Reflektion 2019: Was hast DU getan

22 Dez 2019 Von Kommentare: 6 Bewusstsein, Spiritualität

Die Zeit zwischen den Jahren, die heute zur Wintersonnenwende mit der Wiederkehr des Lichts ihren Anfang nimmt, eignet sich hervorragend, um das zu Ende gehende Jahr Revue passieren zu lassen. Nicht nur um Situationen zu hinterfragen, die wir als unangenehm wahr genommen haben, was diese mit uns machen oder gemacht haben und wie es dazu kam. Auch Ereignisse, die uns ein Lächeln in Gesicht zauberten, uns ein Schmunzeln abringten, unsere kindliche Verspieltheit aufblitzen ließ oder unsere Kreativität zutage brachten, dürfen wir in diesen Tagen besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen und beobachten, wie gut uns dies tat. Der Fokus unserer persönlichen Reflektion am Ende eines Jahres kann aber auch auf möglichen Ent-wicklungen liegen, auf die wir stolz sein dürfen, weil sie auf unsere eigene Energie, Kraft und Disziplin zurückzuführen sind und wir aktiv zum Co-Schöpfer unserer Realität wurden. Was wir zweifelsohne ja ohnehin permanent durch unsere Gedanken, Worte, Gefühle und Taten sind.

Den Allerwertesten hochbekommen

Stolz und Disziplin sind zwei Eigenschaften, die im spirituellen Umfeld gerne unter den Teppich gekehrt werden (fehlt nur noch das Ego…). Ich mag das Wort Disziplin auch nicht sonderlich, weil es mit Arbeit verbunden ist, mit Beherrschung, Ausdauer und Leistung. Vielleicht sind auch gewisse Glaubenssätze, die sich seit unserer Kindheit in unsere Zellen eingebrannt haben, der Grund für gewisse Abneigungen. „Mach deine Hausaufgaben, damit etwas aus dir wird“. Nun, da wir keine Kinder mehr sind, können wir mit solchen Glaubenssätzen gerne ein wenig gelassener und humorvoller umgehen. Es ist ja keiner mehr da, der uns vorschreibt, was wir zu tun und zu lassen haben. Alles, was wir denken und zu Ereignissen werden lassen wollen, entscheiden wir selbst. Aber nur, wenn wir unterscheiden können, welche Gedanken wirklich zu uns gehören, und nicht etwaigen Glaubenssätzen entsprechen oder Erwartungshaltungen, die subtil von außen an uns herangetragen werden.

Wenn wir ein bestimmtes Ziel oder Ergebnis in unserem Leben verfolgen, so reicht es nicht aus, sich dieses herbeizuwünschen. Wobei eine Vision natürlich enorm wichtig ist, denn sie ist der Keim unseres Antriebs. Um sein Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und Wünsche zur Realität werden zu lassen, bedarf es manchmal einen Tritt in den Allerwehrtesten, um diesen hochzubekommen. Sowohl Bewegung oder Sport als auch eine ausgewogene Ernährung bedarf Regelmäßigkeit, Beherrschung und Ausdauer: Eben Disziplin. Man kann zwar auch versuchen, sich den Bauch wegzumeditieren, aber ob dies funktioniert sei mal dahingestellt. Ich hab es nicht ausprobiert. Ich wählte andere Mittel und Wege… und sie haben funktioniert ;)

