Corona – Was macht es mit uns?

14 Mrz 2020 Von Kommentare: 10 Gesellschaft, Zeitgeschehen

Durch die zunehmend freiheitseinschränkenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus befinden wir uns in einer bislang völlig unbekannten Situation, die uns Menschen vor innere und äußere Herausforderungen stellt. Hier in Bayern schließen Schulen und Kindergärten, Sportvereine und Volkshochschulen stellen ihren Betrieb ein, Veranstaltungen werden abgesagt. Dieses Szenario wird uns nach heutigem Stand noch mindestens fünf Wochen begleiten. Da das öffentliche Leben zunehmend zum Erliegen kommt, spürt man irgendwie eine geradezu merkwürdig anmutende Kollektivenergie, die aus einer Mischung zwischen Rückzug und Hektik besteht, die bei dem kleinsten Funken zur Panik mutieren könnte. Unser soziales Leben verändert sich soeben Schlag auf Schlag und was heute noch Bestand hatte, kann morgen schon komplett weggefallen sein! Wie ein unsichtbarer Schirm legt sich eine unbekannte Energie über Mitteleuropa und fordert die Menschen heraus, genau hinzusehen, um was es im Leben wirklich geht. Was bewegt uns, was vermissen wir, was macht es mit uns wenn es komplett wegbricht? Und vor allem: Was lieben wir wirklich?

Erstaunlich, wie unterschiedlich die Menschen mit der Situation umgehen

Durch das mehr oder weniger stark reduzierte Freizeitangebot werden unsere Gewohnheiten auf die Probe gestellt und wir dürfen uns wieder mehr mit uns selbst beschäftigen – und mit unseren Liebsten. Neben Klopapier, dem neuen Gold Germaniens, wird in den kommenden Wochen sicherlich auch der Bedarf an Kondomen stark ansteigen: In Krisenzeiten, wenn sich die Menschen vermehrt zuhause aufhalten, wird eben mehr gevögelt, das war schon immer so… ;) Kollektive Panik jedoch scheint sich in bestimmten Segmenten schon jetzt breit zu machen, vor jenen leeren Regalen, genau dort, wo sich normalerweise das Klopapier befindet… Hier in einem örtlichen Supermarkt sollen sich gestern Menschen gar um Klopapier geprügelt haben, es musste die Polizei anrücken. Kein Scherz! Beim Bäcker gab es heute am späten Vormittag kaum noch Brot und Brötchen, laut der Verkäuferin decken sich die Menschen für die nächsten Tage wie verrückt mit Nahrungsmitteln ein. Wenn man sich in die Rolle des Beobachters begibt, muss man fast schon Staunen – oder Schmunzeln, was es mit den Menschen macht, wenn das Gewohnte eben nicht mehr wie gewohnt funktionieren „könnte“. Angesichts der Reaktionen von einigen Menschen, stellt man fest, dass das Reptiliengehirn bei dem kleinsten Reiz schon aktiviert wird. Existenzängste und Verlustängste werden jetzt fein säuberlich herausgespült und wir dürfen dies an anderen – und vielleicht auch an uns selbst – beobachten. Und wir sollten diese Ängste ernst nehmen und uns mit ihnen beschäftigen. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus – ob man diese nun als sinnvoll oder als übertrieben erachtet, kann nur jeder für sich selbst beantworten – können wir eben auch als eine Prüfung begreifen, ob wir wirklich in unserer Mitte bleiben oder ob wir uns von der Hektik und Unsicherheit mancher Mitmenschen beeinflussen lassen.

Manche werden an ihre Grenzen kommen

Frau sieht sich neutral im SpiegelDa der Mensch als Gewohnheitstier feste Konstanten und bestimmte Rituale im Leben benötigt, um sich sicher zu fühlen und eine feste Struktur im Leben zu haben (die nun eben teilweise wegfallen könnten) werden in den kommenden Wochen durch den Zwangsverzicht einige Menschen an ihre Grenzen gebracht – auch das ein sehr wertvoller und reinigender Prozess, der jedoch auch so einiges von ihnen abverlangen wird. Ein Wochenende ohne Fußball im TV ist für viele ja schon eine Halbkatastrophe! Und auch die Arbeit zuhause im Home Office stellt für viele Angestellte eine psychische Herausforderung dar, die man als Arbeitgeber nicht unterschätzen sollte. In China stieg während der Coronakrise der Bedarf an Psychotherapien drastisch. Aber so steckt in jeder Krise auch ein „Keim“ für eine positive Veränderung. Vielleicht merken wir wie blind und eingefahren wir unser Leben eigentlich gestalten, und dass es gerade jetzt anders und besser werden kann, wenn wir dies wollen. Oder wir erlangen die wichtige Erkenntnis, dass wir manche Dinge erst dann richtig wertschätzen, wenn sie nicht mehr da sind. Das Hobby, die sozialen Kontakte, der vielleicht gehasste Job, der Partner oder die Partnerin. Nichts ist selbstverständlich, das Leben verändert sich permanent – und jetzt ticken die Uhren gerade etwas schneller als sonst.

