Nach Organspende: „Ich erlebe in mir die Gegenwart eines anderen Wesens“

26 Jun 2016 Von Kommentare: 9 Medien, Spirituelle Literatur

Haben Organe ein bewusstsein

Leben mit dem eigenen Organspender:

Die Amerikanerin Claire Sylvia, eine 48-jährige Frau, erhielt eines Tages ein neues Herz und neue Lungen, beides vom selben Spender. Claire ist eine spirituelle Frau, die regelmäßig meditiert. Dadurch hat sie gelernt, sorgfältig darauf zu lauschen, was in ihrem Inneren mit ihr geschieht. Gleich nach der Transplantation nimmt sie vier Veränderungen wahr: Sie hat direkt nach der Operation das Gefühl, dass jemand anders bei ihr ist. Es fühlt sich für sie sogar so an, als würde eine zweite Seele in ihr leben. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Ich erlebe in mir die Gegenwart eines anderen Wesens.“

Veränderte Gewohnheiten

Sie merkt, dass ihre Gefühle intensiver und stärker sind als vorher, weshalb sie, anders als früher, stärker auf alles reagiert. Sie entwickelt auch andere Gewohnheiten: Als sie direkt nach der Operation gefragt wurde, wonach ihr der Sinn stünde, verlangte sie zu ihrer eigenen Verwunderung nach Bier. Und das, obwohl sie niemals Bier getrunken hatte und sich nichts daraus machte. Nun sehnte sie sich förmlich nach einem Glas Bier. Auch andere Vorlieben veränderten sich: So hatte sie beispielsweise plötzlich Lust auf Chicken-Nuggets und grüne Paprika. Vor allem Letzteres, das Verlangen nach grünen Paprikas, erschütterte sie: Sie hatte niemals Lust darauf gehabt, sondern im Gegenteil sogar einen großen Ekel davor verspürt!

Sie merkte auch, dass ihre Widerstandskräfte zugenommen hatten: Sie war viel aktiver als früher. Das hatte ihrer Meinung nach nicht nur mit der Tatsache zu tun, dass sie nun viel gesünder war. Sie war beispielsweise nach der Operation auch mit einem Male die Migräne losgeworden, unter der sie jahrelang gelitten hatte. Sie stellte fest, dass dies daher rührte, dass sie nun viel aktiver im Leben stand und mehr Kraft hatte, für sich selbst zu sorgen.

Steine aufeinander im WaldAuf der Suche nach ihrem Spender

Fünf Monate nach der Transplantation hat sie einen eindrücklichen Traum. Sie begegnet auf einer Wiese einem jungen Mann, Tim L., wie sie ihn im Traum nennt. Er ist schlank, muskulös und hat sandfarbenes Haar. Sie gehen wie gute Freunde miteinander um. Doch als sie sich verabschiedet haben und sie weggeht, läuft sie plötzlich nochmals zurück zu Tim und küsst ihn. Dann erklärt Claire:

„Und während ich ihn küsse, atme ich ihn ein. Es fühlt sich an wie der tiefste Atemzug, den ich je genommen habe – und ich weiß in diesem Moment, dass Tim und ich für immer und ewig zusammenbleiben werden.“ Als sie erwacht – noch immer ganz benommen von dem Gefühl, dass sie soeben wirklich den tiefsten Atemzug ihres Lebens genommen hat, erkennt sie plötzlich einige Dinge (sie ist bereits seit Jahren mit der Traumsymbolik vertraut):

„Tim ist mein Spender. Er und ich sind durch die Transplantation für alle Ewigkeit miteinander verbunden worden. Dieser Atemzug – Atem ist ja das Symbol für die Seele – bedeutet, dass ich das Wesen von Tim tief in mich aufgenommen habe, und dass er nun in mir weiterlebt.“

Nach diesem Traum macht sie sich auf die Suche nach ihrem Spender – nach Tim. Das ist nicht einfach, denn das Transplantationszentrum weigert sich, ihr zu sagen, wer ihr Spender ist: Diese Geheimhaltung gehört zum Standard-Procedere (und dient natürlich zugleich auch dem Schutz der Familie des Spenders). Jemand rät ihr, alte Todesanzeigen aus der Zeit um ihre Transplantation herauszusuchen – und in der Tat: Sie entdeckt auf diese Weise, wer ihr Spender ist. Es ist Tim L., der im Alter von achtzehn Jahren bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Sie nimmt mit seiner Familie Kontakt auf – die sie von diesem Moment an als ihre „Herzensfamilie“ bezeichnet. Alle Veränderungen, die sie nach der Transplantation erlebt hat, stellen sich als wahr heraus: Tim liebte Bier, grüne Paprikas, Chicken-Nuggets, war aktiv und kontaktfreudig.

Fazit

Für Claire war klar:
• Ein Organ ist nicht nur Materie (wie die heute gängige Meinung lautet), sondern er ist auch von den Geisteskräften des Menschen durchzogen, in dessen Körper es lebt.
• Man kann sogar sagen (laut Claire), dass unsere Seele in unseren Organen lebt: Unsere Organe sind beseelt.
• Diese Organe sind auch Träger unserer Erinnerungen. Sie enthalten die Zellerinnerungen des Menschen, zu dem sie gehören (oder gehört haben).

