Rauhnächte und die Wilde Jagd

20 Dez 2018 Von Kommentare: 13 Altes Wissen, Germanen und Kelten

Perchten an den Rauhnächten in Österreich

Eine wunderschöne magische und besinnliche Zeit, die sich perfekt dafür eignet, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, wünscht Euer Alex

Mit der Wiederkehr des Lichts am 21. Dezember beginnt die magischste Zeit des Jahres. In jener Nacht endet am dunkelsten Tag des Jahres die dunkle Zeit, die Tage werden dann wieder länger. Die Germanen feierten zu Ehren der Muttergöttin Huldr, oder auch bekannt als „Frau Holle, am 21. Dezember das Julfest, später wurde daraus das christliche Weihnachten. Bei Germanen und Kelten gleichermaßen war dieses Fest unter den Namen „Jul“ bzw. „Yule“ bekannt, wobei in Mitteleuropa der Begriff Wintersonnenwende gebräuchlich war. Gleich anschließend beginnen die zwölf Rauhnächte, ein Brauch, der in einigen österreichischen und süddeutschen Gegenden noch immer gepflegt wird. Ja nach Gegend wird ihr Beginn unterschiedlich ausgelegt, sie beginnen ab dem 21. (dann ohne die christlichen Feiertage) oder ab 24. Dezember und enden mit dem Perchtenbrauch in der Nacht vom 5. auf 6. Januar.

Die Weiße Göttin Huldr reitet in den Rauhnächten, halb fliegend, mit ihrem Schimmel über das Land, um es befruchtbar zu machen. Dort, wo ihr Roß den Boden berührt, wird der Erdgrund aufgeworfen und kann zum Hort einer späteren Saat werden. Bezeichnenderweise bedeutet ihr Name Huldr die Huldvolle; alles Huldvolle leitet sich von ihr her. Alexander A. Gronau / Bibliothe Nemeton

Räuchern zum Schutz von Haus und Hof

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und so hat man besonders großen Respekt vor den dunklen Wesen, die sich gerade in dieser Zeit recht gerne unter die Menschen mischen. Denn während der Rauhnächte ist der Übergang von der materiellen zur geistigen Welt fließend. Und so sagt man, die bösen Geister und Hexen hätten „zwischen den Jahren“ besondere Mächte, und man müsse besonders acht- und sorgsam im Alltag sein. Daher auch der Brauch des Räucherns, um mit verschiedenen Kräutern wie beispielsweise Mistel, Eisenkraut, Lorbeer, Schafgarbe, Beifuss, Holunderholz, Fichtenharz, Weihrauch, Weidenholz, Wacholderbeeren, Eibennadeln, Engelwurzwurzeln und Kiefernzapfen Haus und Hof vor unliebsamen Besuchern zu schützen. Auch heute noch ist das Räuchern weit verbreitet und erfreut sich um Weihnachten herum großer Beliebtheit.

Perchten in Österreich traditionell

Die Rauhnächte beziehen sich nicht nur auf die zwölf Nächte an sich, sondern beziehen sich jeweils auf den ganzen Tag. Sie werden deshalb als Nächte bezeichnet, weil sie sich nach dem keltischen Jahreskreis in der Nacht des Jahres befinden. Symbolisch repräsentieren die zwölf Nächte und Tage die zwölf Monate des kommenden Jahres. Je nachdem „wie“ diese Tage dahineilen, kann man den Verlauf des kommenden Jahres in den entsprechenden Monaten für sich selbst deuten. Ist es zuhause oder außerhalb etwa friedlich und harmonisch oder gibt es Verstrickungen oder Streit. Alle Details, selbst wie das Essen schmeckt und welches Wetter herrscht, sind von Bedeutung. Für unsere Vorfahren waren die Rauhnächte eine heilige, ernst zu nehmende Zeit. Überhaupt sind die Rauhnächte eine Zeit, die sich perfekt dazu eignet bewusst in die Stille zu gehen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.

