Blumenthal (aus „Die Befreiung von der Geld- und Zinsherrschaft“, 1916)

    Ein ganzes Jahrhundert später hat die halbwegs zivilisierte Menschheit noch immer keine Ahnung vom elementaren Fehler im „Geld, wie es (noch) ist“ (Zinsgeld) und keinerlei Vorstellung vom fehlerfreien „Geld, wie es sein soll“ (Freigeld). Dabei sind alle Zivilisationsprobleme, die sich überhaupt thematisieren lassen, auf das seit jeher fehlerhafte und gänzlich unreflektiert aus der Antike übernommene Geld zurückzuführen.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2016/09/die-bedeutung-des-geldes.html

  32. 32

    Lieber Alex,
    du sprichst mir aus der Seele. Vielen herzlichen Dank für diesen Blog-Beitrag.
    Herzliche Grüße
    Verena Nedden
    ________________
    Stell dir vor, es ist Einkommen, und alle haben es!

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