© Auszug aus dem Buch „Organspende“ von Hans Stolp mit freundlicher Genehmigung von Crotona Verlag

Beitragsbild: Fotolia_77942192 © Salome (Herz) Hintergrund und Bild Unten: Gehvoran

„Organspende“ von Hans Stolp

Ende des 20. Jahrhunderts erregte in den USA ein Fall Aufsehen, in dem eine Herzpatientin nach der Einpflanzung eines Spenderherzens von merkwürdigen Bildsequenzen gequält wurde, die immer wieder vor ihren inneren Augen auftauchten. Es stellte sich heraus, dass es Szenen aus dem Leben des Organspenders waren, der gewaltsam ums Leben gekommen war. Aufgrund der Beschreibungen der Empfängerin des Spenderherzens konnten die Mörder des Spenders verhaftet werden! Fälle wie diese legen die Annahme nahe, dass menschliche Organe auf irgendeine Weise eine Prägung erhalten, die bei ihrer Entnahme und Weiterverpflanzung offensichtlich erhalten bleibt und übertragen wird. Sollte diese Annahme zutreffen, stellen sich eine Reihe von schwerwiegenden Fragen. Hans Stolp stellt diese Fragen in seinem aufrüttelnden Buch und weist nach, dass das Thema „Organspende“ in der gesellschaftlichen Diskussion um eine Dimension ergänzt werden muss. Organspende (Hans Stolp), Crotona

9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Rohan D. says:

    Richtig, die Organe sind beseelt, weil sie einem noch lebenden Spender entnommen werden (müssen).
    Glauben Sie, dass der Spender den Vorgang, die Entnahme seiner Organe nicht mitbekommt?

    http://www.organwahn.de/

  2. 2
    Renate says:

    Es ist sehr spannend das Thema Organtransplantation nicht nur aus einem mechanistischen Weltbild (Schulmedizin) heraus anzuschauen. Es könnte gut sein, dass der oder die Spenderin, ein Seelenanteil vom Empfänger ist. Wir leben in einer Zeit, in der alle Seelenanteile zu uns zurückkommen wollen/sollen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, könnte es auch auf Seelenebene vor unserer Inkarnation abgesprochen sein.

  3. 3
    einfachnursein says:

    Ein interessanter Artikel, lieber Alex. Letztendlich habe ich ein persönliches Problem mit der „schier sicheren“ kommerziellen Vermarktung der Organe, aus diesem Grund bin ich nicht zu einem Spender-Ausweis bereit, was für mich, im Falle eines Falles, eine Nichtentnahme ausschließt, auch ohne meine besondere „Erlaubnis“.
    Persönliche Bedenken, wenn vielleicht auch unbegründet?

    Beste Grüße und eine gute Woche

  4. 4
    Brida says:

    Danke für diesen sehr wichtigen Beitrag. Ich habe das Gefühl, dass nicht nur die Organe beseelt sind, sondern dass die Seele des Spenders sich durch die Transplantation nicht entgültig ablösen kann.

  5. 5
    adlerhorst says:

    …… und jetzt denken wir mal einen Schritt dazu…. : Blutspenden geht in die gleiche Richtung – die DNA dieser “ Blutspender “ geht genau so über in die “ Empfänger “ wie oben beschriebene Fälle der Organspenden…… – und noch was zu bedenken wäre eine Pflichtübung die in der Zukunft mit immer besserer Aufklärung gefordert werden wird : wohin geht das weltweit gespendete Blut das da täglich, stündlich auf dem ganzen Planeten gesammelt wird… ? wer hat das grösste Interesse am menschlichen Blut mit der göttlichen Lebensstruktur… in welchen Laboren versickert dieser Lebenssaft und zu welchen Zwecken…? möge sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden….

  6. 6
    Alex / Gehvoran Alex / Gehvoran says:

    @ adlerhorst,
    ich weiss nicht, ob man in diesem Zusammenhang Blut mit Organen vergleichen kann. Blut erneuert sich innerhalb von einigen Wochen von selbst komplett neu.

  7. 7
    adlerhorst says:

    @ Alex / Gehvoran
    danke für dein Feedback lieber Alex
    – das Blut ist der feinstoffliche Träger der DNA – was das bedeutet ist offensichtlich im Erfahrungsgut der Berichte im Artikel gut aufgezeigt…

  8. 8
    Irene says:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel!
    Ich beschäftige mich seit kurzem auch intensiv mit diesem Thema und bin dadurch auch auf diesen Blog gestoßen. Mich persönlich interessieren dabei vor allem die Erfahrungen, die Menschen mit einem Spenderorgan gemacht haben. In Bezug darauf habe ich auch einige interessante und bewegende Erfahrungsberichte auf meinetransplantation.at gelesen. Doch das Beispiel von Claire, hat mich bis jetzt am Meisten beführt.

    Noch einmal vielen Dank für dieses wunderbare Beispiel!

    Liebe Grüße,
    Irene

  9. 9
    Mirko Rumer says:

    Guten Tag,
    ein sehr interessanter Artikel der meine eigene Meinung und Erfahrung bekräftigt.
    Auch in der traditionellen chinesischen Medizin wird gesagt das in den Organen spezielle Seelen, bzw.Seelenanteile, „wohnen“.
    Meine eigene Erfahrung: Während eines langjährigen Aufenthalts in Mittelamerika erkrankte ich an einer lebenbedrohlichen Infektion die eine Bluttransfusion nötig machte. Kurz nach der Transfusion entwickelte ich einen Heisshunger auf scharfes Essen und auf Reis mit Bohnen(das dortige Nationalgericht), beides hatte ich vorher nie gerne gegessen.Ich vermute mal das der Blutspender ein Einheimischer war. Nach ca. 2 Wochen war dieser Heisshunger wieder vorbei.
    Jetzt kann man sich seinen Teil dazu denken…
    Viele Grüße Mirko

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