Abschluss der Rauhnächte: Schaurige Perchten

Den Abschluss der Rauhnächte bilden die Perchten. Mit Masken Verkleidete und Lärmende geistern in der Nacht zum 6. Januar wild über das Land und vertreiben die bösen Geister, damit sie im Folgejahr keinen Schaden anrichten können. Eigentlich treiben sie das Böse ja aus, haben aber so eine derbe Art gegenüber Menschen, dass sie selbst auch gefürchtet werden. Es gibt unter anderem Schiachperchten, die Hässlichen, und auch die Schönperchten. Aber auch die Schönperchten sind gruselig anzusehen. Nach einer Überlieferung treibt Perchta (nach einigen Interpretationen soll sie identisch mit „Frau Holle“ sein) mit den Perchten den Winter und die „Wilde Jagd“ ins Land. Am 6.Januar kommt sie dann mit dem großen Besen und den Schönperchten, welche wieder die längeren Tage mitbringen, und kehrt alles Unglück aus den Häusern. So fangen sie die „Wilde Jagd“ wieder ein, damit der Frühling kommen kann.

© Alex Miller / gehvoran.com

 

Vielen Dank an Joerg Bilban für die Bilder! Diese stellen Perchten dar und stammen aus dem Raum Klagenfurt und St.Veit.

 

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13 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Thorsten says:

    Wieder eine gut dargestellte, sachliche Schilderung der alten Bräuche. Viel zu viel ist schon an altdeutschen, bzw. keltischen Traditionen verloren gegangen. Oft verliert das Überlieferte zu Gunsten der Modernen.
    Ich finde, gerade in dieser viel zu schnelllebigen Zeit ist es ein schöner Anker. Man kann sich entschleunigen und sammeln.
    Danke dir für den Text.

  2. 2
    Consciousness says:

    Früher wurde Sonnenwende und Weihnachten an einem Tag gefeiert. Durch die Kalenderreform von Papst Gregor dem 13. im Jahre 1582 fallen heute Sonnenwende und Weihnachten auf zwei Tage. Der 21. Dezember wird heute noch Thomastag genannt, die erste Rauhnacht dann Thomasnacht. Dieser Thomas soll einer von den 12 Jüngern gewesen sein. Also die Kirche weiß, welcher Tag der richtige für Weihnachten wäre, sonst hätte sie ja nicht am 21. Dezember sondern am 24. Dezember mit dem zählen der angeblichen Jünger begonnen. Die Zahl 12 steht dabei für Vollständigkeit. 12 Monate sind ein Jahr oder 2 mal 12 Stunden sind ein ganzer Tag. Aus den 12 Monaten wurden dann später die 12 Jünger als Synonym. Die 12 Monate wurden eingeführt mit der Abwendung vom lunaren Kalender mit 13 Monaten, hin zur solaren Zahlweise, die aus Ägypten übernommen wurde.

    Die Sonne läuft über das Wasser, heilt Kranke, und macht Blinde sehend, weil man in der Nacht nichts sieht. Aus dem ägyptischen Sonnenkult wurde später als Allegorie der Jesuskult. Daher gibt es zwischen dem ägyptischen Himmelsgott Horus und Jesus auch viele biographische Parallelen. Es ist ein und dieselbe Geschichte die in verschiedenen Abwandlungen über tausende Jahre immer wieder neu erzählt wurde. In dieser Geschichte wurden kosmische Abläufe so versteckt, dass das Wissen darüber bis in die heutige Zeit des tiefsten Materialismus überleben würde. Jetzt geht es wieder nach oben und immer mehr Menschen verstehen was eigentlich mit den ganzen Geschichten gemeint war und wie sie entstanden sind.

  3. 3
    Inga says:

    @Consciousness:
    Vielen Dank für Deinen Kommentar. Da ich lange nicht so um die Geschichte weiß, wäre ich Dir dankbar, wenn Du vielleicht einige Quellen oder Links einstellen könntest, die ich hier abrufen kann. Dein Beitrag ist für mich äußerst interessant und ich möchte mehr dazu recherchieren. :-)
    Das mit dem Jesuskult ist äußerst spannend und ich möchte mich auch darüber gerne weiter informieren.
    Ich hoffe, Dich erreicht diese Nachricht.
    Ich wünsche Dir, lieber Alex, und auch allen Lesern dieses Blogs entspannende und erholsame Weihnachtstage.
    LG

  4. 4

    @Inga
    Mit Links und Quellen kann ich nicht so recht weiterhelfen, da ich mich viel mit diesen Themen befasse. Da googelt man mal hier oder liest da mal ein Buch oder findet in einem Text oder Kommentar etwas und steigt dabei immer mehr in ein Thema ein. Ist z.b. auch nicht so bekannt das Julius Caesar und Kleopatra die 7. einen gemeinsamen Sohn hatten und dieser, Ptolemaios der 15, der nächste Pharao in Ägypten gewesen wäre, bis der Adoptivsohn von Caesar, ihn umbringen ließ und dadurch selbst Gott und Pharao wurde. Wenn man nach der Liste der ägyptischen Pharaonen googelt, wird diese interessanterweise nahtlos mit den römischen Kaisern weitergeführt.