Der Bruder von Disziplin ist das Wunder

Wanderer vor Wasserfall„Über Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und grossartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält. Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung. Sie ruft für jenen, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen würden. Was immer Du tun kannst, oder wovon Du träumst, Du könntest es tun: beginne damit. Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich. Beginne es jetzt.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Ich bin durch meine Erfahrungen diesbezüglich in diesem Jahr geradezu begeistert, wie sich Körper und Geist zum Positiven verändern, wenn man an ein paar Stellschrauben dreht, diese beharrlich mit einem bestimmten Ziel verfolgt und sich durch Rückschläge nicht verunsichern lässt. Das gilt für alle Bereiche des Lebens, nicht nur für die physische und psychische Gesundheit – und sofern dies jeweils nicht zur Sucht wird. „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Was Buddha sagte, bekommt erst dann eine materielle Form, wenn wir ins Tun kommen, so wie es auch Goethe in seinem obigen Zitat vervollständigt, wenn er sagt: „Beginne damit“. Gedanken bleiben Gedanken und werden zu Hoffnungen, wenn der entscheidende Schritt ausbleibt. Dieser jene Schritt, der vielleicht das ganze Leben verändern kann. Auch dafür braucht es Disziplin. Der Bruder von Disziplin ist das Wunder: Es kommt, wenn man an sich glaubt und sein Ding konsequent und diszipliniert durchzieht. So darf man ruhig stolz auf das Erreichte sein.

Vielleicht gibt es auch bei dir Ereignisse oder Ziele, die du beharrlich verfolgt hast und auf die du im Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr 2019 stolz bist?

Ich wünsche dir mystische Rauhnächte, harmonische Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen.

Herzlichst, Alex

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com

Beitragsbild „Jogger im Winter“: Bild von Johannes Plenio auf Pixabay
Bild Unten: Fotolia.com / Adobe Stock

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Avatar Thorsten says:

    Hallo Alex,
    wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Ich habe dieses Jahr viele Dinge ernten können, die ich beharrlich in den letzten Jahren durchgezogen hatte.
    Ich wünsche dir eine gute Zeit.
    Nette Grüße
    Thorsten

  2. 2
    Avatar Silvia says:

    Lieber Alex
    Ich wünsche dir wundervolle und vor allem erholsame Weihnachtstage in deinem verträumten Städtchen, wie aus einer anderen Zeit. Ich danke dir für deine unermüdliche Arbeit zum Wohle aller. Möge sich dein Licht verbreiten und weitertragen hinaus in die weite Welt.
    Allen Leser/innen ebenso wunderbare Tage zwischen den Jahren.
    Alles Liebe!
    Silvia

  3. 3

    Lieber Alex, liebe Lichtarbeiterinnen und Lichtarbeiter, liebe Menschen, die ihr in diesem Block lest…
    Ich wünsche euch aus tiefstem Herzen ein lichtvolles, liebevolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein wunderbares neues Jahr 2020, das euch ein gutes Stück auf eurem irdischen SeelenWeg weiterbringt. Dorthin, wo wir eines Tages alle wieder sein werden, der Quelle allen Seins, ich nenne das Gott…
    Dieses Jahr war gewaltig, es hat die Menschen genau da abgeholt, wo sie standen. Freud und Leid war bei vielen, wie auch bei mir, nah beieinander…
    Doch ich möchte es um nichts in der Welt missen, denn ich durfte meinen Weg der Liebe kraftvoll weitergehen, soviel Liebe in die Welt bringen, daran wachsen und werden… Ich bin voller Dankbarkeit dafür…
    Und ja, auch Dunkelheit auflösen, in den aller- allertiefsten Schichten… Es war auch ein Jahr der Reinigung, in mir und meiner Familie…
    Daher habe ich mich auch nicht hier zu Wort gemeldet, wie zu früherer Zeit.
    Doch ich habe den Block aufmerksam verfolgt und möchte dir ganz besonders und auch allen Schreibern für ihr Wirken hier, von Herzen danken.
    Wenn ich auch nicht alles gut fand, was hier an Kommentaren stand, so habe ich doch sehr meine Sicht auf die einzelnen Personen klären können…
    Und fest stellen dürfen, dass es gar nicht auf den tatsächlichen Inhalt eines noch so guten Artikels von dir Alex ankommt, wenn sich Menschen hier sogar in Einzelfällen selbst, resp. durch Kommentare therapieren, oder therapieren lassen, wo oft andere Wege z. B. der Schulmedizin dadurch umgangen werden können.
    Ich finde das wunderbar, das sich hier Menschen aussprechen können, tief in Herz und Seele und ihr Denken schauen lassen dürfen und oftmals ihr Licht auch dadurch nach außen scheinen lassen dürfen…
    Auch wenn es in Einzelfällen dadurch vielleicht schwieriger wird…
    Gott Lob bist du Alex ja Manns genug, auch Grenzen zu ziehen, wenn diese von Einzelnen deutlich übertreten werden.
    Ich wünschen mir für das neue Jahr 2020…
    mehr liebevolle Menschlichkeit, auch mal zu teilen, wenn genug da ist,
    die Natur zu achten und ehren,
    Frieden in unserer Welt,
    Achtung vor allem, was lebt
    und das jede Seele sich ihres göttlichen Funkens deutlich bewusst wird und das ihre tut, um dieses innere Licht strahlen zu lassen und in unsere Welt zu senden…
    DANN IST WEIHNACHTEN IMMER UND ÜBERALL – IN UNS UND AUF UNSERER WELT…
    ☆ MÖGET IHR ALLE AUF ALL EUREN WEGEN BESCHÜTZT SEIN! ☆
    Hezensgrüße von Walli