Aus der Krise kann ein Neustart werden

Auch global könnte die Krise zur Chance werden! Ich halte es durchaus für möglich, dass die Coronakrise dazu genutzt wird, um das Finanzsystem herunterzufahren und neu aufzusetzen – mit einer neuen digitalen Währung, die dem Bürger dann als Heilsbringer verkauft wird mit dem Nebeneffekt, dass wir noch transparenter überwacht werden. Immerhin hätte man jetzt eine sehr plausible Begründung für einen Crash samt Neustart, der nur einigen Wenigen zugute kommen würde. Aber wenn keiner mitmacht, läuft diese verzweifelte Aktion der Finanzeliten ins Leere. Jetzt ist die Zeit, in der wir uns besinnen sollten, dass wir als Menschen der Erde unser Leben selbst gestalten können – sogar müssen(!) und dazu aufgefordert werden, einen Neustart selbst zu gestalten. In jeder Krise steckt auch das Unerwartete, wie die Kreativität der Menschen, der Zusammenhalt, der Sinn für das Wesentliche.

Und wenn ich aus meinem Fenster blicke und die vielen entspannten Menschen in der Sonne im benachbarten Strassencafe sitzen sehe, die sich vergnügt unterhalten, dann wirkt es so, als wäre dies hier die echte Welt, und das mit dem Klopapier sureal… ;) So, wie wir die Welt sehen, so ist sie auch für uns…

Copyright: © Alex Miller / www.gehvoran.com

Bilder: Istockphoto Getty Images (Beitragsbild „Strassencafe“), Adobe Stock / Fotolia.com (Bild „Frau im Spiegel“)

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10 Kommentare zu diesem Artikel

  1. 1
    Avatar Jan says:

    Zuschauen, entspannen, nachdenken.
    So wie es gekommen ist, so wird es wieder verschwinden.
    Nichts ist konstanter als der Wandel.
    Hier einer ein schöner Beitrag von Sunny und Catherine Turner:
    https://verbindediepunkte.podcaster.de/
    Das Robert Koch Institut gibt bekannt:
    https://www.youtube.com/watch?v=7-BqMSX5Rqg&feature=youtu.be
    Ich wünsche ein entspanntes Wochenende.

  2. 2
    Avatar Jan says:

    Der globale Ausnahmezustand – Gerhard Wisnewski bei Stein Zeit.
    https://www.youtube.com/watch?v=t-NA4Tb-V3w&feature=youtu.be&t=647

  3. 3
    Avatar mahdian says:

    Was die Menschen vor allem verunsichert ist, dass sie zum einen dem allem ohnmächtig gegenüberstehen und zum anderen nicht wissen, was daraus wird – wie lange das alles dauert, was das noch auf sie zu kommt.
    Ich halte den Corona-Virus für einen Vorwand, die Menschen einzusperren – in ihren Ländern, in ihren Städten und Gemeinden und je nach weiterem Verlauf auch in ihren Häusern. – Meines Erachtens geht es um die Durchführung einer Agenda, die sich selbst den aus den alternativen Medien Informierten noch nicht wirklich erschließt – auch sie können nur Vermutungen anstellen, aber auch sie wissen nichts mit Sicherheit.
    Das macht Angst – auch wenn die bewussteren Menschen vielleicht besser damit umgehen und sich eher selbst kontrollieren können statt von ihrem Reptilienstammhirn kontrollieren zu lassen, so macht sich auch in ihrem Unterbewusstsein z. B. im Schlaf Angst breit, die es dann im Wachzustand zu beruhigen gilt.
    Ob dieses alles zu einem guten oder einem bösen Ende führt ist die große Frage – überleben wir es, will man jetzt die Vorboten des Harmageddons inszenieren? – Das alles schwebt in der Luft wie das Coronavirus und man hat das Gefühl, sich in einem Albtraum zu befinden und wartet auf das erlösende Erwachen oder man fühlt sich wie im falschen Film.