    Die Hinwendung zur Sonne hat Julius Caesar aus Ägypten ins römische Reich mitgebracht und mit der julianischen Kalenderreform den Sonnenkalender eingeführt. Damit kommt man ins alte Ägypten, woran haben die denn geglaubt, was hatten die denn für ein Wissen und was war denn vor der ägyptischen Zivilisation. Die haben in Ägypten auch schon bildliche Geschichten mit spirituellen Motiven erzählt und der Sonnenkalender wurde zwar aus Ägypten eingeführt, aber auch die Römer vor Caesar beteten die Sonne schon an in Form des Sonnengottes Sol Indiges. Diese bildlichen Geschichten und die Sonne als gedanklicher Mittelpunkt wurden einfach nochmal neu als Geschichte zusammengeführt.

  5. 5
    Kleinschorschi says:

    @ Conscouissness
    Mit dem Intellekt kann man das Ganze nicht erfassen. „die Saat, die auf Felsen fällt“… Felsen, Stein, damit ist unser Kopf, der Verstand gemeint. Noch nie kam jemand mit grossen Erklärungen weit, wenn es darum ging, diese Geschichte um Buddha, Jesus, Krishna etc. zu erklären. Es sind allesamt Gleichnisse, die es mit dem Herzen zu verstehen gilt. Man muss nichts wissen, aber alles fühlen.
    Wieso sollte es Jesus, Buddha oder Krishna nicht gegeben haben? Dich gibt es doch auch? Und wäre es nicht wunderbar, wenn deine Erkenntnisse, welche du hier kundtust, jahrtausende überleben würden?
    Es ist doch hundewurst, ob es ihn gab – die Botschaft ist der Schlüssel. Und diese kann man nur mit dem Herzen erfassen. Der Kopf ist da nur im Weg. Auf felsigem Boden gedeiht nichts oder nur unsicher. Grüss dich lieb. Happy Yule.

  6. 6
    Consciousness says:

    @ Kleinschorschi
    Es sind immer die gleichen Reden. Man kann das nicht mit dem Intellekt erfassen. Glaubet und betet, denkt nicht nach und hinterfragt nicht. Es soll also angeblich keinen Jesus gegeben haben, ja um was es ja auch geht ist das Evangelium, die frohe Botschaft. Die ganz schlauen gehen hin und wollen herausgefunden haben, das Jesus im Sommer geboren sein soll, weil da Lämmer und Schafe auf der Weide waren.

    Und dann kommt natürlich die Sache mit dem Herzen, wenn man mit Argumenten nicht mehr weiterkommt, das natürlich immer demjenigen abgesprochen wird, der die Religion in Zweifel zieht. Gerade das Christentum hat die allerschlimmsten Gräueltaten begangen und ist immer noch nicht fertig damit. Wer heutzutage hingeht und von Gleichnissen redet, aber immer noch irgendwelche angebliche religiöse Führer zitiert, hat eben genau diese Gleichnisse nicht verstanden. Wir haben Krieg auf der ganzen Welt, um die 90 Prozent der Weltbevölkerung gehören irgendeiner Religion an, wo alle eigentlich Frieden und Liebe predigen, da muss doch irgendwo ein Fehler bei der ganzen Sache sein.

    Wir haben Internet, fliegen bald mit Raumschiffen zum Mars und erkennen uns immer mehr als Spezies Mensch und müssen uns immer noch mit dem ganzen religiösen Zeug herumschlagen. Man kommt auch nicht mit Argumentationen weiter, weil die Gläubigen solche Sachen sagen, wie man muss nichts wissen, man muss nur fühlen. Aber Auto, Internet, Kühlschank, Flugzeug, Funktionswäsche, Handy wollen dann doch alle nutzen, wozu man ja schon ein Wissen braucht um so etwas herzustellen. Genau dieses Wissen haben viele gläubige Menschen nicht. Weder über geschichtliche Zusammenhänge, noch über das was wirklich in den Religionen transportiert wurde, noch über Heilmethoden. .

