Auf Burnout mit Meditation zu reagieren ist wie eine Aspirin einzunehmen…

24 Feb 2018 Von Kommentare: 9 Meditation, Ratgeber

Meditation

Meditation ist hipp! Kaum ein Lifestyle-Magazin oder Personaltrainer kommt heute um die alte fernöstliche Methode für innere Ruhe herum. Und auch der Spitzensport hat Meditation bereits entdeckt, so bot Dortmunds Ex-Trainer Tuchel seinen Spielern zur Leistungssteigerung die Möglichkeit an, mit einem Experten Meditationstechniken zu üben. Sinn der Meditation ist jedoch vielmehr das pure Gegenteil, als die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Es ist eher ein günstiger Nebeneffekt, der sich von alleine einstellt, wenn Meditation als ergänzender Faktor angewendet wird. Alleine schon die Absicht, also aus welchen Beweggründen wir uns für irgendetwas entscheiden, beeinflusst den Fortgang – eine Erkenntnis aus der Quantenphysik, die für jeden Lebensbereich gilt.

Entscheiden wir uns für Meditation, um leistungsfähiger zu werden, bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass wir uns gerade schwach fühlen. Bevor eifrig begonnen wird, sich der Meditation zu widmen, sollte zunächst eine persönliche Bestandsaufnahme erfolgen, woher diese Schwäche resultieren könnte. Nebenbei bemerkt, darf man sich auch mal eingestehen, dass man sich schwach fühlt. Wir sind ja keine Roboter! Auch und gerade weil uns von Medien und Wirtschaftsunternehmen ein perfektes Menschenbild voller (künstlicher) Schönheit und (virtueller) Power suggeriert wird mit dem Hintergrund, dass wir ein konsumfreudiges Leben führen sollen.

Du wurdest geboren als Original, willst du sterben als Kopie?

Gerade in modernen Unternehmen wird ja momentan gerne proklamiert, dass Meditation den Stress ihrer Mitarbeiter minimieren kann. Stressgeplagte Manager und Angestellte, die sich mutmaßlich kurz vorm Burnout wähnen, nehmen nur allzu gerne jede Möglichkeit an, um durch innere Ruhe gelassener zu werden und dem stressigen Büroalltag temporär zu entfliehen – was durchaus funktionieren kann, zumindest kurz- bis mittelfristig. Aber unterm Strich ist Meditation kein Allheilmittel gegen immer größer werdenden Druck in vielen Unternehmen. Anstatt der wahren Ursachen wird in diesen Fällen durch die gut gemeinten empfohlenen Entspannungstechniken vielmehr nur das Symptom behandelt. Auf Burnout mit Meditation zu reagieren ist wie eine Aspirin einzunehmen, um Kopfschmerzen zu beseitigen, nur ohne schädliche Nebenwirkungen.

So sollte man sich in sämtlichen krisenhaften Lebenssituationen immer zunächst die Frage stellen: „Lebe ich mein Leben oder lebe ich das Leben Anderer? Arbeite ich, weil es mir Freude bereitet oder arbeite ich, um meinem Chef zu gefallen – oder NUR wegen des Geldes? Tu ich Dinge für meinen Partner, weil ich ihn liebe oder weil er es von mir erwartet – oder NUR wegen meinem „Bedürfnis“, geliebt zu werden? Was für eine Liebe ist es dann??

Frau meditiert in den Bergen bei SonnenaufgangIst man sich dem eigenen persönlichen Befinden wirklich bewusst und hat man an einigen kleineren oder auch größeren Stellschrauben hier und da gedreht, um die eigene gerade als unangenehm empfundene Lebenssituation zu ent-spannen, so kann Meditation Balsam für Körper, Geist und Seele sein und vermag selbst Heilungsprozesse zu unterstützen. Meditation sollte kein Ziel haben. Denn es gibt nichts zu erreichen, rein gar nichts. Alles, was wir meinen erreichen zu müssen, erfolgt dem Glauben an eine Illusion. Der Einzige, um den es geht, bist nur DU! Nicht aus Ego-Gründen, um rücksichtslos durch das Leben zu stolzieren, sondern aus Sanftmut und Sinnlichkeit dir selbst und deinem sozialen Umfeld gegenüber. Bevor also mit Meditation begonnen wird steht die persönliche Selbsterkenntnis im Vordergrund, dass wir für unser Leben stets selbst verantwortlich sind. Diese Erkenntnis kann nicht aus der Lektüre von Lebensratgebern oder diesem Artikel, den du gerade liest, entnommen werden, sie resultiert aus dem puren Leben. Aus dem „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen“.