    Ja – das löst existentielle Ängste bei den Menschen aus und aktiviert bei vielen das Reptilienstammhirn, schaltet auf Steinzeitmodus.
    Warum sind vor allem die Klopapier-Regale leer? – Tja – in Deutschland haben nur die wenigsten Haushalte ein Bidet und anderes als Klopapier verstopft nur die Abflussrohre.

  4. 4
    Avatar Maurice says:

    Hallo ihr Lieben,

    vielen Dank für die Worte Alex.
    Denke genauso und sehr viele Menschen in meinem Umfeld auch.

    Für mich ist der wichtigste Satz in deinem Text:
    „Und wenn ich aus meinem Fenster blicke und die vielen entspannten Menschen in der Sonne im benachbarten Strassencafe sitzen sehe, die sich vergnügt unterhalten, dann wirkt es so, als wäre dies hier die echte Welt, und das mit dem Klopapier sureal… ;) So, wie wir die Welt sehen, so ist sie auch für uns…“
    Es wird immer offensichtlicher, dass wir unsere Umwelt selber erschaffen. Die ganzen „Bewusstseins-Illusionstricks“ bringen nichts mehr….

    Habe noch eine andere Frage. Was haltet ihr von den Massenmeditationen?
    Da gibt es ja diese Cobra Anhänger. Hier wird zu bestimmten Anlässen meditiert, um ein gewisses Event schneller hervorbringen zu können, oder aber auch den Corona Erkrankten zu helfen bzw. das Virus einzudämmen…

    LG und Danke!
    Maurice

  5. 5
    Alex Miller Alex Miller says:

    @ Jan,
    danke für deine Infos.

    @ mahdian,
    ja, das sehe ich auch so. Ob Corona einer Agenda folgt und wo es wirklich herkommt – dazu kann ich mir ehrlicherweise noch keine wirkliche Meinung bilden. Mittlerweile wird auch in den alternativen Medien zuviel interpretiert. Hier fehlen mir oft die glaubwürdigen Quellen, was nicht heissen soll, dass hier und da ein Fünkchen Wahrheit dabei ist. Denke, die kommenden Wochen wird vieles offenbaren, wenn wir aufmerksam sind, ohne uns dabei zu verlieren…

    @ Maurice,
    ich persönlich kann mit Cobra nichts anfangen, denn da wird zuviel im Außen gesucht, anstatt bei sich selbst. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man dazu steht und ob man an jeden Meditationen teilnimmt.

    Herzliche Grüße und eine gute entspannte Woche an alle
    Alex

  6. 6
    Avatar Nicola says:

    Hallo zusammen, ich will auch meinen Senf dazugeben :D Also was auch immer das für eine Agenda ist und welchen Zweck sie erfüllen soll, ist auf dem Papier geschrieben. Wie man bemerken kann, sind die Verhaltensweisen sehr unterschiedlich. Ich habe mich mit Menschen unterhalten, die sich über Zeitungen und Fernsehen informieren und da wundert es mich nicht, dass sie von vielen Dingen noch nicht einmal etwas gehört haben und dementsprechend stark verunsichert sind. Und ich bin in ihren Augen sicher eine Spinnerin. Auf der anderen Seite, die die sich mit sich selbst beschäftigen und auch ihre Informationen anderweitig beziehen, sind eher die „Gelassenen“. In Italien singen sie und heute kam mir ein Vergleich in den Sinn: Die Franzosen sind die Revoluzer, die Italiener die gut gelaunten und in Deutschland sind wir vor Angst gelähmt (teilweise zumindest). Nun, was aus all dem werden wird, was die Agenda ist, ist egal. Denn so wie die Menschen reagieren ist für mich hier nichts berechenbar! Und wenn die Menschen erst mal im Chaos sind, ist alles möglich! Nach dem Prinzip, welchen Wolf du fütterst (den guten oder den bösen) wird stark werden und überleben. So hoffe ich doch, das die Mehrzahl der Menschen besonnen bleiben und ihre Freiheit wählen und nicht die komplette Versklavung! So bleiben wir doch mal positiver Laune, allein das hilft denen, die sich so hart tun in dieser „unberechenbaren“ Zeit. Und lassen wir uns auf das „Spiel“ ein, um daraus ein besseres zu machen. Auf jeden Fall werden wir gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, eine Wahl…da werden wir vielleicht auch mutig werden müssen…gerade wir Deutschen, die sich schon so lange verkrochen haben und über sich haben entscheiden lassen! Fangen wir an zu singen…wie die Italiener! Wer stimmt das Lied an?? :D Bleibt einfach offen, mutig und gut gelaunt, da wir eh gerade nicht verstehen, was passiert!
    Vertraue dem Leben, bleibe liebevoll für all die die es gerade nicht können! Angst war noch nie ein guter Berater!!
    Herzlichst Nicola