    Es frustriert mich zutiefst solche Posts wie den von dir zu lesen, wo es nicht mal den Versuch gibt Dinge zu hinterfragen, egal was man alles an Belegen bringt. Liebe und Herzlichkeit sind von vielen nur Lippenbekenntnisse, solange sie so weitermachen können wie bisher, und die möchte ich von dir nicht abgesprochen haben, auch wenn ich manchmal etwas deutlichere Worte gebrauche. Du kennst mich nicht, ich hab auch nicht den Eindruck das du mich hinter dem Geschriebenen erfühlst. Grad bin ich echt wütend, nicht speziell auf dich, sondern das so viele trotz besserer Erkenntnisse an den Religionen festhalten, aber mein Grundwesen ist das nicht.

    In der Bibel auf den letzten Seiten wird unsere heutige Zeit beschrieben. Da steht nicht, dass alle sich in Liebe um den Hals fallen. Sondern da steht das es vorher schon sehr heftig zugeht. Von Hungersnöten, Teuerungen und Naturkatastrophen ist die Rede. Da steht das die Menschen den Tod suchen werden und dieser vor ihnen flüchten wird, was meint, das die Menschen nicht vor sich selbst wegrennen können, wenn die Wahrheit nach oben kommt. Selbst der Fall der Kirche steht im neuen Testament, weil die, die das aufschrieben, wussten was sie taten.

    Soll jeder glauben an was er will, und wer die von dir angesprochenen Gleichnisse in seinem Leben beherzigt hat, der ist ja gut gerüstet für die Zukunft. Aber wer immer noch glaubt, dass ein erfundener Jesus kommt und ihn rettet, der wird lernen, das es um die innere Grundhaltung und um Resonanz geht.

  7. 7
    Kleinschorschi says:

    @ consciousness
    Einer von uns beiden ist zornig und füttert so grad das morphogenetische Feld. Du siehst, Religion (was du darunter verstehst) bzw. Christentum allein ist nicht Schuld an der Misere der Welt, sondern unsere Gedanken. Mit keinem Wort habe ich erwähnt, dass ich das Christentum gutheisse. Religion hat nichts mit der Kirche zu tun. Religion ist die ureigene Rückverbindung zu allem was ist. Mit deinem letzten Satz gehe ich voll und ganz mit. Einen friedvollen Abend dir.

  8. 8
    Consciousness says:

    @ Kleinschorschi
    Wieso sollte es Jesus, Buddha oder Krishna nicht gegeben haben? Deine Worte.
    Das ist genau das was ich meine. Der eine behauptet Dinge die einfach unwahr sind, der andere wird zornig darüber, dass man sich nicht darüber unterhalten kann was wahr ist, wer füttert angeblich das morphogenetische Feld? Der, der zornig ist. Und im großen läuft es genauso. Die, die diese Zustände schaffen, waschen ihre Hände in Unschuld, die, die sich gegen diese Zustände auflehnen, den haut man die Bibel oder die Gesetze um die Ohren. Aber es wird sich ändern, weil es eine absolute Verdrehung von Ursache und Wirkung ist.

  9. 9
    Kleinschorschi says:

    @consciousness
    Hm… Habe ich nun deinen Zorn erwirkt? Oder ist etwas in dir angetriggert worden? Wenn man zornig wird, finde ich es nicht angebracht, wenn man jemand anderen für seinen Zorn verantwortlich macht. Du könntest den aufsteigende Zorn auch einfach beobachten und deine Anteile daran anschauen. Aber du hast recht, unsere Welt ist aus den Fugen. Aber ich glaube, Jesus oder wer auch immer, aber bleiben wir bei Jesus, würde sich wohl wehren, wenn er mit der Kirche in Verbindung gebracht würde. Er ging den Weg des Herzens, nicht des Gesetzes. Seine Anhänger haben ihn ja verraten, gekreuzigt. Jetzt sagst du, das mit dem Kreuz ist auch nur Fake. Ja, möglich, aber das ist nicht der, Punkt. Der Punkt ist, was man aus diesen Gleichnissen für sich selbst brauchen kann.
    Zurück zum Herzen. Ich bin nicht gegen Wissen, gegen den Verstand. Aber mancherorts ist das Herz das bessere Gehirn. „Man sieht nur mit dem Herzen gut…“
    Religion, lateinisch für Rückverbindung. Und dies beinhaltet doch auch dein Grundgedanke. Verantwortung zu übernehmen. Für unser Tun, unsere Gedanken. Aber bitte kopple Jesus mal von der Kirche ab. Dann ist er einer von uns. Und er sagte nichts anderes, als dass wir in unsere Kraft kommen sollen.
    Nichts für ungut. Wollte dich nicht herausfordern. Danke für das Gespräch.