  4. 4

    Lieber Thorsten,
    schön! Wir konnten ja bereits viele Synchronizitäten in dem feststellen, was uns beide jeweils bewegt, immer wieder spannend…

    Liebe Silvia,
    vielen herzlichen Dank für deine Grüße und Wünsche ins Harry-Potter-Städtchen in der Frankenalb Sie sind angekommen Dir auch eine wunschöne Zeit und die besten Grüße und Wünsche.

    Liebe Walli,
    schön wieder von dir zu lesen – und danke für deine herzerfrischenden Worte für die Welt im Jahre 2020, denen ich mich an dieser Stelle gerne anschließe:

    – liebevolle Menschlichkeit, auch mal zu teilen, wenn genug da ist,
    – die Natur zu achten und ehren,
    – Frieden in unserer Welt,
    – Achtung vor allem, was lebt
    – und das jede Seele sich ihres göttlichen Funkens deutlich bewusst wird und das ihre tut, um dieses innere Licht strahlen zu lassen und in unsere Welt zu senden…

    Herzliche Grüße
    Alex

  5. 5
    Avatar Consciousness says:

    Ein schönes Silvester und ein schönes Jahr 2020.

    Das Feuerfest zum Jahresende hat alte germanische Wurzeln. Hatte die Jahreszählung nach der alten lunaren Zählung früher 13 Monate mit je 28 Tagen, endet nach einheitlicher Einführung der solaren Zählung, unter Julius Caesar, das Jahr heute nach 12 Monaten. Silvester wurde im Jahr 1582 vom 24.12. auf den 31.12., den Todestag von Papst Silvester, geschoben und nach ihm benannt. Silvester bedeutet ‚,Waldmensch“, von lateinisch silva ,‚Wald“.

    Ein erkenntnisreiches Jahr 2020 euch allen.

  6. 6
    Alex Miller Alex Miller says:

    Hallo Consciousness,
    dir und allen LeserInnen ebenso ein wunderbringendes und erkenntnisreiches 2020.

    Der Gott des Waldes zog an Silvester durch die dunkle Nacht und ermunterte die Landbvölkerung zu wilden Festen in den heiligen Hainen. „Er symbolisiert Lebenskraft und Fruchtbarkeit und verkörpert die Freiheit der Natur, der Wildnis und des Menschen (Geheimnisvolle Rauhnächte, Caroline Deiß)“.

    Daher empfehlen sich Waldspaziergänge, um die Freiheit zu spüren und in sich aufzunehmen, die Lebenskraft des Waldes zu atmen. Desweiteren eine schöne Teezeremonie mit seinem Lieblingstee, bei der man ganz bewusst noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren lassen kann. Geräuchert werden kann beispielsweise mit Fichtennadeln, Styrax oder Lavendel.

    Herzliche Grüße
    Alex

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