  7. 7
    Avatar Niko says:

    Ich vergleich es einwenig wie mit einer Energie-Krake, also nicht Corona, sondern die kumulierten Emotionalitäten auf ein Objekt bezogen.
    Derzeit unterstütze ich in meinem Familienkreis ältere Menschen u.a. bei Einkäufe, wobei ich diese nicht in die Wohnung hineinbringe, aufgrund der potentiellen Ansteckung, oder auch im engsten Familienkreis etwas Ruhe hineinzubringen.
    Ich kann hier wirklich für mich sprechen ohne – weil dort letztens eine Diskussion entstand- es auf Andere zu adaptieren, es ist meine Ansicht basierend auf meinem Erfahrungshorizont, so wie jeder seinen eigenen hat, zum aktuellen Zeitpunkt sehe ich es für mich persönlich so :).

    Die kumulierten Emotionalitäten empfinde ich unabhängig von Corona wie bei anderen Dingen, die mich persönlich (Angst/Panik/tiefe Unsicherheit) schlicht stark oder weniger stark antriggern. Corona ist für mich etwas was in mir etwas auslöst, aber erstaunlicherweise gab es vor kurzem ein Bild:
    zwei rote Hände wo ein Diamant sich teilte und in jeder Hand ein Diamant lag.
    Heute Nacht sah ich selbst Diamantregen in mir, was auch immer das heißt.

    Ich vermute vorsichtig, dass hier ein transformatorischer Prozess in Gang gesetzt ist, der einige gespiegelte Emotionalitäten knallhart -mit wenig Möglichkeiten des Wegdrückens- hervorbringt, jedenfalls sind einige Seelenanteile unglaublich aufmerksam.
    Alle mir bewussten Emotionen lasse ich zu und konzentriere mich dabei -wenn es mir bewusst möglich ist- auf den energetischen Fluss, atme dabei ruhig aus und ein – langsame Pendelbewegung.
    Ich hab mich nebenbei auch gefragt, was wäre wenn Corona nicht da wäre, wenn es kein Internet gäbe, kein Blog von Alex, kein Fernseher, kein Radio, kein …. …. …., was bleibt dann von einem übrig an Emotion, an Gedanken ?

    Corona ist für mich eine unglaubliche Ablenkung, wenn ich nicht die in mir getriggerten Emotionen fließen lasse.
    Fernsehen ist es auch, unglaubliche Außenimpulse, und die eigenen Seelenanteile schauen alle durch die „Brille“ mit, jederzeit, unablässig.
    Für mich selbst ist die eigene Meditation eine Art kurz rausgehen, kurz bei mir sein, im Fluss, verbunden fühlen.
    Es kann Chaos herrschen wie sonstwas, aber diese Verbindung kann einem niemand wegnehmen, es ist die Verbindung die mich Selbst in die Ruhe bringt, die mein aufgepeitschten Bewusstseinsfluss wieder in ruhigere Gewässer fliessen lässt, die mal für kurz die Aufmerksamkeit nicht auf das Außen permanent „schiebt“, denn so meine Erfahrung, die Energiekrake ist egal wie das Außenobjekt heißt, bestenfalls an einem Objekt -was in einem selbst u.a. Verunsicherung antriggert- dran und zieht, und es kann mächtig ziehen :), je nachdem wohin die eigene Aufmerksamkeit hinwandert.

    Liebe Grüße
    Niko

  8. 8
    Avatar Gabi says:

    Vielen Dank Alex für Deine Worte. Wie treffend in diesen Tagen.
    Überall in der Welt sind Menschen Bedrohungen, z.B. durch Kriege, Hunger, Not,… ausgesetzt, bereits seit vielen Jahren. Der Westen wog sich in Sicherheit und vielen war es völlig egal, wie es dem Rest der Welt erging. Konsum war angesagt. Das Außen wichtiger als das Innen. Und nun wird ein winzig kleines Virus zu einer großen Bedrohung für den Menschen, der sich zuvor noch für das Größte der Schöpfung hielt. Und plötzlich sitzen wir alle in einem Boot. Sind gezwungen, uns unseren Schattenthemen zu stellen und uns bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist im Leben. Werden reduziert auf unser Heim, auf uns selbst und damit konfrontiert, wie es uns mit uns selbst ergeht. Es wird nichts mehr sein, wie es vorher war.
    „In jeder Krise steckt auch das Unerwartete, wie die Kreativität der Menschen, der Zusammenhalt, der Sinn für das Wesentliche.“
    Wahre Worte, von denen ich mir wünsche, dass der Sinn für das Wesentliche auf der Liebe basieren wird.
    Liebe Grüße
    Gabi

  9. 9
    Avatar Niko says:

    Nur eine kleine Anmerkung was beispielsweisen gestern Abend im sehr nahem Umfeld passierte:
    Fakt ist, dass der Virus für Menschen jenseits der 80 ein unglaubliches Dilemma darstellt.

