Romanverfilmung „Finsteres Glück“

17 Jul 2018 Von Kommentare: 0 Filme, Medien

Ergreifende Romanverfilmung mit grandiosem Kinderdarsteller

Mit der Literaturverfilmung „Finsteres Glück“ kommt am 16. August 2018 ein Film in die deutschen Kinos, der herrlich berührt und schonungslos unter die Haut geht. Nach dem gleichnamigen Roman des Schweizer Schriftstellers Lukas Hartmann handelt das Drama von dem achtjährigen Yves, dessen Leben aufgrund eines Autounfalls seiner Familie innerhalb einer einzigen Sekunde schlagartig verändert wird. Die Psychologin Eliane Hess, die sich ihm rührend annimmt, wird im Laufe der Zeit, die sie mit Yves verbringt, mit ihrer eigenen Vergangenheit ungeschminkt konfrontiert. Wird die Wahrnehmung des Zuschauers anfangs auf eine reine Therapeut-Patient-Beziehung gelenkt, so entpuppen sich zusehends die eigenen verdrängten Schatten der Psychologin Eliane, hervorragend gespielt von Eleni Haupt. Der Schweizer Film „Finsteres Glück“ erzählt sensibel, klar und authentisch von Schicksal und Heilung, von Leben und Tod.

Es scheint, als wäre der Heilungsprozess des kleinen Yves, genial dargestellt von Noé Ricklin, auch von Eliane Hess´ Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit abhängig. Und umso mehr sie sich diesem Prozess stellen muss, desto mehr kommt sie in ihre eigene kreative und heilende Kraft, um auch zusammen mit ihren pubertierenden Töchtern ihren gemeinsamen familiären Seelenfrieden zu finden. Der Film „Finsteres Glück“ lebt von den kleinen Momenten, von Nuancen, von der Mimik der Hauptdarsteller.

Der in Schweizerdeutsch gedrehte Spielfilm „Finsteres Glück“, der in hochdeutsch untertitelt wird, ist ein kleines Meisterwerk des Understatements, das kein großes Tamtam braucht, um beim Zuschauer emotionale und inspirierende Momente auszulösen.

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com

Filminhalt

„Zuerst haben wir eine Sichel gesehen und dann nur noch eine schwarze Scheibe mit einem Strahlenglanz.“ Aufgeregt erzählt der achtjährige Yves von einer Sonnenfinsternis, als Psychologin Eliane Hess mitten in der Nacht an sein Krankenhausbett gerufen wird. Als einziger seiner Familie hat Yves einen Autounfall überlebt. Eliane ist gleichzeitig erschüttert und gebannt vom Schicksal des traumatisierten Jungen. Zwischen den beiden webt sich ein unsichtbares Band und die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem verschwimmt. Doch Yves hütet ein Geheimnis. Was passierte in der rätselhaften Unfallnacht, über die der Kleine nicht sprechen kann? Während Tante und Großmutter um das Sorgerecht für den Waisen streiten, trifft Eliane eine mutige Entscheidung.

Der Schweizer Regisseur Stefan Haupt zeigt mit seinem zwölften Film hoffnungsvoll, wie Menschen Menschen heilen. Ein ergreifendes Plädoyer für Nächstenliebe, die nicht unterscheidet zwischen Beruf und Privatleben. Überwältigend spielen Noé Ricklin und Haupts Frau, die Schauspielerin Eleni Haupt, einen traumatisierten Vollwaisen und seine beherzte Psychologin. „Finsteres Glück“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann und wurde von der Frankfurter Buchmesse für die Shortlist der besten internationalen Literaturverfilmungen ausgewählt.

Schweiz, 2016, 114 Minuten
Sprache: Schweizerdeutsch
Drehorte: Zürich und Elsass
Regie: Stefan Haupt

Kinostart in Deutschland: 16. August 2018

Trailer

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