  10. 10
    Consciousness says:

    @ Kleinschorschi
    Alles was ich sagen will ist, das es einen Jesus Christus nicht gab. Da brauch ich auch keine Psychologiestunde von dir über Trigger oder was ich beobachten soll. Es gab ihn nicht! Es gibt keine Trennung von Christentum und Jesus. Er ist eine reine Erfindung.

  11. 11
    Jürgen says:

    @ Consciosness und Kleinschorschi,
    Ihr beide seid inhaltlich doch gar nicht so weit auseinander, sprecht allerdings nicht die gleiche Sprache. ;-)
    Natürlich gab es den Menschen Jesus. Und er wurde (durch den Paulinismus) mißbraucht, indem man daraus einen Christus machte … Christentum ist Judentum für die Goym …
    Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Körper, wohl wahr. Wir sollten diese Bestandteile aber nicht gegeneinander ausspielen wollen? Schon gar nicht, um etwas beweisen zu wollen. Ein jeder von uns ist etwas anders. Der eine denkt mehr, die andere fühlt mehr, es wäre doch schön, dies zusammenbringen zu können ohne sich darüber zu entzweien?
    Liebe Grüße, Jürgen

  12. 12

    Passend zur Wintersonnenweinde mein Gedicht Weihnacht:

    Weihnacht, die geweihte Nacht,
    welche jenes Licht gebracht,
    das zunächst sehr spärlich noch,
    leuchtet und dann doch
    die Menschen immer mehr erhellt,
    weil’s der Schöpfung so gefällt.

    Dieses Licht, erfüllt von Liebe,
    das bewusst macht alle Triebe,
    welche aus der Seele quellen
    und ins helle Licht sich stellen,
    soll unser Leben stets begleiten,
    und immer Freude uns bereiten.

    Diese Nacht soll uns auch zeigen
    durch der Jahreszeiten Reigen
    das immer neue Werden
    aus Leben und aus Sterben.
    Und weil das Leben nie vergeht,
    da Neues aus dem Alten strebt,
    ist im Neuen Altes auch enthalten,
    das sich anders wieder kann entfalten.

    Ich wünsche heute Groß und Klein,
    stets im Hier und Jetzt zu sein,
    zu fühlen auch der Seele Regung,
    die immer nur hat die Bestrebung,
    wie ein Blatt sich zu entfalten
    und so das Leben zu gestalten,
    dass es reich wird und auch farbig,
    wenn auch manchmal vielleicht narbig.

    Lasst von der Seele euch bewegen,
    denn sie wird nur dahin streben,
    wo das Leben ist im Fluss,
    wo bei allem ist Genuss.
    Egal, ob leicht oder ob schwer,
    der Seele Liebe kann stets mehr,
    als ihr zu denken es könnt wagen.
    Die Seele wird euch weiter tragen.

    Und lasst euch auch zur Freiheit führen
    welche ihr dann werdet spüren,
    wenn alle Ängste von euch weichen,
    die euch heute noch beschleichen.
    Wenn die Angst dann von euch fällt,
    seht ihr völlig unverstellt,
    weil frei nun ist des Geistes Blick,
    mühelos des Lebens Glück.

    Dann fühlt ihr auch die Leidenschaft,
    welche euch gibt Mut und Kraft,
    aus ganzer Überzeugung nun,
    nur die Dinge noch zu tun,
    die ihr macht von Herzen gern,
    weil Teil hat auch der Wesenskern.

    Weil ihr, frei von Sorgen nun,
    könnt in eu’rem Innern ruh’n,
    habt ihr auch den Seelenfrieden,
    den ihr anders nie könnt kriegen.

    Begeisterung euch stets begleite,
    dass diese, wie das Feuer Scheite,
    den Zweifel einfach niederbrennt,
    der euch sonst vom Leben trennt.

    Lasst leuchten hell das Licht,
    das aus eurem Innern bricht,
    denn es will nach außen dringen
    und euer Leben weiter bringen,
    dass ihr seht mit einem Mal:
    ihr könnt ganz ohne Qual
    kraftvoll schaffen Dinge nun,
    die ihr immer wolltet tun.

  13. 13
    Jan says:

    Was mich immer wieder interessiert, wenn ich solch‘ gute Artikel zum Thema lese, ist, wie bewusst sich beispielsweise die alten Germanen oder auch andere Völker dieser Zeitgeschichte waren. In welchem geografischen, evolutionären Kontext sie sich beispielsweise gesehen haben. Wisst oder ahnt Ihr zumindest, wie ich es meine?

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