Schule des Lebens: Von Selbsttäuschung zur Selbstliebe

27 Mrz 2015 Von Kommentare: 15 Bewusstsein, Spiritualität

Wildnis

Meist heiraten wir viel zu früh. Und was noch viel tragischer ist, für viele ist Heiraten ein Ziel. Man will den richtigen Partner finden, um dann glücklich vereint bis in alle Ewigkeit zusammenzubleiben. Wenn man Zwanzigjährige auf der Strasse befragt wie sie in 10 Jahren leben möchten, antworten die meisten mit dem erklärten Ziel, verheiratet zu sein, Kinder zu haben und ein Haus und natürlich Geld und einen tollen Job. Woher kommt dieser fast schon universelle Wunsch, glücklich verheiratet zu sein? Da es von so vielen ein erklärtes Ziel ist, ging ich dem auf den Grund, um doch Erstaunliches festzustellen. Vorweg, auch ich verfolgte dieses Ziel einst hartnäckig und landete dort, wo ich eben landen musste. Doch dazu später.

Weil es alle tun

Wenn wir etwa im heiratsfähigen Alter sind, zumindest vom rein biologisch sinnvollstem Zeitpunkt her betrachtet, sind wir schlichtweg noch zu jung (natürlich gibt es auch Ausnahmen), um zu erkennen, dass wir einfach mal Muster nachleben. Unsere Eltern und unsere Grosseltern taten es auch, also gehört es einfach dazu, es ebenso zu tun. Oftmals schwingen dann noch ganz penetrant die Wünsche der Eltern mit, die endlich dann Enkelkinder wollen, damit sie ihrem Leben nach wie vor einen Sinn geben können, welchen sie bis dato wohl noch nicht gefunden haben.

Der richtige Partner

Wir treffen also auf den Richtigen / die Richtige und gehen die Ehe ein. Wo der Himmel am Anfang noch voller Geigen hängt, zeigt sich an gleicher Örtlichkeit plötzlich der Keller des Schreckens und die himmlische Musik verwandelt sich in elendes Katzengejammer. Und es wird ordentlich gejammert, und immer schön auf Kosten des Partners, denn man selbst ist ja schlichtweg der unfehlbare und perfekte Partner. Am Anderen, da ist so einiges nicht gut, wie konnte man dies zu Beginn bloss übersehen? Waren wir beide denn blind vor Liebe? Blind in gewisser Weise sehr wohl, denn lediglich ein Hormoncocktail lässt uns zu Beginn alles Rosa sehen, damit unsere Art erhalten werden kann. Da, und nicht nur da, funktionieren wir ziemlich simpel. Viel einschneidender aber, dass wir in so jungen Jahren noch gar nicht wissen können, wie mit einem Partner umzugehen ist, weil wir bis dahin noch gar nicht gelernt haben mit uns selbst umzugehen.

Selbstliebe

Wenn wir zu so jungen Jahren eine Ehe eingehen sind wir meist noch nicht mit der Thematik der Selbstliebe in Berührung gekommen, oder höchstens in völlig falsch verstandener Art und Weise, nämlich dass es gleichgesetzt mit egoistischer Liebe wird. In der Bibel wird dann auch noch der Spruch: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ falsch gedeutet, was dann wirklich impliziert, dass, sobald wir uns selbst lieben, wir alles Egoisten sind. Doch vielmehr sind wir Egoisten, wenn wir nicht, bevor wir eine Partnerschaft eingehen, gelernt haben uns selbst zu lieben. Wenn wir uns selbst gelernt haben zu lieben, sind wir randvoll gefüllt mit Liebe und können diese dann weitergeben an unseren Partner und gemäss Bibel auch an den Nächsten. Haben wir dies nicht in uns verinnerlicht, fordern wir beim Partner die Liebe ein, die uns so schmerzlich fehlt.

LichtstrahlDas geht so lange gut, wie der Partner uns diese Liebe geben kann, vielleicht sogar bis zu seiner Selbstaufgabe, doch wenn der Liebesfluss versiegt, versiegt auch unsere Liebe zu ihm und wir beginnen, ihn zu beschuldigen, weil er uns den Stoff nicht mehr gibt, nach dem wir so süchtig waren. Ja, wahrlich, es werden die gleichen Botenstoffe freigesetzt, wie bei einem Drogenabhängigen. Es kommt, wie es kommen muss, man ent-liebt sich, weil bei beiden keine Eigenreserven vorhanden sind. Es kommt zum Bruch, und nicht selten zu einem heftigen und hässlichen. Dem Anderen wird die ganze Schuld zugeschoben, denn bei sich selbst findet man ja keine eigenen Fehler, man selbst ist ja ohnehin unfehlbar.

Trennung als Chance

Den Rosenkrieg erst hinter sich gebracht, kann man sich nun bereits in die nächste Partnerschaft stürzen und das gleiche Spiel von vorn beginnen. Am Anfang alles Rosa, dann Katzengejammer, dann Entzugserscheinungen und der unschöne Bruch. Im Schnitt spulen wir unser Leben lang dieses Szenario bis zu 10x ab, bis vielleicht irgendwann einmal der Groschen fällt. Könnten doch wir mehr mit der Trennung zu tun haben, als uns lieb ist? Mit diesen Erstgedanken legen wir den Grundstein für eine künftig anders verlaufende Partnerschaft. Sobald wir anfangen bei uns selbst nach der Ursache zu suchen, den Fehlern, öffnen wir endlich das Tor zu unserem seit Jahren gut verschlossenen Herzen. Nun sind wir ganz sachte bereit, uns selbst die Liebe zu geben, die wir von jedem Partner fast neurotisch eingefordert hatten. Wir bemerken unser inneres Kind, dass schon lange nach Liebe schreit und wir dürfen es nun eigenverantwortlich in unsere Arme schliessen und ihm all dies geben, was unsere Eltern vielleicht aus ganz bestimmten und individuellen Gründen nicht imstande gewesen sind. Alsbald werden wir merken, dass wir auch glücklich ohne einen Partner sein können und wir unsere Laune nicht mehr davon abhängig machen, ob wir von aussen geliebt und akzeptiert werden. Wir selber bestimmen, wie wir uns fühlen, ob gut oder schlecht. Und wenn wir uns mal mies fühlen, so sprechen wir mit unserem Badezimmerspiegel ;)

Göttliche Partnerschaft

Eine Scheidung kann also durchwegs auch als positiv betrachtet werden, wenn sie von Anfang an hinterfragt wird und man, statt dem Ex-Partner die Schuld zu geben, sich selbst einmal kritisch hinterfragt. Kein Partner kommt unbegründet in unser Leben, wir dürfen uns bei jedem einzelnen bedanken, denn jeder hat uns etwas mit auf den Weg gegeben, wie auch wir ihm etwas mit auf seinen Weg gegeben haben. Irgendwann wird man bereit sein für die nächste Lektion in Sachen Liebe. Dann, wenn beide gefüllt sind mit Eigenliebe, und diese vereint wird zu einem übergeordneten Dritten, was jedoch beide Individuen nicht in Frage stellen wird, da jeder Einzelne wichtig und unerlässlich für das Gelingen dieser Vereinigung ist.

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Bilder: Gehvoran.com


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