Die Kraft vergessener Naturheilmittel

26 Mai 2019 Von Kommentare: 6 Ratgeber, Vom Zauber der Pflanzen und Kräuter

Cannabis

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“ sagte schon Paracelsus (1493-1541), der berühmte Schweizer Arzt, Alchemist, Mystiker und Philosoph. Während Paracelsus Bier als eine „göttliche Medizin“ bezeichnete, adelte der Lyriker Friedrich Hebbel den Wein als „edelste Verkörperung des Naturgeistes“. Konfuzius gab zu bedenken, dass „am Rausch nicht der Wein schuld ist, sondern der Trinker“. Darf Alkohol bei uns legal konsumiert werden, wurden einige andere Substanzen wie Cannabis, Petroleum oder bestimmte Kräuter verboten oder gerieten einfach in Vergessenheit, obwohl diese überaus positive Wirkungen auf die Gesundheit haben und bereits von unseren Vorfahren sehr geschätzt wurden.

Kaum bekannt ist etwa, dass Petroleum Jahrzehntelang im Deutschen Arzneimittelbuch aufgeführt wurde und als Mittel zur Entgiftung und Reinigung des Körpers allseits bekannt war, bis es in den sechziger Jahren von der Deutschen Apothekerkommission als Heilmittel gestrichen wurde. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, gab seinen Patienten Petroleum in homöopathischen Dosen als Heilmittel gegen Geschwüre. In keiner russischen Hausapotheke fehlt Petroleum als Universalhausmittel bei Magen-Darm-Leiden und rheumatischen Hüftgelenkserkrankungen. Russland ist auch das Land, in dem Terpentin gerne als Wundermittel gegen Parasiten eingenommen wird. Kennen wir Terpentin hierzulande eher nur als Lösungsmittel für Anstriche, so handelt es sich dabei um ein natürliches Produkt, dass aus Baumharz gewonnen wird.

Hildegard von Bingen war Cannabis-Pionierin

Die berühmte Naturforscherin und Heilerin Hildegard von Bingen (1098-1179) war die Pionierin der Heilkunde in Bezug zu Cannabis: Als katholische Nonne lobt sie in ihren Schriften die Heilkraft der Hanfsamen bei Magenbeschwerden und zur Wundbehandlung. Cannabis erlebt heute eine regelrechte Renaissance, und das sogar in der Medizin! Während das berauschende THC-haltige Cannabis bei uns nur illegalerweise zu beschaffen ist oder bei schwerwiegenden Krankheiten über Spezialrezepte, so gibt es mit Cannabidiol (CBD) eine THC-freie Alternative, die legal erworben werden kann. CBD Öl besitzt viele positive, gesundheitsfördernde Eigenschaften, so wirkt es unter anderem angstlösend, entzündungshemmend und fördert gesunden Schlaf. CBD-Produkte werden aus legal angebauten Nutzhanf gewonnen und dürfen nur maximal 0,2 % THC enthalten. Cannabidiol ist aus der modernen Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken.

Pflanzliche Verhütungsmittel unserer Vorfahren

KräuterKräuter wie die Frauenwurzel, das Schlangenkraut oder die Samen der Wilden Karotte wurden vor vielen hundert Jahren als pflanzliche Verhütungsmittel eingenommen. Kräuterkundige Frauen, Hebammen und Hexen hielten das nötige Wissen hierfür parat und verabreichten die natürlichen Verhütungsmittel den heidnischen Frauen, denn die Menschen damals waren durchaus sehr lebens- und lustvoll und Sex diente ihnen nicht nur der Fortpflanzung, im Gegenteil, Nachwuchs zu bekommen und diesen auch aufzuziehen war zu damaligen Zeiten nicht ganz so einfach wie heutzutage. Aufgrund der Pest im 14. Jahrhunderts und des folgenden Arbeitermangels für die Landbesitzer und der moralischen Vorstellung der katholischen Kirche wurden Verhütungsmittel verboten. Man ging unter anderem gegen all jene Menschen vor, die Verhütungsmittel einnahmen oder weitergaben. In Folge wurden zahllose Ärzte, Hebammen und Kräuterfrauen verfolgt und im schlimmsten Fall wegen ihres Teufelswerks auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Verteufel wurde auch das Bilsenkraut, dass im Mittelalter oftmals als ein Bestandteil im Bier verwendet und ebenso dem Hexenwesen zugeschrieben wurde:

Mysteriöses Bilsenkraut

»Die Hexen tranken den Absud vom Bilsenkraut und hatten jene Träume, für die sie gefoltert und hingerichtet wurden. Auch zur Hexensalbe ward es verwendet, und man benützte es zum Wettermachen und zum Geisterbeschwören. Gab es eine große Dürre, so tauchte man einen Bilsenstengel in eine Quelle und besprengte damit den sonneglühenden Sand.« (K. RITTER VON PERGER, Deutsche Pflanzensagen, Stuttgart und Oehringen, 1864, S.181)

Während Bilsenkraut in geringer Dosis berauscht und eine bewusstseinsverändernde Wirkung haben kann, aphrodisiert das mysteriöse Kraut bei mittlerer Dosis. In höheren Dosen jedoch kann es zum Tod führen! Die Pilsener-Stadt Pilsen hat ihren Namen vom Bilsenkraut. Das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 war nicht nur ein Gebot, sondern gleichzeitig ein Verbot, da ausdrücklich verboten wurde, Bilsenkraut sowie andere Kräuter als Bierzusatz zu verwenden. So sollten wir uns also lieber an Paracelsus´ Zitat orientieren, denn die Dosis macht das Gift nicht nur bei Substanzen, sondern in nahezu allen Lebensbereichen.

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com


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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Avatar Lydia Six says:

    Sehr gut, lieber Alex Miller! Ich bin voll bei Dir! Ich habe jahrelang gesehen, wie Patienten mit dem Parkinson- Syndrom gelitten haben und – das waren nicht die unitelligenten unter ihnen! – letztendlich auf Cannabis umgestiegen sind. Sie berichteten von Erleichterungen und teilweise sogar gravierenden Verbesserungen ihrer Beschwerden. Es macht die Dosis, dass ein Gift ein Gift ist! Wenn Du schon einmal einen alkoholisierten Menschen im Vollrausch – eine absolut sanktionierte Droge in unserer Gesellschaft! – erlebt hast, weisst Du, was ein Gift anrichten kann! Wir verschließen unsere Augen von dem, was die Kirche, die Obrigkeit und die Gesellschaft seit Jahrhunderten gemeint hat uns verbieten zu müssen, und dümpeln mit unserem Wissen im Sumpf der Ignoranz und Intoleranz. Die alten Kulturen sind daran zerbrochen, dass die Vorschriften der Obrigkeit, allgemein gültig manifestiert und sanktioniert, den Menschen ein gutes Leben vorenthalten und für sich beansprucht haben. Das war immer das Ende von Wohlstand und der Beginn des Niedergangs, Gehen wir alle diesen Weg immer und immer und immer? Lernen wir nichts daraus?
    Die Zeit ist anders. Wir müssen uns für neue Wege entscheiden. Alles zerfällt, zerbricht – es gibt Wahrheiten, die löngst da sind. Wir müssen es nur akzeptieren und sie wieder finden. Danke, Alex Miller, für Deinen tollen Beitrag! Ich lese gerne mehr davon!

  2. 2
    Alex Miller Alex Miller says:

    Hallo Lydia,
    gerade zu Parkinson gibt es wirklich erstaunliche Dokus auf Youtube. Leider ist noch nicht jeder Mensch bereit, sich der Natur anzuvertrauen, aber das Wissen dazu verbreitet sich wieder… und das ist gut so :)

    Herzliche Grüße
    Alex

  3. 3
    Avatar Ela says:

    Petroleum? Oder Petrolatum?

  4. 4
    Alex Miller Alex Miller says:

    Hi Ela,
    Petroleum.

    LG Alex

  5. 5
    Avatar Kath says:

    Vielen Dank für den guten Artikel, Alex! Ja, CBD-Öl ist echt Klasse, ich habe damit meine Schlaflosigkeit therapiert.
    Konnte jahrelang nicht mehr durchschlafen, spätestens um 2 Uhr war ich wach und habe mich nur noch von einer Seite auf die andere gedreht. Was auch noch sehr gut ist: Safran! Safran wirkt extrem angstlösend und antidepressiv und man kommt wieder zu gutem Schlaf! Es gibt auch bereits etliche Studien aus dem Iran und USA. Leider wird es hier bei uns in Europa garnicht so publik gemacht. So wirkt Safran, über 4-6 Monate täglich eingenommen wie ein mittelstarkes Antidepressivum, aber ohne die lästigen Nebenwirkungen…..
    LG Kath

  6. 6
    Alex Miller Alex Miller says:

    Hi Kath,
    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen mit CBD-Öl und dem Tipp mit Safran. Safran ist ja bei den Arabern seit jeher ein sehr wichtiges Gewürz. Dass es diese beschriebenen Eigenschaften hat, wusste ich gar nicht. Ich vermute, es ist relativ teuer?

    Herzliche Grüße
    Alex

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