Meditation hilft gegen Depressionen

Können mögliche Ursachen für Schwäche oder Unzufriedenheit weitestgehend ausgeschlossen werden und/oder liegen möglicherweise sogar depressive Verstimmungen vor, so ist Meditation tatsächlich ein sehr wirksames Mittel. Das Problem ist häufig, dass Menschen, die in einer Depression stecken, endlos grübeln und sich so unbewusst in eine Abwärtsspirale hinein bewegen. Denn das Erlebte wird immer wieder vom Verstand durchgespielt aufgrund von negativen Glaubenssätzen, die bereits jahrelang wirksam sind, aber meist nicht erkannt werden. Der Verstand jedoch wird keine Lösung finden können, denn Veränderung entsteht aus dem tiefsten Innern heraus, wenn in einer Art „Nullpunkt“ der Verstand „resetet“ wird und so die notwendigen Ressourcen für Heilung freigesetzt werden. Laut einer Studie der Universität Oxford hilft die meditative Achtsamkeitspraxis wie beispielsweise die „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBCT) von Prof. Jon Kabat-Zinn, sich in negativen Gedankenmustern und Gefühlen nicht zu verlieren, sondern sie als neutraler Beobachter wahrzunehmen. So werden Gedanken und Gefühle als neutral wahrgenommen ohne subjektive, meist schlechte (Selbst-) Bewertung.

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com

Beitragsbild „Achensee“: Fotolia.com #186310288 Urheber: Michael / Bild Mitte „Meditierende Frau“: Fotolia.com


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9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Heidemarie Arnecke says:

    Wow, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein ganz wunderbarer Artikel. Vielen Dank dafür und liebe Grüße Heidemarie

  2. 2
    Alex Alex says:

    Freut mich, liebe Heidemarie! :)

  3. 3

    Lieber Alex
    Ich kann aus vollem Herzen bestätigen was du schreibst.
    Mittlerweile stehe ich in Dauerkontakt mit meiner Quelle und führe Zwiegespräche, wie mit einem Kumpel. Meine Erkenntnisse trage ich auch nach aussen und kann fest zu meiner Wahrheit stehen.
    Heute Sage ich das ich Weis und deshalb nicht mehr zu Glauben brauche.
    Danke für deine unermüdliche Arbeit.
    Ishani Diana

  4. 4
    Shanti says:

    Lieber Alex,

    auch ich möchte mal wieder von Herzen Danke sagen für dein unermüdliches Wirken und deine schönen Texte und Grüße an Alle hier, ganz besonders auch an Walli und Matrixen, falls er hier mal wieder vorbei schaut und auch an Niko, und hoffe, dass es dir gut geht!

    Herzgruß
    Shanti

  5. 5
    Walli says:

    Halle lieber Alex, danke für deinen neuen, wieder sehr guten und interessanten Artikel. Ich danke dir für all deine Arbeit und deine Erkenntnisse, die du mit uns teilst.
    Deinen Ausführungen kann ich mich nur anschließen.
    Prof. Jon Kabat-Zinn ist ein ganz bedeutender Mann, der mit einigen anderen gemeinsam dieses Buch “ DER ACHTSAME WEG DURCH DIE DEPRESSION“ (Link s. u.) geschrieben hat. Es ist äußerst hilfreich im Umgang mit einer Depression, wie ich aus Erfahrung bei einem mir nahe stehenden Menschen weiß. Die zum Buch gehörigen 2 Audi CDs sind super gut.
    https://www.amazon.de/achtsame-durch-Depression-inkl-Audio-CDs/dp/3936855803
    X Ich möchte noch betonen, daß dies keine Aufforderung von mir ist , bei Amazon zu kaufen! Falls sich jemand dafür interessiert, kann man das Buch anschauen und im örtlichen Buchhandel, oder online sicher überall bestellen. X
    In meinem Leben hat Meditation und geführte Meditation seit Jahren einen festen Platz. Ich meditiere allein, mit meinem Mann oder auch in der Gruppe, z. B. bei Seminaren… Und immer wieder bin ich sprachlos, welche Räume sich dadurch auftun können, welche Erfahrungen ich dadurch machen darf, was mir gezeigt wird. Nicht immer, aber oft…
    Und bei den anderen Meditationen darf ich dann einfach Licht fließen lassen, mich mit den Engeln, oder der Quelle verbinden, Licht in die Welt senden…
    Oder einfach still mit meinem inneren Kind sprechen (gedanklich), mich mit meinem hohen Selbst verbinden, oder in meiner 5. HERZKAMMER Licht hereinlassen, mrin Herz öffnen, mein inneres Wissen erweitern, Zugang zu meiner Selbstheilung finden…..und und und…
    Und nicht zuletzt in die INNERE MITTE KOMMEN, FRIEDEN AUFTANKEN…
    Ohne Meditation kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Es ist für mich eine Quelle der Kraft in diesen unruhigen Zeiten des Wandels auf Mutter Erde. Ich tanke dann jedes Mal einfach auf und erlebe oft das Einssein mit ALLEM WAS IST…
    @ Shanti… Liebe Shanti, danke für deinen lieben Gruß, den ich hiermit herzlichst erwidere. So weit ich weiß, geht es Niko jetzt gut, zumindest als wir uns das letzte Mal vor ca. 2 oder 3 Wochen geschrieben haben, meinte er das…
    Ich wünsche euch allen lichtvolle und liebevolle Tage in dieser ereignisreichen und trotzdem so wunderbar einzigartigen Zeit.
    Lichtgrüße von Walli

  6. 6

    Toller Beitrag. Meditation ist tw zum Allheilmittel verkommen. Wenn es um Tiefe geht dann wird’s spannend. Doch da kneifen viele und meinen die Meditation und ein paar Yogaübungen werden es schon richten. Ich meditiere täglich seit 1997…mittlerweile frei, viele Jahre angeleitet, mit allen Höhen und Tiefen.

  7. 7
    Christian says:

    Guten Morgen Alex und alle anderen,

    Jiddu hat glaub ich mal gesagt – das einzige was dieser Welt helfen könne wäre Liebe bzw. Meditation – das Allheilmittel – jo…
    warum den nicht :) ist doch besser als wenn Chemie eingeworfen wird – mag sein das Meditation – was auch immer das sein mag – eine Technik – ein Glaube – eine Religion – missbraucht wird, aber bitte ist den jemand im Besitz „der Mediation“ – das ist es was wir Westler draus machen – es wird immer gleich in einen Himmel gehoben und was Heiliges…
    gut so – immer besser je mehr zu praktizieren beginnen – den es ist auch so, dass Meditation etwas mit einem anstellt :) – was vielleicht unterschätz wird….

    wünsche eine schönen freudvollen Tag
    Christian

  8. 8
    Alex Alex says:

    Liebe Ishani,
    das ist schön, dass du mit deiner Quelle im Dauerkontakt stehst. Dann hast du deinen lichtvollen Seelenberater ja immer bei dir ;)

    Liebe Shanti,
    gerne & danke :)

    Liebe Walli,
    freut mich. Ich finde auch, dass Meditation eine wundervolle Möglichkeit ist, sich mit sich selbst zu verbinden, und darüber hinaus mit den universellen Helfern, die sich zeigen mögen.

    Liebe Andrea,
    ja, seh ich auch so. Tiefe. Die kann schon kommen durch Meditation, aber für mich immer entscheidend die „Absicht“ hinter allem. Nur an der Oberfläche kratzen bringt auf Dauer nicht viel.

    Lieber Christian,
    Meditation ist auf jeden Fall besser als Chemie einzuwerfen, da hast du Recht. Und zum Glück hat Nestle die Rechte an Meditation noch nicht erworben ;)

    Herzliche Grüße
    Alex

  9. 9

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