    Ändern tun sich die Gedanken und Emotionalitäten wenn man direkt oder indirekt betroffen ist.
    Es gibt keine Atemschutzmasken mehr, weil viele Menschen diese horten, das als Wertsteigerungsmöglichkeiten aus einer weniger human intrinsischen Motivation, selbst von Kinderkrebsstationen diese gestohlen werden.
    Bei einer Bekannten, sie arbeitet im Krankenhaus, sie müssen als Schwestern selbst an offenen, eitrigen oder andersartigen Wunden ohne Mundschutz ran, weil es kaum bis gar keinen mehr selbst für Krankenhauskräfte gibt.

    kurzes anderes Beispiel:
    86 jährige Frau, aufgrund dass bei ihr das Risiko immens höher ist, darf Sie kaum mehr aus dem Haus. Alle in Ihrem Umfeld haben kein Corona, aber müssen allesamt immens aufpassen, dass sie sich nicht insbesondere durch Unachtsamkeit Anderer ansteckt. Sie wohnt in einem mehrstöckigem Haus, wo es keine Möglichkeit (weit über 20 Etagen) ohne Aufzug gibt.
    Da es keine Atemschutzmasken mehr gibt, hat keiner in Ihrer Familie eine, mich beim Besuchen/Einkaufen eingeschlossen. Dass jemand das Virus, wo die Dunkelziffer unbekannt ist, sich irgendwie/irgendwann anstecken könnte, ist aufgrund dass es sich um eine Großstadt handelt, real gegeben.

    Der Aufzug beispielsweise, wenn da der Virus durch einen anderen Menschen kurze Zeit vorher eingetragen worden ist, der ist konterminiert, laut. RKI, ohne Chance diesen zu entkommen. Das ist nur ein vereinzelter Punkt als Anmerkung.
    Was die Gesamtlage für diese eine 86 jährige Familie und ihre Familie ausmacht, das berührt mich insbesondere sehr.
    Mehrfach weinte die ältere Frau. Der Familie ist die Verzweiflung, Wut, Traurigkeit, Angst unglaublich spürbar anzusehen.
    Ihre Tochter versucht alles, um Ihre Mutter zu schützen. Sie ist zudem berufstätig und muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln quer durch die Stadt. Damit die ältere Frau nicht „einrostet“, laufen sie mehrfach am Tag in der Wohnung/in der Etage vorsichtig hin und her. Andere Jugendliche/junge Männer/Frauen machen sich in der Wohnumgebung wenig Gedanken und Husten/Niesen, pöbeln an wie sie wollen.
    Hinzukommend auf diese 86 jährige Frau und Ihr Umfeld, hat das zusätzliche Auswirkungen.
    Es sind nur kleine reale Beispiele, nicht auf einer Metaebene bezogen, aber klar hat das Virus an sich vor allem insbesondere bei Risikopatienten in bestimmten Risikogebieten eine absolute Auswirkung.

    Liebe Grüße
    Niko

  10. 10
    Avatar Thorsten says:

    Hallo Alex, danke für den Text.
    In meinem Umfeld ist Ähnliches zu beobachten, die einen haben ein Verhalten wie bei einer Ebolapandemie, die anderen machen weiter wie immer.
    Ich denke in dieser Zeit immer mal an meine Uroma. Sie hatte zwei Weltkriege mitgemacht. Ihre Heimat, ihren kompletten Besitz und Familienangehörige verloren. Unglaubliche Strapazen und Gefahren durch die Flucht aus Ostpreußen erleiden müssen. Trotzdem, sie war immer besonnen. Ein Fels in der Brandung des Lebens.
    Dagegen ist diese Krise ein Witz. Wir können weiter einkaufen, es muss keiner ums tägliche Überleben kämpfen. Risikopatienten mal Außen vor.
    Hoffentlich wird dies dazu führen, dass alle mal das Bild vor Augen haben. Wir sitzen in einem Boot.
    Die Wirtschaft wäre meiner Meinung nach sowieso zusammengebrochen. Früher oder später, es gibt kein ständiges Wachstum. Alles ist an den Wandel gebunden. Mal schauen, was noch alles passiert.
    Gruß Thorsten

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