Ostern ist das germanische Fest der aufgehenden Sonne

13 Apr 2017 Von Kommentare: 2 Altes Wissen, Naturvölker

Morgensonne Ostern

Ursprünglich ist der Begriff „Ostern“ vermutlich auf altgermanischen Ursprung zurückzuführen. Ostara (Osten) ist der angelsächsische Name der teutonischen Göttin der Morgenröte und hat auch einen Bezug zur Fruchtbarkeitsgöttin der Kelten. Die Sonne geht im Osten auf, daher wird das Fest auch nach dem ersten Frühlingsmond gefeiert, wenn die Tage wieder länger werden als die Nächte. Das Licht nimmt zu, der Frühling setzt sich gegen den Winter durch, es grünt langsam überall und die Natur wird wieder fruchtbar. Dem Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage sollte auch der Schwerttanz versinnbildlichen, der an „Ostara“ getanzt wurde. Noch heute wird am Ostermontag im Chiemgau (Bayern) das jahrhundertealte Brauchtum zelebriert.

Kirchenvater Beda und die Gebürder Grimm

Ostern wird nach dem ersten Frühlingsvollmond im Gregorianischen Kalender gefeiert und fällt somit frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Von den Germanen stammt auch der Brauch der Opfergaben der Eier, die vergraben, verschenkt und gegessen wurden. Ganz beweisen lässt sich der Zusammenhang zwischen Ostara und Ostern jedoch nicht, denn der einzige „Beweis“ sind die Schriften des 674 in Northumberland geborenen Kirchenvaters Beda, aus denen hervorgeht, dass die Angelsachsen den April „Eostur-monath“ nannten und die Bezeichnung auf die heidnische Göttin Eostre zurückführten, der zu Ehren im April jene Festlichkeiten veranstaltet wurden. Die Gebrüder Grimm waren es, die diese Erkenntis später in die Neuzeit brachten.

Christentum

Wie schon Weihnachten und andere Feiertage haben sich die Christen auch das Osterfest für sich einverleibt, damit die Menschen die heidnischen Bräuche und Bedeutungen vergessen. Ostern ist das bedeutendste Fest der Christen in aller Welt und erinnert an die Auferstehung Christi. Die 40-tägige Fastenzeit geht zu Ende und mit Enthaltsamkeit darf wieder aufgehört werden. Gemäß der Heiligen Schrift wurde Jesus Christus von Gott am dritten Tag von den Toten erweckt und in der christlichen Tradition wird der Ostersonntag als der Dritte Tag definiert. Grund genug also sich auch wieder unserer germanischen Wurzeln zu besinnen, die im Gleichklang mit der Natur lebten. Heute, in einer Zeit, in der sich der Mensch immer weiter in die Stadt flüchtet, ins Künstliche, statt sich selbst bewußt zu sein. Denn wer sich an den eigenen Ursprung erinnert, im Herzen verankert ist, kann von seinen Urahnen die Kraft beziehen, die ihm jederzeit geschenkt wird.

Hierzulande freuen sich die Kinder über die Schokohasen, Eier und sonstige Schenkereien. Oder wie wär es mit einer kleinen süßen Osterüberraschung für den/die Liebste(n)?

Ich wünsche Euch ein frohes und glückliches Osterfest!
Euer Alex

Beitragsbild: Graphicstocks

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    matrixen says:

    Vielen lieben Dank Alex, das wünsche ich dir auch und packe noch was oben drauf, ich wünsche dir auch Gesundheit und viel Freude. Danke auch für deinen Artikel, dass ich noch was lernen durfte.
    LG matrixen

  2. 2
    Alex Miller Alex Miller says:

    Lieber Matrixen,
    vielen Dank! Das selbe wünsche ich dir auch 🙂

    Herzliche Grüße
    Alex

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